Beiträge von Marcus

    Aaaaaalso,


    am Wochenende habe ich beim Drummer nebenan eine kleine Testreihe durchgeführt. Er selbst spielt ein Pearl ELX mit nachgerüsteten Optimounts und 1,6mm Hoops, meinereiner SRX mit I.S.S. und 2,3mm SuperHoops. Ich wollte testen, inwiefern sich die beiden Freischwingkonzepte auf den Sound eines 10x10 Toms auswirken. Meine Befürchtung war nämlich, dass sich der Spannreifen unter dem Gewicht des Toms verwindet und somit die Stimmung beeinflusst. Fazit: Hätte ich den Test mit verbundenen Augen durchgeführt, wäre mir wahrscheinlich kein Unterschied aufgefallen, allerdings bilde ich mir ein, dass das Sustain bei montiertem Optimount etwas kürzer ausfiel als beim I.S.S. Eine genaue Aussage ist aber schon aufgrund des nötigen "Fell-Abnehmens" bei der Montage des Optimounts unmöglich. Im Fall des ELX mit 1,6mm Hoops ist beim Optimount eine deutliche Verbesserung gegenüber dem ISS erkennbar. Dies wurde noch deutlicher, nachdem wir das Tom mit einer Stickbag beschwert hatten. Aus diesem Grund hat der Gute auch das serienmäßige ISS gegen Optimounts getauscht. Bei meinem SRX mit 2,3mm Hoops ist dieser Tausch meiner Meinung nach unnötig.


    Zitat

    das Gewicht liegt (beim Optimount) auf den unteren beiden Böckchen


    Stimmt,
    aber mir fiel auf, dass das Optimount konstruktiv nicht weit von einer normalen Tomhalterung entfernt ist, mit dem Unterschied, dass auf das Loch im Kessel verzichtet werden kann. Betrachtet man sich nämlich einmal den "Verlauf" der Schwingungsübertragung, so fällt auf, dass auch beim Optimount die Kesselschwingung über die beiden unteren Spannböckchen / Stimmschrauben / Gummipuffer auf die Tomhalterung übertragen werden. Der Gummipuffer wird zwar einiges weg dämpfen, als Freischwingsystem würde ich es aber nicht bezeichnen.


    Lange Rede, wenig Sinn:
    Ich bleibe bei meinen ISS, hätte ich ein EX oder ELX würde ich auf Optimount umrüsten.


    Gruß
    Marcus

    Es wäre zwar ein bemerkenswerter Meilenstein für unsere Zunft gewesen, aber die "Erfindung" der Polyrhythmik ist mit Sicherheit nicht auf einen der o.g. Zeitgenossen zurückzuführen.
    Polyrhthmik findest du unter anderem in zahlreichen klassischen (=uralten) Kompositionen, wie auch in vielen ethnischen Musikrichtungen.


    Gruß
    Marcus

    Es sind ganz gewöhnliche Rototom-Rahmen auf einer Hi-Hat montiert. Bozzio benutzt sie zum einen als "Bell", indem er sie im offenen Zustand anschlägt, zum anderen als getretene Hi-Hat, wodurch ein sehr markanter "Chick" entsteht.

    ...und ob das den Klang beeinflusst! Das ganze ist so montiert, dass das Becken nach dem Anschlagen in dem Roto-Unterteil herumdengelt, wodurch es a.) ziemlich schnell ausklingt und b.) einen sehr trashigen Sound verursacht. Man stelle sich das ganze wie eine halboffene Hi-Hat vor, in diesem Fall als Hardcore-Version :D

    Weiss nicht, ob' ihnen weh tut.
    Aber mir tut's jedes Mal ein bisschen in der Seele weh, wenn ich solche Symetrie-Fetischisten sehe... (Terry, ich will ein Kind von dir!!!)

    Spoxes nennt man sowas. Das sind die Unterteile von Rototoms gepaart mit einem China. Terry Bozzio ist meines Wissens nach der Urheber dieser Teile...


    Gruß
    Marcus

    @00 Schneider


    Ich verstehe nicht ganz: Das Optimount ist doch eine absolut (Kessel-)berührungsfreie Konstruktion, die Rims hingegen besitzen hingegen alle diesen Gummipuffer, der am Kessel anliegt, oder?
    Klar ist, dass auch das Optimountsystem einen geringen Einfluß auf das Schwingungsverhalten hat, aber ganz ohne geht's nunmal nicht.
    Also gut: Ich werde am Wochenende mein charmantes Lächeln aufsetzen (wobei das aber nur bei dir richtig funktioniert, Schneider-Schatzi!) und auf große Testreise gehen.
    By the way: Meine Lieblings-Lustig-Farbe ist schwarz!


    Grüße
    Marcus

    Holle
    Bei "unten" montierten Rims wandert die Trommel aber nach oben, und genau das will der Gute ja nicht!
    Ballrooms Vorschlag mit dem kopfüber montierten Haltearm in Verbindung mit "oben" montierten Rims ist die demnach die einzige Möglichkeit.


    Bei der Position der Ständerfüße hat sich die "Ein-Fuß-direkt-unter-dem-Tom"-Lösung am stabilsten erwiesen. Nach Möglichkeit solltest du das Tom nicht genau über den Zwischenraum zweier Füßen hängen. (logisch, oder?)

    Danke für den Tip, Philipp,
    aber der Weisheit letzter Schluss ist dieser thread leider auch nicht.
    In einem anderen Forum äussert sich unser lieber Herr Schneider positiv über die Bowmounts, die bei MP angeboten werden (obwohl die von Magnum sind!).
    Wie funktionieren die genau? Ich nehme an, es handelt sich hierbei um das klassische Rims-System, bei dem der Ring lose in mehrere Stimmschrauben auf einer Seite eingefädelt wird... ?(

    Möchte diesen Thread mal nach oben schieben, weil er zwar meine Frage beinhaltet aber nur ansatzweise beantwortet:


    Meine 10/12/14 Pearl SRX-Toms mit 2,3mm Spannreifen sind alle mit I.S.S. ausgerüstet und genau das ist vermutlich die Ursache für mein Problem. Nach meinem Ermessen ist ein 14" Tom viel zu schwer, um ein Verwinden des Spannreifens auszuschließen, was sich wiederum in einem seltsamen Klang/Sustainverhalten des Toms bemerkbar macht. Auch das ordentliche Stimmen ist im aufgehängten Zustand schwerer als im unmontierten Zustand. Mittlerweile bin ich dazu übergegangen, das I.S.S. am Reso-Spannreifen zu montieren, was sich auch in einer geringen Verbesserung des Sounds ausgezahlt hat.
    Ich bin derzeit auf der Suche nach einer Alternative und habe bislang Bowmounts, Purecussion Rims und vor allem das Pearl-Optimount System in die engere Auswahl genommen.
    Wer kann mir genaueres zur Verarbeitung, Handling und vor allem Soundbeeinflussung dieser Systeme sagen bzw. wer hat(te) ähnliche Probleme mit dem I.S.S. und ist nach einem Wechsel zufriedener?


    Danke für eure Antworten!
    Marcus

    Irgendeiner aus Maceo Parkers Kapelle hat mal den Spruch "Funk is, what you NOT play!" vom Stapel gelassen. Gefällt mir...