Beiträge von trommla

    ....das ist das Problem, die schleppen ihr Zeug, in der Regel, nicht selbst!

    Denen ist es meist egal.

    Genau das war mein Gedanke. Wenn Hardware unter Volllast gefahren wird (tägliche Show, unsanftes Handling, durchgeschüttelt in Cases) und dem klaglos standhält, ist die Qualität wirklich unverwüstlich. Wenn nicht, wird sie keiner verwenden. Dem Drummer selbst dürfte ziemlich egal sein, worauf die Becken hängen, wenn ihm ein Satz Spartans hingestellt wird. Der Tech freut sich aber ggf auch über weniger Masse.

    Die hier besonders hervorTretenden sind allesamt nicht in der Lage, z.B. obiges Video innerhalb von 24 Stunden auch nur eingermaßen plausibel zu bespielen

    Haha, die Kiste kannste gleich an mich schicken. Mein 11/8 klingt vermutlich anders als seiner, aber wenn das auch gilt, nehm ich die Challenge gerne an.


    Aber warum brauch ich dazu 24h? Die Nummer dauert doch nur 6:49? Oder hat mein Hirn grad wieder die falsche zeitliche Dimension erwischt?

    D.drummer

    Youtube- oder Tiktok-Inhalte, die eine gewisse Nähe zu Herstellern erkennen oder vermuten lassen, haben in der Regel als Informationsquelle nur bedingt Aussagekraft. Du hörst wirklich zu häufig auf Werbefachleute und zu selten auf Instrumentenbau-Fachleute. Die kompetenten findet man leider selten auf Social Media.

    Die transportiert man in einem Hardware Case, welches auf beiden Seiten Rollen hat, sodass man es wuchten kann

    Mag komisch klingen, aber für mich war der Schritt von Roadpro im Rollencase hin zu Stagemaster OHNE Case der spürbarste. Das Case hebt mir nämlich daheim niemand ins Auto, ne Tasche mit Henkeln schaffe ich alleine bei rund 10 kg.


    Rollencase kommt bei mir erst wieder, wenn meine Hardware Platz im Tourneetruck findet. :)

    Abgesehen vom Werkstoff Aluminium und dem Strainer+Teppich ist da nichts identisch

    Aber abgesehen vom Innendämpfer und einem der imho hässlichsten Badges des Jahres hat sie irgendwie auch so gar nichts besonderes, oder hab ich was übersehen? Manche Sig-Artists legen ihr Augenmerk immerhin noch auf ne besondere Optik.

    Ich musste mal durchrechnen, was mich jedes Kilo kostet, würde ich umsteigen.

    Aktuell liegen die Galgenständer rd 20 Euro über meinen einstrebigen Stagemaster und würden mir je 1kg Gewichtsersparnis bringen. Bei i.d.R. 3 Beckenständern an meinem Set spare ich mir also 3 kg, bei Hihat und Snareständer vielleicht nochmal 1,5 bis 2. Also maximal 5 kg Einsparung.


    Wenn ich sagen wir die Stagemaster für 40 Euro (gut 50%) verkauft bekäme, würde mich das Kilo rund 60 Euro kosten. Meine "Gewichtsoffensive" liegt 10 Jahre zurück, und hätte es damals die Spartan gegeben, hätten sie es werden können. Für 1 kg je Ständer schon wieder Kehraus zu machen, könnte ich nur durch G.A.S. rechtfertigen.

    Wie roadtauglich die Dinger sind, erkennt man sicher auch daran, wie oft man etablierte Tourdrummer in Zukunft mit den Teilen wird sehen können.


    In Taschen transportiert und selbst auf- und abgebaut sollten die Spartans ausreichend lange schön bleiben, selbst wenn man sie regelmäßig zu Gigs mitnimmt. Wirklich professionelles Werkzeug zeichnet sich halt meist dadurch aus, dass es auch schlampigen Umgang bis zu einem gewissen Maß verzeiht.

    Ich find ja, wer Heavy Metal spielt, braucht auch heavy Metall am Set :D


    Was mich bislang irritiert, ist das Gefühl, dass man diese Alu-Hardware eigentlich im Paket kaufen muss, weil's mit klassischen Chromständern kombiniert irgendwie bäh aussieht. Und dann geht's doch ziemlich ins Geld.

    Wenn der Verkäufer kein absoluter Idiot ist, kann das eigentlich nur unseriös sein. Wer seine Becken im Case transportiert, hat vermutlich das Anfängerlevel hinter sich und kennt die aktuellen Marktpreise. Auch wenn die AAX-Serie nicht Sabians Tafelsilber sein mag, reden wir von einer durch und durch professionellen Serie. Der Neupreis für so ein Paket dürfte bei 2000 +/- liegen.

    Was ist an solchen Rückmeldungen bitte despektierlich? Weshalb sollte man seine Einschätzung, dass solche Publikationen ein Stück weit der Stärkung der "Marke Liebezeit" dienen, nicht öffentlich äußern dürfen? Klappern gehörte schon immer zum Handwerk, und dass prominente Künstler oder deren Erben nicht selten auch ihre Selbstvermarktung sehr gründlich durchdenken, ist kein Geheimnis. Höchstens in manchen Augen Blasphemie 😉


    Edit: im übrigen halte ich es für eine Unsitte der heutigen Zeit, persönliche Meinungen unter Verweis auf mangelnde Expertise diskreditieren zu wollen. Gesellschaftlicher Austausch lebt(e mal) von Meinungsvielfalt und der Bereitschaft, gegenteilige Standpunkte als Bereicherung wahrzunehmen.


    Edit 2:

    Greb ist Musiker und hat einen Zugang zur Musik als Musiker. Man kann das Werk des Künstlers auch genauso soziologisch, künstlerisch, philosophisch, musiktheoretisch oder wie auch immer wissenschaftlich einordnen

    Exakt, das sollte man dann aber möglicherweise auch innerhalb der entsprechenden Zielgruppe diskutieren und nicht Musikern nen Vorwurf machen, wenn sie - erwartbar - nicht die Expertise haben, sich auf "geisteswissenschaftlich adäquater" Ebene dazu zu äußern. Was ich als Musiker bei solchen Schlagworten assoziiere, habe ich dargestellt, alles weitere überlasse ich den Fachrichtungen mit höherem akademischen Anspruch.

    Du bekundest Interesse, die "Kunst, die musikalische Zeit zu organisieren" im Kontext des Schlagzeugens zu verstehen.

    Ich denke eher, sie möchte unser Interesse daran wecken. Ihr Interesse dürfte den Verkaufszahlen ihres Buches gelten 😉

    (Zumindest würde ich die Reihenfolge so wählen, erst recherchieren und verstehen, dann verfassen, veröffentlichen und verkaufen)

    persönliche Abwertungen dagegen nicht.

    Wo beginnt für dich denn persönliche Abwertung? Jaki Liebezeit und seine Bedeutung stehen hier doch außer Frage.


    Nur:

    Untersucht wird wie Rhythmus, Wiederholung, Reduktion, Zusammenspiel und Wahrnehmung musikalische Zeit orgorganisieren.

    das ist für mich eine Terminologie, die ich als total an der Sache vorbei und einfach abgehoben empfinde. Vermutlich werden selbst etliche Schlagzeugprofessoren die Fragestellung als zu akademisch betrachten. In einem Forum für begeisterte Amateure und durchschnittliche Berufsmusiker erreichst du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht deine Zielgruppe.


    Um es ganz einfach zu formulieren: ich organisiere keine musikalische Zeit, ich versuche zu grooven. Ob mir das gelingt, erkenne ich an den Reaktionen von Publikum und Mitmusikern. Simpel, nicht wahr?

    Ich habe mich nicht näher mit Jaki Liebezeit und/oder Can befasst, kann mir zu seinem Spiel also kein Urteil anmaßen.


    Die Fragestellungen, die die TS in ihrem Startpost aufwirft, klingen für mich aber wie das typische Künstlergeschwafel, das mich schon zu Zeiten meines Kunst-LK bis zum Abi eher abgestoßen als zur Auseinandersetzung mit Kunst animiert hat. Für mich waren das meist recht durchschaubare Versuche, besondere künstlerische Begabung, vielleicht sogar Bedeutung, noch dadurch zu überhöhen, dass man dem Werk irgendwelche "höheren" Attribute zuschrieb.


    "Wie organisiert er rhythmische Zeit?" geht für mich in genau diese Richtung. Warum kann man nicht einfach honorieren, dass Jaki Liebezeit mit seinem Talent und seiner musikalischen Ausdrucksweise einen ganz eigenen Flow erzeugt hat? Selbst wenn man hier eine weitergehende Dimension identifiziert, wem würde das helfen? Wäre irgendein Drummer deshalb in der Lage, wie Liebezeit zu grooven? So funktioniert Kunst doch nicht! Man orientiert sich an Vorbildern und entwickelt durch eigene Interpretation mit genügend Fleiß und Talent eine eigene Sprache.


    Vielmehr waren solche Überhöhungen immer ein Bestandteil des Kunst- und Kulturbetriebes, in dem es eben NICHT nur auf die kreative Einzigartigkeit ankommt, sondern - nicht unwesentlich - um den Mythos, der sich um Künstler und Werk rankt. Oder ganz profan, je interessanter man sich macht, umso besser fürs Geschäft.


    Insofern sehe ich diesen Thread als eine Werbeveranstaltung ohne Mehrwert, und in Firmen-News ist er gut aufgehoben.