Beiträge von trommla

    Er hat die Anfrage unter "Kaufberatung" gepostet - nicht unter "Cymbals" allgemein und nicht unter "Sparberatung" nach dem Motto: Du hast schon ein passendes Becken.

    Also da bin ich dann komplett raus, wenn ich deiner Argumentation folge.


    Wenn ein Teenage- Newbie so nen Fred aufmacht, kommen schnell Sprüche wie "Sind schon Ferien?", "Bemüh' erst mal die Suche!" oder "Was sollen wir dir hier empfehlen, das kommt immer auf den persönlichen Geschmack an, geh testen".


    Ich hätte nicht erwartet, dass Jürgen auf diesem Niveau Rat sucht, denn sein Ride-Arsenal hält imho mehrere geeignete Optionen vor. Wenn's einfach um den emotionalen Spaß am Kaufen geht und das Geld nicht anderswo dringender gebraucht wird, wird ein alter Hase sicher ne Vorstellung haben, was ihm fehlt. Da helfen ihm wohlmeinende Vorschläge auch nicht mehr als jedem Newbie.


    Imho kann so ein sinnfreier Fred ebensogut geschlossen werden.

    Es kommt vollkommen auf die Umgebung und die Kapelle an.

    Öhm, vielleicht manchmal auch auf den Drummer ;)

    Bei so viel Reiterei würde ich mich als Rittmeister über meine Abteilung freuen und mich um wichtigere Dinge sorgen.


    Mein Startpunkt beim vorhandenen wäre wohl nach deiner Beschreibung der Allrounder in 22", ohne es selbst zu kennen.

    Weil es gerade nochmal hochploppt, diese Aussage finde ich ehrlich gesagt manchmal etwas eigenartig:

    Grundsätzlich wäre mein Tipp für die Wohnzimmertrommelei auf Silent Sticks oder Besen umzustellen

    Besen sind was komplett anderes, erfordern ne völlig unterschiedliche Technik und ergeben dadurch ne ganz speziellen Sound.


    Dirigent: Auf die letzte Eins im Pianissimo bitte nen leisen Gong

    Percussionist: Ok, dann nehm ich gleich die Triangel, lässt sich leiser spielen.


    Als Dirigent würde ich mich über solch kreative Musiker freuen 😉 Auch wenn der TS scheinbar kein Jazzhasser ist, will er vielleicht auch mal ein paar Rockbeats raushauen und nicht immer nur Besentechnik üben.

    Als Teppich sind jeweils die original Pearl drauf

    Die waren ja lange ein preislicher Geheimtip (hatte vor 10 bis 15 Jahren 14 Euro dafür gezahlt) und wären es bei einem Preis bis 20 Euro von meiner Seite geblieben. Aber 29 Euro ist inzwischen im gleichen Preisrahmen wie Puresounds, die damals schon bei 22 Euro lagen.


    Nen Pearl brauchst du nicht tauschen, wenn er technisch noch in Ordnung ist.

    Dann solltest du dir wegen der Haltbarkeit keine Gedanken machen. Ich spiele meine Felle tendenziell ewig, bin auch eher ein gefühlvollen Drummer und hatte noch keine Probleme damit. Mit der Zeit lässt der Sound natürlich immer nach, aber das stört mich i.d.R. lange nicht.

    Wie schaut es eigentlich mit der Haltbarkeit des Skyntone aus?

    Ist halt das dünnste Schlagfell von Remo, hängt davon ab, wie du draufhaust ;)

    Ich spiele auf 2 Snares ein Skyntone, und das schon seit längerer Zeit. Auf einer hat mal ein Kollege getrommelt, seitdem hat es ne kleine Delle. Dafür gibt es kein Coating, das abgehen könnte.

    Ich denke es geht auch ohne Teppichwechsel.

    Du solltest aber im Hinterkopf behalten, dass ein Teppichwechsel trotzdem noch ein Quäntchen draufpacken kann auf deinen Snaresound. Manche Drummer merken das dann nach dem Teppichwechsel und sind beeindruckt über die klangliche Aufwertung.

    Aus der Ferne lässt sich das aber natürlich nicht sagen. Viel Spaß mit deinem wiederentdeckten Hobby :)

    Hallo Akuttrommler


    das:

    ich habe nach mehrjähriger Pause wieder angefangen zu trommeln

    ist erst mal das Allerwichtigste :)


    das:

    Jetzt möchte ich nur noch die Snatreteppiche tauschen, was könnt Ihr mir da empfehlen?

    Der Sound sollte einfach einen tacken weicher werden, eher Jazzig.

    ist gar nicht so einfach zu beantworten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass nicht jeder Teppich zu jeder Snare pauschal passt. Hab schon teure Teppiche montiert und sofort wieder entfernt, weil sie mir auf der betreffenden Snare nicht gefallen haben. Glücklicherweise wirft man sie dann ja nicht weg, sondern packt sie irgendwo ins "Teppichfach". Und eines Tages braucht ne andere Snare nen neuen Teppich, man holt das gute Stück aus seinem Versteck, und siehe da, plötzlich passt alles.


    Für nen jazzigeren Sound würde ich mit einem maximal 20Strand-Teppich starten, das muss aber gar nichts teures sein. Dieser hier dürfte exakt das Modell sein, das ein gewisser Udo M. aus B. beim Kauf in Asien hat gravieren lassen, um es in D für knapp 60 Euro als den besten handgefertigten Teppich der Welt zu verkaufen. Ich selbst wollte damals auch wissen, was an der Aussage dran ist, und Fakt ist, der Teppich ist gut, ob nun der Name eines Trommelbauers draufsteht oder "nur" Millenium.


    Mein Weg wäre, genau dieses Modell einmal zu bestellen und auf beiden Snares zu testen. Schlimmstenfalls gefällt er dir nicht, dann geht er eben zurück. Vermutlich wirst du ihn aber mögen, dann bestellst du entweder noch einen nach, oder du belässt ihn auf der Snare, auf der er am besten klingt, und auf der anderen experimentierst du weiter. Teurer geht immer, es muss auch nicht immer Puresound-Equalizer sein. Die Canopus-Teppiche haben beispielsweise einen sehr guten Ruf und stehen noch auf meiner Liste, wenn mal wieder ein Ersatz fällig wird. Aber auch mein Fat Cat macht auf einer Snare eine gute Figur, und die Puresound-Concert-Modelle sind hervorragend für feine Ansprache geeignet.


    Ich sag schon mal Gute Reise in die Welt der Teppiche ;)

    Ich hab gerade das zweite Mal Nachwuchs bekommen - oder erhalten, müsste man sagen...


    Die Zeit hinterm Drumset ist daher begrenzt. Deswegen muss ich aktuell manchmal solche gedanklichen Ausflüge machen, um nicht zu verhungern.

    Entzug fördert natürlich gelegentlich die Entstehung verschobener Sinneseindrücke, daher absolut zu verstehen 😉

    wie laut sind denn die akustischen stillen Drums, sind die wirklich zu laut für eine Wohnung

    Ich gehe noch nen Schritt weiter, stille Drums gibt es überhaupt nicht, egal was so behauptet wird. Die von ibins vorgeschlagene Vorgehensweise entspricht im Ergebnis nem E-Drum mit MeshHeads, nur ohne Sounds an Bord. Ob das nem Teenager Spaß bringt, weiß ich nicht. Wenn ein Set klingen soll, braucht es richtige Felle drauf, und dann wird es laut. Da ist die Physik leider ziemlich unnachgiebig.


    Was Hersteller wie Adoro bewerben, ist leider ziemlich marktschreierisch und entspricht möglicherweise nicht deinen Erwartungen. Solche Sets sind nur besser für leises Spiel geeignet, weil sie ihren Klang früher/schöner entfalten. Sie sind - und bleiben - aber akustische Drums mit allen ihren Vorzügen und Nachteilen.


    Zur Nutzung in einer Wohnung wäre ich auch eher beim besseren E-Set, da fehlt mir aber jede Expertise.

    für ein besseres Recording im Proberaum, für brauchbares Material für Social Media etc…

    Bin ja bei weitem nicht mehr die Generation Social Media, insofern kein kompetenter Ansprechpartner. Aber geht es nicht bei Social Media eher darum, unterhaltsamen Content zu kreieren? Eine Proberaumaufnahme in noch so guter Audioqualität würde schon ich selbst mir nicht anhören/anschauen wollen, wenn da nichts mit "Mehrwert" passiert. Also irgendeine lustige Idee drumherum, oder wenigstens abwechslungsreiche Kameraarbeit. Ne statische Totale, bei denen ich ner unbekannten Band beim Üben ihrer Songs zuhöre, mag für's Familienalbum geeignet sein, Reichweite generiert man damit wahrscheinlich eher nicht.


    Da glaube ich, wäre "Zoom-Audio" völlig ausreichend ohne viel Jedöns, lieber nen Kopf machen über die optische Präsentation (evtl zusätzliche Kameras, Lichter etc.). Und dann vor allem mit hoher Schlagzahl und abwechslungsreich Zeug raushauen, gute Ideen zählen viel mehr als die Tonspur, zumal jeder es eh nur auf der Handyquäke anschaut. Vielleicht bin ich aber auch nur schon zu alt, um das richtig einschätzen zu können.

    Wie weit ist das qualitativ von dem anderen Mapex entfernt?

    Ziemlich vergleichbar. Diesen Versuch einer Einstufung sollte man nicht allzu ernst nehmen, das M bißchen ist auf jeden Fall so gut, dass man es gut stimmen und geil drauf spielen kann (wenn man es denn kann ;) )

    Ich glaube, das M Birch war ziemlich exakt mit dem ProM vergleichbar, nur nicht aus Ahorn, sondern Birke. Und das war nach den Gesetzen des Marktes eben billiger.


    Und das ProM war ein durch und durch solides Set. Ich erinnere mich an eine Gelegenheit, als ich mal auf dem Set des Kollegen Olli K. spielen durfte, das war wirklich amtlich. Mit den Taschen imho ein super Angebot.

    Haha, beantwortet zwar deine Frage nicht, aber mit mir konnte der gestrige Chor zum ersten Mal auf solche Dinger verzichten, ohne dass sich jemand beschwert hat. Und es klang trotzdem 😀


    Akustisch dürfte sich der Preisunterschied nicht wirklich bemerkbar machen. Aber Zubehör, was regelmäßig auf- und abgebaut werden muss, sollte ordentlich stabil verarbeitet sein, und genau da hätte ich meine Zweifel.


    Aber willst du ernsthaft in solche Wände investieren? Wenn der Chor sowas will, kann er das bitteschön selbst machen. Ich liefer denen chorverträgliche Lautstärke und kaufe Instrumente, mit denen das möglich wird. Der Rest geht mich nix an. Bisher habe ich jeden Chor überzeugen können, dass das möglich ist. Man empfiehlt mich sogar weiter, ganz ohne Plexi- Wände.

    Man hört besser, spielt besser, es klingt besser und man bekommt keinen Tinnitus.

    Haha, genau das stelle ich tatsächlich manchmal in Frage. Ne (gute) Oldschool-Band arrangiert und spielt von vorne herein so transparent und kontrolliert, dass man auch mit Wedges auf der Bühne fast Zimmerlautstärke fahren kann, ohne Gefahr für Leib und Leben.


    Aber du hast schon recht, das Gros der Hobbybands in unserem Proberaumkomplex, die ich zwangsläufig so (durch geschlossene Türen und Wände) mithöre, sind brutal bis erschreckend laut, und da schafft IEM zumindest für alle Beteiligten etwas Abhilfe. Und viele wollen ja genau dieses Brett fahren, weil es ihnen sonst keinen Spaß macht.


    Und auch die Behauptung, es klänge besser, sehe ich differenzierter. Wer mit Amps und Wedges auf der Bühne professionell arbeiten kann, klingt genauso gut, sonst hätte die Welt ja vorher nie gut klingende Konzerte gehört. Nur fahren viele Bands sowohl die Amps als auch ALLES auf den Wedges mega laut und jammern dabei noch, dass sie sich nicht gescheit hören. Und die Tontechniker ärgern sich am Pult, dass es immer noch keine Fader gibt, an denen sich die Lautstärke auch ins Negative regeln lässt 😉


    Allerdings brauchen wir das hier glaube ich nicht weiter diskutieren, das sind einfach unterschiedliche Erfahrungswerte, die man wohl nur praktisch so richtig "erfahren" kann.

    Musste gerade herzlich lachen, als ich alleine 22 Kanäle zur Drumabnahme gezählt habe. Wer hat dir denn den Floh ins Ohr gesetzt??? Planst du ne Welttournee durch die größten Stadien des Planeten? Nimms mir bitte nicht übel, aber du scheinst wirklich keine Ahnung zu haben und noch nie regelmäßig auf irgendwelchen Bühnen gestanden zu haben, sonst würdest du uns hier nicht so ne naive Träumerei präsentieren.


    Bei dem, was man als Amateurcombo so für Auftritte bekommt, und wahrscheinlich auch für 99,9% aller Profijobs wäre das der komplette Overkill und kontraproduktiv, sich derart zu verzetteln.


    Auch wenn das nicht deine Frage war, wäre mein wirklich ernst gemeinter Tip, erst mal mit minimalem Aufwand live gut zu klingen, sonst verbrennt ihr Geld. Und da fängt es bei den allermeisten Hobbymuckern nicht erst beim IEM an, sondern bei wirklichen Basics. Um nur ein paar Beispiele zu nennen, wie klingen Gitarren und Bass am Amp? (Gerade die Saitenfraktion neigt gerne dazu, sich daheim auf der Couch nen Traumsound zu basteln, der nur leider im Kontext alles zumatscht) Sind die Amps überhaupt dem Rahmen angemessen? (100 Röhrenwatt sind heutzutage für so ziemlich alles brutaler Overkill) Lassen Arrangements genügend Luft für akustischen Orientierung? Ist die Gesamtlautstärke passend?


    Ich hab mit wirklich vielen großen und kleinen Bands gespielt, von Hardrock über Funk bis Jazz und Folklore war da alles dabei. Einen solchen Aufwand, wie du es skizzierst, habe ich dabei nie erlebt, deshalb will ich mich zur Technik gar nicht äußern. Aber überall haben wir es mit musikalisch reflektierter Arbeitsweise geschafft, dass sich jeder in ohrenverträglicher Lautstärke hört und gar keine Notwendigkeit für komplexes Monitoring bestand. Eine Band, die im Proberaum glaubt, Monitoring zu brauchen, hat imho was nicht begriffen und noch viel zu lernen. Und nein, ich bestreite nicht, dass es Spezialfälle gibt, wo das im Einzelfall wirklich Sinn machen kann. Aber im Großen und Ganzen halte ich das für maximalen Unfug, jnd das viele Geld würde ich stattdessen für Bandcoaching ausgeben.