Beiträge von Drum Bee

    Ich denke, der Gesang hat eine größere Freiheit bezüglich des Timings als die Instrumente es haben.


    Solange Melodien gesungen werden, ist das Raster enger. Wahrscheinlich weil der Sänger mehr an die Instrumente gebunden ist, die die Melodie mit bedienen. Da fällt mir jetzt ganz spontan das Genre "Schlager" ein. Hier läuft es meistens brav in time.


    Wenn der Text jedoch mehr gesprochen als gesungen wird, gibt es mehr Möglichkeiten, die Worte zu platzieren. Da werden ganze Sätze in das letzte Viertel gequetscht, oder man fängt schon mal auf der 4 an. Oder erst auf der 2+. Ist beim Blues auch oft so.

    So ist meine Bassdrum meist ein klein wenig vor und die Snare ein klein wenig hinter der Time, die Hihat IST die Time. Jedenfalls meistens.

    Ich wusste gar nicht, dass das "erlaubt" ist - also dass Bassdrum und/oder Snare nicht gleichzeitig mit der HH kommen. Aber ich weiß vieles noch nicht :P

    Mein Schlagzeuglehrer sagt, dass sich "Vorne dran" sehr oft nicht gut anhört und schneller als Timingfehler beschrieben wird, während Laid-Back sich noch immer besser einfügt und dem Song das gewisse Etwas verleihen kann.

    Ich habe jetzt einen Nutzen aus diesem Thread gezogen:

    Gemäßigt hell ist besser lesbar als ganz hell, weil die Zitate darin auf einen Blick zu erkennen sind. Bei manchen Zitate-Ketten musste ich vorher immer dreimal gucken.


    Ich bleibe jetzt bei gemäßigt hell. Danke! :thumbup:

    Ich hab ja gar nichts gegen ein bisschen offtopic. Aber jetzt kann ich nicht mehr folgen.


    Worum geht’s? Dass Kunden eher nicht bereit sind, einen lokalen Musikalienhändler finanziell aufzufangen?

    Der Heizungsmonteur gibt mir auch keinen Rabatt, nur weil ich gerade einen Engpass habe. So funktionieren Geschäfte halt nicht. Das hat auch gar nichts mit Nehmen und Geben zu tun.


    Ich bin ein eher großzügiger Mensch, solange ich es mir leisten kann. Aber manchmal muss man sich finanziell auf das Wesentliche konzentrieren und hat keine Möglichkeit, den Kampf gegen den Online-Handel aufzunehmen. (Was sowieso sinnlos wäre).


    Zu dem Aspekt, auf den eigenen Vorteil aus zu sein:

    Das ist uns wohl in die Wiege gelegt. Wir sind keinesfalls die Krone der Schöpfung, und jedes Tier handelt genauso. Für den eigenen Nachwuchs gibt man sein letztes Hemd, aber ansonsten guckt man schon, wo man bleibt. Ich finde das völlig normal und auch legitim, weil die Welt halt so funktioniert.

    Wenn man gaaaanz anders gestrickt ist, wenn man damit überhaupt nicht klar kommt, gibt es Lebensgemeinschaften, in denen jeglicher Konsum, der nicht elementar ist, tabu ist.

    Wäre dann eine Alternative. Man kann sich ja jederzeit dafür entscheiden.


    Aber Menschen, die einfach in diesem System leben und mitmachen, eine Charakterschwäche vorzuwerfen, geht gar nicht. Nur weil man sich ein günstiges Angebot raussucht, gehört man noch lange nicht zum Stamme "Nimm".

    Mitglieder dieses Stammes sehe ich ganz woanders. Aber das führt jetzt wirklich zu weit.


    (Jeder kleine Steuerberater nimmt im Ziel anderen etwas weg, nämlich indem er seinem Klienten Vorteile verschafft, die andere ausgleichen müssen.)

    Thomann-Läden, in Deutschland verteilt, würden Kunden die Möglchkeit geben, Instrumente vor Ort zu testen und evtl. Reparaturen abzugeben. Das fände ich toll, aber ich denke, für Thomann wäre das dann eher nur "Kundenservice". Ob sich das rechnet?

    Das große Geschäft liegt im Online Handel.

    So auch bei Thomann. Wehe dem, der dort versucht einen Betriebsrat zu gründen. Über die Jahre habe ich den einen oder anderen Mitarbeiter dort persönlich kennengelernt und alle berichten ähnliches: Thomann ist “Familienunternehmen” und braucht daher keinen Betriebsrat, und wer mal versucht hat, einen zu gründen, arbeitet heute nicht mehr dort.


    Nichtsdestotrotz scheint ein Großteil der Mitarbeiter dort durchaus zufrieden zu sein.

    Moment.... Ich dachte ein Betriebsrat ist ein Recht der Arbeitnehmer und ein Unternehmen darf dies gar nicht blockieren oder verbieten :/

    Das ist wohl richtig. Aber anscheinend finden Arbeitgeber andere Wege, das zu verhindern. Nämlich indem sie entsprechende Leute los werden.


    Vielleicht waren sie sich bei Thomann aber auch nicht einig. So weit ich weiß, muss der Wunsch von den AN ausgehen, und die müssen weitgehend geschlossen dahinter stehen.

    So auch bei Thomann. Wehe dem, der dort versucht einen Betriebsrat zu gründen. Über die Jahre habe ich den einen oder anderen Mitarbeiter dort persönlich kennengelernt und alle berichten ähnliches: Thomann ist “Familienunternehmen” und braucht daher keinen Betriebsrat, und wer mal versucht hat, einen zu gründen, arbeitet heute nicht mehr dort.

    Ganz im Ernst: Wenn ich Chef in einem Unternehmen wäre, hätte ich auch Bedenken bezüglich eines Betriebsrates. Vor allem, wenn denen eine starke Gewerkschaft zur Seite steht.


    Ich verfolge das seit 2 Jahren bei meinem Noch-Ehemann. Er ist Betriebsrat eines metallverarbeitenden Unternehmens, das aufgrund der wirtschaftlichen Lage den hiesigen Standort schließt. Die Chefs haben alles mögliche getan, um die Abwicklung sozialverträglich zu gestalten. Aber der Betriebsrat kriegt den Hals nicht voll. Zig Anwälte wurden beauftragt, um dem Unternehmen möglichst viel Geld aus den Rippen zu leiern.

    Es wurden hohe Abfindungen ausgehandelt, Vermittlungen in andere Arbeitsbereiche, vorzeitiger Ruhestand mit finanziellem Ausgleich der Verluste und einiges anderes. Aber die IG Metall ist so wie sie ist. Da wird noch richtig Stimmung gegen das Unternehmen gemacht - über den Betriebsrat als Werkzeug. Die Wirtschaft lahmt, Inflation, Unsicherheit, unattraktive Bedingungen für deutsche Standorte, Metallindustrie am Boden, aber die IG Metall fordert jedes Jahr einen zweistelligen Lohnzuwachs.


    Jetzt wurde mein Noch-Mann (und andere) bei vollen Bezügen, plus 20% Aufschlag, für 6 Monate von der Arbeit frei gestellt. Dazu gibts ne Abfindung in sechsstelliger Höhe.

    Wenn alle gefeuerten Arbeitnehmer in diesem Land unter solchen Bedingungen gehen würden, hätten wir schon lange einpacken können. Wieviele Firmen könnten es sich dann wohl noch leisten, einen Betrieb auch mal wieder zu schließen?


    Anderswo wird einfach auf die Straße gesetzt und man kann zusehen, wo man bleibt. Das befürworte ich selbstverständlich nicht! Aber manche Betriebsräte übertreiben komplett.

    Bei Amazon weiß man ja, wie die Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter und Lieferanten sind.

    Weiß man das? Die Stimmen sind keineswegs eindeutig. Ein großer Teil der Arbeitnehmer ist zufrieden mit dem Job bei Amazon und kann die öffentliche Kritik nicht nachvollziehen.


    Fehlende Tarifbindung, Arbeitsdruck und befristete Verträge gibt es in zig anderen Unternehmen und Einrichtungen ebenfalls. Und das seit Jahrzehnten. Und genau so lange wird es von der Regierung und der Bevölkerung hingenommen.

    (Das ist jetzt offtopic. Aber ich wollte das nicht unkommentiert lassen. )



    Negatives bei Thomann:

    Darüber werden wohl allenfalls Insider berichten können.

    Von folgenden Firmen wird der kleine Händler hier z.B. nicht mehr beliefert: Martin Gitarren (Jahrzehnte Kunde, immer 10-20 Stück im Laden hängen, öfter den Firmenchef getroffen...), Hartke, Behringer, Mackie, Roland, Allen & Heath. Das sind die von denen ich weiß, sind wahrscheinlich einige mehr.

    Jetzt gibt es ja nicht nur "ganz kleine" und "ganz große" Händler. Ich habe im letzten Jahr etwas bei WayOfMusic bestellt. Ein in Niederzissen (RP) ansässiger Musikalienhandel mit beeindruckender Auswahl und Produktpalette.

    Supernetter, sehr persönlicher Kundenservice. Der Firmengründer Thomas Keiper war viele Jahre Profi-Drummer.


    Aber auch dort läuft das Kerngeschäft hauptsächlich über den Online Handel.

    Betrifft ja nicht nur Musikalien-Händler. Das Sterben der Vor-Ort-Geschäfte ist nix neues, und zieht sich durch sämtliche Produktpaletten. Kaffeetrinkende Stammkunden, die zum Fachsimpeln auftauchen, halten einen Laden nicht am Laufen.

    Es ist so wie es ist. Das Rad kann man nicht mehr zurück drehen. Dafür gibt es Reportagen über Städteplaner, die jetzt vor der schwierigen Aufgabe stehen, Innenstädte trotz fehlendem Einzelhandel wieder attraktiv zu machen. Keine Ahnung, wie das funktionieren soll.

    Bin aber grundsätzlich bei dir. So sehr ich die heutigen günstigen technischen Möglichkeiten schätze - für das was ich so mache hätte ich noch vor der Jahrtausendwende ein seeehr teuer eingerichtetes und technisch aufwändiges Tonstudio gebraucht - so sehr schätze ich allerdings auch die "alte Schule" und handgemachte Musik.

    Wir sind ja immer die Kinder unserer Zeit und viele favorisieren die Musik ihrer Jugend - und damit auch die Entstehungsprozesse. Die wahren Helden sind die Pioniere von damals.

    Ich saß an einem Mittwochabend vorm Radio und hörte Mal Sondocks Hitparade, als eine Neuvorstellung gespielt wurde. Falco sang "Der Kommissar". Maximale Verwirrung. Es wurde gleich anschließend mit Freunden telefoniert. Die Frage "Was war das denn?" konnte nicht beantwortet werden. Fanden wir den auf Anhieb Song gut? Ich weiß nicht mehr, aber ich erinnere mich, dass wir tagelang über nichts anderes geredet haben. Es war so neu!


    Aber letztendlich wird alles Neue normal. So wie die fast schon wieder abgeschafften CDs, die damals ebenfalls einfach Hammer waren. Die jüngeren Generationen können das nicht mehr nachvollziehen.


    Wie mögen sich die Menschen (z.B. in der ehemaligen UDSSR) gefühlt haben, die sich in den 50ern/60ern illegal westliche Musik, gepresst auf aussortierte Röntgenfilme, unter Androhung von 15 Jahren Arbeitslager für ein Monatsgehalt gekauft haben? Als es plötzlich mit Einzug der Musikkassette sehr viel einfacher wurde? Auch sie - und diejenigen mit den Pressmaschinen im Keller - sind in meinen Augen Helden und Pioniere.

    Gewerblich wäre das vielleicht eine gute Idee. Wenn man ein erschlossenes Grundstück hat (in einem Industriegebiet), kann man sich mehrere Proberäume hinstellen und stundenweise vermieten. In Ballungsgebieten eine Goldgrube.

    Zum Spielen mit Kopfhörern:


    Ja, damit hast du den besten Klang. Auch hier nicht am falschen Ende sparen. Gibt solche und solche.

    Selbst bei meinem PM100-Monitor, der nun wirklich sehr gute Bewertungen bezüglich des Klangs hat, und der wesentlich besser ist als der Sound über eine Stereoanlage, liegen Kopfhörer im Rennen vorne.

    Ah okay, auf dem Foto ganz oben konnte ich die Bezeichnungen der In-Buchsen nicht lesen. Dann wird das TD 3 für deine Zwecke wohl richtig sein.

    Wie sind denn die Erfahrungen bezüglich des Sounds? Eher gut oder eher mau? Ein schlechter Sound kann einem nämlich ziemlich schnell den Spaß verderben.