Beiträge von Lite-MB

    hallo Jürgen ich stimme weitestgehend mit Dir überein - ...einschließlich der Psyche, dem Alter und den Räumlichkeiten ;( :D


    mein 2002er liegt aber in einer ganz anderen Kategorie, ich hatte damals noch Zugang zu einem Werkstoff-Labor an einer Hochschule, wir haben das Becken auf (Quer-)Risse untersucht, weil das damals als die wahrscheinlichste Quelle dieser Veränderung anzusehen war. Wir haben nichts gefunden, weder mit den üblichen Sauerei-Methoden noch mit Röntgen.


    Die Veränderungen waren überdeutlich, zumal sich die "Reverenz-Becken" (alte Aveden) nicht verändert haben. Das ging quasi vom Wohlklang zum Trash und auch wieder zurück, und das innerhalb von 15 Jahren zweimal...!

    ... Gibt es denn schon eine plausible Erklärung, daß sich das Paiste in kurzer Zeit so schnell wandelt? ...


    Es gibt keine plausible Erklärung, zu Hause habe ich einen Studio-ähnlichen Proberaum mit immer nahezu gleichen (Aufnahme-)Bedingungen.
    Bei ersten mal hatte ich das sogar dokumentiert, aber das Band ist inzwischen verschollen.


    Ein Vertreter von Paiste hat aufs heftigste bestritten, das die zusammengeschnittenen Schnipsel im Zeitraffer ein und das selbe Becken sein könnte - und wenn, dann schon gar keines von Paiste...


    Im Prinzip sagt mir jeder: ES KANN NICHT SEIN...

    wahrscheinlich gibts noch einen... - ich erinnere mich, folgendes schon mal geschrieben zu haben.


    Meine alten bis noch älteren Aveden die scheinen mir immer gleich zu klingen, wenn sie sich verändern, dann so schleichend, daß meine Ohren "mitgehen".


    Ganz anders ein Paiste 2002 Medium 18" (ca. 1977/78 neu gekauft - schwarzes Label), das klingt im Augenblick mal wieder genial, hatte aber auch schon zwei Phasen mit radikalem Soundwandel in denen es extrem mies geklungen hat. Diese Soundveränderung war deutlich über relativ kurze Zeit (vielleicht halbes Jahr) recht gravierend.
    Beim ersten Mal habe ich es nicht übers Herz gebracht, es wegzuschmeißen und habs zum Üben weiterhin gespielt, nach einiger Zeit hat sich der Sound wieder verändert, klang danach anders als zuvor, aber immer noch nach 2002. Beim zweiten Mal kannte ich das schon und habs einfach aus dem Live-Set genommen und wieder nur zum Üben eingesetzt.
    Momentan klingt es wieder richtig toll, ist schlecht zu vergleichen, aber so ausgeglichen wars wahrscheinlich noch nie...?!

    wir haben das auch immer Bandintern gemacht, aber trotzdem bezahlt - das schafft auf der einen Seite schon ein bissel Anreiz, und auf der anderen Seite etwas Verpflichtung, das auch gut und richtig zu machen!


    ...und ist ja auch eine kleine Anerkennung/Unkostendeckung für den Aufwand/Zeit, den man investieren muß. Der Satz lag meist Gage abzüglich Spesen, dann davon 10% für den "Booker". Verdient im eigentlichen Sinne hat man daran nichts, aber auch nichts draufgelegt.

    ... Sollte eigentlich kein Problem sein und zu hohe Nietenköpfe lassen sich flachschleifen ...


    Es ist ein Problem! Wer die Niete nicht so hinkriegt, hat keine Chance auf Nacharbeit - da der Kopf versenkt ist, kann er nicht abgeschliffen werden, auch mit einem Fräser geht nichts, weil man die Niet nicht gegen Verdrehen festhalten kann.


    Und wenn schon Fachbetrieb, dann einen Feinwerk-Techniker oder Uhrmacher - aber doch um Himmelswillen keinen Schlosser.

    bei dir ist das nicht original!
    Ich habe jetzt gerade mal mit meiner Hilite und meiner PhonicPlus verglichen, bei beiden ist eine Niet verbaut, deren Kopf an der Vorderseite komplett versenkt ist (also innerhalb vom Hebel liegt) und auf der Rückseite nur hauchdünn aufträgt. Axial ist das Niet aber trotzdem lose, aber nur mir ganz minimalem Spiel.


    Ich sehe bei dir keine Niet, sondern Schraube und eine Scheibe - womöglich auch noch eine Mutter auf der Rückseite...?
    So kann das gar nicht funktionieren.



    ...deshalb mein Vorschlag, du verkaufst mir das Teil preiswert, da defekt - und ich such mir einen richtig alten Menschen, der noch von Hand Spezialnieten treiben kann. Wenn ich keinen finde habe ich Pech, wenn ich einen finde, dann habe ich endlich eine Original-Abhebung an meiner Phonic 14x6,5"...

    Moigus
    ...ich habe jetzt aber nicht wirklich was anderes geschrieben...!!?


    ich war einige Jahrzehnte Teil dieser Kette, sowohl in Zusammenarbeit von kleinen Firmen, wie dem Mittelstand und auch gelegentlich wirklich großen Läden. In den letzten Jahren sind wir oft als externes Ing.-Büro in solche "Kreisläufe" einbezogen worden, WEIL die internen Systeme sich gegenseitig egalisiert haben und Fehlentwicklungen schlecht bis gar nicht mehr aus eigener Kraft auszubügeln waren.
    Das kann ein richtiger Teufelskreis werden, quasi Zwangs-Spirale nach unten.



    Aber um das deutlich auszudrücken, das sind sehr neutrale Gedanken, die mit SONOR überhaupt gar nichts zu tun haben müssen...

    es ist von hier aus auch nicht zu beurteilen, inwieweit solche Entscheidungen (wie z.B. Präsenz in Musikschulen - die ich auch für wichtig halte!) überhaupt noch bei SONOR getroffen werden oder ob das weiter oben in der Konzernspitze passiert und wenn ja, ob Fachleute für Akkordeonvermarktung (die trad. ganz anders läuft) über den Tellerrand rausblicken können/wollen/müssen...?!

    ... Das sind doch alles bloß Namen für Kostenstellen ...


    Bei größeren Firmen sind das sehr wohl sehr getrennte Abteilungen, man kann nämlich Fehler/Fehlentwicklungen nicht mit dem gleichen System ausmerzen mit dem sie entstanden sind.


    In der Regel hat jemenad eine Idee, die dann ein anderer projektiert, F+E gibt dem ganzen eine Struktur, die Konstruktion arbeitet das detailiert aus - oftmals funktioniert das in mehreren Durchgängen, bis dann Prototypen gebaut werden.


    Ich gehe aber mal davon aus, daß SONOR personell viel zu klein ist, um solche getrennte "Denk-Zentren" zu haben, da wir wohl die Projektierung, F+E, Konstruktion, Erstellung der techn. Unterlagen bei 2-3 Mitarbeitern liegen, die alles machen (müssen)...


    ...weshalb sich Firmen auch sehr schwer tun aus einmal begangenen Irrwegen wieder rauszufinden.

    Die meinen nicht das Druckwerk, sondern das Lager. Ersatzteilversorgung und Service sind eine sehr teure Angelegenheit, wenn man das ordentlich macht, soll heißen, daß man auch nach einigen Jahren noch Ersatzteile für Produkte bekommt, die nicht mehr hergestellt werden. Service kostet richtig Personal und Lager bindet Kapital und "kostet" Zins. Alles nicht so einfach ...


    Aber trotzdem auf gar keinen Fall Aufgabe von Forschung + Entwicklung, wenn überhaupt, dann muß dort dafür gesoregt werden, daß die zu lagernde Teilemenge so klein wie möglich bleibt (Stichwort wäre Mulitfunktional). Beispielsweise nur eine Sorte Spannböckchen für alle Serien und alle Trommel und das 50 Jahre lang...

    auf jeden Fall viel ansprechender als diese leblose Platikplatte und der Effekt der besseren Resonaz/Bodenabstrahlung wird auch gegeben sein. Gleichzeitg auch noch als Hardwarekoffer, den Gedanken finde ich auch nicht schlecht, könnte aber recht schwer werden...


    Den Gewindenstücken im Boden gebe ich allerdings keine große Lebensdauer, wenn die nicht einfach auszutauschen sind, ist das ein Schwachpunkt.



    Für mich wärs nix, ich baue selten zweimal das gleiche auf und muß flexibel reagieren können - das ist wirklich nur für Drummer, die immer die gleichen Trommeln, die gleichen Becken spielen und auch jeden Tag körperlich in der gleichen Verfassung sind.

    ich zitiere mal aus dem Link von 00-Schneider:


    "...Die Schwerpunkte im Bereich Forschung & Entwicklung lagen bei der Konzeption neuer Glockenspielmodelle,
    der Entwicklung eines neuen Memory Clamp Systems für die Hardware 600 sowie bei
    der Erstellung eines neuen Ersatzteilkataloges. Darüber hinaus hat SONOR mit der generellen Überarbeitung
    der Produktpalette im Bereich des Orffschen Instrumentariums begonnen...."


    Da kann es doch nur aufwärtsgehen!
    Toll, wenn sich jetzt schon die F+E mit Ersatzteilkatalogen beschäftigt - vielleicht sogar die Seitenzahlen neu entwickelt...?!
    Man darf auf jeden Fall gespannt sein!



    Weiß eigentlich jemand, wo Horst Link Erdhügel aufwirft, wenn er im Grab rotiert?

    Didi, ich denke, das siehst du etwas zu eng - für ein Musikstudium, erst recht für ein Jazzstudium hast du auf jeden Fall mehr als Recht, da sollten andere Kaliber kommen.



    ... Aufnahmeprüfung für den Studiengang "Bild und Ton" in Düsseldorf ...


    ...aber hier kommt Musik während dem Studium u.a. vor, ich würde da auch bei "bewährtem" Material bleiben, viel wichtiger ist doch, daß er sicher durch die Form kommt, daß er musikalisch was beizutragen hat, sinnvolle Fours zum Song spielen kann, daß das Timing paßt...
    Rein gefühlsmäßig glaube ich sowieso, daß der ausnotierte Wilcox vorrangig bewertet wird.