Beiträge von Drumstudio1

    Hallo Schoppe


    Thanks. :thumbup:


    Tatsächlich fiel mir schon am Donnerstag auf, dass man bei der Tiefe insbesondere nicht die nackten Gerätemaße/Kennwerte als Grundlage nehmen darf sondern noch etwaige Klinkenstecker/XLR nebst "Kabelüberhang" etc. alles das was im laufenden Betrieb übersteht, bedenken muß. Also vor einem Erwerb ganz konkret nachgemessen werden muß, welche reale! Tiefe im Betrieb durch welches Gerät entsteht.


    Trotzdem nochmal danke für Deinen Hinweis, denn ich wollte diese Geräte keinesfalls per se für Musiker empfehlen. Mir fällt nur seit einigen Jahren auf, dass viele Serverschränke mir optisch viel besser gefallen als die Mehrzahl bis alle! (der bezahlbaren) Musikerracks. Und manchmal findet man auch No-Name-Serverschränke, die wesentlich günstiger sind, als annähernd geschlossene bzw. annähernd gut aussende (Hi-End) Studioequipment-Schränke für Tonstudios.
    Die bezahlbaren Flightcase-Designs hingegen, mochte ich nie!


    Transportiert werden soll das Gerät (bei mir) nie. Es soll in einem Raum dauerhaft installiert verweilen.

    Stimmt, den Link hattest Du mir schon mal zukommen lassen.


    Ich liebe aber Lösungen eines Herstellers in einem Gerät und nach dem die X32 Preise sich vor wenigen Jahren irgendwie unten eingependelt hatten, hoffe ich seit 2 Jahren auf eine Lösung des Herstellers selbst, die vielleicht nicht nennenswert teurer ist, als die jetzigen Geräte. Aber das X32 (oder gar eine neue Version dessen) massiv ausreizt ;-).



    Und selbst beim 400 + X teuren Cymatik add-on wird ja die zuweilen die umständliche/rudimentäre Benutzerführung kritisiert. Ob da das Banana wirklich so viel besser ist?


    Trotzdem hast Du nicht unrecht. Es toll zu wissen, dass es so günstig gehen kann. :thumbup:

    Mache ich einen Denkfehler, oder könnte man diesen (oder vergleichbare) 19" Serverschränke auch für 19" Musikerequipment (Mischpulte, Effektgeräte Harddiskrecorder bzw. weitere Geräte des Musikerbedarfs mit geringer Wärmeentwicklung ) nutzen bzw. jene darin montieren?


    Wenn ich eines der Bilder richtig deute, sind auf Deckelseite noch 2 vorgestanzte Bleche, die man öffnen/"eindrücken2 könnte, wenn man mehr "Ausgangsfläche für Kabelquerschnitte etc. braucht


    https://www.amazon.de/Serversc…words=serverschrank+19%22

    Ich warte seit Jahren! auf ein kompaktes aber möglichst für Drumrecordings flexibles Mischpult mit der Möglichkeit auch Mehrspuraufnahmen! (ohne PC Anbindung etc.) intern auf USB-Stick oder SD-Card aufnehmen zu können.


    Bislang konnte das Behringer X32 lediglich eine Stereosumme (2 Spur) auf USB-Stick ziehen.
    Oder man mußte für ca. 420 - 500 Euro Zusatzhardware von Cymatic kaufen die am X32 angedockt wurde (aber angeblich gewisse Einschränkungen bot?).
    Letzteres erschien mir persönlich dann im Gesamtpreis! mit dem Behringer zu teuer.


    So zögtere ich ein ums andere Jahr den Kauf eines X32 hinaus... in der Hoffnung, dass sich Behringer selbst des Themas annimmt.


    Ich möchte keine Gerüchte verbreiten aber vor 4-5 Tagen las ich sehr aktuelle Hinweise im Web, es könnte da bald etwas neues von Behringer selbst! kommen.


    Somit warte ich nun noch... uff... Geduld ist eine Tugend... ein paar weitere Wochen/Monate bis klar ist, ob es bezahlbar X32-Mischpulttechnik plus! Mehrspuraufnahme auf USB oder SD gibt.


    https://www.gearnews.com/behringer-x32-sd-card-recording/


    Vielleicht kann diese Info oder Geduld für jene hilfreich sein, die ganz aktuell vor der Frage des Kaufs von bisherigen Geräten/Systemen stehen?

    Zitat

    Ach ja, Gerald . . . das Geschreibsel ist mal wieder eine "Gehirnweide" :thumbup:


    Danke! :thumbup:


    at Trommla
    Ganz übersehen:

    Zitat


    Bin aber einigermaßen überrascht, dass es deiner Erfahrung nach gar so viele Grobmotoriker unter uns gibt.


    Es gibt massig (auch erfahrene Drummer) die im Handling grobe Fehler machen. Deswegen der Thread, den ich schon jahrelang starten wollte. Diverse Kollegen kennen die Stories (auch meine... mit dem dicken Finger... hahaha) sowieso. Die 2 Materialverluste in einer Woche brachten dann den letzten Impuls für mich 2017 dafür in Threadform zu nutzen.


    "Grobmotoriker" scheint zunächst eine naheliegende Erklärung zu sein, ist aber meiner Einschätzung nach eine eher unzureichende Vereinfachung. Für wenige gilt das sicher. Viele sind aber überdurchschnittlich bis hochsportlich! und ihnen "passiert" das auch. Es sind meiner Erfahrung nach 3 andere Faktoren maßgeblich beteiligt:
    1.) Zu wenig Wissen über die "Materialgrenzen". Also ein falscher Glauben "dass muß! das noch aushalten können" wo ich schon längst den Kopf schüttel und "halt" rufe.


    2.) Nicht die differenzierte Wahrnehmung für "soeben ging gerade fühl- und teilweise hörbar etwas kaputt".


    3.) Suboptimale bzw. naiv-archaische Sozialisationsbedingungen (die ich auch noch bestens selbst erinnere): "fest zupacken Junge, sonst bist Du ein Weichei".
    (kleiner Wink: keine einzige Kollegin oder Drumschülerin hat jemals in meiner Anwesenheit etwas geschrottet).


    Aber für diese Dinge kann man sensibilisieren. Deswegen der Thread und erst recht im echten Leben, kann man Hilfestellung geben.


    Noch ein Detail-Hinweis um sicherzugehen, da es vielleicht mißverständlich erscheinen könnte:
    Viele Ausfälle verursachen wir selbst durch massive Fehlanwendung. Siehe Grund bzw. Motivation für diesen Thread!


    Ich listete oben aber bewußt 2 verschiedene Bilder bzw. Beispielbereiche.
    Bild 1 zeigt Ausfälle die in meiner Anwesenheit (trotz Aufforderungen wie "Vorsicht, leicht anziehen reicht!" ) durch Fehlanwendung von Kollegen zerstört wurden. So hätte man jedes bzw,. nahezu jedes handelsübliche Teil mir bekannter Hersteller zerstören können. Wenn eine Memoryklammer an einem Mittelrohr schon recht stramm anliegt, dann ist eine ganze weitere Schraubenumdrehung eigentlich ausgeschlossen. OK, es könnte allenfalls noch das Mittelrohr "verjüngt" werden... aber an irgendeienr Stelle werden materialtechnische "Folgen" auftreten, dies zu versuchen. :D ;)


    Bild 2 zeigt aber eher systematische Fehler bei einem Produkt. Also systematische Material- oder Herstellungs- oder Engineering-Fehler von Produktgruppen die hochwahrscheinlich! zur Dysfunktionalität führen werden/müssen. Aber selbst bei diesen! kann man manchmal durch softeren Umgang das Überleben der Hardware (zumindest) zeitlich etwas verlängern. Bei den ersten (frühen) Produktionen der 900 Serie konnte man das Inlay der Hihats, Snare-Stative und Beckenständer durch soften Umgang zumindest im Leben etwas verlängern.


    Deswegen lohnt (erst recht wenn Garantie/Rückgabe-fristen um sind) softerer Umgang fast immer!

    Edits: only Buchstabendreher

    Zitat

    Ansonsten könnte man auch mehrere Hi-Hat-Maschinen vorgeschraubt in verschiedenen Größen bereit stellen,


    Und Snareständer, und Cymbalstands, Drumhocker etc. etc. nicht vergessen.


    Nein, dass übersteigt dann schon platztechnisch meine Möglichkeiten, befürchte ich :D .


    Die Verluste treten wie oben erwähnt ja überall auf, wo Flügelschrauben "zu maskulin zugedreht" werden.

    Zitat

    Die angehängten Fotos erinnern mich leider eher an impressionistische Gemälde, erkennen kann ich wenig.


    :D


    Zur Ehrenrettung meiner "Kunst" ;) :
    Ein defektes Gewinde kann man/ich von außen nicht fotografieren.
    Die Bilder sollen lediglich zeigen wo (örtlich) die Verluste auftraten. Ich hätte viele weitere Stellen (wo Verluste auftraten) fotographieren können.


    Die schwarzen Inlays (Bild 2) kennt nahezu jeder Besitzer von 900-Hardware der ersten Generation (Einführungszeit der Vision-Serie). Auch da diente das Bild nur der Veranschaulichung für die Besitzer des Zeugs (wo die Inalys sitzen). Es gehen dann Risse durch den Kunststoff (ausgehend vom Druck der Flügelschraube zum Inlay).

    Alles macht einen Sinn, alles was jemals geschrieben wurde – so bizarr es für andere zunächst auch wirken mag - macht wahrscheinlich Sinn, wenn! man die jeweilige Biographie oder die Lebensumstände des Schreibers berücksichtigt. So macht womöglich auch die Threadüberschrift irgendeinen Sinn ;)


    Wem der pseudo-medizinische Teil zu langatmig ist, der springt besser jetzt vom blauen Text-Teil zum schwarzen weiter unten.


    Ein paar Jahre zurück in der Zeitrechnung...
    Eines Tages war (m)ein Finger dick. Ein paar Tage darauf wieder. Ich maß dem zunächst keine besondere Bedeutung zu. Manchmal war er auch deutlich röter als üblich. Manchmal meinte ich fast leichte Blautöne auszumachen. Nichts genaues weiß man nicht. Die Farblehre ist zuweilen stimmungsabhängig - vielleicht irrte ich mich auch. Irgendwann fand ich aber, dass (m)ein Finger früher wirklich! objektiv kleiner war bzw. von den Proportionen ehemals wirklich! anders aussah. Weitere Tage vergingen. Ich ertappte mich nun dabei manchmal scherzhaft zu sagen „mein Finger ist bald Pornofilm-tauglich“ und ähnliches. Nur ich konnte mir abseits des bizarren Humors das Anschwellen nicht erklären. Erste Vermutungen waren Temperatureffekte. Wenn es kälter wird, ändern Finger häufig die Farbe. Aber die Schwellung? Schmerzen hatte ich keine! Das "Feel" des Fingers schien etwas anders...


    Dann kam mir der vorsichtige Verdacht ob es etwas mit den vielen Drumaufbauten, den unzähligen Schraubvorgängen zu tun hat, die ich fast täglich vollführe. Ich teste so unendlich viele Drumsets seit vielen Jahren, baue zig Zeug für Kollegen und Schüler auf, bastel` auch gerne mit kuriosen Setaufbauten herum. Da können Stunden Tags- oder Nachts wie im Fluge vergehen. „Das Drumset ist der Baukasten des Erwachsenen“, hat mal ein weiser Mann gesagt. Bei mir ist genau dies der Fall. Es macht mir Freude. Aber natürlich wird dadurch der Körper, insbesondere die Finger massiv (über)beansprucht. Die unzähligen Schraubvorgänge, Flügelschrauben anziehen, Stimmschrauben anziehen etc. etc. all das bewerkestelligte ich alles mit rechts. Immer! Und ich trommel zeitlich dazwischen ja auch noch. Zwar sehr entspannt, aber natürlich werden da Finger auch eingesetzt bzw. beansprucht.


    Konnte das Dickerwerden des Fingers mit einer Überbeanspruchung zu tun haben? Oder doch eher ein kälterelevantes, rheuma-artiges Symptom/Syndrom? oder konnten etwaige sonstige von mir noch nicht bedachte Ursachen vorliegen? Fragen über Fragen.


    Viele wissen es nicht: ich bin brutaler Pessimist, wenn mir jemand sagt: “unsere friedliche Wertegemeinschaft wird im Chaos versinken“ sage ich: „noch viel früher als Du glaubst!“


    Vom Hausarzt war dann recht klar formuliert: einen Spezialisten aufsuchen. Dieser Termin beim Facharzt dauerte leider etwas. Ich wollte bis dahin mein bestens tun, und begann nun rechts Schrauben nur noch sehr soft anzuziehen und teilweise auch die linke Hand im Wechsel (ebenso soft) zum Einsatz zu bringen – um eine (weitere) Überbeanspruchung auszuschließen. Bereits viele Jahre zuvor war ich auf etwas softeres Anziehen gegenüber meiner Jugend übergegangen. Dazu unten nochmal mehr.


    Nie vergessen werde ich den Satz just einen Tag vor dem Facharztbesuch (nochmals: ich bin eigentlich Pessimist) den ich grinsend zu meiner Partnerin sagte:
    „Naja, amputieren werden sie mir den Finger nicht!“


    Es war (zumindest in meinem selbstverliebten Ohr) eine Killerpointe und ich mußte noch mehrfach darüber lachen.
    Seit dem sehr viel softeren Anziehen der Schrauben und dem öfteren abwechseln mit der linken Hand, fand ich, dass es bis es zum Arzttermin kam, der Finger nur noch etwas dicker war als früher im Normalzustand. Ich erkannte den Unterschied zum ehemaligen Normalfinger durchaus noch und war sicher ein Spezialist wird das auch erkennen, glaubte aber mit dem Schonen der Hand den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Er war nicht mehr so deutlich verändert.


    Ich kürze nun etwas ab. Es kam in der Klinik zunächst zu diversen Vor-Untersuchungen mit einer bildungsfernen medizinisch-technischen Verschwörungstheorie-geschwängerten paranoiker-nahen Angestellten mit tief verinnerlichtem Benachteiligungsskript, wo auch mein geduldigstes und zigfaches Gegenargumentieren nicht half, aber dann untersuchte endlich der wirklich nette Facharzt meine Hand (der sicher von der unheilvollen „Glaubenslehre“ seiner Mitarbeiterin und ihrer politischen Gesinnung die ein menschenverachtender Mix aus RAF- und NSDAP-Doktrin war, nix wußte).


    Ohne allzuviel meiner Vorgeschichte (auch nicht! meinen Humor zu kennen) sagte er nach einigen Minuten des (u.a. Ultraschall)-Untersuchens:
    „Also die Gute Nachricht: wir müssen nicht amputieren.“


    Jetzt dachte ich, nach den bizarren Thesen der medizinisch-technischen Angestellten im vorherigen Untersuchungszimmer und nun dem anderen Setting mit dem netten Arzt aber diesem heftigen Satz: jetzt fehlt eigentlich nur noch ein Pfleger der in den Raum tritt und mir eine Zwangsjacke anlegt. Es wurde nun wirklich etwas surreal für mein Empfinden. Ich denke seither manchmal: für Arztbesuche muß man kerngesund sein, sonst wird man krank. :D

    Denn alleine die Option einer „Amputation“ war so fernab jenseits meiner schlimmsten Vorstellungsszenarien, dass ich dachte „wieso kommt denn nun so ein absurder Satz angeflogen?“.


    Der Arzt erklärte aber sehr freundlich und genau, was er alles systematisch (und zeitlich für mein Empfinden sehr geduldig) überprüft hat. Blutversorgung der Finger etc. etc.
    Er sagte, wenn ein Finger nicht mehr ausreichend mit Blut bzw. Sauerstoff versorgt wird ("Hin- und Rücktransport" etc.), kann er sich verfärben, dicker werden etc. Dies sei bei manchen Berufsgruppen (er nannte Dachdecker, insbesondere wenn zu viele schwere Ziegel wieder und wieder zugeworfen werden und die Finger wieder und wieder viel zu heftig-massiv zupacken etc.. ) durchaus manchmal der Fall. Es muß dann schnell gehandelt werden, sonst ist im worst Case die Amputierung fällig. Bei meinem sei die Blutzirkulation aber völlig und nachweisbar in Ordnung etc. etc.


    Seit diesem Besuch ziehe ich alle Schrauben noch! softer an als vorher. Der Finger ist seit Jahren wieder normal. Wird nicht mehr dicker und verfärbt sich auch nicht mehr.


    Nun zum Drummaterial denn es soll ja laut Überschrift nicht nur um meine überdrehten Assoziationen ;) sondern auch um überdrehte Schrauben bzw. defekte Gewinde und Drummaterial gehen:


    Als junger Mann (so wie vermutlich viele von uns sozialisiert wurden) habe ich nahezu alle Schrauben der Drumhardware fest bis sehr fest angezogen. Es kam dann wenn ich es recht entsinne Anfang der Neunziger zu einem Schlüsselerlebnis. Ein Markenhersteller-Galgenarm „zerbröselte“ teilweise vor meinen Augen beim Zu fest!-Drehen der Flügelschraube. Da war mir klar: diese Kraftmeierei ist Bullshit.


    Aber: der dick geschwollene Finger (wie vorab erwähnt: biographisch viel später) vor einigen Jahren machte mir deutlich: man kann noch wesentlich schonender mit Körper und Drummaterial umgehen.


    Dazu kam vor ca. einer Dekade die Pearl Vision-Serie mit der ersten Version der 900´ Hardware. Die Serie mit den berühmt-berüchtigten zerbrechlichen Kunststoff-Inlays. Fast jeder Drummer der diese Hardware hatte, hat damit “Dinge erlebt“.


    Spätestens in Summe dieser Erfahrungen ist gegenüber Drumschülern und Kollegen in den letzten Jahren ein von mir inflationär angewendeter Satz:
    „Nur leicht anziehen, das reicht völlig!“


    Nur noch getoppt durch den Satz „oft üben“... in Bezug auf wichtige Unterrichtsinhalte... hihihi ;)


    Diese Woche haben völlig unabhängig voneinander 2 super-nette Drumschüler diesen Satz überhört. Also den erstgenannten ;)
    Der erste überdrehte am Montag das Gewinde zur Fixierung des Hihat-Mittelrohrs. Der zweite Heute! das Gewinde der Memoryclamp der Hihat. Beide im wohlgemeinten Bemühen die Höhe der Hihatbecken zu verändern. In beiden Fällen hoffte ich, dass „nur“ die Schrauben (ruiniert) überdreht sind. In beiden Fällen sind diesmal die Schrauben intakt geblieben, aber die Gewinde leider zerstört.


    Es ist ein langwieriger Lernprozeß. Im individuellen Leben wie auch in der Wissensvermitttlung in der Drumcommunity. Deswegen dieser Thread. Es erscheint so banal, als würde einer in die Selbsthilfegruppe für Übergewichtige rufen „Zu viel Zucker und Bewegungsarmut machen dick“ … und doch schauen mich massig Kollegen immer so an, als hörten sie die Botschaft das erste Mal, oder als sei ihnen die Message wohl bewußt, aber sie gehörten definitiv nicht zu denen, die zu fest andrehen. Also als können sie! mit diesem mahnenden Hinweis nicht gemeint sein ;)


    Nochmals (sonst wäre der Thread trivial):
    Die Mehrzahl von mir angesprochener zieht höllisch fest an, verneint aber, wenn ich darauf aufmerksam mache, das dies spätestens on the long run Folgen haben wird, vehement, zu jenen die zu fest anziehen zu gehören.


    Ich sehe allerdings sofort am „Drehimpuls“ und an dem Grad der Umdrehung(en), dass soeben!wahrscheinlich überdreht wurde. Das sind simple Erfahrungswerte. Manchmal kommt noch ein akustisch hörbares "Knirschen" dazu ;) Dann kann man schon fast eine Wette abschließen, was passiert ist.


    Mal dem Skeptiker noch ein weiterer Denkansatz:
    Was wäre das schlimmste, was passieren kann wenn man künftig gegenteilig handelt? Also im Zweifel einen Hauch zu soft anzieht?


    Im Worst Case rutscht irgendwann beim Spiel die Snare, oder der Beckenarm oder die Hihat etwas nach unten. So what. Dann justiert man es nochmal und zieht minimal! fester.


    Die Ausfälle/Schäden des Zu fest-Anziehens (siehe Threadtitel) sind numerisch und nachweislich wesentlich größer (etwaige körperliche Effekte mal ganz weggelassen, da sicher nur wenige Drummer so viel herumschrauben wie in meiner Biographie). Ausgefranste Gewinde, zerbröselte Hardware, aufgeplatzte Kunststoff- oder Nylon- Inlays bzw. der rohrschonenden Elemente, massive Entwertung der Hardware (ein Wiederverkaufswert geht massiv nach untenl) etc. etc.


    edits: Rechtschreibung, Bilder, Satzumbruch und wieder massig Rechtschreibung in vielen Einzelschritten da oftmals im Keller und dann wieder hoch zum PC etc.

    Zitat

    Auf dem Video trommel unser Livedrummer da ich auch Sänger bei uns bin.


    Echt? Das wußte ich garnicht. Sauber!


    Die Musik ist eine sehr authentische frühe Achtziger-Zeitreise zu den Wurzeln von 3-4 der damaligen Kultbands.
    Für mein Ohr irgendwo zwischen Angel Witch, Mercyful Fate und Candlemass (wenn man bei letzterer auch etwas spätere Achtziger noch gelten oder wiederaufleben lassen will).


    Gerade die Hookline bei diesem Song ist zwar ein bisserl bizarr :D (ganz entsprechend der Kultbands die ich von damals siehe oben erinnere) aber doch eine coole, sich im Kopf festsetzende Hookline. Die hat was! Ich finde sie gut!


    Ähnlich wie bei Josefs Band (auch aus dem Forum), muß man viel musikhistorisches Wissen haben, um zu erkennen wie authentisch ihr die Musik von damals wieder aufleben laßt oder "imitiert". Manche "schroffen" Übergänge zwischen Strophe, Bridge oder Refrain, sind nicht etwa dilettantisch sondern müssen! so sein, wenn man diese Authentizität anstrebt.


    Was ich (wenn ich darf :D ) konstruktiv anmerken möchte sind 2 Dinge, "optischer Natur":
    Jeder der von den B- und C-Gothic-Horror-Movies italienischer und spanischer Prägung der sechziger und siebziger Jahre inspiriert ist, entdeckt dass jene neben dem fehlenden Budget und reichlich wackeliger Kameraarbeit oder Mikrofongalgen im Bild :D , immer auch einzelne (wenige) Szenen aufwiesen, die kameratechnisch und/oder vom Szenensetting wirklich beeindruckend umgesetzt waren. Letzteres muß keine Rechtfertigung für das Anschauen jener alten Filme sein... hahaha


    Was ich sagen will: dieses tolle Drumbild!!! Was wäre es für ein künftiges Video genial, wenn ihr ab und zu diese Totale in B&W verwendet inklusive kompletter Band in Action. Das würde fulminant wirken und würde dann genau diese (oben erwähnte) Mixtur der alten Filme treffen aber natürlich auch die Musik noch viel durchschlagender inszenieren. Viel Trash (aufgrund kleinem Budget und hastigen Drehs wie in jenen alten Streifen bei manchen Prudkutionsfirmen üblich) aber auch einzelne (wenige :D ) Einstellungen wo man vor "gothischer Schwere" oder beeindruckender Bildweite in die Knie geht und sagt: "Wahnsinn, ist das mächtig in der optischen Wirkung!"


    Was ich sagen will/"muß" ;) : der beste! Song den ich bislang von Euch hörte. Auch wenn es bis auf MF (und auch die erst mit langem Anlauf) bei mir früher eher einzelne Kumpels waren die diese Mukke hörten und ich weniger.


    Respekt!


    Edits: Kampf mit dem Fehlerteufel der 2 mal zugeschlagen hat. Bei dieser diabolischen Musik kein Wunder, wer da teuflisch wirkt! :D

    Ein Freund von mir hat das vor ca. 2 Jahren von einem alten Ampex (wenn ich nicht irre) Achtspurband machen lassen mit einem Song, den wir 1985 aufnahmen.
    Der Song war (ohne Witz) 1985 von uns aufgenommen worden, zusätzlich befanden sich aber noch diverse andere Musikfragmente/Songs auf dem Band die der Freund damals noch solistisch aufgenommen hatte und nach 30 Jahren endlich sichern bzw. wiederhören wollte und somit bereit war, einen Techniker bzw. Tonstudio für die "Restauration" bzw. Sicherung der Musik zu beauftragen. Denn das dies was kosten würde war klar...


    Vielleicht kann es nicht schaden als vorsichtigen "Denkansatz" folgendes zu erfahren :D :
    Ich dachte vor 2 Jahren das wird nicht soo schwer, da die Bandmaschine (in den Achtzigern) recht bekannt/verbreitet war bzw. es heute ja viele Bandliebhaber/Sammler gibt. Aber es war dann doch nicht so leicht, Besitzer und die entsprechende! Technik zum digitalisieren zu finden.


    Wir suchten damals selbst im Web, fragten zusätzlich diverse Kollegen (ich seinerzeit auch hier im Forum) und schalteten Online bei Musikerportalen Anzeigen.
    Über diese Anzeigen meldeten sich mehrere Leute, die eine entsprechende Bandmaschine hatten, aber nur einen 2-Kanal! Analog-Digitalwandler besaßen.
    Wir hielten so etwas für Nonsens, da wir einhundertprozentige Synchronität der Spuren wollten und mehrere "Anbieter" die es jeweils in "Zweierhäppchen" (also in mehreren Zyklen) rüberschaufeln wollten, uns nicht gerade als Technikexperten erschienen :D . Wir hatten auch Sorge! in welchem Zustand unser Band war und gingen nur von einem Versuch aus, bei dem es klappen sollte/mußte. Wir beobachteten irgendwann auch den Gebrauchtmarkt für die Maschine, aber da war uns entweder der Preis oder der Zustand nicht geheuer.


    Wir fanden letztendlich einen netten Studiobetreiber im benachbarten Ausland der über die Bandmaschine (der selbe 8-Spur Modelltyp auf dem wir damals aufzeichneten) und eben die entsprechenden Technik verfügte, die Daten in einem einzigen Abspielvorgang als 8 Einzelspuren zu digitalisieren. Wir bekamen die Info, dass diese Bandmaschine erst wenige Tage zuvor technisch generalübeholt inklusive Neueinmessung an das Studio übergeben wurde und über Verwandte oder Besuch jener, konnte das Band persönlich an das Auslandstudio übergeben werden (also schmale bis Null Kosten für einen sicheren!!! Transport dort hin).


    Der Freund erhielt dann ein paar Tage später per Internet die Spuren als (digitale) Wavedateien und Fotos :D welchen immensen Abrieb das uralte Band beim Abspielen verursacht hatte. Quasi wie Schuppen von den Haaren hatte das alte Band beim Überspielvorgang massig "eisenoxid" verloren.
    Bis hier hin wirkt(e) die Story problemlos.


    Doch es war dann doch noch etwas dramatischer:
    Beim Abhören der Audiospuren fiel uns auf, dass nahezu alle Spuren in Sachen Tonhöhe schwankten (hessisch gesprochen: "eierten"). Nicht irre deutlich, aber doch für uns ehemaligen Musiker störend (zumal wir alte Aufnahmen hatten auf Kassette wo trotz mehrfacher Überspielung nichts eierte)
    Das Ergebnis war also für uns faktisch nicht verwendbar/verwertbar/anhörbar.


    Gerade aufgrund des Hinweises des Studiobetreibers mit dem massiven Abrieb, fürchteten wir "nun ist alles aus".


    Irgendwie war aber durch unsere traurige Rückmeldung sein Kämpfergeist geweckt ;) und er sagte er wage noch einen neuen 2. Überspielvorgang. So weit ich hörte sind dann im zweiten Versuch die 8 Spuren einwandfrei übertragen worden. Es eiert nix und war wohl auch (noch) kein Höhenabfall oder Drop-outs hörbar.


    Sorry - für das off-topic-schreiben.
    Je nach dem wie wichtig einem alte Aufnahmen sind, würde ich aber aus heutiger Sicht versuchen beim Überspielvorgang vor Ort zu sein und möglichst früh die Ergebnisse hör-kritisch zu überprüfen und zwar en detail (also alles kontrollierend abhören).


    Viel Erfolg!

    edits: Kampf mit der Rechtschreibung und mehreren PC-Abstürzen heute - Mist!

    Möge Gott verhüten, dass die Thematik noch weiter spiralförmig nach unten rutscht.


    Das Bild habe ich optisch zum Glück garnicht verstanden. Da fehlen mir die Anatomiekenntnisse. :D