So, ich lege noch mal nach. Ich hatte vorab nur Hardrock-Perlen von 1994 - 2003 gelistet. Nun die wahren "Oldies", also in Bezug auf frühere Veröffentlichungsjahrgänge.
1.) Dio "Holy Diver" und "Last in line"
Zwei Meisterwerke in Bezug auf Gesang, Songwriting und Hardrock- drumming.
2.) Blackfoot "Marauder"
Kein einziger Füller... Diese Scheibe muß man haben.
3.) Yngwie Malmsteen´s Rising Force "Marching Out"
Neoklassische Gitarrensoli + Riffing der Extraklasse. Die beste malmsteen- Bandbesetzung die je existierte und bis heute von vielen herbeigesehnt wird.
4.) Alles von Thin Lizzy zwischen 1976 - 1984
Total unterschätzter Drummer in einer zeitlosen Band die sich auf jeder Platte über den engen Hardrock-Tellerrand hinauswagte und trotzdem überzeugend und integer agiert(e).
5.) Alles von Rainbow mit Dio
Nicht verwechseln mit Rainbows "Weichspüler-Kommerz-Phase". Die wahren Rainbow Meisterwerke gab es nur von 1975 - 1978.
6.) Kiss "Destroyer"
Eine Band die eigentlich mit Attributen wie "kindisch" oder "banal" nicht ganz unzutreffend kategorisiert wird, haute mit diesem Meisterwerk (und gottgleichem Produzenten) einen Meilenstein der Musikgeschichte ´raus, der in Sachen Songwriting, Chöre, Orchesterinstrumentierung auch locker als Art-Rock durchgeht und viele Kiss Kritiker bis heute nachhaltig verwirrt(e) und mit ihrem selbst gepflegten "Flachleger-Image" erstaunlich wenig gemein hat(te).
7.) Rush
Alles von 1975 - 1981
Fairerweise trifft das Attribut "Hardrock" bestenfalls auf die Platten von 1975 bis 1976/1977 zu. Dann wurde ihr progressiv-faktor bedeutender und drängte hardrock-Elemente etwas beiseite. Musikalische Ausdruckskraft, Songwriting und Virtuosität wurden aber zumindest bis 1981 ("Moving Pictures" war der Bandclimax) nicht schlechter sondern eindeutig besser!!!
8.) Triumph "Thunder Seven" sowie "Never Surrender"
Zweites kongeniales Trio mit hochfrequentem Gesang aus Kanada, das sich nur schwer aus dem Windschatten von Rush herausbewegte. Trotzdem deutlich weniger progressiv und eindeutiger in Sachen "Hardrock-Ausrichtung".
9.) UFO "Strangers in the night"
Geile live Platte. Wie live sie wirklich war??? Wer weiß.
10.) Ozzy Osbourne "Blizzard of ozz"
Egal wie man die vokale Lautbildung Ozzy´s einschätzt. Die Musiker auf dieser Platte insbesondere der Gitarrist Randy Rhoads hinterlassen einen Meilenstein der Musikgeschichte der jeglichen Gedanken an "Blue notes" oder schlicht und ergreifend falsche Vokal-Töne beiseite fegt. 2 Füller, der Rest unglaublich gut.
11.) Whitesnake, alles von 1978 - 1987
Egal ob Bluesliebhaber oder Heavy-Veteran. Innerhalb obiger Zeitspanne lieferte diese Band ausnahmslos tolle Platten ab. Ob ein besserer und stil-prägenderer basser als Neil Murray irgendwo existiert??? Wer weiß das schon...
12.) Billy Squier "In the dark"
Sagenhafte Platte, die zu Unrecht nur durch ihr schwächstes Stück und den damit erzielten Hit ("Stroke me") bekannt wurde. Jeder andere Track dieser Platte ist 200 % besser.
13.) Kansas "Monolith"
Die kommerziell betrachtet, erfolgloseste Kansas Platte ist eindeutig die beste. Sensationelle songs, tolles, fantasievolles und virtuoses Drumming. Mehr Hardrock-Elemente als viele von Kansas vermuten. Kein B-Track!!!
14.) Journey alles von 1978 - 1984
P.S: Steve Smith war auch in jüngeren Jahren KEIN notorischer Single-pedal Spieler!!! Bitte mal in Tony Macalpine´s "Edge of insanity" reinhören oder die noch viel früher datierte Journey live Doppel-LP. Deutlicher als bei "Wheel in the Sky" im Live-ending kann man double-bass nicht spielen!!!