CataBOOZEta
Ich frage mich gerade ein wenig, ob der dritte Dorn überhaupt den gewünschten Erfolg brächte. Klar, deine Frage war überaus eindeutig formuliert und bezog sich rein auf Gear, und doch kommen Einwände deine Spielweise betreffend (denen ich mich btw vollständig anschließe).
Wenn dein Problem spielerisch eventuell Handlungsbedarf erkennen lässt, hier noch ein paar Gedanken dazu.
Auf Leihsets habe ich schon erlebt, dass sowohl die Stimmung (ziemlich tonlos ohne Bumms) der BD als auch Pedaleinstellungen mir extrem hohen Kraftaufwand abverlangten, um überhaupt nen Sound zu erzeugen. Ich versuche meine Bassdrums und Pedale immer so einzustellen, dass sie auch leise gut zu spielen sind, dann erfordert laute Spielweise nämlich keine Kraft mehr, und die Kiste geht nicht mehr auf Wanderschaft. Bisher sind Umstehende in Einzelfällen eher erschrocken, wenn's plötzlich gerummst hat.
Es gibt viele Drummer, die es als Einschränkung empfinden, nicht volles Brett reinzulangen. De facto reduziert sich aber die Lautstärke eines gut klingenden Sets nicht wesentlich, wenn man "fortissimo" und trotzdem locker spielt. Musikalisch und ergonomisch macht es aber einen riesigen Unterschied, ob man musikalischen Ausdruck bewusst und kontrolliert einsetzt, oder ob man reinhaut, weil man es nie anders gelernt (und geübt) hat. Meist sind es genau diese Drummer, die sich darauf berufen, dass lautes Trommeln das einzig wahre ist und alles andere keinen Spaß bringt.
Nur: meist sind sie selbst die einzigen, denen das wirklich Spaß macht, während alle anderen (Bandkollegen, Sänger, Mischer) regelrecht verzweifeln oder schon resigniert haben. Ich bekomme das regelmäßig als Aushilfe mit, wie positiv Musiker*innen auf Drummer reagieren, die tatsächlich die GEWÜNSCHTE Lautstärke liefern können.
Der Vorteil ist dabei für alle offensichtlich (außer häufig eben laute Drummer) der viel transparentere Bühnen- oder Proberaumsound, die geringere Feedbackquote bei moderaten Lautstärken, und der geringere technische Aufwand, den es braucht, damit alle von allem genug hören.
Gut, das war jetzt reichlich OT, aber vielleicht lohnt es sich ja, unabhängig vom Pedalkauf, daran mal ein paar Gedanken zu verschwenden.