Beiträge von trommla

    Jetzt dachte ich, hurra, ich weiß die Band und wollte einfach mal auf Deep Purple tippen. Nix wars, Wikipedia lehrte mich eines Besseren, die kamen schon 1968. Dabei hätte sich Burn als Mättlversion angeboten.


    Interessant finde ich, dass die X-Hat und das Ride "vertauscht" angeordnet sind

    Hätt ich jetzt glaub ich genauso gemacht, weil ich eine X-Hat eher in irgendwelche Chops einbauen würde als ein Ride. Und dann fänd ich kurze Wege hilfreich.

    Ok, dann war ich wohl mehr bei der rein technischen Betrachtung des Begriffes "Unplugged". Als Label für eine bestimmte künstlerische Interpretation, die kein Drumset zulässt, habe ich es bisher tatsächlich nie gesehen. Und ich empfinde es weiterhin eher als eine Frage des Gesamtkonzepts. Wenn ich unplugged eine "Wohnzimmeratmosphäre" gestalte (alle sitzen gemütlich im Halbkreis und musizieren), dann ist sicher auch Cajon ein probates Mittel. Wenn aber wie auf obigem Bild in einer Halle eine normale Bühnensituation herrscht d.h. alle stehen an der Rampe "über" dem Publikum, nur werden keine rein elektronischen Klangerzeuger verwendet, dann spricht überhaupt nichts gegen ein normales Set. Und selbst bei MTV Unplugged als erstem Format, welches Unplugged-Konzerte einer breiteren Öffentlichkeit näher gebracht hat, sind Drumsets eher selten durch Cajon oder ähnliches substituiert worden. Bei jeder Form von unplugged auf Cajon ausweichen zu müssen, wär vielleicht auch ne Spur zu dogmatisch ;)

    davon einen sogar komplett als Unplugged-Programm mit Cajon-Drumset in einer ausgeräumten Scheune mit Strohballen-Kulisse:

    Die Beschreibung des Gigs fand ich grad mega spannend, weil ich die strategische Entscheidung für das Cajon-Set nicht ganz verstehe. Da es ja offensichtlich Monitoring gab, und zwar sowohl Wedges als auch IEM, war es anscheinend nicht völlig unplugged. Warum nimmst du dann ein Setup, das eh wenig Output liefert, und spielst dann auch noch mit Rods? Man kann eigentlich keine bessere Umgebung schaffen, um sich als Drummer NICHT zu hören und auch von den Mitmusikern nicht gehört zu werden. Geschweige denn aus Publikumssicht, wo vermutlich bestenfalls ein diffuses Geraschel ankommt.

    Da wäre doch ein leise mit Sticks gespieltes, normales Set viel zielführender gewesen, und zwar das mit der größten Bass Drum, die du hast. Und unplugged ist das ja auch ;)


    Ich glaube, ich schreibe das nicht zum ersten Mal hier, aber Rods als Hilfsmittel zur Reduktion der Lautstärke zu nutzen, halte ich für Unfug, auch wenn die natürlich in ihrer Maximallautstärke deutlich leiser sind als Sticks. Aber wenn man sich etwas damit beschäftig, auch mit Sticks leise spielen zu können, braucht man eigentlich keine Rods. Rods sind ein Mittel zur Klanggestaltung sind ein MIttel zur Klanggestaltung sind ein Mittel zur Klanggestaltung. ;)

    Und speziell bei Country spielen die Drummer doch immer eher sanft, da darf man auch ohne Holzfällerattitüde trommeln.

    Um nochmal auf die Ausgangsfrage Kette vs. Band einzugehen, ich find's vom Spielgefühl ziemlich unerheblich. Allerdings ist das Band meinem Eindruck nach geräuschärmer. Die Kette hört man je nach Spielweise und Einstellung schon mal ein wenig. Besonders bei Modellen wie der alten Camco, wo die Kette über ein Ritzel läuft, nicht zu vernachlässigen.


    Aber unterm Strich behaupte ich mal, an einer intakten IC200 kann man absolut ausreichen längere Zeit spielen. Ich hatte an einem Dienstset mal so ein schnuckliges Modell, wobei ich den Hersteller nicht kenne. Als OEM gibts das Gerät unter diversen Namen. Selbst das reicht völlig zum Spielen aus, wenn man nicht Geschwindigkeitsexzesse betreibt.


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    Ich war anfangs etwas ernüchtert, wollte aber nicht wahrhaben, dass ich für die Dinger technisch wohl zu schlecht war

    Ich denke, du weißt selbst, dass das nicht der Grund war ;)


    Wir hatten uns ja schon mal zu diesen Becken ausgetauscht, mit recht ähnlichen Eindrücken. Man muss vermutlich einfach Benny Greb sein, damit einen diese Sounds inspirieren. Gutes Spiel entsteht halt bei vielen Musikern durch inspirierende Klänge, und mich haben die Teile beim Antesten null inspiriert. Vielleicht müsste man sich die Sand Serie schön saufen, aber mich hat sie ernüchtert.

    Aber hallo, ich sehe jetzt erst, dass sich hier ein Nachbar vorstellt. Ein verspätetes Willkommen von mir.

    Wenn du mal mit deinem Tama "Winz"-Kit im Münchner Westen unterwegs bist, sag mal Bescheid. Das würde ich ja gerne mal in Aktion erleben.

    (Troyan Instrumente, München in der Klenzestraße, wers noch kennt)

    Natürlich, neben dem ganz alten PPC (Augustenstraße im Hinterhof) der beste Drumladen in Town.

    Du wirst reduziertes Spielen lernen und die Akzente dort setzen, wo sie im Verbund mit dem Bass perfekt passen

    Vor allem lässt einen der Bassist auch wissen, was gut ist, und was man vielleicht noch verbessern könnte. Man selbst ist da ja eher limitiert, wenn man nicht schizophren ist.

    Ein großer Teil meiner musikalischen Entwicklung ist davon beeinflusst worden, dass irgendwer mich bat, was bestimmtes zu spielen, worauf ich selbst vielleicht nie gekommen wäre.

    ... und führe uns nicht in Versuchung... :D


    Das tät mich ja auch jucken, gerade die flache 18er macht viel aus. Da ich mobil bin, komme ich zwar auch gut mit meinem Bop-Kit hin, aber wie oft hab ich mir schon gewünscht, einfach alles mit den Öffis transportieren zu können. Parkplatzsuche in der Großstadt nervt <X

    Meine Idee ist es, nicht nur ein neues Instrument zu lernen, sondern die Struktur und das Zusammenspiel der Instrumente noch besser zu verstehen.


    Nicht nur Drummer zu sein, sondern noch Harmonieinstrumente zu lernen, ist sicher sehr sinnvoll. Um das Zusammenspiel besser zu verstehen, muss man aber auch zusammen spielen wollen, was du in einem anderen Beitrag ja ausschließt. Wenn du - gilt für beide Instrumente - wirklich lernen willst, was Zusammenspiel ausmacht, dann solltest du deine Abneigung gegen Bands irgendwann aufgeben. Alles andere ist Käse. Mir käme das vor, als ob jemand eine Sprache lernen wollte, ohne jemals in dieser Sprache Konversation zu betreiben. Da bleibt dann wie im Lateinunterricht in der Schule nur bruchstückhaftes Wissen übrig.


    Ich behaupte mal ganz steil, jemand der quasi nie mit anderen gemeinsam musiziert hat, wird nie ein guter Drummer oder Bassist werden, egal wie viel Technik er übt.

    Auf Klavier, Gitarre oder Akkordeon als Harmonieinstrumenten klappt das, denn man kann ja Solonummern spielen oder komponieren, die sich trotzdem vollständig anhören.


    Schlagzeug und Bass sind Instrumente, die hingegen primär dazu da sind, andere Musiker zu begleiten und Klangfarben hinzuzufügen, welche die anderen Instrumente nicht selbst mitbringen. Klar gibt es auch Solowerke für oder von Drummer oder Bassisten, aber seien wir ehrlich, wer außer Drummern oder Bassisten kann sich sowas denn anhören? Das mag sogar im Einzelfall unter dem Label "Innovativ" aufgeführt sein, aber am Ende spielen Drummer seit der Erfindung des modernen Drumsets vor ca. 100 Jahren dann doch immer wieder Bumm Tschack, und das aus Überzeugung ;)

    Das Sabien QuietTone

    ... wäre auch meine Empfehlung. Wer etwas Geldknappheit hat, findet es auch häufig in den Kleinanzeigen gebraucht. Zum Beispiel aktuell gerade hier.

    In 14 Zoll und nicht kleiner!!! Ist nicht das Modell, welches man zum Gig mitnimmt, um sich vorher aufzuwärmen, sondern das ist ne echte, ausreichend leise Übehilfe für daheim. Wenn ich vorübergehend nur ein Teil meines Equipments nutzen dürfte, würde ich mich dafür entscheiden und hoffen, dass die Sticks inbegriffen sind :D


    Zum Rest wurde schon alles gesagt. Ich gehöre ebenfalls zur Fraktion derer, die "Behelfsschlagzeuge" ala Cajon-Kits für Unfug wenig geeignet halten. Zumal du für den Gag auch rund 500 Euro oder gar mehr veranschlagen musst. Für das Geld ziehe ich ein gute Snare deutlich vor.