Beiträge von nils

    Während die Erfahrenen (siehe Nils u.a.) einfach im Blick oder im Ohr haben, wann die Resos fällig sind, ist es für den weniger Erfahrenen tatsächlich schwer, den richtigen Zeitpunkt zu finden. Nach 8-10 Gigs/Proben garantiert einen gleichmäßig stabilen Sound, geht aber auch einfach ins Geld, insbesondere wenn die 10 Gigs möglicherweise nicht gerade fürstlich bezahlt sind.


    Ich habe mich möglicherweise mißverständlich ausgedrückt. Nur wenn man im Studio aufnehmen will, sollten die Resos nicht älter sein. Im normalen Tagesbetrieb mit Proben und Gigs lasse ich sie etwa 2 Jahre drauf. (hab ich oben auch schon ergänzt). Man kann sich auch einen Satz Resos nur fürs Studio hinlegen und nach der Aufnahme die alten wieder drauf machen. Beim nächsten Studioaufenthalt schraubt man einfach den Studiosatz wieder drauf.

    Zitat von TiBen

    Immerhin kostet ein Satz Felle schon ne ganze Menge Schotter. Ein echte Erklärung, wann man Resofelle tauschen sollte, fehlt mir in deinem Artikel. Zwischnen neuen Markenfellen und 10 Jahre alten Billigfellen gibt es doch eine große Bandbreite. Wie alt dürfen denn Markenfälle sein, damit sie noch akzeptabel sind?


    Denk mal an die Formel 1. Da werden die besten Quali-Runden mit einem neuen Satz Felle gedreht. Bei der zweiten Runde sind sie schon nicht mehr ganz so schnell, für's Rennen reicht es aber noch, in Spa max. 25 Runden. Das absolute Maximum bekommt man von einem Fell auch nur ganz am Anfang, dann lässt es etwas nach und irgendwann klingt es nur noch so lala. Wenn man dann ein neues aufzieht, gehen einem die Ohren auf. Das ist wie mit dem kochenden Frosch.
    Also: wenn die Reso-Felle mehr als sagen wir 8-10 Proben/Gigs runter haben, sind sie dran (! Um Mißverständnissen vorzubeugen: NUR WENN MAN DANN DAMIT INS STUDIO WILL! Meine Resos halten im Normalbetrieb mehrere Jahre). Idealerweise zieht man sie auf, spielt 30-60 Minuten, stimmt nach und packt sie dann fürs Studio ein. So mach ich das wenigstens. Schlagfelle sollte man vor der Aufnahme in jedem Fall nur die o.a. Zeit anpielen, keinesfalls ganzen Proben und/oder Gigs damit spielen.


    Notfalls für die Studioaufnahme das Set abspecken, um Kosten zu reduzieren.


    !!! Weniger Trommeln brauchen nicht nur weniger Felle, sondern auch weniger Mikros und damit weniger Spuren und weniger Zeit.

    Ich würde noch einen Teil zu "Soundvorstellung / Zielvorstellung" machen, sofern Du da entsprechende Erfahrungen hast.
    Aber ich denke schon, dass man sich vor einem Studiobesuch über den Sound Gedanken machen sollte, den man nachher
    erreichen will und das man in Rücksprache mit dem Mann an Mikrofon und Mischpult sich dann auch entsprechend vorbereiten
    kann und sollte.


    Im Prinzip bin ich bei Dir, aber gerade Neulinge haben meistens keinerlei Vorstellung, wie es klingen soll und auch nicht, wie es könnte. Ich arbeite auch des öfteren als Trommelstimmer für unerfahrene Bands im Studio.
    Ich frage nach der Musik, die sie so machen und stimme das Set dann so, dass es aus meiner Sicht dafür funktionieren sollte. Meistens haben sie es vorher nicht mal für möglich gehalten dass das mitgebrachte Set so gut klingen kann.

    Aquarian hat die Serie "American Vintage", die extra weite Fellkragen hat, damit die Felle gut auf alte Trommeln passen, die häufig etwas größere Durchmesser haben, als moderne Trommeln gleicher formaler Größe.

    Die Doku hätte auch im 2DF oder sonstwo laufen können, so hochwertig finde ich sie.
    Der porträtierte Drummer hat wirklich einige interessante Statements von sich gegeben. Er wirkt sehr symphatisch. Das macht die Doku nochmal besser.
    Den Entschluss, nicht seine eigene Musik als Hintergrundmusik zu nutzen, finde ich sehr gut. So hat man immer einen guten Kontrast.


    Volle Zustimmung. Patrick geht sehr reflektiert mit seiner Lebensplanung und seiner Situation als freischaffender Musiker um.

    pbu: Vielen Dank! :)


    Zitat

    Ich find das jetzt alles gar nicht so arg jazzig


    Die Chance dort zu spielen hat sich einfach so ergeben und die haben wir ergriffen - irgendwie ist doch alles Jazz, oder nicht ? ;)


    Hier ist unsere Stoner-Nummer:
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    Ahh, schade, die Ansage vom Sänger hätte ich gern noch gehört ;)


    :D Hier wäre es grad gegangen, aber sonst spricht der Sänger eher selten ins Mikro, meist macht der Basser die Ansagen.


    Hier noch ein Video:
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    Mit großer Verzögerung, bedingt durch den Poststreik, nun ein erstes Video:
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    Schlagzeuger, die mich geprägt haben und/oder deren Spiel ich in irgendeiner Weise inspirierend, mitreißend oder vorbildlich finde:


    Wolfgang Haffner: kann alles, spielt wenig, groovt wie sau
    Nicke Andersson: groovt in einem Genre, dass das eigentlich nicht zwingend braucht
    Tim Alexander: Groove, Dynamik, Ideen.....
    Boris Williams: kann Atmoshäre schaffen
    David Garibaldi: Groove und Frickel-König
    Richie Stevens: Groove
    Steve Jordan: der "weniger ist mehr"-Groover
    John Bonham: muss man nix zu scheiebn
    Amery Smith: fetter Groove und schnell
    Steve Gadd: muss man auch nix zu schreiben
    Oli Rubow: sehr sparsam, auf den Punkt und extrem ideenreich
    Vinnie Paul: hat ein ganzes Genre geprägt


    u.v.m.

    Hmm, ich habe einen Haufen alter Kataloge in digitalisierter Form, aber leider fehlen die Jahre 1970 und 1971.
    1972 kamen die typischen Pearl-Böckchen auf den Markt, die sehr oft von Billigherstellern kopiert wurden. Die mit dem Bügeleisen-Design in dem Bild sind davor verbaut worden, also könnte von daher die Jahreszahl stimmen. Im 1969er Katalog ist der Badge noch ein Schriftzug aus Metall ohne vollflächige Kunststoffplatte. Der Badge aus dem Bild ist also jünger, wurde aber bis etwa 1979 verwendet.


    Du hast das Gatzen Video aber angeschaut oder? Da macht die Einstecktiefe trotz Freischwingsystem einen wesentlichen Unterschied.


    Das Gatzen Video hab ich vor zehn Jahren mal angeschaut und kann keine Details mehr erinnern.


    Was ich aber weiß ist: entweder hab ich ein Freischwingsystem, das tatsächlich stark entkoppelt - oder eins das nur so tut als ob. Im ersten Fall ist die Einstecktiefe nahezu unerheblich, im 2. spielt sie eine Rolle. Ohne Kopplung kein Einfluss auf das Schwingverhalten, das sagt die Physik.
    Genauer: es kommt auf die mechanische Impedanz der Anordnung an.


    Zitat aus Ingolf Bork "Schwingungen und Schallabstrahlung von Trommeln "


    Bei der l.Hauptschwingung, die für den Grundton des Trommelklangs verantwortlich ist, führen beide Felle Parallelbewegungen gleicher Amplitude aus. Dies hat zur Folge, daß der Vom Schlagfell abgestrahlte Schall gegenphasig zu dem des Resonanzfells ist. Die Trommel stellt damit für diese Schwingungsform einen Strahler 1.Ordnung mit dipolartiger Richtcharakteristik dar. Wie beim Lautsprecher ohne Schallwand wird dann in der Ebene zwischen den beiden Fellen kein Schalldruck erzeugt. Abb.Za zeigt die in einer Ebene durch die Mittelachse der Trommel gemessene Richtcharakteristik mit einer Pegelabsenkung um etwa 18 dB seitlich der Trommel. Die Schärfe dieses Schalldruckminimums ist abhängig von der Abstimmung der Felle: wird eines der beiden Felle auf eine höhere Frequenz abgestimmt, so verringert sich dessen Schwingungsamplitude und es kann keine vollständige Auslöschung mehr erreicht werden. Dieser Fall ist in Abb.Zb wiedergegeben, wobei hier das Resonanzfell (im Bild unten) höher abgestimmt wurde. Für die Mikrofonaufnahmetechnik ergeben sich hieraus bereits
    wichtige Konsequenzen: Soll der Grundton gut übertragen werden, darf das Mikrofon bei gleicher Abstimmung der beiden Felle nicht neben der Trommel aufgestellt werden sondern besser vor einem der Felle. Bei der Verwendung mehrerer Mikrofone ist zu beachten, daß nicht Schallanteile von Schlag- und Resonanzfell zusammengemischt werden, da die umgekehrte Phasenlage bei der Summenbildung am Mischpult zu Auslöschungen führen kann. Dies gilt ebenso für die Trommel ohne Resonanzfell, die sich in der Grundschwingung ähnlich verhält wie eine Trommel mit zwei Fellen gleicher Abstimmung (Abb.Zc) Hierbei wirkt die im offenen Ende des Kessels schwingende Luftmasse wie eine zweites Fell, jedoch ohne die federnde Wirkung der Randeinspannung. Daher sinkt die Grundtonfrequenz bei Entfernung des Resonanzfells um etwa 10%. Da das Abstrahlverhalten nicht durch Verstimmung eines zweiten Felles beeinflußt werden kann, ergibt sich bei der Trommel ohne Resonanzfell immer eine Auslöschung in der Mittenebene. Entscheidend für das Klangvolumen einer Trommel ist die Ausklingzeit des Grundtons. Sie wird in erster Linie durch den Strahlungswiderstand der Felle bestimmt und ist damit in starkem Maße von der Abstimmung abhängig. Da der Strahlungswiderstand eines Strahlers l.Ordnung mit der 4.Potenz der Frequenz wächst,steigt auch die abgegebene Schalleistung entsprechend, wodurch die verfügbare Schwingungsenergie schneller verbraucht wird. Die Messung an einem 13"x13" Tomtom ergab den in Abb.3 wiedergegebenen Zusammenhang zwischen Grundtonfrequenz und Ausklingzeit im Bereich von 90 bis 130 Hz. Man erkennt, daß bei Erhöhung der Grundfrequenz um 10 Hz die Ausklingzeit um etwa 1,2s abnimmt.


    Das Ausklingverhalten hängt aber nicht allein von der Abstimmung ab, sondern kann auch durch die Art der Befestigung auf dem Stativ erheblich beeinträchtigt werden. Da durch die parallelen Fellbewegungen in der l.Hauptschwingung eine Kraft auf das Stativ ausgeübt wird, findet hier eine Energieübertragung statt, die von der mechanischen Eingangsimpedanz des Stativs bei der Grundtonfrequenz der Trommel abhängig ist. Im Frequenzbereich einer Stativresonanz kann sich die Grundtonausklingzeit daher mit der Position des Trommelkessels auf der Stativachse ändern, da hierdurch die Resonanzfrequenz des Stativs verstimmt wird. In Abb.4 ist diese Abhängigkeit für 13"x13" Tomtoms mit unterschiedlichen Kesselmaterialien dargestellt. Man erkennt, daß die starke Verringerung der Ausklingzeit nicht nur von der Position, sondern auch vom Material insbesondere dem Gewicht des Kessels abhängt. Dies wird deutlich durch eine Meßreihe, bei der ein Kessel mit Bleigewichten beschwert wurde: durch das hohe Gewicht wird das Stativ so tief abgestimmt, dass kaum noch ein Einfluss des
    Befestigungsortes festgestellt werden kann.


    Dazu aus dem Lexikon der Physik:
    Kopplungsgrad, Bezeichnung für die Stärke einer Wechselwirkung, die nachträglich in ein System zweier oder mehrerer physikalischer Teilsysteme eingeführt wird. Die Teilsysteme sind dabei zunächst als freie Teilsysteme definiert und können auch als solche existieren. Ein Beispiel für ein solches System stellt das gekoppelte Pendel dar (Pendel), bei dem zwei Pendel durch eine Feder der Federkonstanten k verbunden werden. Dies führt zu einem zusätzlichem Term
    k*(x1-x2)
    in den Bewegungsgleichungen, der die zusätzliche Kraft auf die Pendel beschreibt (x1,2: Auslenkungen der beiden Pendel). In den Bewegungsgleichungen wird der Kopplungsgrad durch den Kopplungskoeffizienten berücksichtigt. Er entspricht in diesem Fall der Federkonstanten k.


    Copyright 1998 Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg


    k ist eine Zahl zwischen 0 und 1 ( 0 < k <1 ). Wenn man sich die Wirkung einer wirksamen Freischwingaufhängung auf die Schwingungsverhältnisse vorstellt, bedeutet diese durch einen sehr kleinen Kopplungskoeffizienten eine starke Erhöhung der oben erwähnten Eingangsimpedanz. In der Folge kann nur wenig Energie von der Trommel auf das Stativ übertragen werden.

    dass das Problem mit der Position auf dem Tom Arm zusammenhängen kann.


    Ja, dazu gibt es eine eine Abhandlung von Ingolf Bork, in der das Ausschwingverhalten in Abhängigkeit von der Einstecktiefe untersucht wird. Der Zusammenhang trifft aber nur auf Trommeln ohne Freischwingaufhängung zu, die, wenn vorhanden, Trommel und Arm so weit entkoppeln, dass die Position auf dem Arm keine Rolle mehr spielt.