Beiträge von Jürgen K

    Guten Morgen,


    dieselbe Fabrik produziert nicht dasselbe Produkt.

    Es soll ja ein Pörl Export auch etwas anderes sein als ein Pörl Masters, aber vielleicht bin ich da einfach nur dem Marketing aufgesessen und finanziere dem Chef seine Pörl Flöte.

    Was Adidas und Nike betrifft: bei Fußballspielen im Fernsehen sehe ich merkwürdigerweise schon recht deutlich, welche Leute hübscher eingekleidet sind und welche nicht. Und auffallenderweise kann ich da inzwischen sagen: wenn ich Fußballer wäre, würde ich nicht in so einem Sackhemd von Dingens herumlaufen, da ist es ja kein Wunder, dass man nur Frauen abbekommt, die ansonsten keiner will und die deshalb in a land down under um ein bisschen Taschengeld würgen müssen.


    Was den Klang betrifft: das ist natürlich abhängig vom Intox.

    Selbst bei der Branntweinverkostung gibt es Leute, die behaupten, dass es einen Unterschied macht, ob man auf der Messe mit nettem Begleitpersonal und einer wunderschönen Umgebung einen ganz anderes Empfinden entwickelt als daheim im kahlen und kalten Weinkeller auf dem Holzschemel einsam und von allen verlassen.


    Von der Psychologie und dann vielleicht auch den räumlichen Gegebenheiten abgesehen:

    ein richtig gutes Instrument klingt auch unter widrigen Bedingungen noch halbwegs ok, ein richtig schlechtes nur unter besten Bedingungen halbwegs gut.

    Mit billig schränkt man sein Potential ein, denn es braucht dann schon einen Experten, der noch etwas daraus macht. So verkauft man ja auch Billigklamotten: teure Plakatwerbung. Jedes Jahr zu Weihnachten bewundere ich die perfekten Zähne von den bestimmt frierenden Modellen, die mir beibringen wollen, dass ich unbedingt noch den BH von Far-of-sky zu meinem Festtagsessen von Al-die-Liedl benötige, bei einem guten Glas Kunstaromatee am Strand von Santa Maus, wo nebenan gerade das neue Hotel gebaut wird.


    An der Bestuhlung (Beitrag #37) (hochwertige reinweiße Plaste) und dem Publikum (durchsichtig wie die Felle) sieht man ja, auf welches Nivea man da setzt. Als Deko Becken, wo schon "pst" (= hush) drauf steht und Fellen, die für die Minimierung aller störenden Obertöne prädestiniert sind, da weiß man, es geht um Stimmung, nicht um Klang. Mich selbst stört so etwas immer, weil ich ja derjenige bin, der sich das von der Front her anhören muss, abgesehen von den armen Mikrofonen, die aber möglicherweise gar nicht so empfindlich sind. Nach der Kläranlage ist der Sound sowieso open air. Und da verfliegt bekanntlich vieles.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Morgen,


    der Handwerker achtet auf die Schraube, der Musiker wendet sich ab.


    Es gibt viele Gründe für Billigstware, aber nicht für Musiker.

    Wenn ich ein Musik machen will und dafür ein Instrument benutze, so ist es selbstverständlich, dass dieses funktioniert.

    Dazu gehört natürlich, dass es nur umfällt, wenn ich es trete und dass es tönt, so wie ich es erbete.

    Wenn dazu erst mal neue Felle, eine Rolle Gaffa, frisches Olivenöl, Handschuhe und ein gehöriges Maß an Taubheit nötig sind, dann ist irgendetwas falsch.

    Und beim Verbrennen treten ja noch die Schadstoffe aus. Gesund ist das nicht.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Nachmittag,


    ich habe die 805, die im wesentlichen baugleich ist.


    Vorschlag 1: einfach die Beine einklappen und dann ans Gerüst schrauben, habe ich daheim am Übeset so gemacht.


    Vorschlag 2: kaputt machen. Bei einer 95 (älteres Modell davor) hat der Vorbesitzer auch radikal den Bohrer angelegt, die ist jetzt beinlos und benötigt Standhilfstmittel.


    Vorschlag 3: warten, bis eine gute Fee kommt und Wunder verkündet.


    Alles ist möglich.


    Grüße

    Jürgen

    Mahlzeit!


    Man soll ja mit dem Frühjahrsputz frühzeitig beginnen, daher habe ich mal in der Schwermetallkiste gefunden, was voraussichtlich nicht mehr gebraucht wird:


    #1 - 03.02.2023

    TAMA Doppeltomhaltestange

    vermutlich aus der guten alten Zeit, als das noch der "strongest name in drums" war.

    Durchmesser: 1" (25,4 cm)

    Nutzbare Länge des Rohrs: 51 cm

    Zustand: Verchromung gedünnt, Rostflecken; also optisch nicht mehr der Knüller, dennoch stabil und straßentauglich

    Grund der Abgabe: ich hatte das mal besorgt, um halt irgendwie noch irgendwo etwas anders hängen zu können, tatsächlich habe ich mehr Halter als Trommeln, faktisch war es bei mir nie im Einsatz, liegt nur rum.

    Fragen kosten nichts,

    das Ding selbst kann für 25 Euro inklusive DHL-Versand (D) weg.


    #2 -


    Grüße

    Jürgen

    Mahlzeit,


    vermutlich ist es den Stress nicht wert

    ist immer ein gutes und oft schlagendes Argument.


    Ansonsten ist es natürlich so, dass ein "Vertrag" in der Laiendefinition etwas anderes ist als in der Definition, die man im Gesetzbuch nachlesen kann.


    Ich überlege, wann ich das letzte mal etwas bei diesen komischen Plattformen, die so ziemlich alles anziehen außer Kakerlaken und Schimmelpilze, gemacht habe. Mir ist das einfach zu stressig. Meistens jedenfalls.


    Grüße

    Jürgen

    Mahlzeit!


    Da hat irgendein Vorbesitzer gemeint, sich handwerklich betätigen zu wollen.

    Jedenfalls ist die Folie verlustig gegangen, genauso wie die Embleme, wo drauf stand, wie sich das nannt'.

    Die Kessel wurden sodann wohl geölt oder gewachst, eventuell noch in Seidenmatt lackiert.

    Das Holz dürfte Red Lauan sein.

    Die Böckchen an den Trommeln sind definitiv nicht Tama, sondern von einem, der das Design nachempfunden hat, also möglicherweise tatsächlich NewSound.

    Ob die Abhebung original dabei war, wage ich zu bezweifeln, die kann der eifrige Bastler auch während seiner Arbeiten angebracht haben, vielleicht gefiel ihm die ursprüngliche Fassung nicht so gut, soll es ja geben.


    Grüße

    Jürgen

    Hallo,


    1. jeder Fall ist anders.

    2. Wenn man jemand in Haftung nehmen will, sollte man Beweissicherung betreiben, also nicht erst wischen und dann fotografieren. Wenn der in Haftung zu Nehmende versichert ist, heißt das bei größeren Beträgen eher, dass dessen Versicherung jemanden schicken wird, der sich das ansehen wird. Der ist natürlich parteiisch. Daher sollte man das, was der macht, im Zweifel auch machen.

    3. Brandstiftung ist auch in fahrlässiger Begehung sogar strafbar. Das heißt zivilrechtlich unerlaubte Handlung (oder Unterlassung) und damit gibt es theoretisch einen Schadensersatzanspruch.

    4. Schadensersatzrecht ist Gegenstand jedes Jurastudiums, das sollte auch (und gerade) der Anwalt um die Ecke ebenfalls beherrschen. Fachanwalt für Brandschadensrecht gibt es meines Wissens noch nicht. Eventuell helfen Angaben zu Tätigkeitsschwerpunkten. Aber grundsätzlich sollte das jeder können.

    5. Bevor man mit der Gegenseite (Versicherung, Unternehmer usw.) spricht, sollte man seinen Rechtsberater konsultieren. Was man vorher blöd verplappert und möglicherweise gar noch zugesagt hat, bekommt man nachher schlecht wieder weg.

    6. Portokasse prüfen. Was ist die Sache tatsächlich wert? Was kann man als Risikokapital investieren?

    Vor Gericht und auf hoher See ist man nur in Gottes Hand.


    Grüße

    Jürgen

    Hallo,


    Erfahrung habe ich leider keine bis wenig (Kinderglockenspiel).

    Es gibt Kunststoffköpfe in weich (eigentlich nur zum Üben für die Schonung der Ohren), mittel und hart, sogar sehr hart soll es geben.

    Daneben gibt es noch Holzköpfe und Glasköpfe.

    Messingköpfe kenne ich nur von Triangelschlägeln.

    Klanglich ist das doch extrem hell, wenn man da mit Metallköpfen spielt?


    Grüße

    Jürgen

    Guten Abend,


    der letzte Proberaum kostete anteilig so ungefähr 25 €. Allerdings war der mit drei Kapellen belegt und die Bude musste immer auf- und abgebaut werden, jedenfalls soweit, dass man das Zeug dann in einen Nebenraum verfrachten konnte. Ansonsten gab es sogar Fenster und dank Bunker waren die Wände dick und die Nachbarn weit weg.


    Ansonsten haben die Vereine gewisse Räumlichkeiten, welche jeweils die Kommune zur Verfügung stellt, kostet auch, aber verhältnismäßig wenig und irgendwie zahlt das dann der Verein.


    Ansonsten muss man hier in der Metropole schon mit 10 € für 1 qm kalkulieren. Heizung ist eher Glückssache. Im Sommer fände ich Klimaanlage sinnvoller. Letzten Sommer habe ich Proben ausfallen lassen wegen den Temperaturen.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Abend,


    ich würde flea bites schreiben und B15 denken, aber das Becken nicht kaufen.

    Wenn ich es wollte, würde ich auf weniger spekulieren, wenn ich es dafür (weniger) bekäme, würde ich mich freuen.

    Heutzutage sind die Preise aber ansteigend, für einen Normalsterblichen, der das Ding will, sollte das noch im Rahmen sein. Problem ist halt, ob es jemand will, wer reitet schon gerne trocken?

    Und diese Randerscheinungen sind halt auch nicht jedermanns Sache.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Abend,


    da ich praktisch nur Kleine Trommeln mit Parallel- oder Pseudoparallelabhebung habe, nehme ich das, was drauf ist bzw. als Ersatzteil angeboten wird.

    Hinsichtlich der Felle habe ich entweder Hazy Ambassador Snare Side oder Hazy Emperor Snare Side.

    Ich verwette meinen Allerwertesten, dass hier fast alle unten Werksfelle, Ambassador-Stärke (Evans 300, Aquarian Classic Clear Snare Side) oder bestenfalls noch Diplomat-Stärke (die Jazzer sozusagen) drauf haben.

    Mich würde da mal interessieren, ob jemand was anderes hat oder kennt (Renaissance, Emperor, Black Suede, Vintage ...).
    Untenrum ist ja so ein bisschen Tabuzone. Oben wird gestimmt, gedämpft, belegt, unten wird hochgeknallt (mehr oder auch mal weniger) und fertig.


    Bis auf bei einer meiner Trommeln habe ich noch nie den Teppich gewechselt. Resonanzfelle habe ich bei den aktuell vorhandenen Trommeln auch nur bei zweien jeweils einmal gewechselt (oder es ist so lange her, dass ich es vergessen habe).


    Grüße

    Jürgen

    Hallo,


    ausgerechnet der Mann, der auf 2 und 4 die Charlestonmaschine auslässt ...


    Zu den Becken:

    es gibt traditionell zwei Bauformen: türkisch und chinesisch.

    Wir wissen ja alle, dass vor der Erfindung des drum-set (also der Rationalisierung des Schlagwerks) gewisse Musikanten gerne durch die Straßen zogen und es da Leute gab, die zwei Becken zusammen schlugen. Der Chinese hat da traditionell die Kuppel so geformt, dass man sie in der Hand halten kann, ich glaube "Wuhan" macht das heute noch so und bei Paiste gibt es ja auch diese eckigen Kuppen.

    Am drum-set der Tanzmusik musste dann alles ein Loch haben (sonst hätte man ja wieder Personal benötigt, was man zuvor eingespart hatte), aber der ein oder andere Künstler wollte halt ein bisschen exotisch klingen. In dieser Zeit wurde noch viel geritten, also man klapperte so auf den Becken herum. Erst als die Verstromung einsetzte, wurde alles lauter und es musste mehr Krach gemacht werden, das hat dann die nach oben stehenden Ränder bei den Becken chinesischer Bauart schnell kaputt gehen lassen, deshalb haben dann die modernen Popularmusikanten das Ding einfach umgedreht.


    Der Herr W. war ja immer Traditionalist, er spielte altes Zeug und hat wohl auch nie viel dazu gelernt, allerdings auch genug Kleingeld, sich ab und an mal ein neues Becken zu kaufen (gerne gebraucht). Tatsächlich hat er ziemlich viel China-Becken gespielt im Vergleich zu allen anderen. Ich glaube nicht, dass bei ihm nur drei kaputt gegangen sein sollen. Vielleicht drei in einem Jahr oder auf der letzten Tour oder halt die, an die er sich noch erinnert.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Morgen,


    ja, die sprachlichen Irrwege irrten zur Mathematik und weil die so trocken ist, dahin, wohin alle Wege führen, wenn der Durst gestillt werden will, an des deutschen liebstes flüssig Ding.


    Sprache ist wichtig, wenn man verstanden werden will oder auch nicht.

    Man kann mit Sprache klären und verklären.


    Wenn man Noten bekommt, muss man ja einerseits neben Deutsch auch Englisch, Französisch und Katalanisch können, Italienisch sowieso, andererseits muss man tolerant sein und im Zweifel auch mal die ein oder andere Anweisung ignorieren.


    Schon in Proberäumen wird ein Zeug geredet, was schriftlich noch schlimmer wird: ist jetzt Tamburin gemeint (und gesagt) oder wollte der Sprecher sich mit Englisch schmücken und sprach tambourine? Und was meinte er dann?

    Ja, meine Woodblocks sind aus Plastik und eigentlich klingen sie auch mehr nach temple blocks. Aber wer versteht das?


    Und wieso heißt das Schüttelrohr der Schäker?


    Warum übersetzen wir snare drum nicht als Fallschlingentrommel?


    Wieso reden im Orchester Leute von den Marschbecken?


    Was war doch gleich nochmal die Pauke?


    Weiß jemand, was ein Tam-Tam ist?


    Es ist einfach schlimm, das alle nur ans Saufen denken.


    Grüße

    Jürgen

    trinkt zu wenig

    Guten Abend,


    also bei der Verkehrskontrolle gibt es ja bei unklarer Sachlage gerne den Sachverständigen, der rechnet meistens in Promille.

    Das ist für Laien ganz schön schwierig, denn auf Bier und anderen Getränken stehen immer nur Prozente.

    Bei meinen Becken stehen dagegen Zoll drauf. Der Zoll oder die Zoll oder vielleicht auch das Zoll.

    Und die High-Head sehe ich sogar doppelt.

    Liegt das am Zoll oder an der Promille?


    Slainte mhath!

    Jürgen

    Guten Nachmittag,


    der Satz mit der Bierflasche, die geöffnet wird, lautet bei mir so: "Plopp. Gluck, gluck, gluck."


    Ansonsten habe ich gerade vorhin wegen eines Orchesterwörkschopps, der in Englisch gehalten werde, eine Übersetzungstabelle gesehen, da übersetzte der Musikverein die "Große Trommel" mit "drum".


    Man soll nicht alles glauben, was man im Internet liest oder hört.


    Ick geh' dann mal 'nen Apostel auf die Haihätt' übe-n.


    Prosit

    Jürgen

    Hallöle,


    auf der Charlestonmaschine sind die Charlestonbecken montiert.

    Hi-Hat ist Englisch und das versteht doch sowieso niemand, the hi-hat-cymbals, the hi-hat-machine, natürlich sind Becken (es sind ja in diesem Falle immer zwei (ach so ...) stets Plural und müssten abgekürzt also die Hi-Hats auf eingedeutscht heißen, ist die Maschine gemeint, sollte man das dazu sagen, es wäre dann aber so oder so weiblich und wenn man Maschine plus Becken meint, wäre die Kombination ja auch eher was Weibliches oder Plurales.

    Aber wie das so ist, manche Musikanten sind halt im Lesen und Schreiben nicht so firm. Und in Instrumentenkunde kennen sich die Wenigsten aus, sonst würde das Tamburin ja nicht immer mit dem Schellenring verwechselt werden und die Pauke, ach ja, was man so alles aushalten muss im Laufe des Lebens auf dem Dorf und der Stadt.


    Grüße

    Jürgen


    Edith meint, dass die deutsche Staatsangehörigkeit kein Garant für ausreichende Sprachkenntnis ist.

    Guten Abend,


    ich würde da mal ganz entspannt bleiben wollen:

    viele windige Gestalten sind offenbar ziemlich schmerzfrei, was die Meinung von Außenstehenden betrifft. Ich fürchte, die Wenigsten machen sich die Mühe, hier zu lesen, dann hätten sie ja gar keine Zeit mehr für ihr schändliches Tun.

    Und falls doch einer so gewieft sein sollte, heimlich zu spionieren, was der Feind so schreibt, so würde einem solchen es wohl dank guter Übung recht leicht fallen, sich eben mal schnell anzumelden, notfalls auf den Namen des Goldhamsters oder der verstorbenen Oma oder von wem auch immer.

    Daher glaube ich fest, dass allzu viel Mühe hier nur wenig Effekt hat.

    Interessanter sind schon die Ermittlungsakten, die gibt es aber nicht im Internet.


    Grüße

    Jürgen