Interessantes und wichtiges Thema.
Bei mir hat das eigentlich immer zur Zufriedenheit aller funktioniert, und ich möchte eigentlich immer im für mich optimalen Aufbau spielen, d.h. vorne nur ein Tom und das Ride daneben. Kann aber auch mit 2 Toms leben. Und vor allem ist ein ergonomischer Aufbau mit GESTIMMTEN Trommeln wesentlich wichtiger als die Qualität des Sets - sprich, auf einem gestimmten Sonor 505 in ordentlicher Einstellung wird jeder besser spielen als auf einem wie Kraut und Rüben eingestellten Starclassic mit 5 Jahre alten Pinstripes und wackeligen Ständern.
In der Regel nehme ich meine Änderungen vor, ohne vorher zu fragen, weil ich es für selbstverständlich halte, bzw. der Drummer, der das Set stellt, gibt einem da von sich aus grünes Licht, wenn man sich ihm vorstellt - so mache ich das zumindest. Und ich bin auch so frei, objektiv völlig ungestimmte Trommeln nachzustimmen (z.B. die Pinstripe-zugedämpft-auf-schwarzem-Billigset-Kandidaten, die man häufig antrifft), damit überhaupt was rauskommt. Wenn ich bisher auf Fremdsets gespielt habe - und das war sicher weit über 100mal der Fall - dann war ein unergonomischer Aufbau in Kombination mit alten, schlecht gestimmten, totgedämpften Fällen eher die Regel als die Ausnahme! Da bin ich dann so frei und helfe dem Kollegen, ohne vorher zu fragen. Aus diesem Grund freue ich mich auch jedesmal, auf meinem eigenen Set spielen zu können. Wenn es aber ums Einpacken und Heimfahren geht, bin ich jedesmal froh, wenn ich nur Snare und Becken dabei habe.
Snare (am besten mit Ständer vormontiert) und Becken (ebenso) nimmt man eh seine eigenen, bei der FuMa ist mir das eher egal. Immer die gleiche Snare am Abend ist utopisch, sie ist schließlich die einzige Trommel, die einen an einem geteilten Set noch etwas individuell klingen lässt und muss auch je nach Musikstil unterschiedlich klingen. Von einem Toning erwarte ich, dass er das weiß und unterstützt, und meistens trifft das zum Glück auch zu. In den letzten zwei Jahren hatte ich auch das Gefühl, dass die Leute sehr viel dazugelernt haben und sich mehr Mühe geben im Vergleich zu vor 10 Jahren. Bei uns Drummern dagegen leider nicht. Was da manchmal aufgebaut wird, grenzt schon an eine Unverschämtheit. Und zwar nicht in Bezug auf Preis und Qualität, sondern wie erwähnt in Sachen Fellen, Stimmung und Aufbau. Wenn ich ein Set stelle, dann klingt das ordentlich und ist ergonomisch aufbaubar.