Beiträge von Majestic12

    Ich plauder mal aus dem Nähkästchen um mal nen Einblick zu geben:


    Sinngemäß:


    "Hi, also ich würde gerne so ein Becken haben, das wie das 20" K Custom Dark Ride ist. Sag dem Diril bitte dass es sich die beiliegenden Fotos ansehen soll. Die Härmmerung soll genau in der Form und mit diesem Muster erfolgen, ausserdem sollte darauf geachtet werden dass die Oberflächenfärbung des Beckens dem des K Custom entspricht. Was noch gut wäre ist, wenn der Diril sein Logo und seinen Stempel weg lässt, die mach ich dann so oder so weg und das würde mir und ihm die Arbeit sparen.
    Ach ja genau, was das Gewicht und die Dicke betrifft. Kannst du da mal bei Zildjian nachfragen ? Ich hätte gerne genau die gleichen Werte für dieses Becken."


    So lautete in etwa eine der Nachrichten die ich damals bekommen hab.


    Später wurde dann auf meine Frage ob er denn ein Becken haben möchte welches Klanglich in die Richtung des K Custom geht mit "Ich weis nicht genau, ich hab das Becken noch nie gehört, aber es wenn es so aussieht wird es ja wohl auch so wie das echte klingen, oder ?" geantwortet ;)

    Harvey, du bist auch gar nicht gemeint. Deine Vorderungen damals waren ja noch umsetztbar, ich gehe hier von ein paar Usern aus die etwas krassere Sachen haben wollten :)
    Du brauchst dich hier also keineswegs zu rechtfertigen, das ging schon alles in Ordnung :)

    Das Orginal Subkick von Yamaha klingt genau so, da ist kein Unterschied zu hören, zumindest zu den Aufnahmen im Studio die ich selbst gehört hab.
    Live konnte ich das Subkick leider noch nie ausprobieren.

    Klipp, ich kann deiner Aussage nur zustimmen. Was ich mir damals bei den letzten Sammelbestellungen beim Ibrahim alles von potentiellen Interessenten anhören durfte was Preise und Qualität betrifft und in wie weit man sich diese und diese Becken von Firma XYZ möglichst identisch (meistens war dann sogar eine möglichst genaue optische Übereinstimmung mehr gefragt als der Sound) nachbauen lassen kann hat mich ab und zu auch nur noch an den Kopf fassen lassen.


    Bei den Diril und höchstwarscheinlich auch bei den Murats (welche ich nicht kenne) reden wir von ausgezeichneten Becken die in einer Liga spielen welche man zu so einem Preis vllt gerade mal auf dem Gebrauchtmarkt findet. Und wenn es dann Leute gibt die sich wegen 5 Euro Preisunterschied aufregen, obwohl sie gerade die Möglichkeit warnehmen sich ein Becken maßschneidern zu lassen (was wohl auch kaum wo anders möglich ist) und ansonsten für die gleiche Qualität mindeste das doppelte Bezahlen müssten finde ich das absolut nicht gerechtfertigt.


    Jungs und Mädels, hier gehts immer noch um Handarbeit und Qualität, und Becken kosten halt auch was. Wem die Teller zu teuer sind der soll ruhig wieder auf 101er Paistes rumklopfen.

    Das mit der Stimmschraube ist kein Problem, da reisst nix aus, zumindest die letzten zwei Jahre hielt das bombenfest. Ausserdem will ich nicht zwei extra Ösen in die Bassdrum spaxen, ich glaub der Drummer bringt mich um wenn ich das mache :)


    bathtubdiver: Schaukeln tut da gar nichts, die Bassdrum bewegt sich ca um 5mm wenn man draufschlägt. Hat sicher mit Phüsik zu tun, Masse und Impuls und so kram :)

    Meshfell kommt noch dran, is schon bei Thomann bestellt.
    Die Bassdrum ist eine 24 Zoll Tama Starclassic Bubinga Omnitune.
    Die Band heisst "Vermaledeyt" und die machen Mittelaltermusik mit Dudelsäcken. Der Drummer spielt im stehen und bedient die Bassdrum mit der Hand, deswegen hängt das Ding auch an 2 Ketten im (Holz) Rack.
    Aufgebaut wurde das wie gesagt letzten Sonntag in einer Konzerthalle um das Set für die kommende Tour zu proben, war also nicht öffentlich zugänglich.

    Ich hab mal einige Versuche mit mehreren Triggerpiezos auf einer Fläche gemacht, das funktioniert schon ohne größes Übersprechen, allerdings muss man viel rumprobieren welche Materialien man zum dämpfen verwendet. Schau dir doch z.b. mal ein MPD 16 von Akai an, da hast du auch 16 Trigger auf einer kleinen Fläche.

    Heute war in einer Konzerthalle der Soundcheck für die kommende Tour einer Band die ich als Tech betreue und wir haben das Subkick mal als Ergänzung zum normalen Bassdrummikrofon verwendet.
    Das Ding ist übel, man kann es ganz leicht dazumischen, wenn man den Kanal aber mal gut auf die PA gibt hat man auf einmal einen Tiefbass der richtig in der Magengegend zu spüren ist.
    Das ist viel zu hart um es die ganze Zeit so zu lassen, aber als Effekt an geeigneten Stellen in den Songs ist das einfach die Wucht :)

    Ich hab grad mal ein Soundbeispiel aufgenommen, leider nur unter sehr dürftigen Bedingungen im Proberaum, aber man hört glaub ich schon ein wenig um was es geht. Übernächste Woche kommt dann noch was unter besseren Umständen.


    Klick Mich !!!


    Zunächst hört man nur das normale Bassdrummikrofon (in dem Fall ein Sennheiser e902), in der Mitte des Grooves wird dann das Subkick Mikrofon dazugefahren. Am Ende kommen dann noch ein paar einzelne Bassdrumschläge, erst das 902 alleine, dann zusammen mit dem Subkick und am Schluss das Signal nur vom Subkickmikrofon . Es wurde noch nix mit EQ oder Kompression gemacht und ich bitte das Quietschen der Fussmaschine zu entschuldigen :)
    Wer ne gute Abhöre hat den sollte das ganze eigentlich schon gut wegdrücken :)

    00Schneider hat schon recht, der Membrandurchmesser hat nicht direkt was damit zu tun wie gut tiefe Frequenzen aufgenommen werden.
    Das mit der 8ter Charakteristik stimmt, das Chassis ist wie ein Druckgradientenempfänger anzusehen. Durch den Nahbesprechungseffekt hat das Subkick daher wohl auch den größten Effekt wenn es sehr nahe an der Bassrum steht. Aber wie gesagt, ich probier das Ding am Sonntag einfach mal aus und sag euch dann wies so war.

    Theoretisch kannst du den Speaker auch direkt ans Mischpult anschließen, du hast nur das Problem dass ohne Übertrager die Verbindung dann unsymmetrisch ist und du keine langen Kabelstrecken legen kannst ohne dir Störsignale einzufangen. Mit der DI Box symmetrierst du das Signal und hast so gesehen keine Probleme mehr. Ausserdem kann man an vielen DI Boxen noch ein Pad dazuschalten was ab und zu nötig sein kann, weil der Speaker einiges an Ausgangspegel hat.
    Das mit dem Speaker hinten schließen hab ich mir auch schon mal überlegt. Theoretisch gelangt der Schall über das offene Gehäuse ja auch an die Rückseite der Speakermembran und könnte durch diesen Zeitversatz zu irgendwelchen Kammfiltereffekten führen. Allerdings hab ich da noch keine Erfahrungswerte in wie weit sich das in der Realität auswirkt, da müsste ich mal ein paar Tests durchführen :)
    Mach ich vllt. mal wenn die Prüfungen an der Uni diesen Monat rum sind :)

    Am Sonntag teste ich das Komplettsystem mal aus. Ansonsten hab ich den Speaker auch schon einzeln ohne das Gehäuse drum rum verwendet und das funktioniert einwandfrei. Wenn ich mal dazu komme mach ich ein paar Soundfiles wo man hört wie sich das Signal vom Subkick einzeln und zusammengemischt mit einem normaler Bassdrummikrofon anhört.

    Ich hab mal wieder was neues gebaut. Inspiriert vom Yamaha Subkick Mikrofon, aber abgeschreckt durch den verdammt hohen Preis hab ich mir so ein Ding selber gebaut.


    Zutaten:


    1x 8 Zoll Car Hifi Lautsprecher Chassis
    1x 10 Zoll NoName Tom
    1x 10 Zoll Mesh Fell
    1x Standart passive DI-Box
    1x 6,3mm Klinkenstecker


    Schrauben, Kabel, Lötkolben....


    Gekostet hat das ganze ca. 50 Euro, den Speaker gabs für 10 Euro bei Ebay, die Tom hat 20 gekostet und eine einfache DI Box gibts auch für 10-20 Euro




    Der Speaker fungiert hier quasi als Mikrofon mit einer riesigen Membran, welche es ihm ermöglicht tiefe Frequenzen ordentlich aufzunehmen.


    An den beiden Lötfahnen des Chassis wurden einfach zwei kurze Kabel mit einem Klinkenstecker am Ende eingelötet, der Pluspol kommt an die Spitze des Steckers, der Minuspol an den Schaft.



    Damit man den Lautsprecher besser vor einer Bassdrum platzieren kann hab ich ihn mit 4 Holzklötzchen als Abstandshalter in eine alte Tom eingebaut, was man auf dem Bild gut sehen kann. Die DI Box wurde dann auch hinter dem Speaker mit zwei Schrauben fixiert, am besten so dass man auf der Rückseite der Tom gleich das XLR Kabel in die Box einstecken kann.


    Die Klinke kann nun in die DI Box eingesteckt werden und am besten macht man auf die Vorderseite der Tom noch eine Meshfell um zu verhindern dass irgendwer auf die Lautsprechermembran drauflangt.
    Mit einer Tomhalterung, Stativ und Multiklemme kann das Subkickmikrofon nun sehr praktisch vor jeder Bassdrum platziert werden und sieht auch noch gut aus :)



    Ideen und Kritiken dazu sind immer gerne willkommen 8)