Beiträge von trommla

    Ein einzelnes Becken blind zu kaufen,finde ich schon gelegentlich überraschend. Im Set gibt es bei mir fast immer mindestens einen Ausreißer.


    Gar nicht mal "schlecht" klingende Becken. Eher so Dinge wie Ride zu laut, Hihat zu wenig Chick, Crashes tonal nicht gut abgestimmt usw.

    Der Vorteil eines Set sollte imho ja sein, dass du ohne Suche nen stimmigen Gesamtklang bekommst. Und das werten wir glaube ich immer kritischer, je länger wir Musik machen.


    Als "Convenience-Lösung mit Neidfaktor" fürs Fünftset betuchter Sammler könnte ich mir sowas vorstellen. Wer in erster Linie seinen musikalischen Ausdruck sucht, ist hier imho weniger gut beraten.

    Ich glaube, der zu erwartende Verkaufserlös wird nicht besonders hoch sein. Ob mir das den Aufwand wert wäre, alles getrennt zu verkaufen?

    Die Snare ist nix besonderes und einzeln gewiss keine Offenbarung, und auch die Becken werden einzeln kaum wen hinter dem Ofen hervorlocken. Zu nem ordentlichen gebrauchten Set nimmt man die mit und sagt sich, für die erste Zeit tun sie's, nämlich bis wieder Geld für hochwertigere Becken über ist. Wer sich verbessern wird, greift aber eher zu anderen Serien.


    Ich würde damit was ganz anderes machen und mal bei Jugendzentren in deiner Gegend nachfragen. Könnte mir vorstellen, dass so ein verbasteltes Set in der Jugendarbeit gerade richtig aufgehoben ist. Für den guten Zweck würde ich das dann sogar spenden und mir eine Spendenquittung geben lassen.

    Leute, kommt doch trotzdem mal wieder zurück zum Thema Traumfinishes. Pro und Contra Sonor-Design ist vielleicht interessant für ein separates Thema?

    Bei der ganzen Diskussion fragt man sich, wann und warum Sonor die abermals schlanke Teardrop Hardware aus den 50ern und vielen coolen Finishes gegen Schrankwände mit globigen Beschlägen eingetauscht hat

    Der Erfolg der damaligen Serien gab ihnen zumindest recht, und damals fand ich's auch cool, sonst hätte ich nicht Jahrzehnte ein Lite betrommelt. International ist für viele Sonor immer noch das Maß der Dinge, wenn man beispielsweise Drummerworld liest. Warum sollten sie ihr Design umstellen, nur weil es nicht jedem gefällt?


    Und ehrlich gesagt, auch wenn mir die ollen Signatures aus den 80ern schon lange nicht mehr gefallen, sollten wir nicht einzelne User dafür anmachen, dass sie sie immer noch gut finden.


    Wenn wir jedes Finish hier derart kommentieren würden, fände ich den Thread längst nicht mehr so interessant. Ist doch spannend, zu sehen, was es alles auf dem Markt gab/gibt, und wer was toll findet. Wollen wir uns nicht wieder darauf beschränken?

    vor hundert Jahren oder so waren ja die damaligen Jazzstile die Pop- bzw. Tanzmusik, und es ging bei den Drumparts nicht um Frickeleien

    Wenn man sich das klar macht, dann verliert sich vielleicht etwas die Versagensangst. Jazz hat historisch nichts mit Virtuosität zu tun, sondern wie heute auch mit songdienlichen Grooves (auch wenn man es vielleicht damals nicht so nannte).

    Vor Kenny Clark hat man noch nicht mal ein Ridebecken dafür gebraucht 😉

    Hätte nicht erwartet, dass Finishes zum Zankapfel werden könnten. Ist doch gut, dass jeder nen anderen Geschmack hat, sonst gäbe es nur noch Einheitsschlagzeuge, wie Frisuren in Nordkorea :D

    Das hier aus Berlöbörg finde ich schon schick und es gehört mir sogar.

    Ui, soviel Gold und Glitzer, da würd sich der Donald freuen.

    Zumindest schreiben die Sonor-Jünger nicht so hart abwertende und beleidigende Posts wie dieses hier.

    Na da bin ich ziemlich entspannt, denn Sonor ist ja glücklicherweise kein zartes Persönchen, sondern ein Unternehmen mit entsprechenden wirtschaftlichen Interessen. Da kann es - in der Hoffnung, dass auch Sonormitarbeiter gelegentlich hier mitlesen - im Zweifel nicht schaden, ihnen deutlich zu vermitteln, dass etwas weniger polarisierende Finishes ihnen vielleicht neue Kundenkreise erschließen könnten. Gut klingende Sets kann Sonor ja nun wirklich bauen.

    Ich würde ja tatsächlich (eigentlich immer) gerne mal mitmachen, am Ende ist es dann aber nicht so sehr der technische Aufwand, sondern ein bisschen die Bequemlichkeit, mich nicht extra dafür ein paar Stunden in den Proberaum begeben zu wollen, um statt zu üben irgendwelche Playalongs mit schlechtem Sound einzuspielen. Ich glaube tatsächlich, hätte ich die nötige Peripherie schon am Start, wäre die Motivation größer. Zwar fehlt mir eigentlich nur ein vernünftiges Interface zum Glück und ne DAW, aber das Zeug in Grundzügen anwenden zu können, erfordert trotzdem erst mal etwas Zuwendung.

    Nächstes Wochenende könnte vielleicht sogar klappen, ich versuch mir mal nen Schlachtplan zurechtzulegen :thumbup:

    es gibt schon einige sehr schicke SQ2-Finishes

    Ja da müsst ma jetza wohl nach Bäd Börlibörg fahren, um sich das mal in Echt anzusehen. Oder nach Treppendorf in der Hoffnung, dass sie dort ein paar Muster haben. Wär aber kaum weniger Fahrerei.

    Glücklicherweise bin ich grad net auf der Suche nach nem neuen Set.


    Wobei, für meine Rockabilly_Band vielleicht jenes?

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    Im sq2 Konfigurator finde ich eine Reihe von schönen Holzfinishes, auch wenn natürlich keines mit dem originalen Makassar mithalten kann.

    Das ist natürlich immer ne Geschmacksfrage. Hab mir gerade mal die Furniere bei Sonor angeschaut. Mich holt da einfach nix so richtig ab, weder Finishes noch Kesselhardware. Klar sieht das live vermutlich beeindruckender aus, aber wenn ich die Wahl hätte, wäre ich schnell durch, weil mich außer den Sparkle-Lackierungen wenig anspricht.

    Würdest du diesen Track hier denn eher als Bepop oder als Jazz oder Swing bezeichnen? Bzw. als welches Subgenre?

    Das ist eher ne Frage an die Musikwissenschaftler unter uns. Mich erinnert es am ehesten an Westcoast-Jazz, was ja in der Musiktheorie gerne als Subgenre des Cool Jazz gesehen wird. Finde ich aber bei ner neuen Einspielung generell nicht ganz einfach, denn solche Klassifikationen haben ja auch immer mit der Zeit zu tun, in der die Strömungen aufkamen.

    Wenn heute jemand ein Stück im Stil der 50er einspielt, bleibt es ja trotzdem meist nicht frei von jüngeren Einflüssen. Ist es dann noch richtig, es überhaupt einem bestimmten historischen Stil zuzuordnen?


    Bebop oder Swing ist dein Playalong in meinen Augen jedenfalls beides nicht. Gibt's ol'pete eigentlich noch? Der könnte es uns vielleicht verraten, er war ja damals irgendwie schon dabei ;)

    Marius' Tipps sind schon hilfreich, aber das hier stimmt nur bedingt.

    Die Bassdrum wird wenig bis z.T. gar nicht gespielt, der Bassdrum-Sound ist zurückhaltend.

    Es ist durchaus erlaubt, die Bassdrum sanft durchlaufen zu lassen. Für manches ist es sogar sinnvoll, gerade im Bigband-Swing und allgemein in "alten" Stilen ist es sogar eher die Regel als die Ausnahme. Aufgrund der zurückhaltenden Spielweise (wird auch als "Feathern" der Bassdrum bezeichnet) nehmen wir es nur meist nicht unmittelbar wahr. Leider wird nur von vielen Nicht-Jazzern Jazz gerne mit Bebop gleichgesetzt, wo dieser Binse stimmen mag, was aber natürlich deutlich zu kurz gesprungen ist.

    Edit: ups, jetzt bin ich beim Schreiben zu oft unterbrochen worden, ist ja schon alles gesagt von meinen Vorrednern :huh:

    mich persönlich hat trommlas Beitrags zu meiner „verrocken“-Frage eher abgeschreckt

    Sorry, das war überhaupt nicht meine Intention. Ich dachte einfach, in den bisherigen Challenges war trotz des vorhandenen Interpretationsspielraums ja schon immer der Ehrgeiz, sich der Aufgabe anzunähern, und ich dachte einfach, das sei hier ähnlich. Dein Ansatz schien mir eher zu sein "ich nähere die Aufgabe meinen Fähigkeiten an" ;)

    Aber was spricht denn dagegen, nen ganz einfachen Swing zu spielen? Das geht sogar, wenn du auf dem Ride einfach Viertel durchspielst, da braucht es gar kein Ding Ding Di Ding. Du wirst dich wundern, wie schnell bei luftig-leichter Spielweise alleine die Hihat auf 2 und 4 schon den Swing erhält, wenn du nur vereinzelt mal ne Synkope mit der Snare einstreust.

    Das ist eine Nische die nicht viele bedienen können/wollen, und die wenigen, die es tun, sind da (vielleicht?) ganz gut drin und es kommt oft so rüber als "ihr bummtschakdepperln habts ja keine ahnung". ich will da jetzt auch niemand bestimmten ansprechen, es ist generell oft so.

    Hast du wirklich den Eindruck? Dass es nicht viele hier gibt, die sich mit Jazz beschäftigen, stimmt zwar, ich habe aber glaube noch NIE irgendwas überhebliches hier im DF gelesen. Alten Jazzern wird das zwar nachgesagt, und das sicher nicht ohne Grund. Aber heutzutage sind Stile viel durchlässiger, es gibt viel mehr Musiker, die Jazz, Rock, Pop und Klassik verstehen, und außerdem sind selbst die ältesten hier im Forum zu jung, um zu den "alten Jazzern" zu zählen. Da reden wir imho von der Generation 80+.

    Wenn ich die vielen verschiedenen Geschmäcker hier so auf mich wirken lassen, überrascht es umso mehr, dass sich ein Hersteller wie Sonor immer mehr von Vielfalt verabschiedet und man bald froh sein kann, überhaupt noch ein schönes Finish zu finden.

    Die klobigen Böckchen sind zwar nicht die schönsten

    Iwo, das sind Klassiker ;)

    Das alte Camco-Design von George Way.


    DW ist halt immer irgendwie dicke Hose, finde ich. Beim GoAnywhere dachte ich mir immer,dass ich mal ein DW spiele, hätt keiner erwartet.

    Top-Endorser haben den Vorteil, dass sie sich für jede Tour ein neues Set hinstellen lassen können. Pinke Sets oder Artwork wie bei Nicko will ich zuhause nicht stehen haben, aber für ne kurze Welttournee kann man das mal machen. 😉


    Ich persönlich stehe voll auf Understatement. Auffallen um jeden Preis war nie mein Ding, und mit Sets, die primär darauf abzielen, luxuriös zu wirken, ist bei mir kein Eindruck zu schinden. Deshalb bin ich voll bei danyvet und ihrer Abneigung gegen DW.

    Ich les immer "knallen". Seine Band macht doch keinen Heavy Metal Country, da geht's in der Regel gut ohne Gußreifen und brachiale Rim Shots. Und ne Vintage-Snare mit Gußreifen mag ich mir auch gar nicht vorstellen, wär ein echter Stilbruch...