Beiträge von trommla

    So, nach zwei Einsätzen kann ich sagen, die Stompbox bleibt. Über PA ein durchaus BD-adäquater Sound für Akustiksound/Singer-Songwriter-Mucke bei deutlich reduziertem Platzbedarf und Gewicht. Auch unsere kleinen Bose-Säulen ohne riesen Effektrack kamen gut damit klar.

    Über Gitarrenamp kann man zur Not auch mal machen, aber dann wird's schon eher dünn.


    Natürlich hab ich es aus Zeitdruck nicht geschafft, meinen Arbeitsplatz in professionellem Ambiente auf der Festivalbühne abzulichten. Dafür war es spätnachmittags auf der grünen Wiese unterm SPD-Pavillion entspannt machbar. Sieht halt nur aus wie Kraut und Rüben mit Rotstich.




    P.S.: apropos Rotstich, ob die fröhliche Art der anwesenden SPDler wohl am derzeitigen Wahltrend lag? ;)

    Es muss so Ende der 1970er gewesen sein, dass mich das Schlagzeugvirus gepackt hat. Meinen ersten Unterricht hatte ich mit 13 oder 14, also um '80 rum. Bis zum Abi hatte ich insgesamt 3 Lehrer, zunächst Hobbydrummer aus der Nachbarschaft, dann einen studierten Jazzer alter Schule. Während ich bei ersteren viel zu Playalongs spielte, stand beim Jazzer Stick Control und Traditional Grip auf dem Programm. In der Schule war ich aktiv in der Jazzgruppe und dem Schulorchester, das waren dann auch die allerersten vereinzelten, öffentlichen Auftritte. Was Lampenfieber ist, lernte ich jedoch eher beim Schultheater kennen, wo ich zumindest mal reinschnupperte.


    Seit Ende der Schulzeit stand ich viel auf der Bühne und war in diverse Projekte involviert. Wir hatten in unserem Städtchen eine recht aktive Musik- und Theaterszene, daher wurden diverse Musiktheater inszeniert, bei denen ich meist als Drummer und/oder Bassist dabei war. Intensive Probenzeit und jeweils 20 bis 25 Vorstellungen unter professioneller Leitung, das fand ich damals schon sehr spannend. Bands gabs zwar auch immer mal, aber das typische wöchentliche Rumgeprobe für zwei bis drei Auftritte im Jahr schien schon damals nicht so meine Welt zu sein. Eigentlich wollte ich zunächst Musik zu studieren, entschied mich aber letzten Endes dafür, es beim Hobby zu belassen und materiell nicht darauf angewiesen zu sein.


    Wie bei vielen anderen kam es auch bei mir in den späten 90ern zu einer mehrjährigen Pause, in der ich mein Instrumentarium eingelagert hatte und sogar über den Verkauf nachdachte. Als dann aber 2002 mein Telefon klingelte und jemand aus der alten Theaterszene, die seit vielen Jahren kein Musiktheater mehr auf die Beine gestellt hatten, mich wegen eines neuen Musicals anfragte, packte es mich wieder, und seitdem bin ich wieder voll dabei. Neben meiner Mitwirkung in diversen Bands und Projekten unterrichtete ich zeitweise an der Musikschule und auch privat, musste aber weiterhin nie meinen alleinigen Lebensunterhalt damit bestreiten.

    Bis auf die Pandemiezeit, in der ich zusammen genommen vielleicht bisher 10 Konzerte und ein paar Studiotage hatte, kam ich in den vergangenen Jahren meist so auf 20 bis 30 Konzerte im Jahr.

    und dazu 3 Lieblings-CDs auf dem tragbaren CD-Player von der Tombola...

    Ja, du bist einiges jünger. Bei mir waren es MCs, die man mühsam aus "Pop nach Acht" aufgenommen hatte. Und wenn Gottschalk wieder reingequatscht hat in die Nummer, hätt ich schreien können.

    Riebes Fachblatt

    O ja, der Name ist mir bekannt. aber zu der Zeit war mein "Fachblatt" noch das Knax-Heft. Musik wurde dann erst in den 80ern zu meinem Lieblingsthema.

    Die Stompbox trittst du dann aber zu deinem Gitarrenspiel, oder etwa zur Cajon

    Sowohl als auch, und noch viel mehr. Stellenweise zur gewischten Snare, stellenweise zur Cabasa. Immer wenn untenrum noch was fehlt.

    Ich hätte dir übrigens ein SPD:One WAV (oder Kick) empfohlen.

    Hatte ich tatsächlich kurz überlegt, son Digitaldingens. Aber ich bin eher Purist und möchte nicht den "handgemachten" Touch der beiden Akustikcombos verlieren. Und ich hab eh so viele Sounds in meinem Köfferchen, dass ich Schellen, Shaker und Co. nicht als Konserve brauche.

    Viel Spaß und Erfolg! Witziges Ding.

    Ich werde mitteilen, wie sich die Stompbox am Sonntag so geschlagen hat. Mittags Festival mit PA und Technik vom Veranstalter, am frühen Abend dann kleines Besteck mit eigener Klein-PA in gemütlicher Runde beim heimischen SPD-Ortsverband und unserem MdB als Stargast ;).

    Dann hab ich gleich einen differenzierteren Eindruck. Mal sehen, vielleicht gelingen mir noch ein paar aussagekräftige Bilder meines Setups, falls es interessiert.

    Langsam wird mir die ständige Schlepperei zu arg, daher habe ich mir gestern spontan beim Thomann eine Pocket-Bassdrum bestellt.

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    Ich ahne zwar, dass der Sound des Werbeclips ziemlich aufgebrezelt ist und ich das auf einer kleinen Kneipenbühne so nicht erwarten kann, aber mit Akustikgitarren, Cello oder Akkordeon hoffe ich dennoch, dass es einen charmanten Mini-Bumms erzeugt, wenn es denn mal mit Drive zur Sache gehen soll. Liefertermin soll Samstag sein, und am Sonntag stehen schon die ersten beiden Konzerte im Plan. Bin gespannt.

    Also ehrlich gesagt freue ich ich über mein mattschwarzes Drumcraft jedesmal, wenn ich es ausführe. :)

    Habe es mit Coated Ambas befellt, und es klingt einfach wahnsinnig stimmig. Vielleicht nicht so charaktervoll wie ein Vintage, eher modern und "high gloss"ig, aber es macht enorm Laune. Obwohl ich es nebenbei gesagt viel zu selten spiele, da mein Vintage für die meisten Gigs das Goto-Set ist, wenn ich nicht aus Platzgründen mein kleines Gretsch einpacke.

    Ich staune gerade, dass es anscheinend 2011 noch erlaubt war, Taschentücher mit Gaffa auf die Felle zu kleben. Erst dachte ich ja, die 80er klopfen an ;)

    Da musste man das haben, selbst wenn drunter Pinstripes waren.


    Aber habe ich das richtig verstanden, ihr habt für das Basix damals im Laden 700 Euro gezahlt, obwohl ihr das alte in Zahlung gegeben hat und keine Snare dabei war???

    Das würde ich mal ganz schön frech nennen vom Händler.

    dass das Lautstärke-technisch kein signifikanter Gewinn zu Bassdrum Pads ist

    Günstig sind Autoreifen ja nicht unbedingt. Aber er sprach davon, dass die im Keller liegen, wo es niemand stört :D

    Tatsächlich könnte ich mir vorstellen, dass ein kompletter Autoreifen auch in der Wohnung unproblematisch ist. Aufgrund der großen Masse und des vielen Gummis vermute ich, dass ein Großteil des Trittschalls eliminiert wird. Aber Autoreifen in der Bude muss man mögen.

    Sprichst du vom Trittschall bei einm E-Set oder einer richtigen Bassdrum? Unabhängig vom pingeligen Nachbarn: Konntest du ganz objektiv feststellen, dass sich der Trittschall in anderen Räumen zumindest ein wenig reduziert?

    Ich spreche von einem BD-Übungspad. Da hörst du im Raum von Haus aus nur Zimmerlautstärke, und der Nachbar hört's auch in Zimmerlautstärke ;)

    Und zwar auch, wenn alles auf Matten steht. Ich hab keine vergleichende dB-Messung durchgeführt, aber die Nachbarn haben sich trotz Moosgummi beschwert. Also war es wohl noch deutlich hörbar.

    Deine Frustration kann ich gut verstehen, geht wohl den meisten so, wenn sie nicht weiter kommen. Wer da die Flinte nicht ins Korn wirft, ist ja eigentlich schon einen Schritt weiter ;)

    Deine Idee ist mir aber trotz deiner Ausführungen nicht klar. Wenn ich dich richtig verstehe, hast du völlig den Überblick verloren, welchen Weg du gehen sollst, um die Dinge zu lernen, die du gerne lernen möchtest. Du siehst sozusagen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.


    Also brauchst du eigentlich jemanden, der dein Spiel beobachtet, deine Fehler erkennt und dich auf ein Gleis setzt, auf dem du deinen Zielen deutlich näher kommen kannst? Der also mit dir gemeinsam den Wald etwas lichtet, damit du wieder weißt, wo es langgeht? Mit noch ein paar neuen Übungen, aus dem Bauch raus zusammengetragen, wird es aber doch nicht klarer, wenn der ganze Rest, nämlich der Dialog mit dem Lehrer, das Beobachten deiner Skills, das individuelle Eingreifen des Lehrers, außen vor bleibt. Ich habe keine Erfahrung mit Distanzunterricht, da meine Lehrertätigkeit schon seit weit vor der Pandemie ruht, aber für mich schreit das tatsächlich nach ein paar Stunden Präsenzunterricht mit ggf. anschließender Fernbetreuung. Ich weiß nicht, wie weit du es in die nächste Stadt mit Musikszene hast, aber in den Metropolen gibt es i.d.R. gut gebuchte Drummer, die nicht primär vom Unterricht leben und gerne auch mal ein paar Einzelstunden anbieten. Für ne Doppelstunde lohnt sich u.U. auch die Fahrt nach HH. Und danach hast du vielleicht etwas klarere Sicht drauf, wo du stehst und woran du üben könntest.


    Ich kenne deine Aussagen zu bisherigen Unterrichtsversuchen und weiß, dass ich da ein anscheinend heikles Thema anspreche. Vielleicht gäbe es ja tatsächlich die Möglichkeit eines reinen Onlineunterrichts, da müsstest du recherchieren. Bedenke aber, dass vermutlich jeder Schlagzeuglehrer dieser Welt ein eigenes Unterrichtskonzept favorisiert, und die meisten sich vermutlich schwer tun, wenn ein Schüler dann sagt "ich hätt gern Unterricht bei dir, aber ich hätte ihn gerne soundso." Sind ja schließlich auch nur Menschen.


    Abgesehen davon, wenn man sich an einer bestimmten Stelle festbeißt und nicht weiter kommt, sollte man herausfinden, ob die Ursache dafür nicht an ganz anderer Stelle liegen könnte. Taktverschiebungen können das Salz in der Suppe sein, aber vielleicht fehlen dir mangels kontinuierlichen Unterrichts die Grundlagen hierfür, ohne dass du es selbst erkennst. Da hilft ein Blick von außen meist sehr, daher mein obiger Gedanke.

    Ich kann dir natürlich nicht den (Fach)ärztlichen Rat ersetzen, aber ich würde mir ums Trommeln keine allzu großen Sorgen machen. Risiken entstehen bei bestehendem Leistenbruch vor allem durch Bewegungen, die zu einem erhöhten Druck im oder auf den Bauchraum führen. Schweres Heben, Bankdrücken und so Kram.

    Beim Schlagzeug spielen ist der Bauch normalerweise ziemlich entspannt, denn eine Anspannung des Rumpfes wäre für entspanntes Spiel eher kontraproduktiv.

    Sitzen tust du ja im sonstigen Leben - je nach Job - auch einen erheblichen Teil des Tages, und ich habe noch nie gehört, dass jemand ein Sitzverbot vom Arzt bekommen hätte.


    Postoperativ sieht es natürlich etwas anders aus, da kann es schon sein, dass man einige Wochen auch aufs Trommeln verzichten sollte, bis die Operationswunde abgeheilt ist. Aber auch das erfährst du vom Arzt.

    Du spielst seit 3 Monaten und sagst ein Übungstipp von einem international angesehenen Musiker sei Schwachsinn?

    Das finde ich ja schon wieder sympathisch. Kein Respekt vor großen Namen, die natürlich auch mal irren können ;)

    Ich gebe dir völlig Recht, nur ohne Pedal auf dem Boden rumtrappeln alleine wird dich nicht dahin bringen, eine Beinarbeit wie Thomas Lang hinzulegen. Da gehören natürlich (viele!!!) Übungsstunden am echten Set ebenso dazu. Aber viele bekannte und unbekannte Drummer trainieren ihre Füße in dieser Art, wenn sie gerade nicht am Set üben können.


    Die Idee mit den Autoreifen klingt witzig, ich bin mal gespannt, ob die Maschine ohne Fixierung lange an der gleichen Position stehen bleibt. Ich würde auf jenen Fall auch eine Snare oder ein Pad mitnehmen, denn den rechten Fuß alleine zu trainieren, bindet ihn ja trotzdem nicht in deine Bewegungsabläufe ein.


    Übst du eigentlich gelegentlich am Pad? Man kann nämlich wunderbar mit den Händen alles mögliche üben und untern die Füße möglichst exakt mitlaufen lassen. Das kann man dann wahlweise mit Wechselschlägen (ja, auf dem Fußboden ;) ), einseitig oder mit einfachen Rudiments machen. Das trainiert die Koordination zwischen Händen und Füßen.


    Die Frischhaltefolie hast du hoffentlich nicht ganz ernst gemeint

    Erklär das mal bitte genauer. Meinst du jemand, der dir einfach zur Verfügung steht, wenn du gerade mal wieder nen Knoten im Hirn hast? Der dir bei eigenen Ideen hilft, diese zu notieren und zu bearbeiten? Der dir ausnotierte Ideen zum Üben liefern? Der Videos von dir analysiert und kommentiert?

    kannst du es ja mal mit einer Antivibrationsmatte für Waschmaschinen probieren.

    Meine Erfahrung mit 1 cm Moosgummimatten ist, die helfen gegen geräuschempfindliche Nachbarn nicht viel, vor allem nicht bei der Bass Drum. Allerdings glaube ich inzwischen, gegen MEINE Nachbarn hilft nur ne 45er. Hat jemand eine übrig? ;)