Weiter unten, ein kleiner Nachtrag zu JB. Übrigens ist das Thema Endorsements bzw. realistische Einschätzung der Wahrscheinlichkeit selbige zu erreichen, auch vollkommen unabhängig von etwaigen Fake-Threads interessant.
JB hat das Thema Endorsement ziemlich gut!!! wiedergegeben. Folgende (kleine) Ergänzungen, mitunter geringfügig abweichend von JB´s Statements:
Mini-Endorsements mit (finanzieller Eigenbeteiligung, je nach Anbieter etwa 40-60 % des Ladenpreises) sind nicht so schwer zu erreichen. Wenn man internationale CD-Veröffentlichungen nachweisen kann, bieten sehr viele Firmen diese "50% off"-Rabatte an. Und in leichter Divergenz zu JB´s Anmerkungen: Das müssen nicht zwangsläufig Exoten wie "Ostfriesland Drum-Inc." sein, sondern können in vielen Fällen renomierte Branchen-Giganten sein.
Man muß allerdings feststellen, dass Musiker die ab und an mal auf CD erscheinen nicht automatisch finanzstarke Musik-Mogule sind. Da zeichnen die Medien oft ein erschreckend naives und gleichermaßen stereotypes Bild. Als Musiker hat man ja meist viele Jahre üben, ackern und nicht unerhebliche Investitionen hinter sich. Nicht selten erfordern aktuelle CD-Produktionen auch ein erhebliches Engagement (nicht selten finanziell), so daß 50% Mini-Endorsements für viele Musiker nicht in Frage kommen. Diese Rabatte (bzw. zum Einkaufspreis oder etwas darüber) werden manchen Musikern mitunter auch von lokalen Musikgeschäften eingeräumt.
Es gibt aber zwischen den von JB erwähnten Super-Stars (die also nicht nur Drumsets umsonst sondern vielleicht auch mal Hostessen auf´s Zimmer, etwas Cash oder eventuell andere Vergünstigungen erhalten), und den Mini-Endorsements mit Rabatten (die meiner Meinung nach keine wirklichen Endorsements sind) auch noch Endorsements ohne Superstar-Status aber auch ohne finanzielle Eigenbeteiligung des Musikers.
Also Equipment in genau definiertem Umfang umsonst. Keine! finanzielle Eigenbeteiligung, sondern Schwerpunkt auf der Förderung des betreffenden Musikers bzw. des involvierten Bandprojektes. Diese Förderung besteht aber meist aus einmaligen Lieferungen, damit das Investitionsvolumen für die Endorsementfirma überschaubar bleibt. Auch diese Endorsements werden in aller Regel vertraglich ("Artist Agreement") genau definiert, um für beide Seiten unliebsame Überraschungen weitestgehend auszuschließen. Dies könnte zum Beispiel die Vertragsklausel beinhalten, dass nach Ablauf des 2-jährigen Werbevertrages, die Firma weiterhin um die doppelte Länge (also um im Beispiel zu bleiben 4 Jahre!) mit dem Namen des Musikers bzw. dessen Photos werben darf, und selbiger KEIN Produkt eines Mitbewerbes spielt bzw. spielen darf! Darüberhinaus verpflichtet sich der Musiker (meist auch vertraglich definiert) zu gewissen Gegenleistungen. Firmenlogo auf Websites, in CD-Booklets, Promo-Material etc. Aber ganz wichtig: auch diese Endorsements erfordern verifizierbare bzw. handfeste Nachweise internationaler CD-Veröffentlichungen oder (wenn´s ums eigene Ländle´ geht) nationale Chart-Platzierungen bzw. realistische Aussicht darauf.
Eins ist aber absolut richtig, und das hat JB sehr treffend formuliert: erst wenn die Ware vor Ort ist, hast du ein Endorsement. Warmen Worten am Telefon oder in E-mails Richtung Endorsement wird nicht immer etwas folgen!!!