Weil er aus der klassischen Musik kommt, also er hat Klassik studiert. Und er kennt nicht mal Benny Greb oder New Breed, außerdem war er bei einem Song, den er frei improvisiert hat dauerhaft neben dem Klick, gut er hatte auch schon ein paar Bier getrunken, aber in diesem Moment wusste ich, dass er für mich als Lehrer nicht in Frage kommt.
Aus meiner Sicht ein Jein. Klar, man muss seinen Lehrer schon vertrauen können, sonst wird das nichts. Andererseits ist nicht jeder gute Lehrer zwingend auch ein guter Musiker und umgekehrt. Ihm mal vorzuspielen und sich beraten zu lassen, was er dir empfehlen und beibringen könnte, wäre imho kein Fehler. Zumal er als "Klassiker" ja ne Band hat, also offensichtlich sehr wohl über den Tellerrand hinaus schaut. Dabei Benny Greb und Gary Chester übersehen zu haben, ist wirklich kein Sakrileg, schlimmstenfalls etwas ungewöhnlich.
Wir hatten das schon öfters, ich glaube sogar mit dir. Ein Schüler ohne langjährige Erfahrung (die es natürlich auch hin und wieder gibt), der dem Lehrer gleich zu Beginn vorschreiben will, wie dieser sein Unterrichtskonzept zu gestalten hat, ist ein bisschen, wie wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt. Etwas Offenheit und die Bereitschaft, sich der Erfahrung eines guten Lehrers wenigstens ein Stück weit unterzuordnen, gehört meines Erachtens zu einem gesunden und fruchtbaren Lehrer-Schüler-Verhältnis dazu. Meines Erachtens lässt sich das nicht ohne wenigstens ein paar Unterrichtsstunden beurteilen, es sei denn, du bestehst kompromisslos auf deinen Erwartungshaltungen. Ich bin ehrlich, als Schlagzeuglehrer würde ich auf so einen Schüler lieber verzichten, auch wenn es einen finanziellen Verlust bedeutet, denn das macht mir schlechte Laune.