Und was ist überhaupt dran am Mythos Bell Brass?
Ich bin da recht nüchtern und höre bei sämtlichen Soundfiles im Netz ... ne Snare.
Keinen Sound, der mir Tränen in die Augen treibt, keine Optik, die sich von anderen Metallen abhebt, einfach ne andere Farbe als Messing, Kupfer oder Alu. Im Gegensatz zu Gold nicht mal besonders korrosionsbeständig.
Daher meine (ehrlich interessierte) Frage an alle, die so eine Trommel besitzen: was macht ihren Reiz aus? Angeblich seien sie besonders durchsetzungsstark, aber braucht man das denn?
Mir war bisher noch nie eine Snare zu leise, und wenn, dann wäre wohl die Musik so brachial laut gewesen, dass der erforderliche Gehörschutz jede nuancierte Soundbeschreibung unmöglich gemacht hätte.
Glockenbronze ist angeblich vom Material her nicht einfach zu bearbeiten, was den hohen Preis rechtfertigen könnte. Aber wäre nicht der logische Schluss, stattdessen dann Kessel zu verwenden, deren Materialeigenschaften zu deutlich günstigeren Herstellungskosten beitragen?
Wäre eine Bellbrass-Snare dann nicht einfach der pure Luxus, mit dem einzigen Sinn, zu zeigen, was man sich leisten kann? Brauchen so viele Drummer dieses Gefühl?
Ich kann da nicht mitreden, mir liegt jede Form des Protzens eher fern.
Es mag an den eigenen Hörgewohnheiten liegen, doch mir liegt die knapp 1000€ günstigere "Bell Brass" mehr, wenn ich sie so gegenüber gestellt bekomme:
*Hust* mir gefällt der Klang der (vermutlich schwindelerregend teuren?) Phosphor Bronze besser
