es kann einem auch durchaus die Motivation nehmen, wenn man das Hobby zum Beruf macht. Ich bin zwar kein prof. Musiker, Anfang bis Mitte der 90er wäre es aber fast soweit gewesen. Nach etlichen Studiosessions bei einem sehr namhaften Produzenten und unseren ersten Kontakten zu EMI, Sony etc. hat sich am Ende die ganze Band dagegen entschieden, den letzten Schritt zu machen. Was hat man schon davon, für ein, zwei Hits in den Charts mit einer meist schnell vorübergehenden Berühmtheit alles aufzugeben, Studium, Berufskarriere etc.?
nun kann ich auch noch feststellen, dass ich viele Freunde habe, die Berufsmusiker sind, aber alle sind sie täglich am saufen und von erheblichen Selbstzweifeln geplagt, gut genug dafür zu sein. Meine Kollegen decke da die ganze Palette ab, vom Musiklehrer, über Tanzmucker, Chartmusiker oder Komponisten für andere bekannte Bands. Was sie auch tun, den Alc und einen gewissen Frust haben sie alle gemeinsam ![]()
als ich 16 war, habe ich geangelt wie verrückt und was lag da näher, als Fischer zu werden. Gesagt, getan, nach 4 Jahren hing mir das Wasser, das Boot, die Netze und die Sonnenaufgänge doch so dermaßen zum Hals raus, das ich privates angeln und den Fischerjob wieder an den Nagel gehängt habe. Als wir Jahre später vom Hobbiemusiker immer mehr Richtung Profilager wechselten, merkte man richtig, wie so nach und nach bei allen in der Band die Lust aufs musizieren verschwand. Ich bin dann erstmal in die Tropen abgedüst und habe 1 Jahr kein Schlagzeug mehr angefasst, nur noch nen Übungspad. Als ich zurück kam, kam die alte Lust wieder. v.a. wuchs die Einsicht, dass Musikmachen über einen anderen Job finanziert einen weiteren sehr großen Vorteil hat. Man kann spielen was man will und muss sich nicht beim Markt anbiedern




