Beiträge von nils

    b.


    Man kann ja tonal mal daneben greifen, aber Timing ist das A und O. Wenn das nicht da ist, geht garnix.


    Ich hatte mal eine Probe mit ein paar Leuten, die eine Rock-Covertruppe zum Geldverdienen gründen wollten, also damals, in den 90ern, als man damit noch was verdienen konnte. Alle sollten eine Liste von Nummern vorbereiten und dann sollte die Probe hauptsächlich für den Feinschliff sein. Aber der Gitarrist konnte die Riffs nicht, es klang überhaupt nicht nach dem Original, weder tonal noch rhythmisch. Ich hab dann versucht ihm eins der Riffs zu erklären, dabei kann ich noch nicht mal Gitarre spielen. Kam auch nix bei rum und es gab dann auch keine weitere Probe mit mir und den Jungs.

    Auch findet man nirgends Sets oder andere Trommeln in den Bekannten Gebrauchtbörsen.


    Wer so ein Set hat, gibt es meist nicht wieder her. Die waren ziemlich teuer und wurden auch im Vergleich mit MMX/MRX und BRX eher selten verkauft. Ich hab vor langer Zeit mal eins in der Bucht gesehen, aber danach nie wieder. Du muss echt Geduld haben, wenn du eins erwerben willst.


    In meinem 1997er Katalog ist das MHX drin, im 1999er fehlt es. In einem Artikel der Sticks heißt es hierzu:


    1997 Neu im Programm waren die MHX Drums aus afrikanischem Mahagoni mit vierlagigem Kessel und Ahornverstärkungsreifen. Die MBX-Serie wurde eingestellt, während die Pearl Masters Custom Extra Linie nun MRX hieß und in Deutschland zeitweilig nicht erhältlich sein sollte.
    ...
    1999 Die BRX Masters Studio Extra Serie mit sechslagigen Ahornkesseln in 7,5 mm Wandstärke wird präsentiert, und in diesem Jahr erhalten alle Pearl Masters Drums die erste Version der alternativen Tom-Halterung „OptiMount“. Die Pearl Masters Gold- und Masters Mahagony Classic-Serien wurden eingestellt.


    2000 ... Unter der Bezeichnung MHX Masters Mahagony Classic wurden die vierlagigen Mahagoni-Kessel mit Ahornverstärkungsringen als Limited Edition wieder kurzzeitig eingeführt.
    ...
    2009 Die sang- und klanglos aus dem Programm entfernten Mahagony-Shells werden exklusiv für Europa wieder als Limited Edition und als vorkonfigurierte Sets – wahlweise mit Chrom- oder Gold-Hardware – als Pearl Masters Premium MHP Ltd. aufgelegt und erfolgreich verkauft.


    Der ganze Artikel
    http://www.sticks.de/stories/p…serie-im-wandel-der-zeit/


    Die Serie wurde also nur etwa 2 Jahre lang als MHX produziert.

    An und für sich sehr sauber aufgezeichnet. Das meiste der Kritik wird sich sicher im Mixing erledigen.


    Irgendwo hab ich mal gehört oder gelesen: We'll fix it in the mix doesn't exist.
    Ich selbst bin auch entschiedener Verfechter der Primärsignal-Philosophie. Daher ist Kritik jetzt besser als später :)


    Aber da du ja gefragt hattest, meine Gedanken: -klingt sehr perkussiv (mglw. so gewollt)


    Ja, das ist so gewollt. Sehr kleine Toms und die Roto-Snare (siehe Bild oben) zumeist mit Besen gespielt.


    -Raum akustisch kaum bis nicht vorhanden (da fehlt noch der Kleber, der das ganze Set zusammenhält)


    Wir haben das Set in einer akustisch eher trockenen Ecke aufgestellt. Obwohl die Decke und eine Wand glatt sind, hört man kaum Reflexionen auf der Aufnahme, die eigentlich da wären. Ich vermute, das liegt an den OH-Mikros, die dynamische Nahfeldmikros sind und herstellerseitig nicht für so einen Einsatz vorgesehen waren. Vielleicht stellen wir die Kiste einfach nochmal um.


    -Beim Wechsel von Toms auf Snare und Hihat (11te Sekunde) gibt es halt einen merkwürdigen Schnitt, da vermutlich die Tom-Mikros gemutet wurden?


    Ja genau, ich habs ziemlich grob zusammengeschnitten (in der Mittagspause auf der Arbeit).


    -Mit dem Bassdrumsound kann ich mich noch nicht so recht anfreunden, ist vieles natürlich Geschmackssache, und kann im Mix ja noch EQed werden. Die BD klingt halt sehr mumpfig und drückt unheimlich und passt sich nicht so recht ins Set ein. Vielleicht kann man da noch mit einem separaten BD-Raum-Mic arbeiten?


    Naja, da steckt zumindest teils Absicht hinter. Wie man im Bild oben sehen kann, ist es ein konvertiertes 16er Tom, das ich als Bassdrum verwende. Außerdem hab ich Flokati um den Schlegel gewickelt, damit sie nicht so massiv kickt. Sie soll tatsächlich untypisch klingen, aber eigentlich nicht mumpfig.
    Das Mikro steht 5 cm vom Reso entfernt, genau mittig. Vielleicht schiebe ich es etwas weiter an die Seite. Ausserdem hatte ich nach dem ersten Test zusätzliche Dämpfung angebracht, wie man oben erkennen kann. Vielleicht ist das etwas zu viel.


    Wir haben ziemlich billige Mikros in Verwendung, die scheinen einige Details zu verschlucken. Ich wioll trotzdem das Maximum, was die so hergeben.


    Grüße Marcus


    Vielen Dank für Deine detaillierte Kritik.


    Nils

    Ja, wir wagen es: eine EP in Eigenregie, gedacht als Vorproduktion für einen Studioaufenthalt und als Bewerbungs-CD für Gigs.
    Ton kommt später (erst in ein paar Wochen), Fotos gibt es schon:



    Das kleine Besteck mit Recorderman Overhead-Setup plus ein paar Stützmikros.



    Koordinatenkreuz am Boden zur Bestimmung der Overhead-Positionen



    Mal von oben



    Tobi bei der Arbeit



    Wo ist der Basser?



    Die Kommandozentrale

    Wir nutzen eine Whatsapp-Gruppe für Absprachen und Speicherplatz in der Wolke für Austausch von Probenmitschnitten. Gelegentlich wird auch telefoniert, aber echt selten. Ach ja, wir reden während der Proben miteinander ;)

    Ich hab Reaper auch mal ausprobiert und fand es recht übersichtlich und leicht zu bedienen. Auch Video und Tonspur aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuschneiden hat problemlos geklappt. Der Preis erscheint mir mehr als fair.
    Leider gibt es keine Linux-Version, weshalb ich derzeit Ardour einsetze.

    Ähhh... nur so als medizinischer Hinweis: Wenn fiepsen im Ohr dann SOFORT zum HNO-Arzt, das ist nämlich laut Ärzten dann ein Notfall, der sofort behandelt werden muss. Wenn man nicht innerhalb der ersten 48 Stunden beim Arzt ist, bleibt der Tinnitus wahrscheinlich irreparabel. Ich war zu spät da (am dritten Tag), habe daher mein Piepsen nun das restliche Leben lang.


    Guter Hinweis. Ich hatte mal ein Knalltrauma, das nichts mit Schlagzeug zu tun hatte, und bin sofort zum Arzt gegangen. Ich musste dann drei Wochen lang jeden Tag zur Infusion eines (ich meine durchblutungsfördernden) Medikaments in die Praxis kommen. Es wurde dann auch tatsächlich besser.