Beiträge von Drum Bee

    Ehrlich gesagt, verstehe ich überhaupt nicht, warum daraus eine solche Philosophie gemacht wird.

    Mit jedem Instrument (habe zuvor drei verschiedene zumindest angefangen, zu erlernen) kriegt man vom jeweiligen Lehrer Noten in die Hand gedrückt und fängt an zu üben. Sucht die Töne auf Tasten oder Saiten und probiert, sie immer flüssiger hintereinander weg zu spielen. Zunächst geht es kein bisschen um künstlerischen Ausdruck, sondern einfach nur darum, das Instrument kennen zu lernen und eine Vorstellung davon zu bekommen, wie es funktioniert und was man damit so ungefähr anstellen kann.


    Warum sollte das Schlagzeug die große Ausnahme sein? Warum sollte ein Anfänger sich demütig zurück halten, statt mal etwas auszuprobieren, was über seinen momentanen Fähigkeiten liegt? Wenn er einen Song trotz üben nicht hinkriegt, wird er es schon selbst merken und ihn noch einmal zur Seite legen.


    Mein Schlagzeuglehrer hat noch nie gesagt, dass ich irgendetwas gar nicht erst probieren solle, da ich es eh noch nicht könne. Er hat aber einmal angemerkt, dass ein bestimmter Song ziemlich schnell sei. Das konnte ich einordnen und er hatte natürlich recht.


    Er hat mir auch bisher nie gesagt, ich könne mich am Schlagzeug noch nicht ausdrücken. Dafür bin ich ihm ziemlich dankbar, denn diese Aussage wäre allenfalls frustrierend, und keinesfalls gewinnbringend. Wie soll ein Anfänger bitte, der noch damit beschäftigt ist, Hände und Füße zu koordinieren, Ausdruck in sein Spiel legen?


    Irgendwie habe ich hier manchmal das Gefühl, dass man erst spielen darf, wenn man es kann.

    Kann man gerne ausprobieren, man lässt jemanden in der Fußgängerzone ein bekanntes Lied trällern

    und anschließend soll der Proband das auf der mitgebrachten Oboe mal halbwegs tauglich eintröten.

    Hahaha! :D

    Elvis Presley konnte nicht Schlagzeug spielen, auch nicht Bass; Gitarre nur ein wenig und Klavier so leidlich.

    Aber niemand auf der Welt würde ernsthaft behaupten, dass er nicht singen konnte!

    Und das über drei Oktaven, sehr eindringlich, sämtliche Genres bedienend, mal lässig, mal inbrünstig, mal gläubig, mal sexy, mal groovy, mal traurig, mal fordernd, mal explosiv, mal zurückhaltend, mal flehend, mal desinteressiert, mal sich verlierend, mal voller Enthusiasmus, mal gelangweilt.


    Und sicherlich konnte er die Begleitinstrumente denken. Er hat die Arrangements zum großen Teil selbst übernommen, weil er wusste, wie es sich am Ende anhören sollte.

    Ich stimme trommla zu. Wenn vom Fragesteller nicht eine Reaktion kommt…


    Ich habe den Song hochgeladen, die Drumspur extrahiert, sie 2x kürzen müssen, um die erlaubte Dateigröße nicht zu überschreiten und gepostet. Hat mich eine halbe Stunde Zeit gekostet, weil ich ein bisschen rumfummeln musste. Und dann gibt’s noch nicht einmal eine Antwort darauf. Nö, muss man in dem Fall keine weitere Energie verschwenden.

    Selbstverständlich schließe ich vorheriges Üben mit ein. Vom Blatt weg mitspielen kann ich nur Notationen, die ich (auch in abgewandelter Form) schon oft gespielt habe. Es gibt viele ähnliche Grooves, gleiche Song-Strukturen, ähnliche Fills usw.


    Wenn ich mir einen neuen Song vornehme, versuche ich immer zuerst, die Drums heraus zu hören. Das klappt aber meistens (noch) nicht. Okay, die BD, CB und die Snare höre ich in der Regel, je nachdem ob andere Instrumente oder der Gesang gerade lauter sind.

    Wenn das der Fall ist, hat man ja meistens einen Klimax im Song. Gerade in dieser Passage weichen die Drums dann auch von dem durchgängigen Muster ab und bedienen die Zuspitzung. Und das höre ich dann nicht mehr. Auch die HH höre ich oft nicht.


    Das heißt aber nicht, dass ich es nicht spielen könnte, wenn ich nur wüsste, WAS der Drummer da gerade macht. Da kann so eine Transkription schon ein Aha-Erlebnis sein.

    Ich behaupte sogar, dass man auf diese Art das Hören schneller lernt, weil man eine Kontrolle hat.


    Da komme ich nochmal zu Ballroom Blitz:

    Viele hier haben die BD auf der 3+ nicht gehört, obwohl sie da ist. Und ich denke mal, dass einige den Song trotzdem spielen könnten - und mit der Notation sogar korrekt.

    :P Das obige Beispiel erfordert mehrere Fähigkeiten die man sich nach und nach aneignen muss um sie dann mit viel Fleiss zusammenzubringen.

    Ja, da hast du mein Posting und das Zitat, worauf ich mich bezogen habe, wohl nicht richtig gelesen.

    Es ging nämlich keineswegs um den Song, den der Fragesteller anvisiert. Und keine Frage, dass der Titel für einen Anfänger zu schwierig ist.


    Mir ging es um die Äußerung, dass man nur das spielen könne, was man auch raushören kann.

    Ausgelagert aus Anfrage auf eine Notation wegen meiner Unerfahrenheit - Drummer, Bands & Music - Drummerforum

    Wenn du es nicht raushören kannst, kannst du es auch nicht spielen.

    Darüber haben Miss_Mieze und ich gerade diskutiert. Und wir sind beide der Meinung, dass diese Aussage nicht richtig ist.

    Wenn wir die Noten vor uns haben, können wir durchaus einen Song trommeln (der den jeweiligen Fähigkeiten entspricht), ohne jeden einzelnen Ton aus dem Original heraus hören zu können.

    Manchmal, je nach Mix, hört man die Details der Drums nicht gut, vor allem wenn es insgesamt gerade ein bisschen lauter wird.

    Mag sein, dass das mit der Zeit einfacher wird und man "erfolgreicher hört". Aber bis dahin nur Bumm-Tschack?

    Dazu sehen wir keine Notwendigkeit.

    Apropos Drum Teppich:


    Hat es eigentlich einen besonderen Grund, dass viele Teppiche diese typischen Muster aus Urgroßmutter's Zeiten haben? Teilweise auch in orientalischer Richtung?


    Ich persönlich finde die so grottenhässlich! Warum legt man sich einen solchen Flokati in eine modern eingerichtete Wohnung? Haben die irgendwelche besonderen Eigenschaften?