Ich diskutiere nicht mehr. Wer jetzt noch nix mit Themen wie Verantwortungsbewußtsein, Respekt und Solidarität anfangen kann, ist bei mir raus.
In meinem täglichen Dunstkreis (sic!) und dem von Bandmitgliedern sind regelmäßig Ü80er unterwegs. Auch wenn die sich aus Sorglosigkeit nicht immer an die aktuell geltenden Maßnahmen halten, versuchen wir als Restfamilien sie zu schützen. Angenommen, sie würden in ein paar Wochen intensiv behandelt werden müssen und Betten/Personal ist gerade aus. Triage? Ganz duster!
Für Band 1 hatte ich im Juni fast meinen kompletten ziemlich großen Keller leergeräumt. Ein paar Monate lang hatte jeder einen mindestens 4m großen Mitmusiker-freien Aktionskreis und Lüften war auch drin. Band und Nachbarn hat's gefreut. Seit dieser Woche schicken wir uns Ideen hin und her, ein Gitarrist spielt mit unserem neuen Mixer und schickt Soundtests und wir geben uns dem G.A.S. hin. War gar kein Thema, Auftritte gibt's sowieso keine. "Kammernixmachen, is blöd, bis demnäxt, Gude!"
Band A (ja, ich priorisiere hier ungern) ganz ähnlich. Bei der letzten Probe wurde mehr getrunken als geprobt und es wurden Songs, Arrangements und Setlist für die Zeit nach Lockdown-Zwo diskutiert. Im Prinzip weiß ich grad nicht, was ich zuerst üben sollte.
Die Bands sind Hobby-Veranstaltungen! Man spielt doch auch kein Tischtennis draußen, wenn's gerade stürmt und regnet. Nein, mein Herr, man wartet mit dem Schläger in der Hand am Fenster auf besseres Wetter.