Er zeigte mir damals auch genau wie "lose" es sein soll und dass man eben die Snare nicht so einklemmt, dass sie komplett unbeweglich fest sitzt.
Im Grunde kreist dieser Fred um die Frage, ob eine Snare, ebenso wie andere Trommeln, frei schwingen können soll. Bei Toms kennt man ja diese Freischwingaufhängungen, die das Sustainverhalten und vor allem die Schwingungseigenschaften für tiefe Frequenzen verbessern (sollen). Je nach Ausführung klappt das ja auch sehr gut. Das Prinzip ist, durch weiche Bauteile zwischen Aufhängung und Trommel beides voneinander zu entkoppeln.
Nun erwartet ja niemand ein langes Sustain bei einer Snare. Untenrum fett soll sie aber doch meist gerne sein. Und dafür ist es hilfreich, wenn die Trommel als Ganzes wenigstens etwas beweglich ist. Deswegen hat z.B. Pearl ein Snarestativ mit den sog Air Suspension Rubber Basket Tips (U.S.-Patent #6710236) herausgebracht, wie diesen hier. Die Gummiteile am Snarekorb sollen der Snare Bewegung ermöglichen, auch wenn sie fest eingeklemmt ist.
Wie viel das alles bringt, kann man durch Ausprobieren herausfinden. Schraub doch deine Snare mal richtig fest, hau drauf und löse den Korb wieder und hau nochmal drauf.
Im Übrigen gibt es für das Beliebte Hängetom auf dem Snarestativ von Gauger den sog. FlexFrame. Damit bringt man ein entkoppelndes Element zwischen Trommel und Snarekorb. Das könnte man auch einer Snare gönnen.