Moin, ein sehr interessanter Thread,
da ich selber Dinner-Jazz Gigs mache, würde ich mal versuchen auf Deine Fragen einzugehen. Generell spiele ich bei diesen Gigs und auch bei Proben nie mit Gehörschutz. Das hat einfach den Effekt, dass ich ganz feine Frequenzen und Dynamik-Bereiche mit eingesetztem Gehörschutz schwerer oder gar nicht gut orten kann. Zu dem ist der Wechsel auf Besen problematisch.
Das blöde am Gehörschutz, so nützlich er auch ohne Frage ist, dass man beim Spielen ohne, nach langer Zeit des stetigen Tragens quasi überempfindlich wird. (Schreiende Kleinkinder oder des öfteren mal ohne Gehörschutz Spielen, sind aber da gute Gegensteuerungsmaßnahmen
)
Ich spiele auch vor allem Besen in leiseren Settings oder ein Mischung, Ride-Hand: Stick, andere Hand Besen.
Mit dem AJ6 bist du eigentlich sehr gut ausgerichtet, deine Becken klingen auch eher zahm. Euer Raum klingt nach Deiner Beschreibung so, als ob sich vor allem die hohen Frequenzen der Bleche und der Snaredrum sehr gut durchsetzen. (Eventuell wäre es da sinnvoll, in Raumakustik-Maßnahmen zu investieren) Ich weiß natürlich nicht, wie doll du insgesamt beim Spielen mit Sticks reinhaust. Bei uns ist eigentlich immer das Saxophon am lautesten.
Schöne Grüße
Chris