wenn ich mir all das zeugs draufschaffen würde, welches in büchern geschrieben steht, ich muss es ja nur genügend üben, würde mir das musizieren keine freude mehr bereiten. irgendwann willst du das geübte dann ja auch einsetzen. welche stelle die richtige für das irgendwann geübte ist, steht aber in keinem dieser bücher - weil es diese stelle nicht gibt.
ich kann meinen mangelden output nicht durch input von aussen kompensieren.
wenn ich nichts zu sagen habe, nützt mir das beste rethorikseminar nichts. es wird nur brilliant in szene gesetztes geschwafel dabei herauskommen.
das alles lässt sich auf tausend bereiche des lebens übertragen: es wird viel geredet ohne das was gesagt wird.
ich bin kein kreativer schlagzeuger. soll ich mich jetzt umbringen, mit der trommelei aufhören nach 25 jahren, mir ehrgeiz oder gar mehr interesse daran einreden und mich vors pad setzen um... ja warum denn?
der bereich schlagzeug deckt ca. 15% meiner freizeitinteressen ab.
ich hab nie angeln geübt. ich hab auch nie motorradfahren geübt. ich hab auch nie geübt in den urlaub zu fahren. ich hab auch nie geübt spass am leben zu haben. ich hab auch keine kochschule besucht - und ich koche wirklich gerne.
was soll also dieser stress am schlagzeug!?
ich hab immer schlagzeug gespielt, weil es mir bock gemacht hat. und bock macht es mir auch heute noch in ner band zu spielen.
ich mach das bis ich keinen bock mehr darauf habe nach der amtlichen 2 und 4, sowie 1 und 3 zu fahnden.
das ist die herausforderung für mich - und bei meinem arbeitstempo kann das nochmal 20 jahre dauern. ich hoffe, daß ich sie nie finden werde!
der weg ist viel interesannter als das ziel, ausser man hat dünnschiss und ist auf dem weg zum klo.
in diesem sinne.