Beiträge von trommla

    Ich hab gerade das zweite Mal Nachwuchs bekommen - oder erhalten, müsste man sagen...


    Die Zeit hinterm Drumset ist daher begrenzt. Deswegen muss ich aktuell manchmal solche gedanklichen Ausflüge machen, um nicht zu verhungern.

    Entzug fördert natürlich gelegentlich die Entstehung verschobener Sinneseindrücke, daher absolut zu verstehen 😉

    wie laut sind denn die akustischen stillen Drums, sind die wirklich zu laut für eine Wohnung

    Ich gehe noch nen Schritt weiter, stille Drums gibt es überhaupt nicht, egal was so behauptet wird. Die von ibins vorgeschlagene Vorgehensweise entspricht im Ergebnis nem E-Drum mit MeshHeads, nur ohne Sounds an Bord. Ob das nem Teenager Spaß bringt, weiß ich nicht. Wenn ein Set klingen soll, braucht es richtige Felle drauf, und dann wird es laut. Da ist die Physik leider ziemlich unnachgiebig.


    Was Hersteller wie Adoro bewerben, ist leider ziemlich marktschreierisch und entspricht möglicherweise nicht deinen Erwartungen. Solche Sets sind nur besser für leises Spiel geeignet, weil sie ihren Klang früher/schöner entfalten. Sie sind - und bleiben - aber akustische Drums mit allen ihren Vorzügen und Nachteilen.


    Zur Nutzung in einer Wohnung wäre ich auch eher beim besseren E-Set, da fehlt mir aber jede Expertise.

    für ein besseres Recording im Proberaum, für brauchbares Material für Social Media etc…

    Bin ja bei weitem nicht mehr die Generation Social Media, insofern kein kompetenter Ansprechpartner. Aber geht es nicht bei Social Media eher darum, unterhaltsamen Content zu kreieren? Eine Proberaumaufnahme in noch so guter Audioqualität würde schon ich selbst mir nicht anhören/anschauen wollen, wenn da nichts mit "Mehrwert" passiert. Also irgendeine lustige Idee drumherum, oder wenigstens abwechslungsreiche Kameraarbeit. Ne statische Totale, bei denen ich ner unbekannten Band beim Üben ihrer Songs zuhöre, mag für's Familienalbum geeignet sein, Reichweite generiert man damit wahrscheinlich eher nicht.


    Da glaube ich, wäre "Zoom-Audio" völlig ausreichend ohne viel Jedöns, lieber nen Kopf machen über die optische Präsentation (evtl zusätzliche Kameras, Lichter etc.). Und dann vor allem mit hoher Schlagzahl und abwechslungsreich Zeug raushauen, gute Ideen zählen viel mehr als die Tonspur, zumal jeder es eh nur auf der Handyquäke anschaut. Vielleicht bin ich aber auch nur schon zu alt, um das richtig einschätzen zu können.

    Wie weit ist das qualitativ von dem anderen Mapex entfernt?

    Ziemlich vergleichbar. Diesen Versuch einer Einstufung sollte man nicht allzu ernst nehmen, das M bißchen ist auf jeden Fall so gut, dass man es gut stimmen und geil drauf spielen kann (wenn man es denn kann ;) )

    Ich glaube, das M Birch war ziemlich exakt mit dem ProM vergleichbar, nur nicht aus Ahorn, sondern Birke. Und das war nach den Gesetzen des Marktes eben billiger.


    Und das ProM war ein durch und durch solides Set. Ich erinnere mich an eine Gelegenheit, als ich mal auf dem Set des Kollegen Olli K. spielen durfte, das war wirklich amtlich. Mit den Taschen imho ein super Angebot.

    Haha, beantwortet zwar deine Frage nicht, aber mit mir konnte der gestrige Chor zum ersten Mal auf solche Dinger verzichten, ohne dass sich jemand beschwert hat. Und es klang trotzdem 😀


    Akustisch dürfte sich der Preisunterschied nicht wirklich bemerkbar machen. Aber Zubehör, was regelmäßig auf- und abgebaut werden muss, sollte ordentlich stabil verarbeitet sein, und genau da hätte ich meine Zweifel.


    Aber willst du ernsthaft in solche Wände investieren? Wenn der Chor sowas will, kann er das bitteschön selbst machen. Ich liefer denen chorverträgliche Lautstärke und kaufe Instrumente, mit denen das möglich wird. Der Rest geht mich nix an. Bisher habe ich jeden Chor überzeugen können, dass das möglich ist. Man empfiehlt mich sogar weiter, ganz ohne Plexi- Wände.

    Man hört besser, spielt besser, es klingt besser und man bekommt keinen Tinnitus.

    Haha, genau das stelle ich tatsächlich manchmal in Frage. Ne (gute) Oldschool-Band arrangiert und spielt von vorne herein so transparent und kontrolliert, dass man auch mit Wedges auf der Bühne fast Zimmerlautstärke fahren kann, ohne Gefahr für Leib und Leben.


    Aber du hast schon recht, das Gros der Hobbybands in unserem Proberaumkomplex, die ich zwangsläufig so (durch geschlossene Türen und Wände) mithöre, sind brutal bis erschreckend laut, und da schafft IEM zumindest für alle Beteiligten etwas Abhilfe. Und viele wollen ja genau dieses Brett fahren, weil es ihnen sonst keinen Spaß macht.


    Und auch die Behauptung, es klänge besser, sehe ich differenzierter. Wer mit Amps und Wedges auf der Bühne professionell arbeiten kann, klingt genauso gut, sonst hätte die Welt ja vorher nie gut klingende Konzerte gehört. Nur fahren viele Bands sowohl die Amps als auch ALLES auf den Wedges mega laut und jammern dabei noch, dass sie sich nicht gescheit hören. Und die Tontechniker ärgern sich am Pult, dass es immer noch keine Fader gibt, an denen sich die Lautstärke auch ins Negative regeln lässt 😉


    Allerdings brauchen wir das hier glaube ich nicht weiter diskutieren, das sind einfach unterschiedliche Erfahrungswerte, die man wohl nur praktisch so richtig "erfahren" kann.

    Musste gerade herzlich lachen, als ich alleine 22 Kanäle zur Drumabnahme gezählt habe. Wer hat dir denn den Floh ins Ohr gesetzt??? Planst du ne Welttournee durch die größten Stadien des Planeten? Nimms mir bitte nicht übel, aber du scheinst wirklich keine Ahnung zu haben und noch nie regelmäßig auf irgendwelchen Bühnen gestanden zu haben, sonst würdest du uns hier nicht so ne naive Träumerei präsentieren.


    Bei dem, was man als Amateurcombo so für Auftritte bekommt, und wahrscheinlich auch für 99,9% aller Profijobs wäre das der komplette Overkill und kontraproduktiv, sich derart zu verzetteln.


    Auch wenn das nicht deine Frage war, wäre mein wirklich ernst gemeinter Tip, erst mal mit minimalem Aufwand live gut zu klingen, sonst verbrennt ihr Geld. Und da fängt es bei den allermeisten Hobbymuckern nicht erst beim IEM an, sondern bei wirklichen Basics. Um nur ein paar Beispiele zu nennen, wie klingen Gitarren und Bass am Amp? (Gerade die Saitenfraktion neigt gerne dazu, sich daheim auf der Couch nen Traumsound zu basteln, der nur leider im Kontext alles zumatscht) Sind die Amps überhaupt dem Rahmen angemessen? (100 Röhrenwatt sind heutzutage für so ziemlich alles brutaler Overkill) Lassen Arrangements genügend Luft für akustischen Orientierung? Ist die Gesamtlautstärke passend?


    Ich hab mit wirklich vielen großen und kleinen Bands gespielt, von Hardrock über Funk bis Jazz und Folklore war da alles dabei. Einen solchen Aufwand, wie du es skizzierst, habe ich dabei nie erlebt, deshalb will ich mich zur Technik gar nicht äußern. Aber überall haben wir es mit musikalisch reflektierter Arbeitsweise geschafft, dass sich jeder in ohrenverträglicher Lautstärke hört und gar keine Notwendigkeit für komplexes Monitoring bestand. Eine Band, die im Proberaum glaubt, Monitoring zu brauchen, hat imho was nicht begriffen und noch viel zu lernen. Und nein, ich bestreite nicht, dass es Spezialfälle gibt, wo das im Einzelfall wirklich Sinn machen kann. Aber im Großen und Ganzen halte ich das für maximalen Unfug, jnd das viele Geld würde ich stattdessen für Bandcoaching ausgeben.

    Bis aufs Saga haben alle Sets für Einsteiger ausreichende Qualität. Nur sind die Becken durch die Bank Murks, und somit sind die Preise zu hoch für's gebotene. Wäre da irgendwo zumindest ein Satz Masterworks o.ä. dabei, hätte ich gerufen "zuschlagen". Ein gut gestimmtes Einsteigerset wird nämlich durch gute Becken enorm aufgewertet, dass du bei nem guten Drummer kaum noch hörst, wie wenig das Set gekostet hat.


    Umgekehrt limitieren dich schlechte Becken extrem, und du wirst bald neue wollen.

    thinshells

    Wer so eine Frage stellt, provoziert natürlich die alten "Glaubenskrieger" in Fragen der Kesselkonstruktion 😉


    Ich kann fachlich wenig zu deiner Erhellung beitragen, da ich keine Erfahrung mit aktuellen Sonorkesseln außer meiner Vintage-Serie habe. Allerdings halte ich es für ein echtes Luxusproblem, was du uns hier vorstellst. Würdest du tatsächlich aufgrund der unterschiedlichen Merkmale ne BD für ne vierstellige Summe kaufen, nur um dann vielleicht feststellen zu müssen, dass sie ähnlich gestimmt auch ähnlich klingt wie jede andere Bassdrum?


    Ich besitze 3 recht unterschiedliche 22"Bassdrums, und mit jeder davon kann ich problemlos meinen Sound erreichen. Klar klingen sie nicht identisch, aber sie funktionieren bislang für mich in jedem Kontext, und ich packe jeweils die ein, die grad am praktikabelsten ist.


    Klar kann man hier seitenlang weiterquatschen, aber am Ende kommt halt nichts raus außer heiße Luft (unterschiedlicher relevanter Wellenlägen?), so lange du nicht diese Bassdrums nebeneinander stehen hast und dir selbst ein Bild machst. Wer weiß, vielleicht kannst du es dir ja sogar leisten, rein aus Neugier zum Probieren mal ne Bassdrum zu kaufen wie andere nen Snareteppich oder ein Fell.


    Meine Entscheidung ist da schon längst gefallen, ich brauche keine neuen Trommeln gleicher Abmessung, um einen neuen Sound zu bekommen. Theoretische Überlegungen zur "besten" Kesselkonstruktion machen halt irgendwie für mich nur Sinn, wenn sich daraus ein Nutzen für die Praxis ergibt.


    Und da kann ich als Drummer mit recht breitem musikalischen Spektrum zumindest sagen, ich habe NIE mit einem Set NICHT den passenden Sound bekommen. Selbst mein billiges kleines Bop-Kit hat schon oft gerockt und wurde klanglich für tauglich empfunden.


    Im übrigen fand ich die wuchtigen Sounds aus der großen Sonor-Zeit in den 80ern mit diesen dicken Kesseln schon auch cool, aus der auch die erwähnte Kesselphilosophie stammt. Aber spätestens das Rumschleppen dicker, quadratischer Kessel (die Hardware war ja genauso hypertroph) macht dann so wenig Spaß, dass ich auf Kesselphilosophie echt sch*****.

    Klanglich dürfte zum Era des oldschool death Metals passen

    Klanglich paßt JEDES Set zu Oldschool Death Metal, wenn du es passend stimmst, mach dir da keine Sorgen. Ordentliche Qualität vorausgesetzt, sollte das Set dir vor allem optisch und ergonomisch gefallen, denn daran lässt sich später nur mit seeehr viel Aufwand was ändern.

    Mein Favorit ist das Essential, weil ich es selber spiele. Denn Preis finde ich in Ordnung, würde ihn aber wegen den Kratzern noch etwas herunterhandeln.

    +1, war auch mein erster Gedanke

    mit so einer 22x20er Kanone

    Die waren ziemlich in Mode, ich würde allerdings sogar eher davon abraten. Die Dinger sind unhandlich, verdrängen viel Luft (evtl ziemlich "indirektes" Spielgefühl), und für schnelle DB-Gewitter sollte der Sound eher präzise als donnernd sein. Wenn's da unten nur noch dröhnt und den Attack überdeckt, tust du dir und der Band nicht unbedingt was gutes. 22x16 kann eigentlich alles, ich selbst bin sogar Fan von 22x14.


    Solltest du übrigens dann beim Stimmen mangels Übung ein wenig Unterstützung brauchen, meld dich gerne, ich wohne gleich nebenan in FFB.

    Die Cobras haben eher leichte Beater, da kann auch ein Beater mit schwererem Kopf helfen. Wenn ich allerdings lese, dass du schon harte Federn an der Achse UND unter der Trittplatte fährst, glaube ich eher, dass du mal den umgekehrten Weg gehen solltest und mal deine Fußtechnik an geringere Widerstände anpasst.


    Was du uns beschreibst, steigert irgendwann nur noch den benötigten Kraftaufwand, ohne dass sich deine Pedalkontrolle dadurch verbessert. Ich bin kein besonderer Bassdrum-Virtuose, der alle möglichen Fußtechniken bis Lichtgeschwindigkeit beherrscht. Aber wenn du dich mal mit den Könnern beschäftigst, wirst du feststellen, dass die mit moderater und sogar leichter Federspannung krass schnell sind.

    CataBOOZEta

    Ich frage mich gerade ein wenig, ob der dritte Dorn überhaupt den gewünschten Erfolg brächte. Klar, deine Frage war überaus eindeutig formuliert und bezog sich rein auf Gear, und doch kommen Einwände deine Spielweise betreffend (denen ich mich btw vollständig anschließe).


    Wenn dein Problem spielerisch eventuell Handlungsbedarf erkennen lässt, hier noch ein paar Gedanken dazu.


    Auf Leihsets habe ich schon erlebt, dass sowohl die Stimmung (ziemlich tonlos ohne Bumms) der BD als auch Pedaleinstellungen mir extrem hohen Kraftaufwand abverlangten, um überhaupt nen Sound zu erzeugen. Ich versuche meine Bassdrums und Pedale immer so einzustellen, dass sie auch leise gut zu spielen sind, dann erfordert laute Spielweise nämlich keine Kraft mehr, und die Kiste geht nicht mehr auf Wanderschaft. Bisher sind Umstehende in Einzelfällen eher erschrocken, wenn's plötzlich gerummst hat.


    Es gibt viele Drummer, die es als Einschränkung empfinden, nicht volles Brett reinzulangen. De facto reduziert sich aber die Lautstärke eines gut klingenden Sets nicht wesentlich, wenn man "fortissimo" und trotzdem locker spielt. Musikalisch und ergonomisch macht es aber einen riesigen Unterschied, ob man musikalischen Ausdruck bewusst und kontrolliert einsetzt, oder ob man reinhaut, weil man es nie anders gelernt (und geübt) hat. Meist sind es genau diese Drummer, die sich darauf berufen, dass lautes Trommeln das einzig wahre ist und alles andere keinen Spaß bringt.


    Nur: meist sind sie selbst die einzigen, denen das wirklich Spaß macht, während alle anderen (Bandkollegen, Sänger, Mischer) regelrecht verzweifeln oder schon resigniert haben. Ich bekomme das regelmäßig als Aushilfe mit, wie positiv Musiker*innen auf Drummer reagieren, die tatsächlich die GEWÜNSCHTE Lautstärke liefern können.


    Der Vorteil ist dabei für alle offensichtlich (außer häufig eben laute Drummer) der viel transparentere Bühnen- oder Proberaumsound, die geringere Feedbackquote bei moderaten Lautstärken, und der geringere technische Aufwand, den es braucht, damit alle von allem genug hören.


    Gut, das war jetzt reichlich OT, aber vielleicht lohnt es sich ja, unabhängig vom Pedalkauf, daran mal ein paar Gedanken zu verschwenden.

    Mir stellt sich da eher die Frage, ob ich Abstriche beim Spielgefühl machen wollte, nur um extra Dornen im Gepäck zu haben.

    Mir ist allerdings selten was verrutscht, wenn der Untergrund geeignet war. Aber selbst wenn, ich meine mich zu erinnern, dass es für den Bruchteil einer FuMa den Bassdrum-Anchor gab, der die BD mit zusätzlichen Dornen am Reso-Hoop sichert. Ach ja, hier isser

    "Last Christmas" wird sicher besser, wenn es möglichst laut durch ein Drummsolo verdeckt wird

    Haha, so sollte man das wohl sehen ^^

    Ich denke, wenn du einen "Basis-Bummtschack" drauf hast sowohl in 4/4 als auch 6/8, solltest du für 99,99% aller Weihnachtslieder bestens gewappnet sein, sogar ganz ohne Noten. Oder hast du noch gar kein Equipment und startest mit der neuen Snare bei Null?

    Dann würde ich noch schnell sowas besorgen, zählt auch zu Schlagwerk.