Ich denke, da kann man am Ende wieder eine Grundsatzdiskussion draus machen. Feiert man an der Stelle den Skill und die Kreativität, oder stellt man Songdienlichkeit und Musikalität (im Sinne der Allgemeinverträglichkeit) in den Vordergrund? Etwas plakativ und verallgemeinert ausgedrückt: Es hat ja schon seinen Grund, wieso quasi sämtliche Schlagzeugvirtuosen, die man auf der Welt so kennt, mit ihrer eigenen Mucke in kleinen 200er-Klitschen spielen und ihre Brötchen mit Jobs verdienen müssen, bei denen sie größtenteils nicht mehr machen als Backbeat zu spielen, aber dann halt Stadien füllen.
Es gibt eben einen Unterschied zwischen Gefälligkeit und musikalischem Anspruch. Und der Sweetspot dieser beiden Faktoren ist vermutlich äußerst subjektiv und abhängig davon, was man eigentlich grade sehen/hören möchte - und ich denke am Ende muss man differenzieren zwischen Promovideos, in denen halt mal ordentlich rumgerödelt wird und dem echten Leben, in dem die Musik im Vordergrund steht.
Völlig fair, in dem Kontext ab einem gewissen Punkt auszusteigen und zu sagen "Boah nee, ist nicht meins". Aber ich fand es einfach sehr schade, mit welcher Intensität hier draufgekloppt wird, wenn ein Forumsmitglied einfach nur voller Begeisterung einen Drummer vorstellen möchte. Ich seh' da irgendwie den Sinn nicht. Wem soll das denn etwas beweisen, wem ist damit geholfen? Wir haben hier eine Struktur, anders als auf Social Media, in der man sich ausführlich, sachlich und ohne irgendwelche Algorithmen, die polarisierende Inhalte hervorheben, austauschen kann. Das ist ein riesen Privileg - das man sich aber auch ganz schnell kaputt macht, wenn Leute irgendwann aufhören, Neuentdeckungen zu posten weil ihnen der Spaß daran vergeht.
Sehr cool, würd ihn auf jeden Fall auch gern mal live sehen!
Was machste denn nächsten Monat? 4.12. spielt er mit Bilmuri in Dübendorf, zusammen mit Bad Omens und The Ghost Inside.
Falls du die Mucke magst, ist das ein super Line-Up. Bad Omens ziehen mittlerweile leider schon sehr stark die TikTok-Kiddie-Fraktion, aber TGI ist unfassbar gut - zumal es auch sehr beeindruckend ist, Andrew wieder live trommeln zu sehen, nachdem er bei einem Bandbusunfall vor einigen Jahren sein rechtes Bein verloren hat.