Beiträge von m_tree

    durch das Abdämpfen des gegenüberliegenden Fells zwingt man das noch freie Fell in die erste Oberschwingung. Diese ist um einen Faktor 1,5 bis 1,8 höher als der Grundton bei freiem Schwingen.

    Verstehe, danke. :)

    Meines Wissens ist die erste Oberschwingung / Harmonische immer doppelt so hoch wie die Grundfrequenz. Dass es hier stattdessen Faktor 1,5 bis 1,8 ist, hat demnach mit dem freien Schwingen des Fells auf der einen Seite zu tun? Und/oder mit dem Abstand zum Resonanzfell?

    Thor

    Jepp. Ich vermute auch, dass das nur theoretische Werte für (nicht angegebene) Kesseltiefen und Fellstärken sind. Kann man sicher alles berechnen.


    Grundsätzlich leuchtet mir der Zusammenhang mit den höheren Grundtönen der Felle bei gegenüberliegend abgedämpftem Fell ein. Zusätzliche Masse des mitschwingenden Fells, Interaktion durch die Luftsäule, Interaktion mit der Luft außerhalb der Trommel, ...

    Wenn man da Formeln ins Spiel bringt wird das sicher kompliziert.


    trommla

    Ich nutze die App auch erst seit 1,5 Jahren. Hatte ja vorher nur nach Gehör gestimmt. Das kommt mir jetzt zwar noch zu Gute, aber mit einer Stimmhilfe geht eben vieles exakter. Z.B. weiß ich beim Nachstimmen der Snare, dass ich genau zwischen G3 und F#3 will -> eine kurze Messung hält mir da den Kopf freier für meine Performance. Ein No-brainer, sozusagen.

    So ergeben sich Quinten pro vier Zoll Differenz. Quinten gehen immer

    Genau. Bei Quinten hat man die Physik auf seiner Seite.

    Das hattest du hier -> RE: Toms nach Intervallen stimmen erklärt :)


    Davon abgesehen sind Quinten ja auch das (i.d.R.) am harmonischsten klingende Intervall.


    trommla

    Den Tune-Bot Guide finde ich auch praktisch. Zumindest für Denkanstöße und Ansätze, die man ausprobieren kann. Durch die Tabellen hat sich mir auch erschlossen, warum der Ton mit gegenüberliegend abgedämpftem Fell so viel höher als der Grundton der gesamten Trommel (Schlag- und Resonanzfell) ist. Allerdings nicht die Physik dahinter :/


    Das wäre auch gerade eine weitere Frage von mir zum Thema. Wie hängt es physikalisch zusammen, dass laut der Tabelle des Guides -> https://tune-bot.com/tuning-guide/

    z.B. bei einem 12er die Tonhöhen wie folgt aussehen ...?


    Grundton: 124 Hz -> Schlag- und Resonanzfell

    Schlagfell: 174 Hz (= 124 x 1.4) -> Reso abgedämpft

    Resonanzfell: 248 Hz (= 124 x 2) -> Schlagfell abgedämpft


    Darüber hinaus habe ich übrigens festgestellt, dass die angegebenen Werte mit deutlich unterschiedlich dickem Schlag- und Resonanzfell nicht mehr so ganz funktionieren. Und auch, dass sich dünnere Felle leichter hoch stimmen lassen als dickere.

    Wie bereits angemerkt wurde, hat das im Video nichts mehr mit "normalen" Schlagzeugtoms zu tun. Phil Collins spielt sog. "Concert Toms" ohne Resonanzfell und bei Luis Conte müssten's Timbales sein.


    Für eine exakte Intervallstimmung braucht man schon Hilfsmittel. Ich stimme meine Toms seit ein paar Jahren in Intervallen - mit Hilfe der App "Drumtune Pro 2.0".


    Wenn man es ordentlich macht, geht es im Wesentlichen um drei Aspekte:


    • das Fell in Stimmung mit sich selbst bringen (bei allen Spannschrauben die selbe Tonhöhe -> Abklopfen)
    • das Verhältnis von Schlag- und Resonanzfell (ein höher gestimmtes Resonanzfell ist üblich und verkürzt das Sustain)
    • die Höhe des Grundtons, der sich aus dem Zusammenspiel beider Felle ergibt


    Mittlerweile stimme ich meine Toms mit wesentlich höher gestimmtem Reso meistens wie folgt:


    • 10" - D3
    • 12" - B2 (H2)
    • 14" - G2
    • 16" - E2


    So ergeben sich Quinten pro vier Zoll Differenz. Quinten gehen immer ;)


    Das ganze klingt so:

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    Ich hatte die 4 Toms auch mal auf gleichem Abstand mit 3,5 Halbtonschritten (Mischung aus kleiner und großer Terz) pro zwei Zoll Differenz. So wie oben finde ich es aber besser. So ergeben sich kleine Terzen zwischen den Hänge- und Floortoms und eine große zwischen 12er und 14er.

    Wie alt bist du?


    Sinn ergibt das nur, wenn du da Bock drauf hast und dich weiterentwickeln willst.

    Unzufriedenheit mit den eigenen Skills ist der Motor für gute Ergebnisse.


    Es geht letztendlich um weit mehr, als z.B. 16tel zu spielen. Das wirst du spätestens dann rausfinden, wenn du mal in einer Band spielst.

    Da solltest du aber auch ein paar Fills spielen können. ^^

    Und es geht auch um Feinheiten wie z.B. Timing.

    LRL RLR LRL RLR

    (mit links angefangen wegen Snare auf 2 und 4)

    Würde ich im Regelfall mit rechts anfangen. Ein gutes Beispiel für Hand-to-Hand Triolen sind Läufe über die Toms. Standardmäßig angefangen beim kleinsten. Bei drei Toms kann man bspw. vier Triolen durch drei Teilen -> vier Schläge pro Tom. Da das kleinste Tom i.d.R. links und das größte rechts ist, wäre es besser das mit rechts anzufangen. ;)


    Das ist natürlich auch die Frage davon, bei welcher Triole bzw. welcher Note welcher Triole du beginnst und wo du rauskommen willst. In meinem Beispiel unten beginne ich die Tom-Läufe z.B. mit der letzten Note der ersten Triole. Mit Rechts auf dem 10er:


    R LRL -> 10er

    RLR L -> 12er

    RL -> 14er

    R + Kick -> Crash Abschlag auf der nächsten Eins


    RLR RLR RLR RLR

    Das ist das Standard-Shuffle Pattern -> Rechts auf der Hi-Hat, links Ghostnotes auf der Snare.


    In meinem letzten Video hatte ich vieles davon verwurstet. Im zweiten Part ist auch gut zu sehen, wie der Backbeat bei Hand-to-Hand abwechselnd mit rechts und links gespielt wird (weil's ein 3er ist). Das ist meinerseits aber schon recht experimenteller Stuff ;)


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    Ich hatte mich kürzlich mal mit "Wuthering Heights" von Kate Bush beschäftigt und war überrascht, was da rhythmisch so abläuft. Musste ich erstmal auszählen.


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    Kate Bush - Wuthering Heights


    62 bpm


    Intro gerade


    ab Einstieg Drums


    2x 5/4

    1x 2/4

    2x 5/4

    1x 4/4


    6x 4/4

    1x 2/4


    3x 4/4

    1x 2/4


    (bis 1 Min. 51 Sek.)



    Ich gehe übrigens davon aus, dass sie sich da beim Songwriting keine Gedanken drüber gemacht hat. Daher auch dieser "Flow". Das waren noch Zeiten, als Popmusik noch gut war. :thumbup:



    Wer kennt andere Beispiele für Popsongs mit solchen Taktspielchen?

    Dann aber wieder zurückzukehren zu den einfachen Snare-Übungen ohne Metronom fühlt sich dann eher wie ein unsinniger Rückschritt an.

    Welche Snare-Übungen machst du denn da?

    Ich kann diesen Eindruck vollkommen nachvollziehen. Die Snare ist allerdings wirklich die Basis. Jeder gute Drummer kann nur auf der Snare schon eine ganze Performance abliefern. Mit entsprechenden Übungen und ggf. einem Practice-Pad kann man zudem die Stickführung und Technik üben. Das geht bis hin zum Training bestimmter Muskelgruppen in den Armen.


    Auf der anderen Seite ist das gerade am Anfang auch eine Motivationsfrage. Üben sollte auch Spaß machen und da ist es an bestimmten Stellen u.U. sinnvoller, die Kür auch mal der Pflicht vorzuziehen.

    Erlaubt ist natürlich, was gefällt. Ich finde, dass Bassdrums im Gesamtmix meistens ein Gate ganz gut steht, was gleichzeitig das Sustain verkürzt. Ergo finde ich da "kompakteres" Rohmaterial geeigneter.

    Außerdem finde ich es oft passend, wenn man die Bassdrum in der wahrgenommenen Lautstärke (leise abhören / Mittenlupe) mittels Klickanteil ebenbürtig zur Snare mischen kann.


    Demgegenüber fand ich zumindest die Shure-Grenzfläche in einer mit PS3 befellten Bassdrum zu künstlich und aufgeblasen. Da tendiere ich eher zu den auch schon recht aufgeblasenen Dynamischen wie Shure Beta52, Audix D6 & Co.

    Ob ich ein Loch rein mache überlege ich mir nachdem ich mal etwas rum probiert habe mit dem neuem Fell. Aktuell liegt dort eine riesige Bettdecke (vom Vorbesitzer) drin die fast den gesamten Sound schluckt.

    Wenn die Bassdrum leise sein soll und der Klang keine Rolle spielt, ist das zwar in Ordnung. Für einen guten Sound und ordentlich Wumms sollte man aber nicht zu viel dämpfen. Es geht da sehr um das Maß. In der Regel reicht ein kleines Kissen, das an einem der beiden Felle anliegt. Besonders wenn die Bassdrum innen mikrofoniert wird, kommen noch die Reflektionen an der Kesselinnenwand ins Spiel. Um diese ausreichend abzuschwächen reicht aber auch ein kleines Kissen.


    Schlag- und Resonanzfell sollten nämlich miteinander interagieren können. Der Klang entsteht immer durch das Zusammenspiel beider Felle. Es geht dabei auch sehr um das Tonhöhenverhältnis. Ein gängiger Ansatz ist ein höher gestimmtes Resonanzfell. Das reduziert das Sustain der Trommel.


    Aus diesem Grund klingt eine bis oben hin voll gestopfte Bassdrum zwangsläufig tot.


    Es wurde gefragt was für ein Fell jetzt drauf ist:

    REMO, Weatherking, Pinstripe Bass

    steht drauf und es ist 22" groß.

    Gemeint ist sicher das Schlagfell? Und ist wohl das neue Fell, oder?

    Das ist schon recht stark vorgedämpft. Da reicht auf jeden Fall ein kleines Kissen. Würde ich dann ans Resonanzfell legen.

    Zumindest müssen sich bestimmte Leute halt meistens ständig neue Leute suchen, die sie ausnutzen können. Weil sowas keiner lange mitmacht. Auf der anderen Seite gibts da schon Tendenzen: Vor allem Bands, die auf den Namen des Bandleaders getauft sind, sind meistens gar keine richtigen Bands. :D

    Wobei das bei den wirklich "Großen" (Maffay, Lindenberg, Westernhagen, ...) sicher anders und vor allem wirklich professionell läuft.


    Besonders heftig fande ich dann aber den Nachgang. Nachdem mich das noch mal richtig beschäftigt hatte (bin halt hilfsbereit) hatte ich dann u.a. nur noch gesagt, dass er die Scheiße halt selber eingerührt hat und alle Leute da mit reinzieht. Sich als der Oberchef aufspielen passt halt nicht dazu, sich von einem noch größeren *** übers Ohr hauen zu lassen.

    Der "Produzent" hatte dem Herrn auch noch zwei Riesen rausgeleiert. Ich hatte immer für alle gekocht und auch einen Basser organisiert.

    Am Ende hat er mir dann die Ohren voll gejammert, weil er sich hat verarschen lassen.

    Ich bin leer ausgegangen.


    Aber ich hab was draus gelernt. ;)

    Moin,


    also erstmal heißt es "Bassdrum", nicht "Basedrum". "Bass" wird im Englischen wie "Base" ausgesprochen.


    Was steht denn auf dem alten Fell drauf? Wahrscheinlich ist das aus einer Billigserie. Ordentliche Felle aufziehen lohnt sich früher oder später sowieso. Klingt einfach besser. Die Felle und die Stimmung machen den Sound, die Trommeln sind "nur" die Basis.


    Ein Loch im Frontfell der Bassdrum hat vor allem einen Grund: man kann ein Mikrofon rein stellen oder reinlegen. Das klingt bei der Bassdrum einfach besser und moderner. Bassdrums ohne Loch im Frontfell, außen mikrofoniert, sieht man heutzutage nur noch selten. Klingt sehr "old school".


    Wenn die Bassdrum nicht mikrofoniert wird, brauchst du auch kein Loch im Resonanzfell. ;)

    ich denke im großen und ganzen kriege ich das dann schon hin. Mir fehlt halt ein Verständnis für die Einstellung des Metronoms

    Es geht halt auch um andere Dinge wie Stickhaltung, Technik, Dynamik, Timing uvm.

    Wenn da jemand direkt drüber schaut, der wirklich Ahnung hat, ist das schon besser. Zumal Schlagzeuglehrer auch Geld verdienen wollen ;)


    Ich hab 4/4 und Achtelnoten. Wenn ich das Metronom auf 117 +4 Stelle, sind die Clicks, dann volle Noten oder spielen ich die halben Töne auf die Klicks (also 2 Metronom Durchläufe für 1 Groove)?

    Töne spielst du am Schlagzeug nicht. ;)

    Stelle das Metronom auf die Viertel. Die Snare wird im Normaltime auf die 2 und die 4 gespielt.