Beiträge von m_tree

    Lustig, dass du gerade mich zitierst. Du hast völlig recht, der Umkehrschluss wäre natürlich unzutreffend. Profi sein heißt überhaupt nicht, es deshalb besser zu machen.

    Ja, oder überhaupt (egal ob Vollprofi oder Semiprofi) ist die Höhe der Gage nicht immer proportional zur handwerklichen Darbietung. Sogar erschreckend oft nicht, würde ich sagen.


    Dich hatte ich zitiert, weil mir hier auch andere Aussagen von dir als schwierig aufgefallen sind und weil ich aber von dir weiß, dass man mit dir vernünftig diskutieren kann. Seelannes Beitrag ist mir auch übel aufgestoßen, aber die Diskussion wäre sicher zum Scheitern verurteilt.


    Anderes Beispiel:

    Wem Selbstreflexion eher unangenehm ist, der lässt keine Chance aus, kundzutun, nicht das gleiche machen zu wollen wie alle anderen, schließlich fühlt man sich künstlerisch ja irgendwie einzigartig.

    Hier suggeriert der Umkehrschluss auch wieder, dass z.B. Top40-Mucker alle gut selbstreflektiert und mit sich im Reinen wären. Mir persönlich ist dabei eher oft das Gegenteil aufgefallen. Da verliert auch der/die ein/e oder andere die Bodenhaftung, nur weil er/sie die breite Masse mit Dienstleistungen bespaßt und damit finanziell erfolgreich ist.


    Ansonsten sollte man für sich dabei immer den individuellen "Deal" berücksichtigen, denk ich. Wie viel steckt man persönlich oder als Band rein und wie viel holt man für sich dabei raus? Hat ein Veranstalter zu schlechte Konditionen, sollte man es lieber sein lassen.

    Mir ist jedenfalls gutes Handwerk mehr wert als schlechte Kunst.

    Das dürfte auf jeden anspruchsvollen Hörer zutreffen.


    Ich finde das aber etwas zu schwarz/weiß-malerisch.

    Es gibt auch professionelle Coverbands, die keine besonders guten Performances abliefern. Der/die durchschnittliche Top40-Hörer/in bei Kirmes, Hochzeit oder Stadtfest merkt von der Qualität der Darbietung meist nicht besonders viel. Oft fällt denen eher das Auftreten und die Routine der Musiker auf. Und natürlich, ob sie ihre Lieblingsmusik zu hören kriegen. Wer selbstbewusst auftritt, hat da oft schon viel gewonnen.


    Auch im Coverbereich werden nicht immer gute Performances abgeliefert. Ich würde sogar behaupten, dass z.T. schlechtere Musiker mit Cover mit deutlich mehr Geld nach Hause gehen als Musiker, die (vielleicht sogar für lau) eigene Musik zum Besten geben. Zum Teil, wohlgemerkt. Verallgemeinern lässt sich das kaum.


    Ich hatte früher viel eigene Musik mit Bands ohne Gage gespielt. Mittlerweile bzw. z.Z. hab ich da zwar auch keinen Bock mehr drauf. Aber immer nur Covern, um ordentliche Gagen nehmen zu können, macht mich auch nicht glücklich. Ist schon ein Dilemma.


    Ich finde jedenfalls auch, dass hier gerade zu viel gegen kleine Bands mit Eigenkompositionen gebasht wird. Wenigstens kann man die oft für kleines oder gar kein Geld spielen sehen.

    Hast du da was nachbearbeitet?

    Ja, klar. ;)

    Eine unbearbeitete Akustik-Schlagzeugaufnahme klingt meistens pappig und ohne Bearbeitung kriegt man das auch nicht laut und durchsetzungsfähig.


    Glückwunsch zu dem Set. Neue (gebraucht) Trommeln sind immer toll, alleine schon solange das Finish für einen neu ist!

    Danke. Ja, macht auf jeden Fall Spaß. Und es ist auch komplett neu. Ich bin mir ja ziemlich sicher, dass ich das lange behalten und gut behandeln werde. Und ich werde es auch erstmal von Bühnen fern halten. Da verfolge ich beim Sound ja sowieso eine andere Philosophie als bei Aufnahmen.


    Aufgenommen klingt das Set wirklich fett. Gut gespielt und gemixt. Und schicke Farbe.

    Danke!


    Ich hatte vor einiger Zeit auch so ein Performer in Crimson Red Waterfall aber in meinem Raum habe ich es nicht so zum klingen gebracht wie ich wollte.

    Mir fehlte irgendwie immer das "Low End".

    Ich will jetzt keine Holz Diskussion anfangen aber ich hab ein gebruachtes Starclassic Bubinga Set gefunden und das passt besser zu meinem Proberaum.

    Möglicherweise liegt das gar nicht am Holz, sondern an anderen Faktoren.

    Was beim Holz definitiv einen Einfluß hat ist die Dichte, weil schwere Kessel anders klingen als leichte. Und entsprechend natürlich unterschiedliche Konstruktionen - Kesselstärke, Spannreifen usw.


    Felle, Stimmung und Position im Raum sollte man dabei auch nie unterschätzen.

    Wie klingt die Kiste verglichen mit dem Mapex?

    Kann ich noch nicht ganz beurteilen, weil andere Felle drauf sind und die Bassdrum ja noch leer, geschlossen und entsprechend anders mikrofoniert ist. In natura fällt mir der Basketballeffekt zwar schon auf. Finde aber erstaunlich, dass es auch so geht (auch mikrofoniert). Die Toms lassen sich wunderbar stimmen und klingen auch kontrollierter als die des Mapex. Zumindest, soweit ich das bisher beurteilen kann. Ich denke, der kontrolliertere Klang hat auch mit den Gussreifen zu tun.

    Das 14er war übrigens gar kein Mapex, sondern ein Tama Superstar mit ähnlichen Eigenschaften / ähnlicher Konstruktion. Aber es fiel klanglich trotzdem etwas aus der Reihe. Das 14er des Starclassic Performers ist spürbar lauter oder durchsetzungsfähiger. Die Toms klingen jetzt einheitlicher. Ich bin auch zufrieden mit meiner Entscheidung, ähnliche Verhältnisse von Durchmesser und Tiefe gewählt zu haben. Denn ich denke schon, dass z.B. "quadratische" Standtoms mit sehr flachen Hängetoms schlechter harmonieren als meine Konfig.

    Beide Felle gleich hoch gestimmt bei den Toms?

    Nein, die Resos hab ich etwas höher. Aber alle Trommeln sind ungedämpft, daher "maximum Overtones".


    Was den Sound betrifft verfolge ich für live und Recording auch zunehmend andere Ansätze. Live stimme ich Snares eher tiefer und dämpfe etwas mehr und den Tomsound gestalte ich da auch kontrollierter. So, dass der Mischer da grundsätzlich einfach weiter zu verarbeitende Signale kriegt, auch ohne Teppich-Mikro und mit sehr geringem Abstand der Mikros zu den Fellen.


    Bei Aufnahmen stimme ich die Snare gern höher und dämpfe insgesamt deutlich weniger.

    Dann hier mal das Vorstellungsvideo zu meinem neuen Kesselsatz. :)


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    Hatte mir ein bisschen Zeit genommen, um alles genau auszuchecken. Aufbau, Sound, Gesamteindruck ...


    Beim Stimmen hatte ich gleich festgestellt, wie rund und harmonisch die Toms klingen. Wie bereits im Video erwähnt, sind die Werksfelle hier komplett ungedämpft. Die Bassdrum ist leer und das Reso noch geschlossen. Hätte nicht gedacht, dass ich damit trotzdem vernünftige Aufnahmen hinkriege, ohne dass die Bassdrum zu jazzig und dumpf klingt. Hab damit auch schon 'ne andere Aufnahme gemacht (Fremd-Auftrag). Das i5 am Schlagfell der Bassdrum wirkt halt gleichzeitig wie ein Snare-Teppich-Mikro. Aber Übersprechen ist nicht per se schlecht. Kommt immer nur drauf an wie man das im Mix handhabt.


    Bei meinem ersten Aufbau hatte ich das mittige Crash weiter links, zwischen Hi-Hat und 10er Tom. Diese Position taugt mir zwar auch, wenn ich nur einen kleinen Standard-Aufbau mit 1up1down und zwei Crashes spiele. Bei meinem großen Aufbau hatte ich mich in den letzten Jahren aber so an das Crash über den beiden Hängetoms gewöhnt, dass ich das lieber beibehalte. Hier gerade mit 16-17-18, sonst eher 17-18-19. Eine Änderung betrifft den Becken-Aufbau bei den Floortoms. Das Ride etwas höher zu hängen funktioniert für mich wider Erwarten gut, dann das Crash direkt neben das Ride und das China direkt unten drunter. Das Mikro unterm Ride wirkt auch gleichzeitig wie ein Mikro fürs China-Becken und klingt besser, als das Übersprechen des Chinas auf die Standtom-Mikros zu nutzen. Hatte erst probiert das Ride oben abzunehmen, aber unten drunter gefällt mir der Sound tatsächlich besser. Hat aber auch tontechnische Vorteile. Und die Lücke zwischen 10er Tom und Hi-Hat hab ich jetzt erstmal mit 'ner Cowbell gefüllt.


    Bin im Nachhinein sogar froh, dass ich gezwungen bin mal den "old school" Standard-Aufbau mit den Toms zu nutzen. Geht auch alles problemlos.

    Wird auch sicher nicht mein letzter Kesselsatz sein. Das nächste mal dann vielleicht mit Rack. Mal sehen.

    Auf Bassdrum und Toms klingen klare, doppellagige und vorgedämpfte Felle am fettesten, würde ich sagen. Eine tiefe Stimmung kann das weiter anfetten. Das kann dann zwar auch schnell "patschen", aber ist bei Concert Toms vielleicht weniger ein Problem, weil die Fellspannung ohne Reso für den gleichen Grundton höher sein muss als mit Reso.


    Nahmikrofonierung ist hilfreich, weil du so in deiner Soundgestaltung flexibler bist, ohne auf die Lautstärkeverhältnisse Rücksicht nehmen zu müssen.


    Vielleicht ist "Fett" hier sogar die Lösung im wahrsten Sinne: Ölgefüllte Felle bzw. Evans Hydraulic.


    Bei der Snare würde ich bei Coated als Schlagfell bleiben. Ich nehme hier z.Z. gerne die Evans UV1 oder UV2 coated. Mittlerweile eher UV2, also doppellagig.

    Wenn die eigene Motivation zum trommeln nur für gemeinsames musizieren ausreicht, dann muss man zum Beispiel auch damit umgehen können, dass in der Mehrheit der Bands immer wieder schlechte Stimmung herrscht und sich das auf den Spaß aufs trommeln auswirkt. Kann man hier auch gut nachlesen, die Proberaumstorys und Konflikte sind hier ja ein breites Thema. Das hat mich auch immer frustriert. Natürlich gabs auch immer gute Phasen, aber Bands funktionieren nun mal nur als Team; ein echter Nachteil fürs musizieren. Da reicht ein Narzisst und die Band ist im Prinzip zur Auflösung verurteilt, wenn man den nicht rauswirft. Als süchtiger Drummer wollte ich mir von einzelnen Spinnern den Spaß am trommeln einfach auch nicht mehr nehmen lassen.

    Das ist für mich vollkommen nachvollziehbar und war auch einer der Gründe dafür, dass ich in den letzten Jahren so viel (allein) mit meinem Youtube-Kanal beschäftigt war. Allerdings stelle ich gerade fest, dass ich damit auch nicht glücklich werde. Mal ganz davon abgesehen, dass man mit Youtube kein Geld verdienen kann, wenn der Kanal relativ klein bleibt.


    Findet man gerade nicht die richtigen Leute zum Musikmachen, ist allein Weitermachen definitiv eine gute Option. Es kommt halt immer sehr auf den Einzelfall an. Manchmal passen Sachen auch gut und man kann durch die Zusammenarbeit mit guten Musikern auch sehr viel lernen und sich weiterentwickeln. Ist das aber gerade nicht der Fall und man findet nur Leute, die einem zur Last fallen, kommt man allein halt besser weiter und kann sich u.U. sogar besser weiterentwickeln.

    Ich denke, dass es sich dabei wie mit vielen Dingen verhält: es geht um das "richtige" Maß. Im besten Fall ein individuelles, vernünftiges Mittelmaß.


    "Üben" nicht nur als MIttel zum Zweck wahrzunehmen ist meiner Meinung nach DER Dreh- und Angelpunkt und Grundbaustein für wirklich fundierte und musikalische Skills am Instrument und eben auch, das Instrument als Ausdrucksmittel für sich zu entdecken.

    Ich nehme das auch jetzt noch nicht primär als Üben wahr, sondern einfach als Spielen. Mir macht Schlagzeugspielen grundsätzlich Spaß und das war immer mein stärkster oder zumindest beständigster Antrieb.


    Es gibt aber im besten Fall eben auch noch das "Drumherum" mit Aktivitäten in Bands. Bei dem ein oder anderen löst das dann das alleinige Spielen mehr oder weniger komplett ab, bei dem anderen weniger.


    Fakt ist, wer in guten Bands unterwegs ist, hat vorher ganz sicher schon allein geübt. Aber wer nur allein vor sich hin übt, verpasst wahrscheinlich was. Es geht bei der ganzen Sache ja auch darum, was von sich zu "geben" und das kann man daheim im stillen Kämmerlein halt schlecht.


    Besonders Schlagzeug ist auch eigentlich überhaupt kein Solo-Instrument und funktioniert i.d.R. deutlich besser im Bandkontext. Bei z.B. einer Akustik-Gitarre mit Gesang sieht das schon ganz anders aus.

    nicht mit dieser Lektüre, da gibt es bessere. Das ist kein Lehrbuch sondern eher ein "Werkzeugkasten".

    Genau so ist es. Für den Anfang gibts geeignetere Bücher. Z.B. "Modern Drumming".

    Generell muss und sollte man sich aber auch nicht nur auf ein Buch fixieren.

    Für reine Snare/Pad/Rudiment-Übungen wäre "Stick Control" am Anfang besser geeignet. Da stehen auch immer die Handsätze dabei.

    Noch besser ist Unterricht. Es geht auch sehr viel um Spieltechnik, Verständnis und Gehörbildung. Und es gibt entsprechend viele Dinge, die dir als Anfänger selbst nicht auffallen bzw. die du unbewusst falsch machen kannst. Ein Lehrer kann genau das vermeiden und dir von Anfang an beibringen, wie es "richtig" geht.


    Warum ist der Thread eigentlich im Off-Topic Forum?

    Mir ging es wirklich nur darum wie ich mir den Bewegungsablauf des Fußes vorstellen kann, wenn ich Heelup aus dem Fußgelenk spiele. Ganz einfach gesagt…ich sitze auf einem Stuhl und nicht am Schlagzeug und habe das Metronom an. Tippe ich mit dem Fußballen auf den Boden oder lasse ich den Fußballen auf dem Boden und drücke meine Ferse hoch, als würde ich mich auf die Zehenspitzen stellen. Diese beiden Ansätze habe ich gesehen und wollte ein paar Meinungen dazu.

    Übe das lieber mit einem Pedal und wenn nötig einem Übungspad dafür (das simuliert die Bassdrum). Wie hier bereits erwähnt wurde, spielt die Einstellung der Fußmaschine auch eine Rolle.


    Der übliche Bewegungsablauf bei einfachem Heel-Up ist, dass sich der Vorderfuß leicht nach unten und vorne bewegt. Das erreicht man mit einer kombinierten Bewegung der Waden- und Oberschenkelmuskulatur.


    Der Ferse hochzuziehen hat mit normalem Heel-Up und auch Heel-Down nichts mehr zu tun. Dafür muss die Ferse ja in Ausgangsposition unten sein. Bei normalem Heel-Down macht der Vorderfuß eine Abwärtsbewegung, nicht die Ferse eine Aufwärtsbewegung.


    Lass dir von einem Lehrer erstmal die Standard-Techniken beibringen. Da würde ich eine nehmen, die dir gut liegt (meine Empfehlung ist Heel-Up) und diese dann perfektionieren.


    Heel Toe / Toe Heel, Swivel usw. sind eher spezielle Techniken für High Speed Doublebass, die letztendlich auch zu wenig Punch für eine Akustik-Bassdrum erzeugen und Jahrelanges und diszipliniertes Üben für gute Ergebnisse erfordern. Wenn du nicht mit high speed Blasten willst, brauchst du das alles nicht.

    Ich empfehle dir auch, zu einem Lehrer zu gehen. Ich müsste mir auch erstmal einen Eindruck von deinem spielerischen Stand und deiner Problematik machen, bevor ich dir helfen kann.


    Schlagzeuger wie Thomas Lang beschreiben den Bewegungsablauf als tippen/tappen mit dem Fußballen auf den Boden während der restliche Fuß in der Luft ist. (Als würde man mit dem Fuß einen Basketball drippeln)

    In diese Richtung würde es bei mir auch gehen. Heel-Up ist für die Bassdrum grundsätzlich eine sehr effektive Technik. Das heißt aber nicht, dass man die Ferse nicht auch mal zwischendurch absetzen kann.


    Und Heel-Up bedeutet auch nicht, dass man aus dem ganzen Bein heraus spielt. Es ist viel mehr eine Mischung. Die Kraft im Oberschenkel wird weniger zum Spielen des Pedals, sondern viel mehr zum Halten des ganzen Beins benötigt, sodass der Fuß (in Zusammenarbeit mit dem Unterschenkel) "in der Luft hängend" das Pedal bedienen kann.


    Es scheiden sich auch die Geister, ob man den Beater bei Heel-Up Spiel nun im Fell lassen darf / sollte oder nicht. Damit kann man den Oberschenkel zwischen den Schlägen entlasten, ohne die Ferse absetzen zu müssen. Auch das lässt sich nicht pauschal sagen und ist Geschmackssache.


    Aber allgemein lässt sich schon sagen, dass das Pedal bei Heel-Up Spiel nicht nur aus dem Bein heraus bewegt werden sollte.

    Finde das 7/8-Solo übrigens sehr cool, vielleicht sollte ich auch mal anfangen, Soli durchzukomponieren. Ich versuche nämlich am liebsten, gar nicht Solisten zu müssen, und wenn überhaupt, dann nur schnelle 16 Takte, allerhöchstens 32. Mit nem Konzept kann man wenigstens sicher sein, dass einen auch an schlechten Tagen nicht die Inspiration verlässt.


    Und immer wieder faszinieren mich deine "Peitschenschläge" beim Crashen der Becken. Ich glaube, mir fällt kein Drummer ein, dessen Bewegung so energetisch wirkt wie deine. Aber täusche ich mich, oder hat das in der Vergangenheit schon manch ein Becken getötet?

    Danke. Ein Solo durchzukomponieren kann ich tatsächlich empfehlen. Mir ermöglicht das ein viel konstanteres Ergebnis und eine Darbietung, mit der ich aus musikalischer Sicht zufrieden bin, auch wenn ich mal einen schlechten Tag habe.


    Interessant wegen den "Peitschenschlägen". Mir persönlich fällt das gar nicht so auf. ^^

    Ja, leider habe ich schon so einige Crashbecken "getötet".

    12er mittig über der Bassdrum ist schon eher speziell. Wenn ich sehe, wie viele Drummer mit konventionellem Aufbau (=Tomhalter und Rosette, 2 Toms) wirklich virtuos unterwegs waren und sind, könnte man das auch unter "bad habit" einsortieren, wie manch schlechte Spieltechnik eben. Erlaubt ist, was gefällt, aber es kann halt auch einschränken.


    Gibt es denn einen Grund, das zwingend so beibehalten zu wollen? Oder wäre ein Umlernen wenigstens denkbar? Die Vorteile liegen imho auf der Hand, man kann nämlich auf jedem Standardaufbau dann wie gewohnt abliefern. Gerade Festivals stellen ja gerne die Backline, um die Wechselzeiten kurz zu halten. Je weniger man dann am Set rumschrauben muss, umso besser. Und mir fällt bei deinem Spiel jetzt nichts auf, was diesen Aufbau zwingend voraussetzt, sondern du hast dich halt über viele Jahre dran gewöhnt.

    Ich hatte lange Zeit auch nur 1up1down gespielt und habe da auch hinsichtlich des Beckensetups wahrscheinlich den am weitesten verbreiteten "Standardaufbau".

    Live spiele ich auch nach wie vor meistens nur mit 1up1down. Wenn ich live mehr Toms nutze, würde ich am ehesten ein zweites Floortom dazu stellen.

    Das 12er muss ich dabei auch nicht mittig über der Bassdrum haben. Im Gegenteil - nur ein Racktom kann man schön links über der BD platzieren, sodass das Ride mittiger platziert werden kann.


    Als ich (nachdem ich als Kind bereits mal gespielt hatte) mit 15 wieder angefangen hatte zu spielen, bin ich mehrere Jahre ganz ohne Hängetoms ausgekommen. Zuerst war ich in einer kleinen Kammer, die kaum Platz geboten hat. Aber ich glaube auch, dass die Hängetom-Halterungen meines alten Sets kaputt waren.


    So kommt es, dass ich den Standard-Aufbau mit zwei Toms auf der Bassdrum a us spielerischer Sicht unpraktisch finde. Die Snare ist ja eigentlich der Mittelpunkt des Sets und ich mag es auch nicht, wenn mein Ride irgendwo ganz weit rechts außen oder ganz hoch positioniert ist.

    Hinsichtlich der Hi-Hat brauche ich auch einen recht schmalen Aufbau, weil ich die Sticks nicht kreuze.

    Das 12er habe ich also nur mittig über der Bassdrum, wenn ich zwei Hängetoms nutze. So können die Hi-Hat und das Ride an komfortablen Positionen für mich bleiben und ich nutze den Platz dazwischen optimal aus, ohne Lücken.


    Aber wie ich ja bereits schrieb, will ich den Standard-Aufbau mit zwei Toms auf der Bassdrum mal probieren. Vielleicht kann ich mich ja dran gewöhnen und vielleicht entdecke ich auch Vorteile dadurch. Das letzte mal hatte ich so einen Aufbau als Kind. ^^


    Aber das Tom umkehren wäre evtl. die Lösung, nicht? Sogar naheliegender, dachte ich mir jedenfalls aufgrund deiner Beschreibung.

    Oder meintest du nicht das Loch am Tom selbst?

    Nein, ich meine die Position der Rosette auf der Bassdrum. Die Stange ist so einfach zu weit am Schlagfell der Bassdrum, sodass das 12er Tom viel zu nah am Hocker ist. Und lässt sich durch die Position auch kaum anschrägen.

    Meine Erfahrung ist, dass jeder Drummer durch seine persönliche Übehistorie eine bestimmte Signature-Koordination hat. In Grooves umgesetzt führt diese zu einer spielerischen Sicherheit, die eine tiefere Pocket erlaubt als bei nachgespielten "Fremdgrooves".

    Ja, schön beobachtet und präzise formuliert.


    Gestern hatte ich das 7/8 Solo wieder mal live gespielt, dieses mal direkt in Weimar.


    Weil der Thread zu meinem neuen Kesselsatz ja geschlossen wurde, spreche ich es einfach mal hier an:


    Mittlerweile ist auch das 14er Standtom meines neuen Kesselsatzes da (Starclassic Performer in Molten Steel Blue Burst). Die Werksfelle habe ich in meiner gewohnten Manier erstmal zentriert und dann gestimmt (Evans G1 coated auf den Toms, einlagig clear Resonanzfelle). Klingt schon ziemlich gut, lassen sich einfach stimmen. Momentan stimme ich die Toms auch gern etwas weiter auseinander (mit fünf Halbtönen pro zwei Zoll Differenz). Die Gussreifen machen das alles etwas kontrollierter, gar nicht mal so schlecht. Bin froh, dass ich in der Hinsicht mal was anderes probiert habe (nicht wieder flanged Hoops auf den Toms).

    Nur das 16er lässt sich nicht richtig stimmen, habe da aber das Schlagfell im Verdacht. Das hat im Karton einen Knick gekriegt. Werde ich erstmal durch ein Evans G1 coated ersetzen, dann halt ohne Tama Logo auf dem Fell.

    Die Bassdrum klingt leer und ohne Loch im Reso auch schon gut. Erstaunlich finde ich, dass man den Basketballeffekt auch direkt hört. Werde also wieder was rein machen, nur um die Reflektionen im Kesselinnern etwas zu bändigen. Ein Loch mach ich auch wieder ins Reso.


    Ich lass das auch erstmal im Proberaum / Studio. Das Pro-M ist jetzt erstmal mein Tourset.


    Leider ist mein Plan aber nicht ganz aufgegangen, was die Aufhängung des 12ers auf der Bassdrum betrifft. Meinen Aufbau mit mittig platziertem 12er über der Bassdrum kann ich damit nicht realisieren, weil die Bohrung für den Tomhalter zu mittig bzw. zu weit Richtung Schlagfell gesetzt ist. Nun werde ich erstmal beide Hängetoms in "normaler" Position auf die Bassdrum hängen und mal sehen, wie ich damit so zurechtkomme. Das Ride anders positionieren usw. ... wenn ich mich dran gewöhnen kann, evtl. auch noch das 8er Tom dazu besorgen. Ansonsten muss ich mir für meinen großen Aufbau halt ein Rack besorgen.


    Bin trotzdem zufrieden mit meiner Entscheidung. Eine gebohrte Bassdrum mit Tomhalter bringt einfach mehr Flexibilität in die Sache. Und in dem Set mit ungebohrter BD sind die Hängetoms flacher (12x8 und 10x7). So flache Toms mag ich aber nicht so, 12x9 und 10x8 sind mir lieber.

    Welcome back und alles Gute zum Geburtstag bei dieser Gelegenheit! Dass das Solo in 7/8 steht und dir das besonders liegt, kann ja beim heutigen Datum nicht von der Hand zu weisen sein. ^^

    Danke! ^^

    Wobei die Zahl im Nenner letztendlich nebensächlich ist (hat Simon Phillips zum Thema "7er" auch mal gesagt).


    Ich finde es natürlich mega gut gespielt wie immer. Aber wenn ich mir doch etwas "Kritik" erlauben darf!? Bei der Länge und vor dem Hintergrund einer Bandvorstellung fehlt mir ein bisschen die Klimax. In den Parts, in denen du "nur" Gerödel und Rudiments raushaust, klingt es typisch wie viele Soli und der Puls ist mir nicht gleich erfühlbar, braucht er ja aber auch nicht sein. In den Groove-Parts fällt es dann schon leichter, aus Zuhörersicht mitzugrooven, und dann ist es cool, wenn die "1" immer schon früher kommt als man intuitiv denken würde. Nichts für ungut, das waren meine ersten Gedanken beim Hören - und Sehen (deine Bewegungen sind so exakt, das schaut man sich einfach gerne an!). ;)

    Danke für die Kritik! Ich als alter Perfektionist habe mittlerweile die Einsicht, dass es nie perfekt geht. Bei so musikalischen Sachen ist vieles ja auch Geschmackssache.

    Ist jedenfalls nicht in Stein gemeißelt und nicht mein letztes Solo. Das hier soll letztendlich ein Mix sein aus "nur" Gerödel und Rudiments bzw. Chops, wo man halt Skills zeigt und einer eigenen Note mit dem 7er, dramaturgischem Aufbau und spielerischen Eigenheiten.


    Mir tut's jedenfalls gut, ein bisschen Abstand zu meinen Ergüssen zu gewinnen und das etwas lockerer zu sehen. Ist manchmal nicht einfach, aber bringt was.

    Ist also einfach nur mal "irgend ein" Solo in einem 7er zwischendurch und hat keinen Anspruch auf absolute Perfektion.


    Ich finde den La Grange Shuffle auch richtig krass. Ich dachte immer, dass das Ride ebenfalls geshuffelt wird, aber das macht es wenigstens ein bisschen einfacher. Dennoch ist die geshuffelte Bass Drum nichts für mich, selbst die Snare bekomme ich nicht so hin. Ich spiele also immer die Cheating Version: Erste und dritte Shuffle Triole auf der Bass Drum, zweite und vierte auf der Snare, entsprechend akzentuiert oder geghosted. Rechte Hand Viertel durch.

    Ja. Man liest dazu hier und da, dass Frank Beard deswegen unterbewertet wäre. Weiß aber nicht so ganz, was ich davon halten soll. Das wie im Original so sicher und beständig durchzuziehen ist spieltechnisch schon krass und sehr "eigen". Aber aus der musikalischen Sicht ... keine Ahnung. Ich finde das groovt mit 'nem normalen Shuffle - so wie ich das in der zweiten Hälfte meines Videos spiele - besser und "fluffiger".

    Nach meiner zweimonatigen Pause hier melde ich mich mal mit einem Video von Ende Mai zurück.


    Dieses Schlagzeugsolo habe ich für Auftritte mit einer Bluesband aus Weimar entwickelt. Bei denen gibt's am Ende des Sets innerhalb eines bestimmten Songs immer eine Bandvorstellung, in der auch der Schlagzeuger ein Solo spielt (im Gegensatz zu den anderen Instrumentalisten allein). Bisher hatte ich das immer improvisiert. Das führte dann aber dazu, dass das Ergebnis sehr von Tagesform, Interaktion mit dem Publikum und Gesamtsituation abhängig und entsprechend wenig beständig war.


    Wichtig war mir, ein authentisches und kreatives Solo zu arrangieren, das ich mir komplett selbst ausdenke. Den 7/8 habe ich als Basis gewählt, weil mir diese Taktart liegt und Spaß macht. Darauf kann ich gut Grooven und Improvisieren. Und ist mal was anderes als immer nur geradeaus. Zunächst habe ich das innerhalb von drei Wochen auf meinem großen Recording-Aufbau mit Metronom (210 bpm) ausgearbeitet und auch mit Metronom eingespielt. Live spiele ich es ohne Metronom mit kleinerem Besteck mit zwei Toms, China und zwei Crashes und baue zum Schluss ein Ritardando ein. Mittlerweile habe ich es schon öfter live gespielt und dieses Jahr auch noch weitere Gigs mit der Band anstehen, wo ich es wieder spielen werde. Würde ich auch bei anderen Gelegenheiten bzw. bei anderen Bands so raushauen.


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    Durch Aushilfe bei einer anderen Band bin ich in der Zwischenzeit noch auf diese Nummer hier aufmerksam geworden. Dabei ist mir die "eigenartige" Spielweise von Frank Beard aufgefallen. Nach genauerer Analyse der Studio-Aufnahme und Sichtung von Drum Sheets habe ich rausgefunden, dass er sogar die Bassdrum (nicht nur die Snare) shuffelt. So finde ich das sehr anstrengend zu spielen, liegt mir auch nicht. Dadurch bin ich auf die Idee für dieses Video gekommen.


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    Das liegt jetzt immer noch im 2-stelligen Klickbereich, obwohl Shorts bei mir meistens 4-stellig werden. Aber ist mir mittlerweile auch egal, denn ich hab sowieso kaum noch Lust auf Youtube. Das hatte in den letzten Jahren aus mehreren Gründen gut gepasst, aber das Kapitel geht gerade ein Stück weit zu Ende. Ich will mich wieder mehr aufs "reale Leben" konzentrieren und den Ortswechsel machen. In Gotha / Thüringen will ich nicht bleiben.


    Mein neuer Kesselsatz ist übrigens schon da. Es fehlt nur noch das 14er Standtom, das Thomann für mich bestellt hat (2-3 Wochen Lieferzeit).

    Wenn ich alles beisammen habe werde ich dazu dann noch ein kleines Vorstellungsvideo veröffentlichen. Wahrscheinlich einmal ohne Loch im BD-Reso (Auslieferungszustand) und einmal mit. Macht ja einen großen Unterschied, ob man die Bassdrum innen mikrofoniert oder nicht.

    Ich weiß, dass dein Beitrag ein Seitenhieb an Pessimist war. Und genau der hat mir hier wirklich nett weitergeholfen, im Gegensatz zu dir.


    Letztendlich alles PillePalle, aber mir geht die gesamte "Forum-Mechanik" hier zunehmend auf den Sack. Dazu zähle ich auch das Vorgehen der Moderation.

    Jetzt höre ich, dass ich so selbstherrlich und unreflektiert wäre und daher kurz vor einer Sperre stehe.


    Gut, dann haut rein! :thumbup:

    Mir gibt das hier sowieso kaum noch was.

    mc.mod & Chuck Boom

    Finde ich auch interessant, dass ich im Trash-Forum zurechtgewiesen werde, wo ich nicht mehr reagieren kann.


    Die Brisanz des Vorfalls erschließt sich mir nicht. Schon gar nicht gegenüber #123 hier z.B. ... sowas hoch provokantes und komplett sinnloses (ja, war nicht gegen mich, aber gegen jemanden, der mir hier wirklich geholfen hat) bleibt dann stehen, aber wenn man mal klar seine Meinung äußert wird's gelöscht?

    Oder liegt das nur daran, dass ich keine Beiträge melde?


    Wie auch immer. So langsam wird mir das hier echt zu albern und mich beschleicht wiederholt das Gefühl einer Zensur.