Guten Morgen,
ich kann den Beitrag von Savagedrums vollkommen nachvollziehen.
Wer für umme spielt, kann vom Veranstalter gar nichts erwarten....
Das ist durchaus noch ein bedenkenswerter Ansatz, allerdings hatten wir es ja im Verlauf schon, dass es darauf ankommt, ob man in der Festhalle für
die Konzertagentur Dingens und Bums GmbH & Co. KG oder eben im Garten von Onkel Heinz spielt, wobei der dann möglicherweise das eine oder andere
halt auch nicht erwarten kann.
Ich stelle auch gern mein Set und SELBSTVERSTÄNDLICH darf sich jeder Drummer das so einstellen, wie er möchte!
Den Spaß hatte ich auch schon. Auch da kommt es darauf an. Habe ich ein relativ normales Set und verhältnismäßig viel Zeit, kann das relativ unproblematisch laufen, wenn man es mit anständigen Musikern zu tun hat. Auch da steckt der Teufel im Detail und das niedriger gestellte Tom-Tom kann dann hinterher auch mal den Lack von der Fußhupe abgeschabt haben. Zum Thema Schrauben zu fest oder zu lose anzuziehen, könnte man dann auch noch eine Diskussion beginnen.
Bei mir ist das insofern diplomatisch gelöst, dass alles fix ist. Ernsthafte Veränderungen bedeuten gleichzeitig Gerüstabbau und Komlett-Neuaufbau, damit ist die Diskussion schnell beendet. Praktischerweise hatte ich das mal so gehandhabt, dass ich die Beckenhalter halbwegs flexibel gehalten und nur die Trommel gefixt habe. Allerdings habe ich dann immer assistiert, um von vorneherein Schaden abzuwenden, das ist ein erheblicher Aufwand, den man auch nur nach der Devise "kommt darauf an" veranstaltet.
Jetzt könnte man gegenargumentieren, dass derjenige, der die Bude stellt, halt ein Standard-Gerät hinstellen soll.
Hm, man kommt so immer mehr in das Fahrwasser, dass man von der Kunst ins Handwerk gerät.
Wer individuelle Musik macht, hat möglicherweise auch einen individuellen Aufbau, auch da kommt es wieder sehr "darauf an".
Ich persönlich sehe das so: wenn mir jemand ermöglicht, auf seinem Gerät spielen zu dürfen und ich das als gangbare Option ansehe, dann halte ich mich mit Veränderungen zurück. Dabei hilft es ernorm, wenn man schon mal den ein oder anderen Aufbau überlebt hat. Aber auch das geht eben nur bei Standard-Mucke. Es ist immer ein Kompromiss und manchmal riecht er ein bisschen komisch, je nachdem.
Die Setmitbenutzungsaktionen sind immer eine Herausforderung für alle, ob es der Sache wirklich dienlich ist, bezweifle ich für einige Fälle durchaus.
Ich sehe es auch als Künstler nicht ein, schlechter behandelt zu werden als andere Künstler. Wenn für mein Gerät kein Platz ist, kann ich halt nicht kommen.
Grüße
Jürgen