Beiträge von Drumstudio1

    Sein Drumming ist aber auch auf den ersten "King"... hust... Diamond CD´s (1986 - 1989/90) recht beeindruckend. Speziell die LP´s bzw. CD´s "Them" und "Abigail" sind drumtechnisch nicht ohne, da sich der Bursche auch in eher "ungewöhnlichen" Taktarten und Metren sehr sicher bewegt bzw. etablierte (konventionellere) Taktarten nicht selten durch Drumartistik und clever gesetzte rhythmische Schwerpunkte zur Freakshow mutieren läßt.

    @ Josef


    "Ich habe nicht behauptet, das ELX klinge besser als das PDP, lediglich bei der Snare hatte ich das geschrieben" Zitat


    Klaro, aber ich hatte dich so verstanden, dass die besseren Felle des ELX dieses (trotz schlechteren Kesseln) besser klingen lassen als das PDP FX. Und das ist meiner Einschätzung nach definitiv NICHT so. Mit den gegebenen Werks-Fellen beider Sets ist der Unterschied zwischen ELX und PDP FX durchaus hörbar (mit Ausnahme der Bass aber hier bin ich mir nicht sicher ob es wirklich nur an den Fellen liegt). Es ist doch schade wenn Leute mit begrenztem Budget sich immer gleich genötigt fühlen in der Preisklasse von 800 - 900 Euro noch 100 - 150 Euro für neue Felle auszugeben.


    "Awa? Wäre auch verwunderlich, wenn Birkenkessel nicht besser klängen als das Taiwanholz. Wobei, ist auch Geschmacksache." Zitat


    Genau damit habe ich manchmal meine Probleme. Die Aussage, dass Birkenholz grundsätzlich besser klingt als "Taiwanholz" von dem wir bis heute nicht immer genau wissen WER, WAS damit meint halte ich für problematisch. Ich denke schon dass du zu den erfahreneren Köpfen hier zählst, deswegen ist es mir aber besonders wichtig Rookies darauf hinzuweisen, das Glaubensätze ala "Maple is´ besser als Birke", "Birke besser als Mischholzkessel" oder "Linde ist immer schlechter als Birke" sehr irreführend sind. Nicht nur wegen dem oft zitierten subjektiven Geschmack. Allein im Bereich Birkenholz gibt es große Unterschiede (ich meine nicht Hardwarebeschlagteile oder Kesseldicke). Da könnte man beginnend mit den Lagerungsmethoden, Herkunftsland etc. etc. sicher viele Hinweise auf Qualitätsschwankungen in Bezug auf akustisches Resonanzverhalten nachweisen. Klar gilt auch für mich die grobe Orientierung "Birke ist oftmals ´ne feine Sache" aber eben nicht immer!!! oder gar als Glaubenssatz.


    Mich würde nicht wundern, wenn wir eines Tages aus gesicherten Quellen erfahren, dass auch manches mit "Philipine Mahagony" oder Mischholzkessel bezeichnete Set mal ab und an (je nach Zulieferer-Engpaß) in Wahrheit mit ein paar oder im Einzelfall sogar ausschließlichen Birkenlagen ausgestattet wurde. Aber selbst wenn nicht: für mich gilt einfach: Ohren auf!!! und weniger dogmatisch. Wenn es gut klingt ist es mir egal ob "Holzspäne mit Kleber versetzt" (Remo Acousticon... hahaha) oder echte "Maple-Lagen" verbaut wurden.


    "Das ist m.E. Unfug. Subjektiv durchsetzungsstark sind doch knallig hoch gestimmte Snares mit vielen Obertönen." Zitat


    Das ist ein unendliches Thema. Prinzipiell ist unser Gehör und alle nachgeschalteten Hirnregionen evolutionsgeschichtlich (einhergehend mit der Sprachentwicklung des Menschen) besonders auf die differenzierte Verarbeitung mittlerer Frequenzbereiche optimiert. Wahrscheinlich weisen deswegen zahllose Hersteller immer wieder auf das ausgeprägte Mittenspektrum, welche ihre ach so tollen Snares auszeichnet und u.a. durchsetzungsstark macht, hin. Natürlich hast du recht, dass es mitunter im Bandgefüge genau dort fehl am Platz ist, wo sich Gitarrenwände und Gesang tummeln und sich mittige Snares eben nicht durchsetzen sondern knallige, hochgepitchte. Gleichwohl denkt nicht jeder so (wie wir beide... zumindest in diesem Punkt...hahaha) aus diesem Grunde mein Hinweis, dass mittiger Sound von vielen gemocht wird oder gewünscht wird im Glauben er helfe auch der akustischen Durchsetzungskraft :)


    P.S: ich träume auch davon, dass eines Tages neben dem Forum als virtuelle Plattform noch ein kritisches Fanzine oder sogar eine echte Zeitschrift mit umfassenden Tests von Drums und Cymbals ins Leben gerufen wird. Die Manpower hätten wir... wird aber ein naiver Wunsch bleiben.


    Bibbelmann
    Das Basix Custom kenne ich und sollte ich noch ein 5. oder 6. Drumset anschaffen und 439.- Euro übrig haben wäre es 100 % ein Basix-Custom. Ich hasse allerdings die Hardware. Aber hat man ein Budget von 400 - 500 Euronen ist es weit und breit das beste Set (auch jenseits der Milchstraße). Das weiß ich und mache für das Custom hiermit gerne noch mal Werbung :)

    Vor 2 Tagen hat ein Bekannter das PDP FX erworben.
    Ich war zunächst am zögern, riet aber obwohl ich den Sound des ELX liebe zum PDP, da es mir für dieselbe Preisklasse noch einen Tick besser erscheint.


    Hier konkret die Unterschiede:
    Pacific FX Toms haben mehr Sustain (deutlich hörbar) und Klangfülle als die Toms des neuen Pearl ELX. Die Pearl Toms gefallen mir schon unheimlich gut. Umso erschreckender, dass das Pacific in selber Preisgruppe nochmal eins ´drauf setzt. So mies sind die FX Felle wirklich nicht. Über die Qualität der ELX Felle kann man ja auch vortrefflich streiten. Es ist KEINESFALLS so, das das ELX aufgrund der Felle besser klingt als das Pacific FX. Es ist mir bei allem Wissen um menschliche Subjektivität und Individualität der Geschmäcker unverständlich wie man zu solch einem Urteil kommen mag ?????


    Insbesondere beim 10" Tom war für mich ein etwaiger Klangunterschied besonders spannend, da mein Pearl 10" ELX Tom schon straight out of the box herausragend gut und homogen klang und bis heute (nach der Bass) den besten Sound meines ELX liefert. Das Pacific 10" toppt es in Sachen homogener Sound und langer, warmer Nachklang nochmals deutlich. Dieser Unterschied ist meiner Ansicht nach zu deutlich um es auf die verschiedenen Tomaufhängungssysteme (ISS vs. Rims) zurückzuführen. "This must be the shell-material". Das Sustain dieses Toms sorgte für runtergeklappte Kinnladen. Ich meine wirklich keine dissonante Fellresonanz oder Nachscheppern (das ja auch manchesmal die 10 Sekunde-Hürde überspringt), sondern homogenen Kesselsound in feinster Interaktion mit Schlag- und Resofellschwingung. Toll !!!!


    Auch die anderen Toms gefallen mir, aber dass Pacific FX 10" ist herausstechend und würde auch in einer 1000 Euro höheren Drumset-Preisklasse immer noch als "schön" gelten.


    Die Pacific Snare ist der Pearl hörbar überlegen. Wärmerer Sound (nicht ganz so mittenbetont) und recht feiner Teppichsound (obwohl der Teppich sicher nicht zu den besten gehört). Es ist mir unverständlich, wie man zum Eindruck gelangen kann, die ELX snare würde besser klingen. Ich empfinde sowohl beim EX (ich besitze 2) als auch beim ELX (hier habe ich eine) die Snare als den kleinen Schwachpunkt. Ich weiß das viele Hersteller mittige Snares loben und preisen. Mich persönlich erinnern Instrumente die kräftig mittenbetont klingen immer an ein Telefongespräch (miese, beschnittene Tonqualität). Ich mag es überhaupt nicht. Vermeintliche Durchsetzungsstärke mittiger snares im Bandkontext hin oder her. Da mögen andere einen differierenden Standpunkt einnehmen...


    Ein kleines "Manko" hat das Pacific Set aber doch. Die Bassdrum "verdiente" im Vergleich zu meinem ELX und selbst den EX Sets deutlich mehr Aufwand um sie satt und tieffrequent klingen zu lassen. Da habe ich wirklich die Felle in Verdacht!!! 100 % sicher bin ich mir aber nicht. Nicht falsch verstehen: Die Pacific FX Bass ist nicht übel, kann aber mit der mächtigen Pearl ELX nicht gleichziehen. Der Unterschied ist meiner Meinung nach recht deutlich.


    Die Kesselinnenverarbeitung (inklusive Gratung) ist beim Pearl ELX !!! gemessen an der Preisklasse wirklich gut. Beim Pacific auch!!!... erscheint mir gleichwertig. Die Kesselverarbeitung von außen, in Bezug auf die Lackierung erscheint beim PDP FX noch etwas besser (feiner), ist aber auch bei den neuen Pearl ELX (wiederum in Relation zur Preisklasse) recht gut.


    In Sachen Hardware fehlen mir beim Pacific die Langzeit-Erfahrungswerte. Man wird sehen. Die Pearl Export Hardware habe ich seit Jahren mehrfach und finde sie wirklich sehr passabel und belastbar. zumindest auf den zweiten!!! Blick erscheint mir die Pacific Hardware gleichwertig.


    Ich persönlich, obwohl ich vom neuen ELX nach wie vor begeistert bin, würde die "Nase" des PDP FX wirklich ein Stückchen vorne sehen. Und würde es beim Kauf Heute!!! dem ELX vorziehen.


    Beide Drumsets kann man meiner Einschätzung nach aufrechten Hauptes jahrelang (oder Lebenslang) spielen ohne dem Gewäsch "Anfängerschlagzeug" glauben zu schenken. Im Vergleich zu gehobener Mittelklasse dürfte es besonders beim Pacific FX schwierig werden einen begründbaren Klangunterschied festzustellen.


    Aber wie auch immer... die höhere Provision in den Köpfen mancher Händler ist leider oftmals Grund genug euch was anderes zu erzählen.

    Willkommen 2004
    Alles Gute liebe Kollegen!!!

    @ Vintage


    berechtigte Frage!


    Aber ich poste manchmal etwas brisantere Sachen (ich bin sehr!!! vom Wohlwollen des Zoll abhängig), die ich ganz gerne sofort entferne, sobald der fragende die Info erhalten hat. Ich werde das demnächst aber viel logischer über PN abwickeln. Sorry.

    Ich hatte früher einzelne 2000´er Paiste Becken, die ich als feiner im Sound empfand als einige 2002 Gegenstücke.


    Obwohl sie bereits damals günstiger in der Preisgestaltung waren. Warum die 3000 und 2000 Serie geschaffen wurden und ob man wirklich ernsthaft plante die 2002 Serie abzulösen (besonders durch die 3000) weiß man wohl nur in der Paiste Familie.


    Anyway, es ist kurios, wie günstig die 2000 Becken oftmals gebraucht zu kaufen sind. Ich kenne schöne Rides, aber auch crashes und sogar ein splash dieser Serie mit wirklich wertigem, feinem Sound. Bei günstigem Preis lohnt das zugreifen... wenn es was gebrauchtes sein muß (soll) :)

    Metalicer


    uff... so habe ich das auch niemals gemeint!


    Ich behaupte nicht!!! "was teurer ist, bedeutet das es besser ist".


    Aber: die (untere) Mittelklasse ist ganz hart umkämpft. Alle Anbieter die ich kenne bieten das Rockstar Custom für etwa 80 - 120 Euro teurer an. Das ist ein spürbarer Unterschied in diesem engen Konkurrenzgefüge (zumindest für jene Menschen, die recht häufig aus Euronenmangel in dieser Liga suchen)...


    ... und der hat meiner Meinung nach Gründe. Ich halte nicht nur die Tama Hardware für eine Ecke besser (darüber läßt sich streiten, ich weiß) sondern der BUMMS der Tama Bassdrum alleine reicht mir, um die Nase vor Yamaha zu haben. Ich behaupte nicht das Tama in einer anderen Liga spielt, sondern das es ein klein wenig (mindestens dem Preis entsprechend, eher etwas mehr!) vor dem Yamaha liegt.


    Die offiziellen Listenpreise (die man aber bitte nicht zahlt :) sind übrigens:
    Yamaha Custom Advantage: 1234 Euro
    Tama Rockstar Custom: 1355 Euro

    Ups... bezüglich "von unten" muß ich DF total zustimmen. Ich hatte diese Aussage ganz überlesen. Wenn man wirklich Toms NUR!!! von der Resonanzfellseite (von außen) aufnimmt dann hört man die Anschläge nur noch diffus und schwammig. Das ist genau jener Effekt den DF mit wenig Attack bezeichnet. Der Anschlagzeitpunkt ist gehörtechnisch kaum noch definierbar und bei aller Expermentierfreude ist mit dieser Methode meines Wissens kein Staat zu machen. Tagelange Versuche vor vielen Jahren ließen mich erschaudern, ehrlich! Davon würde ich dringendst abraten, da trägt auch das beste Arsenal an Effekten, Compressoren und Hall nix mehr zur Soundaufwertung bei. Sollte es wirklich überzeugte Vertreter dieser Aufnahmemethode im Forum geben, würde mich ein Soundfile mal interessieren... und das meine ich keinesfalls ironisierend!

    @ Chesterhead...
    möglicherweise ? :)


    Der Fehler vieler Single-head-"Tester" ist, Emperor oder gar Pinstripe-Felle aufzuziehen. Da wird es dann wirklich mulmig bzw. mause-tot im Resonanzverhalten. Wichtig ist aber das sehr viel Resonanz bzw. Sustain vom Kessel stammt bzw. durch ihn gefördert wird... "deshalb" wurde der Trommelkessel ja erfunden :)


    Das vergißt man allzu schnell, so nach dem Glaubenssatz: "Nur das Resonanzfell bildet Resonanzen".


    Stattet man einen feinen Birke oder Maple Kessel mit Ambassador oder vielleicht sogar einen Tick dünneren Fellen aus und gibt sich redlich Mühe beim Stimmvorgang, kann man (offene Ohren und ideologiefreie Wahrnehmung vorausgesetzt) manches kleine "Klangwunder" erleben. Auch die Raumakustik hat großen Einfluß darauf, wie lebendig (oder eben tot) Concerttoms klingen können.


    Das schönste Beispiel meiner späten Adoleszenz: Ein drumtechnisch erschreckend versierter Jazz-drummer und Zappa-Fan spielte auf meinem Tama-Artstar 1 (Cordia/Birke). Völlig begeistert fragt er nach 10 Minuten welche Resonanzfellkombination mit den Schlagfellen diesen offenen, druckvollen resonanten Sound macht.


    Meine Antwort: "Garkeine, du hast gerade concerttoms gespielt!!!" hahaha
    Trotzdem klang das Artstar mit super dünnen diplomat Reso-Fellen (wie ich später herausfand) noch besser. Trotzdem: im single-head-modus wiederholte sich obige Episode mehrfach auch mit anderen Drumspezis :)

    Ausprobieren ist nie verkehrt. Allerdings gibt es nur wenige Drummer (genauergesagt Sound-engineers) die bei Innenmontage einen guten Sound zusammenzimmern können. Es wird keinesfalls!!! leichter einen guten Sound zu erzielen. Lediglich (wie schon angemerkt) ist das Übersprechen zwischen den Toms weitestgehend reduziert, was logischerweise zu einer sauberen Kanaltrennung führt und den Einsatz von Gates überflüssig machen kann...

    Soundbeispiel eines wirklich coolen Sounds findet man bei Vinnie Appice auf den ersten beiden Dio LP´s (Holy Diver und Last in line) sowie bei Gil Moore von Triumph (LP´s Never Surrender, Thunder Seven). Obwohl diese Aufnahmen zwanzig Jahre zurückliegen ist die Drumsoundqualität immer noch sehr beindruckend... aber auch sehr "EIGEN", da diese Drummer Concerttoms bzw. Toms ohne Resofell und Innenmontage der Mikros verwendeten. Gleichwohl wurde aber auch einiges an Raumanteil durch spezielle Mikros hinzumischt (die recht weit weg vom Drumset platziert wurden... nicht mit Overhead Verwechseln). Insofern ist es nahezu unmöglich allein durch Innentommontage solche Sounds zu reproduzieren.


    Andere, aktuellere Sounds (in diesen Fällen mit double-headed toms) finden sich auf einigen CD´s der Drummer Simon Phillips oder Bobby Rondinelli.


    Generell gilt unabhängig davon, ob man single oder double headed toms mit innenmontage der Mikros spielt, folgendes: Man benötigt unbedingt einen parametrischen EQ im Pult. Jegliche Innenmontage von Mikros (nicht nur bei der Metall-Snare) sondern auch bei Holzkesseln führt zu einer katastrophalen Überbetonung bestimmter Frequenzbereiche (bass, "tief-mitten") bzw. unschönen Kesselresonanzen, die man einfach nicht hören will!!!


    Ich vermute das meinte ein Kollege weiter oben mit Feedback.... war vielleicht das falsche Wort ??? :)
    Außerdem besteht mitunter wirklich eine latente Feedback-Gefahr, da das Sustain (besonders bei Double-headed-toms) der Trommel viel stärker übertragen wird, als bei Außentom-Mikrofonierung... da verliert sich viel. Ich hatte vor vielen Jahren mit einem 16" Standtom was sehr offen und resonant gestimmt war größte Probleme... das lange Sustain (von außen kaum wahrnehmbar) schaukelte sich schon bei kleinsten Lautstärken zum grollenden Feedback-Terror hoch. Aber auch sowas ist heutzutage mit cleverer Wahl der Einsatzfrequenz des EQ kein Problem mehr.


    Anyway: auch ohne Feedback müssen die "billig-klingenden" tief-mittigen Frequenzanteile durch die entsprechende Einsatzfrequenz des parametrischen EQ´s lokalisiert und dann je nach Geschmack um einige db (nicht doublebass gemeint!!! hahaha) abgesenkt werden.


    Auch ein gesundes Verständnis der Einsatzmöglichkeiten und der RICHTCHARAKTERISTIKEN !!! der verwendeten Mikrofone ist hilfreich :) Dann lassen sich auch mit der Innenmontage gute, wuchtige Drumssounds erzielen. Übrigens: je nach Wertigkeit des Kessels (und Dicke) sowie sauberer Stimmung können auch Single-headed-Toms sehr wohl resonant und gut klingen. Keinesfalls nur percussiv und tot, wie gerne ab und an behauptet wird. Das ist vielen Menschen garnicht mehr bewußt.

    Das Bild von Marcus inklusive der "U"-Analogie beschreibt die Sache schon perfekt. Das Bild zeigt allerdings nur die 2´er Halterung (also für 2 Octobans).


    1-2 Anmerkungen noch:
    Dieses System ist zwar simpel (und produktions-technisch für die Industrie kostengünstig in der Herstellung) hat aber viele Schattenseiten. Prinzipiell ist es eine sehr antiquierte Methode Toms bzw. Concerttoms aufzuhängen (heute fast nur noch für die Octobans verwandt).


    So ist eine genaue, individuelle Justage der einzelnen Octobans zueinander unmöglich. Wenn man sich Octobans (besonders mal einen Vierersatz) sehr genau aus der Nähe anschaut, wird man feststellen, das nicht selten 1-2 Octobans entweder in x- oder y-Richtung 1-2 Grad aus der Reihe tanzen. Das liegt am System, da es natürlich einen gewissen Spielraum beim "Einführen" (hust...) der Rosette in das "U" gibt und diese nicht durch weitere Schrauben fixiert wird.


    Unter Freaks ist nicht ganz unumstritten, wie und besonders WARUM es zu diesem eigenwilligen Aufhängungssystem kam.


    Fest steht, das die meisten Tomhalterungssysteme bereits in den siebzigern des letzten Jahrtausends flexiblere Einstellungen z.B. in Bezug auf die Winkel des Toms zueinander zuließen. Aber das brachte andere Nachteile mit sich. Toms hatten oftmals einen unüberwindlichen Abstand zueinander. Die großen Abstände ließen sich aber nur durch "drehen" der Toms auf den "L-Stücken" in Richtung zum Drummer verringern. Was bei 13" und 14" Toms schon mal zum Problem werden konnte (wohin mit der snare?) .

    Parallel mit der Vergrößerung der Drumsets bzw. der Werbewirkung namhafter Endorser Mitte der Siebziger (z.B. Peter Criss/Kiss mit unzähligen Concerttoms im Setup von 6" bis 16") mußten Toms/Concertoms zwecks ergonomischer Erreichbarkeit näher Aneinanderrücken. Das lies das U-System zu! Die Unterschiede in Bezug auf den Abstand der Toms zwischen regulären Tomhalterungen der Siebziger und dem U-System kann man kann z.B. anhand der untenstehenden Bilder aus einem LUDWIG-PROSPEKT von 1976 deutlich erkennen.


    Die Tatsache, dass einige Firmen aber dieses System innerhalb ihrer low-Budget Serien nicht nur für Concerttoms sondern auch für Toms verwendeten (siehe Hoshino-Böckchen aus meinem Hardware-Archiv) deutet auf die kostengünstige Produktion dieses Systems hin.


    Glücklicherweise findet dieses System heute nur noch bei den Octobans und einer Handvoll Kinder-Sets seine Anwendung. Wäre an der Zeit, dass Tama die Octobans nicht nur als HOCHPREISPRODUKT anbietet... sondern auch AUSSTATTET!!!

    Hi Marc...


    Wo hast du deines gekauft?
    Per PN (ich habe genau genommen 874.- Euro bezahlt, dafür wurde mir die Versandgebühr erlassen (die eigentlich 16 Euro in dem Laden betragen hätte)

    Krieg ich das bei Thomann oder Drumhouse???
    Keine Ahnung. Zu dem Preis wird es nicht einfach. Nachfragen kostet nix! In beiden Läden gibt es auch nette und kompetente Verkäufer!


    und wie ist das mit den Tomhaltern? Die dabei sind sehen ziehmlich wackelig aus. ist das nur aufm Bild (hoff ich mal ).


    Die Tomhalter sind stabil. Das einzige Manko hat JB schon oft treffend beschrieben. Die ISS-Halter (ich mag sie trotzdem mehr als Rims) neigen dazu an den Stellen an welchen sie den Spannreifen fassen, manche Stimmschrauben zum "lockern" zu bringen. Das ist nicht bei allen Toms gleich (bei mir nur beim 12") bei meinem EX (ich habe auch Pearl Ex-Sets aus dem Jahr 2001) hingegen beim 10" Tom. Ich denke das hat eher mit der Verwindungssteifheit der Spannreifen zutun als mit dem ISS als solchem. Da sind scheinbar nicht alle Spannreifen gleich starr gefertigt??? Bei früheren Tama Artstar-Sets und ISS Nachrüstung von mir, Anfang der Neunziger hatte sich nie!!! was verstimmt. Jedenfalls ist bei manchen Pearl Toms regelmäßiges Nachstimmen angesagt. Ich kann damit leben (aber es gibt die Drummer die das verständlicherweise nervt).


    Die 14" Tom-Aufhängung ist stabiler als ich vermutete. Vorausgesetzt: Man justiert ein bisschen (man sollte sich dann die Winkel merken bzw. markieren, die die beste Stabilität ergeben).


    und was hast du für 870 euri bekommen? 3 toms und die bass. mit tomhaltern? und snare?


    874.- Euro für alles Komplett. Also inklusive bass, snare, 3 Toms und der guten (robusten) Hardware. Übrigens ist bei den neuen Sets nicht nur die Fußmaschine verbessert worden (Schlägel unabhängig von der Federspannung einstellbar... ENDLICH!!!) sondern auch die Hihat ist deutlich komfortabler in der Federspannung justierbar. Nun ist das ähnlich gelöst wie bei den höherwertigeren Pearl-Hihats mit griffiger, leicht drehbarer schwarzer Hartplastikrundung. Porto wie erwähnt, wurde auf meine Nachfrage erlassen.


    für welche musikrichtung ist das geeignet? Rock. Schwer zu beantworten. Wenn ich ehrlich antworte bekommt DF einen Kreislaufkollaps. Ich finde es recht flexibel. Soll ich wirklich ehrlich sein ??? Mutige vor... ich bin´s! Dieses ELX-Set erinnert mich frappierend an mein jahrelang gespieltes Force 3000 in Maserbirke. Keine Ahnung warum, denn dass Export ist definitiv kein Birkenset. Herausragend ist das 10" Tom. Es klang "straight out of the box" perfekt. Die erste Trommel, die den weiten Weg von Taiwan bis Deutschland schafft und perfekt gestimmt war. Ich habe an sie seit Monaten keine Hand angelegt. Muß Zufall sein. Mehrere Drummer (auch ein Hilite-Fan) waren sowohl vom 10" als auch von 22" x 18" Bassdrum begeistert. Letztere klingt erstaunlich gut. Auch hier bin ich am rätseln, da meine 2 folierten EX-Bassdrums deutlich anders klingen. Auch nicht übel, aber nicht soo gut.


    Prinzipiell finde ich Vergleiche mit CD-Aufnahmen immer kindisch und vor allem UNGLAUBWÜRDIG!!! Ich kenne keine CD´s die einen natürlichen Drumsound wiedergeben. In vielen (fast allen mir bekannten) Tonstudios werden besonders die Drumsounds massiv bearbeitet. Auch wenn hinterher um die Sound-Engineer-Ehre zu retten immer behauptet wird "alle Regler linear gelassen!" BLÖDSINN!


    Anyway, im Falle der Pearl ELX Bass muß ich das erste mal eine frappierende 1 zu 1 Analogie herstellen. Die Bassdrum hat einen sehr charakteristischen, aber auch eigenartigen ATTACK-Sound. Dieses "PATSCH" was Metallica´s (ich mag die Band eigentlich nicht sonderlich) frühe 1990´er Jahre CD´s ausmachte. "PATSCH", "PATSCH"... und nochmal "PATSCH"


    Mehrere Drummer identifizierten unmittelbar meine Bass als DEN ! Metallica Bass-Drum Sound ihrer Lieblings-CD ohne das ich darauf hinwies. Sicher mag den nicht jeder, aber er klingt immer noch besser als manche Bassdrum, die ich stundenlang feinjustierte. Diesen Bassdrumsound hatte ich nach 2 Minuten und fasse sie jetzt ehrfurchtsvoll nicht mehr an, bis das Fell reißt.... hahaha.


    Welche Musikrichtung spielst du.
    Rock, progressiv-rock, paradiddle-lastige "Funk-Sachen" etc.


    Und passen die Ebony-Felle drauf? und welche reso? die standard? Ich habe die Standard-Felle und halte sie für etwas besser als ihren Ruf!
    Außerdem macht es für mich persönlich (da mag jeder selbst entscheiden) bei einem 874 Euro-Set keinen Sinn 100 oder 150 Euro für Remo Ebony Felle hinzublättern. Dann kann ich gleich Richtung "Mittelklasse-Set" schauen.


    noch was.
    welche becken hast du beim Set?

    Becken sind vom Endorsement. ORION


    Rock´ on


    Drumstudio1


    P.S: um etwaigen "Beschwerden" vorzubeugen,. Ich behaupte nicht!!! das das neue Pearl ELX klanglich ein Oberklasse Set ist. Ich behaupte auch nicht, dass man auf dem Gebrauchtmarkt für das selbe Geld kein besseres Set erhält. Was ich ernsthaft feststelle ist, dass das neue Pearl ELX kein Spielzeug ist sondern verdammt dicht an der Mittelklasse anderer Hersteller kratzt und einem belächelnswerten Einstiegsset entwachsen ist. Die Materialverarbeitung ist in jedem Falle besser als alle mir bekannten Einstiegsklassen Sets (Yamaha Advantage, Tama Swingstar Custom etc.).