Beiträge von Oliver_Stein

    Mir fällt auf, dass die alignten Versionen jeweils über 1 dB lauter sind (bezogen auf die wahrgenommene Lautstärke bzw. Lautheit nach EBU R128).

    Das kann ich nachvollziehen hier an der DAW, ist mir gestern Abend tatsächlich aber nicht aufgefallen. Interessant ist, dass diese höhere Lautheit nur durch das alignen entsteht - ansonten ist der Mix identisch. Es sind eh nur rohe Mikrofonsignale ohne EQ oder Kompression - nur ein True Peak Limiter war im Master aktiv.

    Mir gefallen die nicht alignten Versionen deutlich besser. Klingen viel offener und natürlicher! Aber ist natürlich Geschmackssache.

    Gestern habe ich vor allem mit Kopfhörer abgehört und hätte dir widersprochen - heute mit etwas höherer Lautstärke über die Monitore bin ich mir nicht mehr so sicher, welche Version ich besser finde. Es kommt sicherlich auch noch drauf an, was man im Mix mit solchen Signalen mach - wenn z.B. eine Plate oder ein kleiner Raum drauf kommt, dann wird das die Sache sicher nochmal verändern.

    Verzichtet man auf ein Aligning, sollte man natürlich trotzdem die Phasen checken. Die Werkzeuge dafür sind die Ohren und die Phasenschalter der Tracks.

    Ich stelle immer wieder fest, dass phasengedrehte Overheads oft besser mit den close mics an Snare und Toms harmonieren. Es lohnt sich auf jeden Fall, hier ein bisschen rumzuprobieren.

    Das mache ich auch immer. Dabei hängt es aber sehr stark von der Höhe der Overheads ab, ob eine Phasendrehung besser klingt oder nicht. Ist die Höhe so, dass sich gerade die Grundtöne von Snare und Toms auslöschen, dann bringt die Drehung einen viel volleren Sound. Bei mir waren die Overheads diesmal deutlich höher als sonst und es gabe keinen eindeutigen Unterschied beim Drehen der Phase.

    Wo ist bei einem Schlagzeug eine Stereomitte? ;)

    Ja, das ist eine gute Frage. In der Wirklichkeit ist die Snare ja nicht genau mittig und die BD oft auch nicht. In einem Mix möchte ich es aber so haben. Ich versuche, die Overheads so aufzustellen, dass zumindest die Snare mittig ertönt. Das geht bei AB über das vom Drummer aus gesehene Verschieben nach links und dem Versetzen des linken OH-Mics etwas nach vorne (Richtung vor das Schlagzeug). Bei XY oder ORTF geht es vor allem durch Drehen der Mikrofonanordnung auf die imaginäre Achse zwischen Snare und Bassdrum - manchmal kombiniere ich das noch mit einem seitlichen Abkippen der Anordnung in Richtung der tiefen Toms.

    Bei den OHs wenn A/B abgenommen, handhabe ich es sicher wie du und achte auf gleiche Laufzeiten zur Snare.

    Dabei achte ich wie du meist auf Phasentreue zu den OHs (aber nur beim top)

    Beim Aufnehmen habe ich da bisher meist nicht so auf die Phasenlage geachtet - vielleicht sollte ich das tun zukünftig.

    Wenn du jetzt aber jedes Tom und vielleicht die HH versuchst in Phase zu bringen, mit dem OH welches am nächsten ist, dann verbiegst du doch zwangsläufig auch die Positionen!? Und wie würdest du es zb. bei X/Y handhaben?

    s.o. - bei XY ist es eigentlich viel einfacher zu alignen, weil der Abstand der einzelnen Klangquellen zu beiden Overheads gleich ist. Da würde ich die Wellenform direkt übereinanderziehen - der Stereoeffekt ergibt sich dann nur noch durch die Lautstärkeunterschiede zwischen R und L.

    In Beispiel 2 hört man es an der Snare und auch an der BD.

    Hast Du da auch einen Favoriten beim Beispiel 2? Was hörst du an Unterschied?

    Gleichen Abstand der Snare zu den Overheads hatte ich auch lange Zeit immer wieder umgesetzt. Das mag bei minimaler Mikrofonierung und entsprechendem Mix gut funktionieren. Aber bei vielen Closemics, einem größeren Set-Aufbau mit vielen Becken und Verzicht auf Raummikros sind mir die Overheads mit mittiger Snare einfach zu unausgewogen (v.a. hinsichtlich der Becken, für die sie ja primär zuständig sind).

    Das stimmt, es ist mit Sicherheit sehr vom individuellen Aufbau abhängig. Ich hatte in meinem Beispiel diesmal z.B. keine Stützen für HH und Ride und auch kein Raummikrofon. Bei meiner aktuellen Beckenanordnung achte ich beim Aufstellen der Overheads darauf, dass die gehörten Positonen der Becken stimmen und sie von der Lautstärke zueinander passend sind. Das gefiel mir bei der Abnahme mit hohen Overheads sehr viel besser als bei einer niedrigen Position der Overheads.

    Aber ist alles Philosophie-Sache ... am Ende geht's ja nur darum, wie's klingt und ob's einem selber gefällt.

    Ja, richtig oder falsch gibt es hier nicht und am Ende entscheidet der persönliche Geschmack. Ich glaube auch nicht, dass ein Drumsound durch das Alignen steht oder fällt - da sind andere Faktoren viel entscheidender.

    Da gerade in einem anderen Thread das Stichwort "Alignment" fiel und ich zufällig gerade just damit experimentierte, greife ich diesen Thread nochmal wieder auf anstatt einen neuen aufzumachen. Es gibt zwei Audiobeispiele 1 und 2, die jeweils einmal aligned sind und einmal nicht. Welche Variante A oder B jeweils aligned oder nicht aligned ist, löse ich dann später auf. Nur eine Info dazu: in meinem Beispiel sind alle Spuren auf die Overheads bezogen korrigiert - bei Signalen außerhalb der Stereomitte auf die OH-Spur, auf der das Signal zuerst ankommt (betrifft vor allem die Toms - die Snare war im Mittelpunkt des gleichschenkligen Dreiecks zu den Overheads).


    Ich hänge die Beispiele hier als MP3 rein - ich empehle aber, für einen tiefgehenden Vergleich die 24 Bit Wavedateien hier auf meiner Box herunterzuladen und die Spuren untereinander in die DAW zu ziehen, damit man direkt hin und herschalten kann.


    Beispiel 1 - A

    Beispiel 1 - B


    Beispiel 2 - A

    Beispiel 2 - B


    Bin gespannt auf Feedback!

    Ist ein gutes, solides Set (nur die Schrauben der Lugs brechen gelegentlich aus, da leider Lugs aus Plastik),

    Die Lugs sind aus einem Gussmaterial (Metall), aber der Rest stimmt. Die Befestigungsgewinde brechen gerne ab, weshalb viele die Longlugs gegen neuere Single Lugs tauschen. Der Lochabstand passt bei Pearls modernen Lugs noch.

    Die BLX haben tolle Kessel und klingen sehr gut, wenn die Gratungen plan sind. Das mit den Lugs muss man halt wissen - entweder man pflegt ein Ersatzteillager so wie ich oder man stellt um wie ich es bei meinem MLX gemacht habe.

    Finde ich gut, dass Du die Stems bereitstellt! Dann kann jeder (der es will) sich das so zurechtrücken, wie es passt. Ich z.B. habe gerne die Rytmus Gitarre lauter drauf zusammen mit dem Bass.

    Die drei Minuten finde ich ok, auch wenn es vielleicht ein paar mehr Anläufe beim Einspielen braucht.

    ...und diese beknackte arretierungsschiene haben die endlich beerdigt...gut so !

    Ja, das ist gut. Die Ausführung der neuen festen Halterung ist aber m.E. eher so semi-gut: die haben die 5/8" und 3/8" Gewinde gleichzeitig in die Messinghülse gearbeitet, was ja erstmal nicht schlecht ist. Allerdings geht ein normales 3/8" Gewinde von einem Stativ jetzt nur noch knapp über einen Gewindegang in das Gegenstück. Bei Metallgewinden ist das vielleicht noch ok, aber bei dem Plastikgewinde von den MZH Haltern für den Trommelspannreifen wird das irgendwann zu Verschleiß führen.

    Heute sind meine beiden 421 Kompakt gekommen:



    Sie sind im Vergleich zum Original wirklich kompakt. Ich konnten noch nicht groß testen, aber klanglich kommen sie dem schwarzen MD421-U4 unten links sehr sehr nahe - zumindest mit etwas Abstand beim Besprechen. Ganz nah dran haben sie einen größeren Nahbesprechungseffekt als das Original.

    Das graue MD421 konnte ich hier im DF von HOHK erwerben (danke dafür nochmal!). Auf dem Bild seht ihr es schon mit ausgebauter Tuchelbuchse - ich habe auch eine Austausch-XLR-Buchse bekommen heute und auch schon eingebaut - leider passt diese nicht für normale (also Neutrik) XLR-F Stecker - der Innendurchmesser ist einfach zu klein. Da muss ich mit dem Hersteller nochmal ins Gespräch kommen.


    Es ist demnächst also Testen angesagt!


    PS: der Hersteller kannte das Problem bereits und sendet Ersatz!

    Orinocco, ich glaube, Du übersiehst, dass die Titel der Firma Musicfox gemafrei sind. Sonst könnten sie auch gar nicht so mit eigener Lizenzierung durch die Urheber vermarktet werden. Die GEMA kann daher keine Rechnung stellen für die Nutzung, da die Titel nicht zum GEMA Repertoire zählen.

    Weiterhin hat die Geschäftsführerin die Benutzung incl. Bearbeitung schriftlich genehmigt mit der einzigen Auflage, die Firma Musikfox zu nennen. Eine Lizenz muss nicht erworben werden, weil es sich um Titel aus dem kostenlosen Repertoire von Musikfox handelt.

    Ich kann hier keine versteckten Risiken erkennen...

    Mir ist auf der Seite https://www.musicfox.com/info/kostenlose-gemafreie-musik/ der Rocksong "Roadstar" positiv aufgefallen. Der ist mit 98 BPM moderat und gut spielbar für alle, man kann mit Bummtschack durchspielen, wenn man die Riffs noch nicht mitbetonen kann - die Fortgeschrittenen hätten aber auch ordentlich was dran an dem Stück.

    Ich habe es in meiner DAW mit 98 BPM sehr genau synchron bekommen - wenn man da das Schlagzeug entfernt (mit Moises oder ich könnte das auch mit Spectral Layers machen), dann wäre das ein prima Playback!


    Wer mal reinhören will in den Song: https://www.musicfox.com/downl…ile=musicfox_roadstar.mp3

    Lass Dir doch vom Keyboard einfach den Click als Mididaten geben - muss ja nicht mit MTC sein. Deinen Klicktrack kann man doch problemlos in das Midifile des Keyboarders integrieren.

    Ich habe ein 21“ DE Dark Dry Ride und liebe es ebenfalls! Ich spiele es momentan mit Modern Essentials Crashes und einer Sabian HH Vanguard Hihat. Es passt auch super in mein anderes Set - dort ein 18“ DE Crash und eine K Custom Dark Hihat oder die 15“ DE Hihat.

    Das DE Dark Dry Ride ist relativ leise und fällt klanglich zumindest im Vergleich zu den Crashes und Hihats aus der Dark Energy Reihe deutlich anders aus. Wenn Du insgesamt in die Richtung des Rides willst, dann sind die DEs vielleicht zu brilliant und hell. Dann mal bei den anderen Cymbalschmieden schauen, die nicht abgedrehte Hihats und Crashes anbieten.

    Wenn ich Rechteinhaber bin, dann verklage ich doch nicht (in erster Linie) Youtube LLC, Google LLC oder Alphabet Inc.,

    sondern knöpfe mir doch denjenigen vor, der das Video hochgeladen hat.

    In der Praxis ist es so, dass ein Rechteinhaber Youtube auffordern kann, den Inhalt zu entfernen. Ganz wenige machen das auch. Ansonsten bekommt Dein Video einen Tag: "Urheberrecht", was bedeutet, dass Du das Video auf Deinem Kanal lassen kannst, aber nicht monetarisieren. Ob ein Urheber einen Hochlader direkt verklagen kann, weiß ich nicht (wahrscheinlich wohl schon), aber in der Praxis kommt dies nicht vor. Wenn Du bei einem Playback hunderte Videos findest, die es benutzen zum "Entlangspielen", dann kannst Du davon ausgehen, dass der Urheber dagegen nicht vorgeht. Ich weiß, all das Geseier ist für einen Rechtsanwalt schwer zu ertragen...

    Aus meiner Sicht ist es am Einfachsten und Sichersten, wenn man sich die Verwendung des Werkes vom Urheber konkret abnicken lässt,

    so wie es hier wohl bislang auch geschehen ist.

    Ja, und das bedeutet dann in der Praxis, dass man suboptimale Konstrukte verwenden muss (was Sound und Qualität der Komposition angeht). Macht dann halt nicht so viel Spaß - mir jedenfalls nicht.

    Was hätten 2 Gruppen bei der aktuellen Challenge verändert? Wenn wir in der Rangliste der 12 Teilnehmer an einer beliebigen Stelle eine dicke horizontale Linie ziehen würden, oben "Advanced" und unten "Casual"...Frage an die Einreichenden: Wer würde sich oben oder unten einordnen? Frage an die Bewertenden: Wer hätte anders gestimmt, so dass eine andere Gesamtreihenfolge zusammen käme?

    Vielleicht habe ich es nicht klar genug beschrieben: Wenn es ein Playback gibt für alle, dann fällt sowas hier wahrscheinlich raus, weil es viel zu schwer für Anfänger und etwas Fortgeschrittene ist: https://ae.vicfirth.com/educat…aribaldi-back-in-the-day/


    Deshalb war meine Idee, ein einfaches Playback zur Verfügung zu stellen (also z.B. eines, wo man mit einem BummTschack ohne schwierige Breaks durchkommt). Das wählen sich die Leute aus, denen das "Advanced" zu schwer ist. Die Advanced könnten sich dann an TOP abarbeiten. Wertungen gäbe es natürlich zwei - getrennt für beide Gruppen. Zwei erste Plätze, zwei letzte.


    Wenn es immer für alle passen soll (one size fits all), dann orientiert es sich automatisch nach unten vom Anspruch. Dass muss nicht schlecht sein, aber die richtig geilen Sachen sind halt manchmal etwas vertrackt.

    Was wir gern probieren können ist eine "globale" und anonyme Präsentation der Beiträge in einem Youtube-Video mit Kapitelmarken für die Beiträge.

    Da ist es kein Problem, rechtlich geschütztes Material zu benutzen. Das Problem sehe ich dann eher darin, dass jeder Teilnehmer sich das Material selbst besorgen muss.

    Ich kann Deine Punkte nachvollziehen!


    Mit dem obigen Modus wären wir viel freier, was die Auswahl von Playbacks angeht. Alleine bei Vic Firth sind wirklich viele tolle Tracks kostenlos zum Download bereit - meist in einer Version mit und einer ohne Click. Gibt bestimmt auch noch andere Quellen…