Beiträge von Oliver_Stein

    Mir geht's da nicht um die Qualität, sondern um die praktische Anwendung. Musik liegt annähernd zu 100% in fertigen Mischungen vor. Man hat praktisch also nie die Möglichkeit, ein Instrument mittels Phasendreher aus zwei Dateien zu extrahieren.

    Generell mag das so sein, aber hier in diesem Fall ja nicht. Mein Kommentar war auch eher an Beeble gerichtet, der wiederholt geschrieben hat, dass das, was ich hier erfolgreich mit den ebenfalls datenreduzierten Ash Soan Dateien gemacht habe, nicht gehen kann. Ein eigener Versuch könnte da vielleicht das theoretische Wissen durchaus mit Erkenntnissen erweitern...


    PS: ich habe eben nochmal mit eigenem Material (Wavefiles) Versuche gemacht, indem ich daraus MP3-Dateien unterschiedlicher Qualität und AAC-Dateien erstellt habe. Diese Files (einmal mit, einmal ohne Drums) habe ich dann zur Gewinnung des Drumtracks subtrahiert. Bei einem am Ende ausklingenden langen Crashbecken kann man die Artefakte sehr deutlich hören - bei MP3 unabhängig von der Datenrate etwas stärker als bei AAC. Verlustfrei ist das also bei weitem nicht (kann es ja auch nicht sein, wie Beeble schon beschrieb). Hört man sich allerdings die Drumspur mitten drin an, gehen die Artefakte im allgemeinen soweit unter, dass man sie nicht vordergründig hört - hier ist die Qualität weiterhin stabil deutlich über dem Moises- und Spectrallayers Level (zumindest da, was ich bisher davon gehört habe). Für mich ist das Thema mit diesem Erkenntnisgewinn abgehakt...

    jain, nicht bei zb. MP3.

    Gibt es denn da einen prinzipiellen Unterschied zu AAC? Damit (256kbit/s) ging es bei mir einwandfrei.

    Zumal es nicht möglich ist aus einem mp3 etwas zu extrahieren. Das Signal wird zumindest intern in der Anwendung gewandelt, berechnet und wieder zusammengequetscht.

    Wenn ich die AAC Files mit 256kbit/s in Samplitude importiere, macht Samplitude da eine Wavedatei daraus (die natürlich nur das enthalten kann, was vom Komprimieralgotithmus vorher nicht entfernt wurde zur Datenreduktion). Danach wandle ich nicht mehr zurück in MP3 oder ähnlich - gehen würde das aber auch.


    Generell finde ich interessant, dass die Qualität von Moises Extraktionen hier akzeptiert wird, die viel besseren Ergebnisse aus datenreduzierten Files wie MP3 und AAC durch invertieren einer der beiden Dateien jedoch als „nicht möglich“ dargestellt werden, obwohl sie zumindest mit meinem Material hier doch sehr real sind…? Woran liegt das?

    Das ist alles schön und auch bekannt, aber der Phasendrehertrick funktioniert trotzdem (wie ich weiter oben gerade schon schrieb) und man kann zwei Wellenformen mit gleichem Audiomaterial bis auf ein Instrument auch nach Wandlung in MP3 noch aufeinander ausrichten.

    Es ist klar, dass bei der MP3 Variante Artefakte auftreten, die das ganze ungenauer machen, aber das Ergebnis ist Moises trotzdem haushoch überlegen.

    Wenn ein Song mit und ohne das Element, das man extrahieren will, vorliegt, funktioniert der Phasendreher natürlich.

    Das ist ja genau das, wonach 3OakDrums gefragt hat bzw. was sein Ausgangspunkt ist. Zum Ausrichten muss man die beiden Objekte in der DAW übereinanderlegen und an signifikanten Stellen so zueinander ausrichten, dass die Transienten samplegenau übereinander liegen. Das geht bei mir in Samplitude durch einfaches Schieben mit der Maus bis auf ein Sample genau - in Cubase wird das sicher ähnlich gut gehen. Manchmal muss man noch die Lautstärken der zwei Files anpassen - das macht man am besten, indem man bei einem die Phase dreht und dann die Lautstärke so feinjustiert an einem Track, bis die Auslöschung maximal ist.

    Das einzige Problem, dass auftreten kann, ist wenn nicht nur die Länge der Files unterschiedlich ist, sondern die Länge des Audiomaterials an sich sich unterscheidet - dann richtest Du an einem Punkt genau aus, aber ein paar Sekunden später laufen die Files Dir auseinander und die Auslöschung wird schlechter bis unmöglich. Dafür müsste aber eines der Rohfiles irgendwie mit Timestretch und/oder Pitch behandelt worden sein.

    Entgegen aller hier geäußerten Bedenken geht dies auch mit datenreduzierten Formaten wie AAC oder MP3. Ich habe das mal mit den bei Apple gekauften Playbacks vom Ash Soan Song „What‘s the Weather Like“ gemacht und das Ergebnis war Moises und Co. haushoch überlegen. Ich muss mal suchen, ob ich das Projekt noch auf der Platte habe…


    PS: gefunden - Ausgangsbasis waren drei Files im AAC-Format (44,1 kHz, 16 Bit, 256 kbit/s) des Stücks: einmal der volle Song mit Drums ohne Click, dann der Song ohne Drums aber mit Click, dann nochmal die reine Schlagzeugspur ohne Click (ja, wenn man die hat, braucht man den Aufwand nicht mehr zu treiben, schon klar).


    Jedenfalls ließen sich daraus durch schlichtes übereinanderlegen der drei Tracks folgende Ergebnisse ableiten:


    • Drumspur mit Click (kpl. Stück minus Playback ohne Drums)
    • Clicktrack alleine (kpl. Stück minus Playback ohne Drums minus Drumspur)
    • Den Clicktrack habe ich dann als Zwischenergebnis rausgerechnet und wieder als Track eingeladen und in der Phase invertiert - das Ergebnis war die reine Drumspur.


    Diese kann man mit der Orignalspur vergleichen und sie klingt minimal schlechter, aber um Welten besser, als alles, was ich je aus Moises und Co. gehört habe. Ich würde das gerne hier mit Audiobeispielen belegen, aber da ich das Material bei Apple gekauft habe, will ich es hier nicht öffentlich einstellen.

    Das ist hier aber auch Teil der Challenge. Mehrere Takes zusammenbasteln kann man z.B. nur mit einer DAW - ist also unfair den anderen gegenüber - und ob und in welchem Umfang das dann gemacht wird kann auch keiner kontrollieren.

    So sehe ich das auch! Es ist definitiv Teil der Challenge, einen fehlerfreien Take ohne Schneiden hinzubekommen. Wenn Schneiden erlaubt wäre, hätte ich nach der halben Zeit aufhören können heute. So muss man halt die Takes raussuchen, die keine offensichtlichen Fehler haben und den auswählen, der am besten vom Gesamteindruck ist.

    Bin gerade aus dem Übungsraum zurück - hatte dort den ganzen Nachmittag aufgenommen. Der Feind ist tatsächlich die Länge des Playbacks: in über drei Minuten hat man jede Menge Gelegenheit, etwas zu versemmeln. Damit stirbt dann immer ein ganzer Take, so gut er auch sonst gewesen sein mag…

    Egal, es ist auf alle Fälle brauchbares Material dabei und ich habe jetzt bis zum 28.02. Zeit, den richtigen Take rauszusuchen und zu mischen.

    Ich vergesse immer, dass es vor den MLX und BLX mit den durchgehenden Böckchen auch schon die mit den Einzelböckchen gab... für die könnte ich es jetzt garnicht sagen, wieviele Böckchen die hatten.


    Aufgrund der Longlugs im Bild war aber klar, dass es sich um ein MLX mit den durchgehenden Böckchen handeln sollte - und diese hatten 5 Böckchen. Stimmen lässt es sich natürlich mit vieren auch... :)

    Leider befindet sich der Laden in Chile. Habe das Becken auf gut Glück einfach mal bestellt.

    Geld ist noch keines geflossen. Bekomme angeblich noch die Bankdaten zugesendet.

    Bin mal gespannt ob es jemals ankommt.

    Was kostet das dann an Transport und Zoll? Ich finde das mutig, ein Becken ungehört aus Chile zu bestellen - berichte mal, wie das weiter- und ausgeht!

    Ich finde das so richtig geil gemacht! Dein Snaresound ist der Hammer und ihr seid tight und grooved wie die Sau! Weiter so!


    Edit: ach ja, das Kazoo ist echt klasse und BDC sowieso! Ich finde diese Nummer von euch bisher am besten vom Musikalischen her - spricht mich vom Groove her total an!

    Hi, ok dachte ich mir. Aber gibt es da Techniken, wie man die Layers nachbearbeiten kann bzw. wo kann man Infos bekommen wie man das macht ?

    Ich habe mal ein Tutorial Video für die 11 Pro gesehen, wo der Autor in den Stems hinterher noch mit der Maus Anteile "wegwischen" konnte bzw. diese in einen anderen Stem rüberschieben konnte. Es wurde gezeigt, wie man so noch zischelige Anteile auf der Gesangsspur zu den Drums schieben konnte. Leider finde ich das entsprechende Video nicht mehr (war auf englisch). Ich denke aber, das geht in die Richtung Deiner Frage - es gibt also was. Es war ein Video, dass kurz nach dem Release von 11 Pro herauskam um die neuen Features zu zeigen. Vielleicht findest Du ja dazu etwas auf Youtube.


    Edit: habe es wieder gefunden - hier

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    Er wechselt in den Transfer-Modus und schiebt Sachen von einem Layer manuell in den anderen. Das war doch, was Du suchtest, oder?

    Aufgrund der unterschiedlichen Befellung ist es dann eher eine Art Vorstellung: "so klingen meine beiden Trommelsätze!"


    Interessant, dass Du die 201er als Overheads nimmst - ich habe selber auch einen Sack voll davon, aber als Overheads kommen sie im Vergleich zu den Kondensatormikros nicht so gut rüber... Allerdings habe ich vor Urzeiten mal einen Jazztrommler mit nur 2x M201TG und Bassdrumstütze aufgenommen - das Klang hinterher prima! Ich finde auch interessant, dass Du die 57er an die tieferen Toms gepackt hast - da liefern die 604 glaube ich mehr Tiefgang, oder?


    Ich finde den Klang des Wahan ganz erfrischend gut - ich bilde mir ein, den etwas knalligeren Charakter des Acryls zu hören!

    Kann ich dafür auch ein anderes (günstiges, raffiniertes) Öl nehmen?

    Das weiß ich mangels Erfahrung nicht - ich nehme dafür immer aus einer Flasche Olivenöl, die wir mal aus dem Urlaub vom Gardasee mitgebracht haben. Das hat nicht geschmeckt und dürfte mittlerweile schon jenseits der Genießbarkeit sein. Genau das richtige für solche Jobs.

    Man braucht nicht viel Öl, so ca. ein bis zwei Schnapsgläser voll maximal.