Musste gerade herzlich lachen, als ich alleine 22 Kanäle zur Drumabnahme gezählt habe. Wer hat dir denn den Floh ins Ohr gesetzt??? Planst du ne Welttournee durch die größten Stadien des Planeten? Nimms mir bitte nicht übel, aber du scheinst wirklich keine Ahnung zu haben und noch nie regelmäßig auf irgendwelchen Bühnen gestanden zu haben, sonst würdest du uns hier nicht so ne naive Träumerei präsentieren.
Bei dem, was man als Amateurcombo so für Auftritte bekommt, und wahrscheinlich auch für 99,9% aller Profijobs wäre das der komplette Overkill und kontraproduktiv, sich derart zu verzetteln.
Auch wenn das nicht deine Frage war, wäre mein wirklich ernst gemeinter Tip, erst mal mit minimalem Aufwand live gut zu klingen, sonst verbrennt ihr Geld. Und da fängt es bei den allermeisten Hobbymuckern nicht erst beim IEM an, sondern bei wirklichen Basics. Um nur ein paar Beispiele zu nennen, wie klingen Gitarren und Bass am Amp? (Gerade die Saitenfraktion neigt gerne dazu, sich daheim auf der Couch nen Traumsound zu basteln, der nur leider im Kontext alles zumatscht) Sind die Amps überhaupt dem Rahmen angemessen? (100 Röhrenwatt sind heutzutage für so ziemlich alles brutaler Overkill) Lassen Arrangements genügend Luft für akustischen Orientierung? Ist die Gesamtlautstärke passend?
Ich hab mit wirklich vielen großen und kleinen Bands gespielt, von Hardrock über Funk bis Jazz und Folklore war da alles dabei. Einen solchen Aufwand, wie du es skizzierst, habe ich dabei nie erlebt, deshalb will ich mich zur Technik gar nicht äußern. Aber überall haben wir es mit musikalisch reflektierter Arbeitsweise geschafft, dass sich jeder in ohrenverträglicher Lautstärke hört und gar keine Notwendigkeit für komplexes Monitoring bestand. Eine Band, die im Proberaum glaubt, Monitoring zu brauchen, hat imho was nicht begriffen und noch viel zu lernen. Und nein, ich bestreite nicht, dass es Spezialfälle gibt, wo das im Einzelfall wirklich Sinn machen kann. Aber im Großen und Ganzen halte ich das für maximalen Unfug, jnd das viele Geld würde ich stattdessen für Bandcoaching ausgeben.