Beiträge von ElEhnez

    Die Kessel sind i.d.R. eher dünnwandig. Trommeln etwas höher gestimmt, nicht zu trocken. Dürfen also schon etwas mehr schwingen. Keine Gates, klar. Auch die BD ist meist nicht zu tief gestimmt. Die Instrumente müssen auch bei leisem Spiel (z.B. im Zusammenspiel mit einem unverstärktem Kontrabass) klingen, sollen also gut ansprechen.

    Den meist besten Crash Sound bekommt man, wen man auf den Übergang Profil/Krempe schlägt, also da wo dieser "Knick" ist; manchmal auch etwas weiter außen auf der Krempe selbst. Das ganze nicht zu soft und mit dem Schaft des Stocks. Zum Riden natürlich mit dem Tip und je nach Becken Anspielposition erkunden.

    Melodie und Groove hängen nicht untrennbar zusammen, im Gegenteil. Ich denke nur an die ganzen Kinderlieder, die ich derzeit höre - sei es von meiner Frau oder div. anderen Eltern... :baby: Da wird soviel gesungen, die Melodien kennen sie alle. Aber rhythmisch sind die oft daneben. Wenn man da mal versucht mitzuklatschen, geht's meist in die Hose. Dennoch kann das auch schön sein.
    In der Klassik wird ja viel rubato interpretiert, wie gesagt, besonders bei Klaviersolo-Stücken. Und trotzdem sind das anspruchsvolle Melodien.
    Und grooven hat auch nicht zwingend mit Technik zu tun. Wenn man BEWUSST bestimmte Timing-Parameter verschieben will, braucht man die Technik, ja. Aber man kann ja auch unbewusst grooven - und das eben auch mit weniger toller Technik.
    Für "Groove" im musikalischen Sinne gibt es im Deutschen kein Wort. Es ist eben etwas nicht definiertes. Was eher irrationales. Wir versuchen immer Erklärungen für Emotionen zu finden, sei es für Frust, Aggression, Liebe, sexuelle Anziehung, oder eben auch nur Groove. Aber bringt das wirklich weiter? Kann man einfach alle genannten Parameter erfüllen, auf den Knopf drücken und zack! es passt? Einen Teppich muss mer eben auch ganz anners behandeln wie'n Schäferhund.

    Zitat

    Original von Chuck-Boom
    Die Dinger einfach umgedreht (China-mäßig) auf den üblichen Filz eines Crashs drauftun - Stück dünnes Filz drüber - Schraube - fertig.

    So mach ich das auch. Dabei aber aufpassen, dass das jeweilige Crash noch locker genug schwingen kann. Sonst kann es Risse am Loch geben (auch Fissuren genannt 8) ).
    Wenn du nicht sehr feste draufhaust, kannst du auch eine dicke Schnur (hess.: Korddel) mit Knoten versehen und daran die Klingeln aufhängen. Ist aber u.U. sehr instabil...

    @ MaxPhil
    Deine Philosophie Quantität statt Qualität ist grundsätlich gut. Leider hat sie einen Haken: Wenn du das Equipment "fürs Leben" suchst, kommst du in aller Regel nicht umhin, einfach im Laufe deiner Jahre unheimlich viel Zeugs auszuprobieren! Einerseits lernst du dadurch die Unterschiede kennen und dein Gehör spezialisiert / verfeinert sich. Fakt ist aber, dass nie eine Komponente alleine für den Klang zuständig ist und dass sich alle Komponenten (Instrument, Kabel, Raum, Vorverstärker, Abhöre etc.) gewissermaßen gegenseitig beeinflussen! Kann gut sein, dass ein Mikro XYZ bei deinem Bekannten den ultimativen Kick bringt, bei dir aber nur ganz gut klingt. Man muss einfach ausprobieren, wie die Komponenten zusammenpassen und welches Teil mit welchem zusammen gut klingt!
    Insofern ist leider der Kaufpreis oder die "Qualität" alleine noch kein Garant dafür, dass das Teil auch bei dir wirklich gut bzw. gar "ultimativ" klingt.
    Deshalb würde ich nicht am Anfang schon zu hoch pokern, da man kaum mit einem Schuss zum Ziel kommt.


    Zum Thema BD: Ich könnte auf Anhieb keine 5 Platten nennen, auf denen die BD wirklich super geil klingt. "Gute" Aufnahmen gibt es viele, aber "ultimative"? Also macht euch doch nicht so verrückt.
    Am Ende kommt eh noch die Bassgitarre dazu und es klingt wieder total anders. Der Endmix wird dann noch komprimiert usw. Was glaubst du, bleibt von deinem Hi-End Sound noch übrig bleibt?!? Es wird so wie alle anderen lediglich "guten" Aufnahmen klingen... ;)

    Für die BD würde ich NIE 200 EUR ausgeben! Selbst das Sennheiser E602 ist nicht so teuer.
    Nimm das Audio Technica. Klar ist es nicht neutral, aber es klingt so, wie man es von zig Aufnahmen kennt. Bei Nichtgefallen kannst du es ja zurückschicken. Matzdrums hat das auch: http://www.netzmarkt.de/thomann/artikel-105709.html
    Um die BD würd ich mir auch nicht so 'ne Sorgen machen. Man kriegt sogar mit 'nem SM57 einen rockigen BD-Sound hin...Dein Geld würd ich lieber in gute Kondenser investieren und am BD-Mikro nicht zuviel ausgeben.

    Ich kann DF nur beipflichten: Am Anfang immer erstmal mit weniger anfangen und DAS zum Klingen bringen. Erweitern kann man dann immernoch.


    Wenn's nur um 1 Demo geht, würde ich evtl. sogar im PA-Verleih mal nach Mikros Mieten fragen. Ich hab das vor 10 Jahren mal gemacht und für ein BD-Mikro fürs ganze Wochenende 10 oder 20 Mark gezahlt. Das erspart zumindest die Enttäuschung, wenn du auf die Schnelle mal einen Koffer kaufst und eigentlich noch nix so genau weißt...


    Apropos Koffer: Wenn's um die Verpackung geht, kannst du auch einen Alu-Handwerkerkoffer für 20 EUR kaufen, Schaumstoff reinlegen und mit dem Teppichmesser die Formen für deine Mikros ausschneidern. Das spart immens Kohle!