Nach meiner Erfahrung kommt es immer ganz auf den Anwendungsfall an, wie massiv und stabil Beckenstative sein müssen.
Ein gerader Beckenständer für ein kleines Crashbecken muss bspw. nicht sehr massiv sein, das ist klar.
Ein schweres 22" Ride auf einem Galgen möchte ich aber schon eher einem massiveren Ständer anvertrauen. Ein Gegengewicht ist allerdings nicht nötig, wenn man den Galgen über einem der drei Beine auslenkt (Statik).
Ähnlich verhält es sich, wenn man noch weitere Dinge wie z.B. Toms oder Becken an so einem Beckenstativ über eine Multiklammer befestigt. Das mache ich auch lieber mit stabilen doppelstrebigen Stativen.
Die Bühnensituation spielt aber auch noch 'ne Rolle. Drum Riser können auf wackeligen Bühnen noch wackeliger werden, z.B. wenn Bandkollegen auf der Bühne rumspringen. Ein all zu leichtes Beckenstativ mit nur einem leichten Crashbecken kann dann auch ohne weiteres mal anfangen sich auf dem Riser zu bewegen. Und das will man natürlich auch nicht.
Für "normale" Gigs transportiere ich meine Beckenstative inkl. Hi-Hat Maschine auch immer noch lose und einzeln. Nur die Hardware-Kleinteile transportiere ich mittlerweile gebündelt in einer stabilen Tasche, die eigentlich für Scheinwerfer konzipiert ist. Da kommen Tombeine, Snare-Ständer, der Tomhalter von der BD, der auseinander gebaute Hocker und andere Kleinigkeiten rein, wie z.B. Gaffa-Tape, Backup-Mikrofone und kleine Mikrofonstative.
Ich hab auch noch ein massives Hardware-Case aus Birkenmultiplex auf vier Rollen. Das benutz ich momentan aber nur als Lager und Abstellfläche. Bin gespannt, wann (bzw. ob) ich wieder mal ein Engagement kriege, wo das zum Einsatz kommt. Sogar im leeren Zustand kann man das nur zu zweit heben und tragen, auch wenn die vier (360° frei drehbaren) Rollen natürlich sehr praktisch sind.