Beiträge von m_tree

    Vielleicht / wahrscheinlich / hoffentlich war das mit einem wandernden (leichten, geraden Crashbecken-)Stativ wirklich nur eine einmalige Sache. Zu den Zeiten hatte ich auch noch mehr geknüppelt und da war sicher auch Alkohol im Spiel.

    Ich denke das ist dann ein Mix aus einem wackeligen Riser, der durch springende Musiker auf der Bühne zusätzlich zum Schwingen gebracht wird und seitlichen Kräften durch hartes Anschlagen des Beckens.


    Momentan komme ich mit meinen Stativen zurecht. Für einzelne Crashbecken nehme ich live mittlerweile auch schon mal leichtere.


    Den neuen Kesselsatz will ich erstmal nicht live benutzen. Das Pro-M wird dann ein reines Gigset. Mit 12+16" Toms, dem 12er auf der BD und wahlweise auch dem Ride auf der BD. Dazu zwei nicht ganz so schwere Stative für die Crashbecken und wahlweise ein massiver Galgenständer für ein schweres Ride und eine Klammer mit Haltearm für ein China.

    Das würde ich so dann auch anderen Drummern anbieten, wenn ich das Set für einen Abend mit mehreren Bands stelle.


    Wandernde Bassdrums gehören bei mir nun endgültig der Vergangenheit an. Die Pro-M Bassdrum ist mir auf einem Festival Gig mit 1000+ Zuschauern schon mal weggerutscht, weil freistehend auf einem fremden Teppich platziert (auf meinem Teppich war das kein Problem), trotz ausgefahrenen Dornen. Mit einem Tom auf der BD (und dem schweren Aufbau / Tomhalter) wäre das sicher weniger ein Problem gewesen.


    Wandernde Hi-Hat- und Slave-Pedale habe ich auch "verbannt". Mit den Iron Cobras (inkl. der 2-beinigen HH-Maschine) kriegt man alles bombenfest und bei anderen Slave-Pedalen (z.B. dem meiner DW 7002) wirkt etwas Gaffa, das die Bodenplatte auf dem Teppich fixiert, wahre Wunder.

    1. BD maximal 16 Zoll tief. Nimmt weniger Platz auf der Bühne und im Auto weg und ist leichter.
    2. Tomhalter auf der Bassdrum. Spart Ständer und damit Gewicht und Platz auf der Bühne und ist leichter aufzubauen.
    3. Bei deinem Set-Up mit 4 Toms: Zwei Floortoms. Leicht zu positionieren, spart Ständer (s.o.). Ich hatte mal eine 14er am Ständer. Ich hab das gehasst und das Ding nach ein paar Jahren selbst zur Floortom umgebaut.

    Das ist bereits gesetzt. ;)


    4. Nur ein Becken/Tom pro Ständer. Ich fand es immer total nervig, mehr als ein Instrument pro Ständer zu haben, weil die Positionierung komplizierter wird. Und wenns schnell gehen muss, klappt das irgendwie nicht. Insbesondere wenn der Drummer der Vorband über mein Set gespielt hat.

    Kommt halt drauf an. Ich hatte damit auch live keine Probleme, wenn man das einmal richtig aufbaut und so löst, dass man es gut transportieren und schnell wieder aufbauen kann.

    Vorausgesetzt, das Set wird nicht von anderen Schlagzeugern umgebaut. Aber live spiele ich sowieso auch meistens reduziert mit 1up 1down, zwei Crashes und vielleicht einem China bei Bedarf.


    5. Leichte Ständer. Ich hab mir fürs Gig-Set die Yamaha-Teile gekauft. Nicht schön, aber sehr standfest und seeehr leicht. Ich hatte noch die das Problem, dass leichte Ständer gewandert sind. Auch nicht auf wackeligen Bühnen. Ein Problem aus der Theorie oder kennt das wirklich jemand?

    Dass ein leichter Beckenständer auf einem wackeligen Riser mit viel Action auf der Bühne wandert, konnte ich schon in der Praxis beobachten. Theoretisch wäre ich da gar nicht drauf gekommen ...


    Um die Beckenstative geht's hier aber nicht. Wenn ich es für nötig halte besorge ich mir dann schon welche.

    Vielleicht einfach Marketing. 10, 12, 16 ist im Moment "in" und wird für den "Standard-Trommler" mit Tom Halter verkauft.

    4 Toms dagegen eher speziell und spricht evtl. diejenigen an, die sowieso mit Racks arbeiten?

    Kann schon sein. Ich fall dabei jedenfalls definitiv aus der Reihe. Und ich denke, dass Sets dieser Preisklasse (und darüber) eher von erfahrenen Drummern gekauft werden, die wissen was sie wollen. Standardlösungen funktionieren für den Anfang meistens, aber irgendwann entwickelt man halt Vorlieben.


    Das 14x12er Standtom mit diesem Finish ist auch nirgendwo direkt bestellbar gelistet. Wenn man das problemlos nachbestellen kann, ist das ja kein Problem.

    Ein Problem ist dann aber doch das scheinbar schwankende Erscheinungsbild dieses Finish', das wiederum den Verkauf in "selektiert" zusammengestellen Kesselsätzen rechtfertigt.


    Das erinnert mich an "Matched Stereo Pairs" bei Kleinmembran-Kondensator-Mikrofonen. Weil es immer Fertigungstoleranzen gibt werden ähnlich klingende Mikrofone als Stereopaar verkauft. Ergibt total Sinn. Auch bei Kesselsätzen, wenn der "künstlerische Schliff" dieses Finish' solchen Schwankungen unterliegt.

    Falls man das Finish "Molten Steel Blue Burst" (MSL) anvisiert, kann es sein, dass nachbestellte Trommeln farblich deutlich abweichen. Ich hatte das Problem mit einem neuen 22,10,12,16 Kit (2022) und nachbestelltem neuen 13er Tom (auch 2022). Auch ein gebrauchtes 18er, das ich besichtigt habe, wich deutlich ab. Das habe ich dann z.B. deswegen nicht gekauft. Ob das Problem im Jahr 2026 behoben ist, kann ich nicht beurteilen. Ob es andere Finishes betrifft, ist mir nicht bekannt. Generell hat mir das Finish sehr gefallen.

    Danke für die Info! Das ist tatsächlich blöd. Genau dieses Finish peile ich nämlich auch an. Ich werd's mir mal vormerken und ansprechen, wenn ich Thomann dies bzgl. kontaktiere. Ich versteh sowieso nicht, warum das 14er Tom bei der Konfiguration mit Doppeltomhalter auf der BD fehlt. Das erscheint mir schon sehr willkürlich gegenüber der anderen Konfiguration ohne Tomhalter auf der BD, aber mit durchgehender Tomreihe.


    Ansonsten ein schönes Set mit tollen Klangmöglichkeiten und gutem Preis/Leistungsverhältnis. Der Doppeltomhalter ist relativ flexibel, das moderne Star-Cast schön leicht und Platz sparend, Gussspannreifen empfinde ich als Vorteil (aber natürlich ein subjektives Kriterium). Die Bassdrum in 22x16er Tiefe fand ich auch besser als 22x18, da fehlte nichts.

    :thumbup: :)

    Nach meiner Erfahrung kommt es immer ganz auf den Anwendungsfall an, wie massiv und stabil Beckenstative sein müssen.


    Ein gerader Beckenständer für ein kleines Crashbecken muss bspw. nicht sehr massiv sein, das ist klar.

    Ein schweres 22" Ride auf einem Galgen möchte ich aber schon eher einem massiveren Ständer anvertrauen. Ein Gegengewicht ist allerdings nicht nötig, wenn man den Galgen über einem der drei Beine auslenkt (Statik).

    Ähnlich verhält es sich, wenn man noch weitere Dinge wie z.B. Toms oder Becken an so einem Beckenstativ über eine Multiklammer befestigt. Das mache ich auch lieber mit stabilen doppelstrebigen Stativen.


    Die Bühnensituation spielt aber auch noch 'ne Rolle. Drum Riser können auf wackeligen Bühnen noch wackeliger werden, z.B. wenn Bandkollegen auf der Bühne rumspringen. Ein all zu leichtes Beckenstativ mit nur einem leichten Crashbecken kann dann auch ohne weiteres mal anfangen sich auf dem Riser zu bewegen. Und das will man natürlich auch nicht.


    Für "normale" Gigs transportiere ich meine Beckenstative inkl. Hi-Hat Maschine auch immer noch lose und einzeln. Nur die Hardware-Kleinteile transportiere ich mittlerweile gebündelt in einer stabilen Tasche, die eigentlich für Scheinwerfer konzipiert ist. Da kommen Tombeine, Snare-Ständer, der Tomhalter von der BD, der auseinander gebaute Hocker und andere Kleinigkeiten rein, wie z.B. Gaffa-Tape, Backup-Mikrofone und kleine Mikrofonstative.


    Ich hab auch noch ein massives Hardware-Case aus Birkenmultiplex auf vier Rollen. Das benutz ich momentan aber nur als Lager und Abstellfläche. Bin gespannt, wann (bzw. ob) ich wieder mal ein Engagement kriege, wo das zum Einsatz kommt. Sogar im leeren Zustand kann man das nur zu zweit heben und tragen, auch wenn die vier (360° frei drehbaren) Rollen natürlich sehr praktisch sind.

    Ist sicher Geschmackssache. Für mich spricht bei genauer Betrachtung doch einiges gegen die Anschaffung eines Racks.


    Erstmal wird es in Summe deutlich teurer. Auch mit dem U-förmigen Gibralter-Rack ist es mit den 300€ Anschaffung nicht getan. Ich brauche noch mindestens einen Beckenhalter (wenn ich nicht sinnlos ein Beckenstativ zerlegen möchte), um ein Tom, Crash und Ride unterzubringen. Nur für Tom+Crash würde sich ein Rack m.E. gar nicht lohnen und wäre für den Transport auch viel zu unhandlich. Trotzdem ersetzt das Rack dann auch nur ein Galgenbeckenstativ und eben die Halterung auf der Bassdrum. Spiele ich das ganze stattdessen mit dem "normalen" Tama-Rack für 500€ durch, geht das gleich in ganz andere Dimensionen. Da brauche ich für eine vernünftige Nutzung nicht nur mehrere Beckenhalter, sondern auch noch Tomhalter. Denn die im Kesselsatz mitgelieferten Klemmen für die Hängetoms funktionieren am Rack nicht. Trotzdem spare ich mit meinem großen Aufbau so nur maximal zwei Dreibein-Beckenstative ein, mindestens zwei brauche ich immer noch.


    Dann sehe ich beim Transport und der Aufbaugeschwindigkeit auch nur Nachteile. Galgen-Beckenstative mit Multiklammern und Tomhaltern kann man sogar noch relativ platzsparend "obenrum aufgebaut" (also nur mit zusammengeklappten Beinen) transportieren. Komplett eingeklappt natürlich noch deutlich platzsparender.


    Die "akustische Kopplung" durch das Rack schreckt mich auch etwas ab.

    Ich brauche beim Beschweren der Bassdrum nach meinem aktuellen Kenntnisstand auch keine hohe Flexibilität. Denn für mich persönlich hat zusätzliche Masse an / auf der Bassdrum sowieso mehrere Vorteile (Akustik, Statik und eben Materialaufwand). Ein Kollege aus Erfurt (der, der das andere Gibraltar Stealth Rack nutzt) hat auf Tour immer einen Backstein dabei, den er in die freistehende Bassdrum legt. Das will ich mir gern ersparen. :D


    Und ganz egal wie man es dreht und wendet - "haben ist besser als brauchen". Eine Bassdrum mit Rosette kann man auch freistehend nutzen. Andersrum geht das nicht.

    Was für ein Hin und Her ... :D

    Bin nochmal einige Details und Szenarien durchgegangen und zu dem Schluss gekommen, dass ich mir wohl in den Arsch beißen werde, wenn ich eine "nackige" Bassdrum ohne Tomhalter kaufe (*). Sieht halt einfach nur schön aus, aber hat keinerlei praktischen Nutzen. Ein Rack macht das für meine Zwecke eigentlich alles nur unnötig kompliziert und teuer. Meine derzeitige Lösung ist so schön effizient: Ich komme mit vier Dreibein-Beckenstativen (+ einem Snare-Ständer) aus für vier Toms, zwei Snares, drei Crashes, China, Splash, Ride, HH - ganz ohne Rack. Zumal der Doppeltomhalter des Starclassic Performers ja so flexibel einstellbar und damit bestens für meine Zwecke geeignet ist.


    Es wird also Neukauf des Starclassic Performers mit Bassdrum-Rosette (Doppeltomhalter auf der Bassdrum) und allen vier Toms.

    Dafür werde ich den Händler meines Vertrauens fragen, wie man das am besten lösen kann. Wahrscheinlich muss das 14er Standtom dann extra dazu bestellt werden.

    Ich werde damit wohl auch wieder den Monopolisten (Thomann) unterstützen. Aber das ist mir egal. Bin schon so lang Kunde bei denen und war auch schon mehrmals dort (hatte mal 'ne Zeit lang in der Nähe gewohnt).


    Wird aber noch etwas dauern, wie gesagt. Ich peile den Sommer an. Werde dann auch ein "Soundcheck"-Video mit Werksfellen und dokumentierter Stimmung des neuen Sets auf Youtube stellen. :thumbup:


    * = Eine gerade erst neu gekaufte Bassdrum möchte ich wirklich nicht selber aufbohren und mit einem Tomhalter nachrüsten. Und sofern man letzteren überhaupt irgendwo als Originalteil auftreiben kann, ist das dann wahrscheinlich auch unnötig teuer.

    Dann mal der nächste Auszug mit Performances aus dem Tutorial-Video. Der Video-Titel sagt schon alles aus. :)


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    Die Achtel laufen hier auf 210 bpm. Die 5/4 Grooves laufen übrigens auf 140 bpm. Damit haben die Achtel-Triolen dort die selbe Länge / Dauer wie Sechzehntel in den 6/8 Grooves.

    Habe mir gestern auch noch mal Gedanken darüber gemacht. Man könnte das schon auch als 5/4 betrachten. Achtel im Nenner passen hier aber m.E. besser, wenn man es zählt. Weil die betonten / gespielten Zählzeiten (Bassdrums und Rimclicks) immer zur Hälfte auf Achtel-Zählzeiten liegen.


    Und ich denke auch, dass es die einzigartige Kombination aus Reduktion, aber eben stellenweise auch sehr geschmackvollen Spielereien, ausmacht.

    Die akzentuierte Hi-Hat sucht hier schon ihresgleichen. Er variiert die Akzente ja an bestimmten Stellen auch. Das fängt schon am Anfang an.


    Live hat er es auch immer etwas anders gespielt. Man sieht sogar im zugehörigen Video aus dem Studio, dass das gezeigte nicht immer zum gespielten passt. Im Video ist nicht der gehörte Take zu sehen.

    ... Vers-Groove von „Seven Days“ ... Warum wirkt dieser 5/8-Groove so zugänglich? ... Mich würde interessieren, wie Ihr das seht.

    Direkt aus dem Bauch raus (und auch nur weil ich den Titel vor ein paar Monaten auf Youtube gecovert habe):


    Weil sich dieser 5/8 m.E. eher wie ein 10/8 anfühlt. Mit den Backbeats (Rimclicks) auf der 4 und der 9. Das 16tel Hi-Hat-Pattern unterstützt diese These zusätzlich, weil die Akzente grundsätzlich (von Ausnahmen abgesehen) in einem Abstand von zwei Achteln gespielt werden. Das Pattern braucht also auch zwei 5/8 Takte bzw. eben einen 10/8 Takt, um von vorn zu beginnen. Die sparsam eingesetzte Bassdrum nur auf der 1 (und 6) trägt zusätzlich zu diesem 10/8 Feel bei.

    Danke fürs Feedback! :thumbup:


    Ich versteh die Kritik und weiß, dass das nicht so optimal ist. Auf Deutschsprachige Menschen (DACH-Raum) wirkt das auch sicher noch mal zusätzlich gezwungen und anstrengend. Und ist auch wegen der schriftlichen Übersetzung jetzt ein bisschen verwirrend gewesen. Diese habe ich halt "exklusiv" für DF-Mitglieder und deutschsprachige Zuschauer ergänzt ^^ ... na ja - und auch weil ich den Text dieses mal auf Deutsch verfasst habe und von einer KI übersetzen ließ.


    Vielleicht mach ich mal einen Versuch mit deutschem Text, aber ordentlich aufbereiteten englischen Untertiteln und mit englischer Sprache im Thumbnail, evtl. auch im Titel. Glaube aber, dass die Reichweite dadurch schon deutlich eingeschränkt wäre.

    Ich mach die Tutorials ja nur nebenbei und auch nur sehr selektiv zu Themen, von denen ich wirklich Ahnung habe und die mich interessieren.

    A propos: gibts evtl. Anregungen bzw. Bedarf für Tutorials von mir zu bestimmten Themen?


    Deutschsprachige Schlagzeugcoaches gibts auf Youtube ja schon viele. Und die machen auf ihren Kanälen auch nichts anderes, haben also eine bestimmte Zielgruppe.

    Das sieht bei mir ganz anders aus.


    Ich glaube nicht, dass z.B. mein erstes Tutorial-Video zum Rosanna-Tom-Fill weiter Klicks sammeln würde, wenn ich das auf Deutsch gemacht hätte.

    Ein weiteres Indiz für ein sehr internationales Publikum ist übrigens, dass keiner Kommentare zu meinen Tutorials auf Deutsch verfasst. Die meisten schreiben auf Englisch, vereinzelte auch in ihrer Muttersprache - z.B. Spanisch oder Russisch. Da muss ich dann auch die automatische Übersetzung benutzen.

    Auf Deutsch würde es mir wesentlich leichter fallen und würde auch Zeit + Aufwand einsparen. Und meine Aussprache ist bei manchen Wörtern auch hier wieder falsch (z.B. bei "determine"). Sowas fällt mir dann z.T. erst im Nachhinein auf.


    Aber laut den Analysen von Youtube ist mein Publikum nur zu etwa 1% Deutschsprachig. Ist vielleicht wegen Nutzung von VPNs und so doch etwas mehr, aber auch wenn es 10% wären ... da ist Englisch schon besser.


    Hier mal Statistiken zu meinen bisher populärsten Tutorials:


    zb das mit der Snare, dass die nicht immer sooo exakt centered sein muss

    Kommt halt drauf an, wie man aufnimmt und nachbearbeitet. Ohne Close Mics oder mit Aligning ist eine mittige Snare schon besser. Aber Close Mics ohne Aligning bieten m.E. gerade den Vorteil, dass die Snare auf den OHs nicht mittig sein muss.

    Habe die englischen Untertitel eben mal korrigiert (hat die KI aber schon sehr gut verstanden und erzeugt). Wie ist denn die Wahrnehmung zur Länge des Videos versus Informationsgehalt? Ist die Übersetzung hilfreich? Wäre es besser, die deutsche Übersetzung noch irgendwie ins Video zu integrieren?

    Es geht aber definitv auf Kosten von Buddy Rich, der hier eindeutig degradiert wird, damit andere sich moralisch besser und der guten Gruppe angehörig fühlen können. Da sollte man manchmal etwas zurückhaltender sein, finde ich.

    Ach, so meinst du das. Jetzt wird's klarer. :thumbup:

    Ja, so einseitig ist es nie. Und auch "gute Leute" haben ihre Ecken und Kanten, sind manchmal schwierig usw.

    Kommt halt immer auf das große ganze an.


    Ursprünglich ging es hier aber nicht um Buddy Rich. Diese Tonaufnahme wurde ja nur als Beispiel dafür gepostet, dass der Film gar nicht so unrealistisch sei.


    Nun dreht's sich langsam im Kreis, aber ich finde Kritik am Film da schon berechtigt. Denn der Film hat sich nicht nur ein Negativbeispiel rausgepickt, sondern dieses auch noch sehr stark überzeichnet, um finanziellen Erfolg an den Kinokassen zu erzielen. Das führt aber auch dazu, dass vielen Ahnungslosen ein falsches Bild suggeriert wird. Und das ist für potenziellen Nachwuchs in der heutigen Zeit sicher nicht förderlich. Da setzt man sich dann sicher lieber an den Laptop und produziert Hip Hop, statt sich die Hände blutig üben und sich fertigmachen lassen zu müssen ... nur so als Gedankenspiel. ;)


    Ich zitiere noch mal aus dem Wikipedia-Artikel zum Film, wo sich u.a. Peter Erskine kritisch geäußert hat:


    Der Jazzmusiker und YouTuber Adam Neely kritisierte in einer Video-Rezension auf seinem Kanal, dass der Film zwar gut erzählt und gedreht sei, allerdings Jazzmusik und insbesondere das Studium derselben völlig falsch dargestellt worden sei. Die Musik sei viel zu kompetitiv dargestellt, was den Film mehr wie einen Sport- als einen Musikfilm wirken lasse.[11] Er schloss sich dabei der Kritik des Drummers Peter Erskine an, der einwandte:

    “I’m disappointed that any viewer of the film will not see the joy of music-making that’s almost always a part of large-ensemble rehearsals and performances. Musicians make music because they LOVE music. None of that is really apparent in the film, in my opinion.”[12] „Ich bin enttäuscht, dass kein Zuschauer etwas von der Freude am Musikmachen, die fast immer Teil der Proben und Auftritte eines großen Ensembles ist, mitbekommen wird. Musiker musizieren, weil sie Musik LIEBEN. Davon ist meiner Meinung nach im Film nichts zu sehen.“

    Eure Wünsche in allen Ehren, es wäre schön, wenn sie wahr würden. Trotzdem wage ich zu bezweifeln, dass alleine der unglaubliche Ehrgeiz, der hinter absoluten Spitzenleistungen steht mit einer sozialverträglichen Persönlichkeit in Einklang zu bringen ist. Ein Widerspruch in sich.


    Kennt jemand ein Bespiel für Jemand, der smooth as butter ist und die absolute Spitze (woriin auch immer) erreicht hat?

    Deine Denkweise finde ich sehr fragwürdig und einseitig. Die Welt und die Menschheit ist deutlich komplexer und so einfache Gleichungen zumeist an den Haaren herbei gezogen.


    Und was meinst du überhaupt mit Spitzenleistungen? Bei guter Musik ist das zum Glück die falsche Denkweise. Da spielen eher die Leidenschaft und der persönliche Ausdruck selbst eine große Rolle.


    Dass Ergebnisse egal welcher Art immer Taten voraussetzen, ist klar. Meines Wissens sind kreative und "leistungsfähige" Menschen oft eher introvertiert. Die labern halt nicht so viel und machen mehr. Das macht sie aber noch lange nicht zu Arschlöchern. Im Gegenteil - Eigenbrötler werden eigentlich eher mal gemobbt als Gruppenangehörige.


    Ich habe schon mit vielen unterschiedlichen Leuten Musik gemacht.

    Erstmal sind das auch immer alles nur Menschen und wie ich eingangs schon sagte, gibt's da auch die unterschiedlichsten Typen.

    Warum glaubst Du, dass Psychopathen ausgerechnet den Kulturbetrieb meiden? Ich sehe da keinen Grund.

    Mein Gedanke dazu war, dass Psychopathen wahrscheinlich nicht das Zeug zum Künstler / Musiker haben. Und auch Produzenten und Manager von Musikern brauchen Soft-Skills und einen echten Draht zu ihren Klienten. Und dazu sind Psychopathen halt nicht fähig.


    Aber als reine Strippenzieher und Geschäftsleute sind Psychopathen natürlich auch im Kulturbetrieb denkbar.


    Man könnte auch vermuten, dass die Eigenschaften der dunklen Triade evolutionsbiologische Vorteile hatte und deswegen existiert. Ich denke aber, dass spätestens seit der Erfindung der Atombombe ein Zeitalter erreicht ist, in dem diese Eigenschaften das Potenzial haben, die Menschheit und weite Teile der Natur auszulöschen.

    Hmm ja, es gibt da auch Überlappungen. Habe gerade noch mal zu Trump recherchiert. Ist bei dem wohl wirklich nicht so eindeutig.


    Das ist übrigens hier zusammengefasst und betrifft damit wahrscheinlich sogar etwa 10% der Bevölkerung. Habe dazu auch noch mal recherchiert. Psychopathen 1-2%, Narzissten 6% und dann noch die Machiavellisten. Letzteres soll wohl das "Politiker-Gen" sein, wenn ich mich richtig erinnere.


    Dunkle Triade – Wikipedia


    Das erklärt jedenfalls so einiges, ist aber auch deprimierend zugleich. Denn es scheint sich nichts daran zu ändern.


    Ich bin froh, dass ich mir über sowas in letzter Zeit kaum noch Gedanken gemacht habe und auch mein Umfeld gefiltert habe.


    Auch habe ich aufgehört, Dinge und Menschen zu schwarz/weiß zu sehen oder in Kategorien zu denken. Jeder Mensch hat ja auch Schwächen und Fehler.


    Aber es gibt natürlich mehr oder weniger klare Tendenzen und bei Typen wie Donald Trump ist es ganz klar.

    Ich hatte mich aus verschiedenen Gründen näher mit dem Thema Psychopathie beschäftigt und mich auch mit einer Psychologin darüber unterhalten. Sie meinte dazu, dass Psychopathen oft gewalttätig und kriminell sind. Und wenn sie das nicht sind, dass man die Kälte und den falschen Charme schnell merken würde (im besten Fall zumindest). Psychopathen machen wohl nur etwa 1% der Gesellschaft aus.


    Anders formuliert sind Arschlöcher und narzisstische Menschen nicht gleich Psychopathen. Besonders intelligente Psychopathen sind wegen ihrer Emotionslosigkeit sehr kalkuliert und beherrscht und daher wahrscheinlich selten so cholerisch wie die Typen, um die es hier geht.


    im Kulturbetrieb, im Sport, bei Unternehmen oder der Politik.

    Hmm - zumindest überall da wo sie Macht ausüben und viel Geld verdienen können, sicher: https://www.zeit.de/karriere/b…-psychologe-jens-hoffmann


    Aber im Kulturbetrieb? Glaube ich weniger.


    Dem aktuellen US-Präsidenten bescheinigen Experten eher eine narzisstische Persönlichkeitsstörung, keine Psychopathie. Psychopathen machen selten so ein Affentheater, glaube ich.