Wenn Du was von Tonhöhe relativ zu Crashes schreibst habe ich dieses Kriterium in 40 Jahren Getrommel noch nie vernommen...
Das ist interessant, trifft für mich aber nicht zu. Der Grundton des oben genannten Rides hat sich mit den Crashes gebissen (zumindest mit einem davon). Übrigens hat sich ein Gehör für sowas bei mir erst sehr spät entwickelt.
Was Dir gefällt hängt natürlich auch davon ab mit welchen Beckensounds Du sozialisiert wurdest und welche Musik Dich anspricht.
Ja und ja - die Musikrichtung gibt natürlich einiges vor. Die Sozialisierung natürlich auch - vor allem im Hinblick auf Markentreue. Ich bin mit den Sounds von Ian Paice aufgewachsen und es musste für mich (früher) immer Paiste sein. Heute bin ich da sehr viel offener und wenn mir ein Becken gefällt, dann kaufe ich es egal was drauf steht. Allerdings habe ich mittlerweile für meine Zwecke mehr als genug im Fundus und kaufe zumindest momentan keine neuen Becken mehr.
Mein Aha-Erlebnis war mit verschiedenen Sticks zu experimentieren...Dicker/Dünner/Hickory Maple/Kopfformen , weil ich nicht mehr so happy war und dann feststellte "hey mein Ride klingt ja plötzlich komplett anders" und damit klar war, dass ein Ride eben nicht DIESEN Sound hat. Dann habe ich aber festgestellt, dass ein für mich gutes Ride mit verschiedensten Sticks zwar sehr unterschiedlich aber dann immer irgendwie anders cool geklungen hat.
Oh ja, Sticks können einen riesen Unterschied machen. Habe ich gerade wieder erlebt, weil ich eine ganze Zeitlang mit sehr leichten Maple 7A gespielt habe und letztlich wieder auf 5er Hickory umgestiegen bin (manchmal auch Maple). Da klingt ein Ride mitunter ganz aufregend neu... Ich muss das allerdings etwas einschränken: ich spiele die Sticks, die mir gut in der Hand liegen und die mir vom Spielgefühl zusagen - ich suche sie nicht nach dem Rideklang aus.
wenn Du über Tip2 ein (und nicht DAS) Becken gefunden hast, was Du toll findest und für Dich funktioniert , bleib dabei und konzentriere Dich was Du auf dem Becken spielst und nicht worauf Du spielst, weil irgend ein Benny, JoJo oder geheimnisumwitterter Guru ne tolle Performance auf irgend 'nem neuen Becken abzieht.
Ich habe über die Zeit Ridebecken gefunden, die für mich in verschiedenen Umgebungen von Kneipenbühne bis großem Open Air funktionieren. Mittlerweile hält mich die Beckensuche nicht mehr vom Spielen ab - das war eine ganze Zeit mal anders (auch mit Fellen und Sticks).
Das Credo sollte lauten: Mach nicht aus dem Equipment sondern aus Deiner Spielerei eine Wissenschaft ! Und Ja: Ich habe auch rumprobiert und sage es war v.a. Zeitverschwendung !
Ich denke, der Weg und das Herumprobieren gehört schon irgendwie dazu. Man sollte nur irgendwann ankommen und nicht den Fehler machen zu denken, man könne nur mit Equipment XYZ gut trommeln. Wie Du selber richtig feststelltest:
...it's a journey...