Aber Stimmen und/oder Fell-Wechsel war schon ein echter Akt bzw. wie Du sagst: Extrem eingeschränkt, besonders mit unterschiedlich dicken Schlag- und Reso-Fellen.
Ich vermute, Du meinst Drum Research. Das war im Prinzip eine
hausgemachte Kopie vom Musikhändler Jellinghaus in Dortmund
des australischen Herstellers Sleishman. Free-Floating-Sets
gibt es afaik noch vom holländischen Hersteller Zebra und der
Klangmacherei.
Das Folgende gilt für Toms:
Dass Stimmen bei Free-Floating "ein echter Akt" sei ist - sorry -
kompletter Bullshit. Es ist viel, viel einfacher, ein FF-Set zu
stimmen, als ein konventionelles. Ich habe vier FF-Sets (Sleishman,
Drum Research und Klangmacherei) und ich behaupte mal
ganz frech, dass ich weiß, wovon ich rede. Noch frecher
behaupte ich, dass die meisten Kritiker noch nie ein FF-Set
gestimmt haben.
Und ja, konstruktionsbedingt ist es so, dass am Schlag- und
Resofell dieselbe Spannung anliegt und folglich, gleiche Felle
vorausgesetzt, beide die gleiche Stimmung haben. Dieser
"Nachteil" führt dazu, dass Toms maximal resonieren. Das
gilt es natürlich unbedingt zu vermeiden und das will ja auch
keine Sau.
Und ich lehne mich noch weiter aus dem Fenster: Neun von
zehn Nicht-Profi-Trommler, die ich in meiner laaaaagnen Zeit
als Konzertbesucher gehört habe, hätten mit einem FF-Set
einen deutlich besseren Sound.
Und um mich vollkommen unbeliebt zu machen: Die Diskussion
über Free-Floating-Drumsets ähnelt oft derjenigen von
Eunuchen über Geschlechtsverkehr.
Feuer frei
fwdrums