Beiträge von nils

    Hallo,


    ich bin ein Drummer mit durchaus viel Erfahrung nach 20 Jahren Getrommel.


    Ich habe in meinem Leben nur sehr wenig Unterricht genossen, da ich bei meinem ersten Lehrer unangenehme Erfahrungen gemacht habe. danach hab ich mich lieber auf mich selbst verlassen.
    Nach ca. einem 3/4 Jahr Unterricht hatte ich eine heftige Entzündung in beiden Unterarmen und musste mehrere Monate pausieren. Das zum Thema wie wichtig Technik ist.
    Mein damaliger Leher war etwa 16-17 und hatte selbst erst 4 Jahre am Schlagzeug verbracht. Das war eindeutig zu wenig.


    Fazit: Gerade bei Anfängern, die selbst überhaupt nicht wissen können, wo's langgeht, kann viel schiefgehen. Daher muss der Lehrer GENAUESTENS wissen, was er tut und wie er das rüberbringt. Schlechte Technik zu beseitigen ist schwerer als gleich die richtige zu lernen.
    Wenn man erst mal selbst erfahren ist, dann kann man sich durchaus von Lehrern oder anderen Trommlern inspirieren lassen, deren eigene Technik oder didaktisches Talent nicht perfekt ist.


    Nils

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    Original von Feuerteufel
    20er is doch ne 22er...?!?
    Naja es geht ja net NUR unbedingt um dieses Set... es ging mir erstmal überhaupt um das Thema Drummingqualität zu Drumsqualität...


    Ooops, da habe ich die Maße wohl mit dem blauen MMX verwechselt, das auch gerade bei ebay drin ist.


    Mit der 22er kann das schon harmonieren, auch wenn die Signature aus Bubinga was ganz Eigenes ist.


    Nils

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    Original von Feuerteufel
    z.B.: Meine Sonor Signature Snare, die meine alte noName Metallsnare ersetzte, da machte das üben schon viel mehr spass!


    Geiles Teil die alte Horst Link Snare, aber mit dem Pearl MMX schon eine gewagte Kombination. Wenn da man nicht die 20er Bassdrum ein bisschen zu leise ist.


    Nils

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    Original von scarlet_fade
    1. Ich seh da nicht wirklich einen Zusammenhang zwischen Set und Können.


    2. Aber wenn du schon ne Weile spielst, dann kann ein neues Set auch einen wahren Motivationsschub auslösen...


    Hallo,


    zu 1. Wenn man echten Billigschrott ausklammert, OK, aber unter z.B. Pearl Export oder Yamaha Stage Custom würde ich keinem raten anzufangen. Der Spaß bleibt dann schnell auf der Strecke. Ein gut klingendes Set mit präzisem Sound offenbart Fehler besser und bringt einen auf lange Sicht besser voran.


    zu 2. 10000000%ig. Manchmal tuns aber auch neue Felle und 'ne ordentliche Stimmung.



    Ausserdem habe gute Trommeln eher die Chance auf einen hohen Wiederverkaufswert. Auf die Größe kommts tatsächlich nicht so an, allerdings schulen kleine Setups die Kreativität. Leuten mit großen Sets empfehle ich daher immer, gelegentlich eine Zeit lang auf einem kleinen kit zu spielen und dann wieder zurückzuwechseln.


    Das Kit finde ich im übrigen ziemlich geil, hab ich mir heute mittag auch schon angesehen. So übermäßig groß ist es auch wieder nicht, dass man dadurch Probleme bekommen müßte.


    Nils

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    Original von scarlet_fade
    http://www.pearldrum.com da erfährt man erstaunlich viel.


    BRX hat eine aufwändigere Lakierung, und die Spannreifen sind andere.
    Auch werden andere Lugs eingesetzt.


    Holz ist das gleiche, wobei gemunkelt wird, das beim BRX optisch schönere Lagen mit einer besseren Maserung verwendet werden. Was da allerdings dran ist weiß ich nicht.


    Ist exakt so, allerdings nur bei den sichtbaren Lagen. Die tonale Kesselqualität ist gleich. Das mit der Hardware stimmt auch.


    Nils

    Hallo,


    ich spiele eigentlich alle größen von 8-16, allerdings ist das 16er eher eine Effekttrommel für mich. Ergonomisch haben kleine Kessel große Vorteile, sie lassen sich besser platzieren und man ist schneller von einer zur anderen.
    Das 13er steht bei mir links, so habe ich immer 2" Größenwachstum in der Reihe von oben nach unten (klingt musikalischer für mich) und zusätzlich links ein Tom für faule Säcke wie mich, die nicht so viel für frickelige Sachen üben wollen.


    Was das 16er angeht bin ich genau entgegengesetzer Ansicht als seelanne. Ein großes Tom hoch gestimmt klingt selten gut, daher fange ich meist mit dem großen beim Stimmen an und stimme mich bis nach oben durch.


    Dei perfekte Snare habe ich seit ca. 18 Jahren für mich gefunden. Pearl BLX-414D in 14*6,5 aus Birkenholz mit Parallelabhebung. Ich hab viel ausprobiert, auch 'ne Ludwig Brass Edition und Black Beauty, Sonor S-Class, verschiedene Yamahas und was mir so unter die Finger kam. Letzlich habe ich immer wieder das alte Teil als Hauptsnare ins Kit gestellt.


    Nils

    Hallo,


    eine Lasur oder Lackierung macht die Oberfläche der Innenseite weniger rau. Das führt i.d.R. zu einer Erhöhung des Obertonanteils im Klang.
    Ich weiss nichts über Deine Trommeln und deinen Soundgeschmack, so kann ich auch nicht sagen, ob Dir das Ergebnis gefallen wird oder nicht.
    Meine alten Pearl BLX-Trommeln sind innen regelrecht lackiert und ich find's gut, aber das ist echt Geschmackssache. Möglicherwiese helfen dann andere (dickere 2schichtige) Felle den Effekt der Lackierung zu kompensieren. Solltest Du schon Pinstripes oder Hydraulics verwenden wirst Du allerdings kaum etwas von der Lasur bemerken, denn die töten ohnehin so gut wie sämtliche Obertöne, egal was für eine Trommel drin steckt.


    nils

    Hallo,


    Gaffer, Moongel, Bettwäsche...alles nur nötig, wenn man nicht richtig stimmen gelernt hat und evtl. auch weil man die falschen Felle verwendet.


    Wenn Du keine Obertöne willst, nimm ein obertonarmes Fell (Pinstripe oder Hydraulic Blue) und stimme es sauber, dann kannst Du das Geklebe vergessen.
    Ich persönlich mag einen gewissen Obertonanteil gerne, daher 2-schichtige Schlagfelle und sehr dünne Resofelle (resonant Glass). Demnächst gibts Soundsamples. Wenn man weiss, was man erreichen will und auch noch wie, dann kann man ohne Gaffer eine sauberen Ton bekommen.


    Für alle die's genau wissen wollen: Drum Tuning Bible


    Nils

    Hallo,


    geübte Ohren oder nicht - selbst wenn er genau geplant hat, was er spielen wollte und das auch umgesetzt hat - die anderen hatten jedenfalls ein eigenes (anderes) Metrum. Unter Zusammenspiel stelle ich mir was anderes vor, z.B. dass man die 1 gemeinsam erwischt. Akzentverschiebungen mit Rudiments zwischen Bass und Snare - OK, aber wenn die Gitarre nicht mitzieht - UHHH!


    Nils

    Hallo,


    als Ergänzung (um nicht zu wiederholen, was alles schin geschrieben wurde): von Play Along kann man viel lernen. Ich setzte mir dazu einen Baugehörschutz auf und lege Walkmankopfhörer rein, dann Musik an und los.
    Das hilft:
    - dem Timing
    - dem musikalischen Verständnis
    - man lernt Formen (Abläufe) kennen
    - der Gehörbildung


    nils

    Hallo,


    es gibt mittlerweile doch ne ganze Menge Bassdrums am Markt, die tiefer als breit sind. Speziell OCDP bietet da verschiedenes an, aber auch die Yamaha Hipgigs haben meist sehr tiefe Kicks. Liegen die alle falsch? Und ist der Unterschied zweier hintereinander montierter Trommeln gegenüber einem sehr langen Kessel mit effektiv gleicher Kessellänge so groß?
    Ich konnte bisher nur die zwei 22*14er, die sich in meinem Besitz befinden so zusammen testen. Die zu bewegende Masse ist da schon ziemlich groß, weil man nicht nur ca. 28"(plus Spannreifen) Luftsäule in Schwingung bringen muß, sondern auch noch ein zusätzliches Paar Felle. Daher stelle ich mir die lange Variante mit einem Kessel etwas sensibler vor. Nun ja, ich fürchte der Neubau muß sowieso noch etwas warten bis das Geld da ist.


    Nils

    Hallo alle zusammen,


    Vielen Dank für die vielen Antworten. Jetzt muss ich erst mal den Hinweisen nachgehen. Wenn das Projekt voranscheitet stelle ich aktuelle Infos hier rein. Es sieht so aus, als ob alles zusammen so ca. 300€ kosten wird.


    Ich überlege noch eine Alternative: die EDGE-BASDDRUM sozusagen. Das heisst ich würde den zusätzlichen Kessel direkt mit dem Hauptkessel zu einem verbinden und nur einen Satz Felle verwenden. Das spart Platz und Hardware. Allerdings möchte ich alle Umbauten an meinen Vintage-Trommeln reversibel halten, man weiss ja nie. Also möglichst keine neuen Löcher bohren, keine Gratungen einebnen.....


    Nils

    Hallo,


    also generell spricht es FÜR Dich und Deine Technik, wenn wenig Bewegung in Deinem Spiel ist. So verschwendest Du keine Kraft für unnötige Bewegungen.


    Aber natürlich hat das Publikum ein Recht auf Show. Fang doch mal mit einem Lächeln an und versuche bei den Proben mit den Musikern aus Deiner Band ein bischen Show zu machen....


    nils

    Hallo Leute,


    weiss jemand von Euch eine gute, natürlich günstige, Quelle für Keller Kessel? Ich will mir einen Bassdrum-Woofer in 22*10" bauen und das Projekt soll nicht so teuer werden, wie ein neus Kit.


    Bei ST-Drums kostet ein 22" Kessel leider 250€ plus 104€ für die beiden Spannreifen. Dann kommt noch die Hardware dazu. Da bin ich schon fast geneigt, eine gebrauchte Bass zu kaufen und zu kürzen.


    Also, wenn jemand was günstigeres weiss, wäre ich sehr dankbar.


    Nils

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    Original von Paddi
    hab noch den reversed Roll vergessen, also: rllrrllrrll... Find ich aber schwer, bin selber grad dran.
    Zu dem Paradiddle Groove fiel mir grad noch was ein: recht Hand Achtel, Bassdrum spielt die rechte Hand des Paras und linke normal die linke Hand des Paras
    so ungefähr: blbblbll. Und da halt achtel drüber. Hoff das is klar geworden


    Paddi


    !!!!


    Zum reversed roll: ich habe für mich die Erfahrung gemacht, daß der gut geeignet ist, die Geanuigkeit der doubles zu erhöhen, da immer der 2. Schlag aufs 4tel bzw 8tel geschlagen wird. Ist auch gut als Grundlage für Shuffles wegen o.g Eigenschaft.


    Bitte immer zu allen Übungen die Hihat treten, das hiflt auch bei Genauigkeit und Timing.

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    Original von josef
    Sehr witzig ist das mit der Gratung. Seit 20 Jahren wird überall gepredigt, dass sie möglichst spitz und scharf und 45 Grad sein muss - reihenweise gehen junge Leute zum Schreiner und lassen sich Gratungen von alten Ludwigs etc. scharf nachziehen - und jetzt wird hier mal wieder versucht einen neuen Trend zu setzen und das komplette Gegenteil zu propagieren: Komplett runde Gratungen. Lernen wir daraus. Gut ist, was gefällt und eine Trommel nach deinem Geschmack gut klingen lässt.


    Jo, wenn man schon länger trommelt, dann fällt auf, das bestimmte Dinge, wie in der Klamottenmode leicht modifiziert nach Jahren wieder auftauchen. Mein ca 20--Jahre altes BLX (damals die Top-Serie) hat an allen Trommeln Gratungen, die im äußeren Bereich, abgerundet sind. Das dämpft die Resonanzen etwas im Vergleich zu spitzeren Gratungen (=>größere Auflagefläche des Fells) und produziert dadurch einen mehr auf den Grundton fixierten Sound. Die Wirkung ist allerdings nicht sehr ausgeprägt, so dass ich problemlos neben dem Vintage-Zeug 2003er BRX-Trommeln verwenden kann. Da trifft sich vielleicht auch gut, dass die von sich aus resonanzärmeren kleinen Kessel die spitzere Gratung haben und die großen trommeln die Tundere.


    Intersessant finde ich allerdings das Holzlagen-Konzept der neuen Serie, das dazu angelegt ist, die der Kesselgröße entprechenden Klangeigenschaften durch Verwendung verschiedenener Hölzer zu betonen.
    Ein schön resonantes Mapleshell (12") mit Birke für kleine (8 und 10) und Mahagony für größere Trommeln (>12") anzureichern setzt die unterschiedlichen Größen deutlicher voneinander ab und reduziert Stimmpronbleme, die man z.B. mit 16" odere 18" Birkentoms bekommt, wenn man sie nicht ganz am unteren Ende der Skala stimmen will. In die gleiche richtung arbeitet man durch die halbrunde (kleine-mittlere) bzw. komplett abgerundete Gratung.


    Fazit: Soundmäßig erscheint mir das Konzept interessant, wenn auch weniger geeignet für typischen Jazzsound (weniger resonant eben). Für akustische Livegigs muss man sehen, ob das Publikum einen guten Sound bekommt, da gerade dort ein obertonreiches Klangspektrum gefragt ist. Insgesamt deucht mir arbeitet man bei Pearl in Richtung Vintage-Sound, 70er-80er scheinen als Vorbild zu dienen. Vielleicht hat die Marketingabteilung sich gedacht, die häufigsten Masterworks-Wünsche in eine Serie zu giessen.

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    Original von rapid
    Am meisten werden Höhen
    und Mitten reflektiert und genau das will doch hier unterdrückt werden.
    Sorry, aber du bringst da echt einiges durcheinander.


    Hallo,
    das glaube ich nicht. Die Dämmung ist dafür da, den Höhen und Mittenanteil des reflektierten Schalls zu senken, die Bassfrequenzen sind Wellenlängenbedingt durch sowas eh nur bedingt dämfbar. Probiers aus, wenn Dus nicht glaubst. So wird der Klang insgesamt nicht zu spitz.
    Alle diese Segel beeinflussen den Raumklang durch Umlenken des auftreffenden Schalls weit mehr als durch Absorbtion der auftreffenden Energie. Echte Absorber sehen ganz anders aus, die habe ich mir mal beim WDR in Köln angesehen. Das Umlenken des Schalls führt zu weiteren Reflektionen im Raum, wobei jedesmal ein kleiner Anteil der Energie absorbiert wird und sich die Impluse verbreitern und dadurch undeutlicher werden.
    Um sich dem Thema angemessen zu nähern, muss man sich etwas mit Interferenz von Wellen beschäftigen. Man kann diese physikalischen Gesetze für sich nutzen, wenn man versteht, was sie bedeuten.
    (Stichwort z.B Wellenbeugung am Spalt. Damit kann man auch akustische Linsen konstrieren, die bestimmte Wellenlängen in vorhersagbaren Bereichen fokussieren)
    Es gibt z.B. für Aufnahmen im Studio mobile zylindrische Säulen, die eine reflektierende und eine absorbierende Seite haben. Wenn man die im normalerweise schalltoten Studio geschickt platziert, gewinnt die Aufnahme ein deutliches Plus an räumlicher Klangentfaltung ohne unangenehme Resonanzen zu erzeugen.
    Mittlerweile beschäftige ich mich seit 15 Jahren mit solchen Themen.
    Ich arbeite für ein Veranstaltungshaus in dem es viele solcher akustischer Maßnahmen zu sehen und zu erleben gibt. Daher kann ich auch aus dieser Sicht einige Erfahrungen einbringen. Wenn Du das Forum durchsuchst, findest Du auch einen Post von mir, in dem ich über mein Mikrofonierungs und Klangbearbeitungsprojekt berichte.
    Nils