Hallo Jopdrummer,
wenn du (noch :-)) ein gutes Verhältnis zu deinen Nachbarn hast, dann geh doch mal mit Bassdrum und Snare in den Kellerraum und drisch richtig drauf rum. Oder noch besser, lass wen anders dreschen. Währenddessen gehst du mit den Nachbarn, die am nächsten liegen, deren Wohnung ab und hörst, was davon bei denen ankommt. Wenn das nämlich schon (fast) nichts wäre, könntest du mit recht wenig Aufwand klarkommen.
Das größte Problem ist meistens Tritt- oder Körperschall, der über den Estrich und die Vibrationen der Wände übertragen werden. Das betrifft aber nur niederfrequenten Schall, also BÄSSE. Ein geringes Maß an Bässen kannst du vermutlich schon mit einer Entkoppelung vom Estrich ausreichend dämpfen, also mit einem schwimmend gelagerten Podest.
Direkte Schallausbreitung kannst du aufgrund der langen Wellen quasi nicht eindämmen, zumindest wenn von deinem Raum noch etwas Raum übrig bleiben soll.
Jegliche Form von Wandbelag reduziert vor allem Halleffekte und entstehende Flatterechos, die aber vor allem die Raumakustik verbessern. Da ist es immer am besten, mit einem leeren Raum zu beginnen und zu hören, wo die Probleme sind. Dann Stück für Stück "aufrüsten". Nur nicht zu viel, und ganz sicher nicht die ganzen Wände voll Pyramiden, dann mach es nämlich nur noch mmmmpf, wenn du auf die Snare schlägst.
Der dritte Punkt ist die Isolierung für klimatische Verhältnisse, kann speziell im Keller aber erst mal der wichtigste Aspekt. Immer kalt und feucht ruiniert dir das Equipment nämlich blitzartig. Dazu wäre meines Wissens nach eine Isolierung mit Steinwolle, Dampfsperre und Gipskartonplatten die beste Lösung.
Zu jedem dieser Themen gibt es im Internet Mengen von Info, sicher auch detailiertere, als ein Drummerforum dir bieten könnte.
Grüße
Jan