Die Argumentation wie oben, daß es unter Kleingärtnern Nazis gibt, springt ein bißchen kurz. Wenn man sucht, wird man überall einen finden. Das Thema "Kleingärtner und Nazis" wird dann relevant, wenn unter den Kleingärtner auffällig viele Nazis vereint wären. Dann könnte es evtl. um noch etwas anderes als "Aufzucht und Pflege der Gürtelrose" gehen. Und dann würde die Frage zu Recht gestellt werden.
Sehe ich nicht so. In der BM-Szene gibt es eigentlich nicht auffällig viele Nazis - das Problem ist, dass eben jene am lautesten auf sich aufmerksam machen und dementsprechend oft in die "Schlagzeilen" geraten.
Keine Informationen im Thread? Was habe ich denn gemacht? Ich habe von meinem Umgang und Verständnis dieser Musikrichtung geschrieben. Sogar ein Bildbeispiel von meiner Homepage gepostet. Da liest aber offenbar jeder drüber.
Also zum letzten Mal:
1. Black Metal ist eine grundsätzlich unpolitische Angelegenheit.
2. Black Metal wird (aus welchen Gründen auch immer) von faschistischen Engschädeln gern dazu missbraucht, ihren Führerwahn auszuleben.
3. Dies wird vom Großteil der Szene nicht toleriert.
4. Viele unpolitische BM-Musiker begehen aber den (in meinen Augen fatalen) Fehler, sich entschieden von diesen Idioten abzugrenzen und scheißen auf die Meinung von Außenstehenden.
5. Ich kann sie sogar ein bisschen verstehen, denn warum sollte man sich von Unkundigen unter Generalverdacht stellen lassen?
6. Gerüchte über angebliches faschistisches Gedankengut einzelner Bands werden von der Antifa (die sicher auch eine Menge über tatsächliche BM-Nazis berichten) und anderen Halbwissenden superschnell gesät. So stand auch meine derzeitige Truppe SCHEMEN mal unter einem solchen Verdacht. Funny thing: Das Elternhaus unseres türkischstämmigen Sängers ist muslimisch geprägt und die einzigen Leute, mit denen der Schlagzeuger (also ich) jemals in handgreifliche Auseinandersetzungen geraten ist, waren Faschisten.
7. Black Metal hat, genau wie jede andere Musikrichtung, keine einheitliche, grundlegende Kernaussage. Wie kommt man darauf, dass alle BM-Bands an einem Strang ziehen? Tun Jazzer und Popper doch auch nicht. Der eine huldigt dem Satan, der andere der Misanthropie, wieder andere Mutter Natur und Darkspace aus der Schweiz besingen die Weite des Kosmos. In meinen Texten geht es um verschiedene Themen, z.B. dem Phänomen, dass das Leben im hohen Alter quälend lang und ereignislos wird. Oder um die Überbevölkerung und Kritik am Lebensstil vieler. Mit Satan oder Adolf Hitler habe ich (und viele andere) nichts am Hut.
8. Ich boykottiere Nazibands grundsätzlich, kenne aber genug Leute, die sich solche Musik im stillen Kämmerlein anhören, weil sie die Musik (losgelöst von den Texten) mögen - ohne das nach außen zu tragen. Deswegen sind sie aber keine Nazis oder homophobe Ausländerfeinde. Seltsam finde ich das aber auch.
9. Selbst auf dem (auch hier im Forum) als Nazifest verschrieenen Wolfszeit Festival 2010 gab es eine Liste mit Bandlogos, die nicht gezeigt werden durften. Hinter uns wurde ein Kerl mit Absurd-Shirt gleich wieder heimgeschickt. Ich habe dort nicht ein einziges Mal einen Hitlergruß gesehen oder Stress mit irgendwem gehabt oder welchen mitbekommen. Das zeigt doch, dass sich die Aktiven in der Szene (und seien es die Konzertveranstalter) dieser Problematik bewusst sind und auch etwas dagegen tun. Und dabei spreche ich keine Sympathien für die Varg-Leute aus, lediglich für die Durchführung dieses Open Airs.
Aber um so etwas zu erfahren, muss man bei Wikipedia die Artikel auch zuende lesen.
Und nun denkt, was ihr wollt.