Beiträge von m_tree

    Danke fürs Feedback! :thumbup:


    Ich versteh die Kritik und weiß, dass das nicht so optimal ist. Auf Deutschsprachige Menschen (DACH-Raum) wirkt das auch sicher noch mal zusätzlich gezwungen und anstrengend. Und ist auch wegen der schriftlichen Übersetzung jetzt ein bisschen verwirrend gewesen. Diese habe ich halt "exklusiv" für DF-Mitglieder und deutschsprachige Zuschauer ergänzt ^^ ... na ja - und auch weil ich den Text dieses mal auf Deutsch verfasst habe und von einer KI übersetzen ließ.


    Vielleicht mach ich mal einen Versuch mit deutschem Text, aber ordentlich aufbereiteten englischen Untertiteln und mit englischer Sprache im Thumbnail, evtl. auch im Titel. Glaube aber, dass die Reichweite dadurch schon deutlich eingeschränkt wäre.

    Ich mach die Tutorials ja nur nebenbei und auch nur sehr selektiv zu Themen, von denen ich wirklich Ahnung habe und die mich interessieren.

    A propos: gibts evtl. Anregungen bzw. Bedarf für Tutorials von mir zu bestimmten Themen?


    Deutschsprachige Schlagzeugcoaches gibts auf Youtube ja schon viele. Und die machen auf ihren Kanälen auch nichts anderes, haben also eine bestimmte Zielgruppe.

    Das sieht bei mir ganz anders aus.


    Ich glaube nicht, dass z.B. mein erstes Tutorial-Video zum Rosanna-Tom-Fill weiter Klicks sammeln würde, wenn ich das auf Deutsch gemacht hätte.

    Ein weiteres Indiz für ein sehr internationales Publikum ist übrigens, dass keiner Kommentare zu meinen Tutorials auf Deutsch verfasst. Die meisten schreiben auf Englisch, vereinzelte auch in ihrer Muttersprache - z.B. Spanisch oder Russisch. Da muss ich dann auch die automatische Übersetzung benutzen.

    Auf Deutsch würde es mir wesentlich leichter fallen und würde auch Zeit + Aufwand einsparen. Und meine Aussprache ist bei manchen Wörtern auch hier wieder falsch (z.B. bei "determine"). Sowas fällt mir dann z.T. erst im Nachhinein auf.


    Aber laut den Analysen von Youtube ist mein Publikum nur zu etwa 1% Deutschsprachig. Ist vielleicht wegen Nutzung von VPNs und so doch etwas mehr, aber auch wenn es 10% wären ... da ist Englisch schon besser.


    Hier mal Statistiken zu meinen bisher populärsten Tutorials:


    zb das mit der Snare, dass die nicht immer sooo exakt centered sein muss

    Kommt halt drauf an, wie man aufnimmt und nachbearbeitet. Ohne Close Mics oder mit Aligning ist eine mittige Snare schon besser. Aber Close Mics ohne Aligning bieten m.E. gerade den Vorteil, dass die Snare auf den OHs nicht mittig sein muss.

    Habe die englischen Untertitel eben mal korrigiert (hat die KI aber schon sehr gut verstanden und erzeugt). Wie ist denn die Wahrnehmung zur Länge des Videos versus Informationsgehalt? Ist die Übersetzung hilfreich? Wäre es besser, die deutsche Übersetzung noch irgendwie ins Video zu integrieren?

    Es geht aber definitv auf Kosten von Buddy Rich, der hier eindeutig degradiert wird, damit andere sich moralisch besser und der guten Gruppe angehörig fühlen können. Da sollte man manchmal etwas zurückhaltender sein, finde ich.

    Ach, so meinst du das. Jetzt wird's klarer. :thumbup:

    Ja, so einseitig ist es nie. Und auch "gute Leute" haben ihre Ecken und Kanten, sind manchmal schwierig usw.

    Kommt halt immer auf das große ganze an.


    Ursprünglich ging es hier aber nicht um Buddy Rich. Diese Tonaufnahme wurde ja nur als Beispiel dafür gepostet, dass der Film gar nicht so unrealistisch sei.


    Nun dreht's sich langsam im Kreis, aber ich finde Kritik am Film da schon berechtigt. Denn der Film hat sich nicht nur ein Negativbeispiel rausgepickt, sondern dieses auch noch sehr stark überzeichnet, um finanziellen Erfolg an den Kinokassen zu erzielen. Das führt aber auch dazu, dass vielen Ahnungslosen ein falsches Bild suggeriert wird. Und das ist für potenziellen Nachwuchs in der heutigen Zeit sicher nicht förderlich. Da setzt man sich dann sicher lieber an den Laptop und produziert Hip Hop, statt sich die Hände blutig üben und sich fertigmachen lassen zu müssen ... nur so als Gedankenspiel. ;)


    Ich zitiere noch mal aus dem Wikipedia-Artikel zum Film, wo sich u.a. Peter Erskine kritisch geäußert hat:


    Der Jazzmusiker und YouTuber Adam Neely kritisierte in einer Video-Rezension auf seinem Kanal, dass der Film zwar gut erzählt und gedreht sei, allerdings Jazzmusik und insbesondere das Studium derselben völlig falsch dargestellt worden sei. Die Musik sei viel zu kompetitiv dargestellt, was den Film mehr wie einen Sport- als einen Musikfilm wirken lasse.[11] Er schloss sich dabei der Kritik des Drummers Peter Erskine an, der einwandte:

    “I’m disappointed that any viewer of the film will not see the joy of music-making that’s almost always a part of large-ensemble rehearsals and performances. Musicians make music because they LOVE music. None of that is really apparent in the film, in my opinion.”[12] „Ich bin enttäuscht, dass kein Zuschauer etwas von der Freude am Musikmachen, die fast immer Teil der Proben und Auftritte eines großen Ensembles ist, mitbekommen wird. Musiker musizieren, weil sie Musik LIEBEN. Davon ist meiner Meinung nach im Film nichts zu sehen.“

    Eure Wünsche in allen Ehren, es wäre schön, wenn sie wahr würden. Trotzdem wage ich zu bezweifeln, dass alleine der unglaubliche Ehrgeiz, der hinter absoluten Spitzenleistungen steht mit einer sozialverträglichen Persönlichkeit in Einklang zu bringen ist. Ein Widerspruch in sich.


    Kennt jemand ein Bespiel für Jemand, der smooth as butter ist und die absolute Spitze (woriin auch immer) erreicht hat?

    Deine Denkweise finde ich sehr fragwürdig und einseitig. Die Welt und die Menschheit ist deutlich komplexer und so einfache Gleichungen zumeist an den Haaren herbei gezogen.


    Und was meinst du überhaupt mit Spitzenleistungen? Bei guter Musik ist das zum Glück die falsche Denkweise. Da spielen eher die Leidenschaft und der persönliche Ausdruck selbst eine große Rolle.


    Dass Ergebnisse egal welcher Art immer Taten voraussetzen, ist klar. Meines Wissens sind kreative und "leistungsfähige" Menschen oft eher introvertiert. Die labern halt nicht so viel und machen mehr. Das macht sie aber noch lange nicht zu Arschlöchern. Im Gegenteil - Eigenbrötler werden eigentlich eher mal gemobbt als Gruppenangehörige.


    Ich habe schon mit vielen unterschiedlichen Leuten Musik gemacht.

    Erstmal sind das auch immer alles nur Menschen und wie ich eingangs schon sagte, gibt's da auch die unterschiedlichsten Typen.

    Warum glaubst Du, dass Psychopathen ausgerechnet den Kulturbetrieb meiden? Ich sehe da keinen Grund.

    Mein Gedanke dazu war, dass Psychopathen wahrscheinlich nicht das Zeug zum Künstler / Musiker haben. Und auch Produzenten und Manager von Musikern brauchen Soft-Skills und einen echten Draht zu ihren Klienten. Und dazu sind Psychopathen halt nicht fähig.


    Aber als reine Strippenzieher und Geschäftsleute sind Psychopathen natürlich auch im Kulturbetrieb denkbar.


    Man könnte auch vermuten, dass die Eigenschaften der dunklen Triade evolutionsbiologische Vorteile hatte und deswegen existiert. Ich denke aber, dass spätestens seit der Erfindung der Atombombe ein Zeitalter erreicht ist, in dem diese Eigenschaften das Potenzial haben, die Menschheit und weite Teile der Natur auszulöschen.

    Hmm ja, es gibt da auch Überlappungen. Habe gerade noch mal zu Trump recherchiert. Ist bei dem wohl wirklich nicht so eindeutig.


    Das ist übrigens hier zusammengefasst und betrifft damit wahrscheinlich sogar etwa 10% der Bevölkerung. Habe dazu auch noch mal recherchiert. Psychopathen 1-2%, Narzissten 6% und dann noch die Machiavellisten. Letzteres soll wohl das "Politiker-Gen" sein, wenn ich mich richtig erinnere.


    Dunkle Triade – Wikipedia


    Das erklärt jedenfalls so einiges, ist aber auch deprimierend zugleich. Denn es scheint sich nichts daran zu ändern.


    Ich bin froh, dass ich mir über sowas in letzter Zeit kaum noch Gedanken gemacht habe und auch mein Umfeld gefiltert habe.


    Auch habe ich aufgehört, Dinge und Menschen zu schwarz/weiß zu sehen oder in Kategorien zu denken. Jeder Mensch hat ja auch Schwächen und Fehler.


    Aber es gibt natürlich mehr oder weniger klare Tendenzen und bei Typen wie Donald Trump ist es ganz klar.

    Ich hatte mich aus verschiedenen Gründen näher mit dem Thema Psychopathie beschäftigt und mich auch mit einer Psychologin darüber unterhalten. Sie meinte dazu, dass Psychopathen oft gewalttätig und kriminell sind. Und wenn sie das nicht sind, dass man die Kälte und den falschen Charme schnell merken würde (im besten Fall zumindest). Psychopathen machen wohl nur etwa 1% der Gesellschaft aus.


    Anders formuliert sind Arschlöcher und narzisstische Menschen nicht gleich Psychopathen. Besonders intelligente Psychopathen sind wegen ihrer Emotionslosigkeit sehr kalkuliert und beherrscht und daher wahrscheinlich selten so cholerisch wie die Typen, um die es hier geht.


    im Kulturbetrieb, im Sport, bei Unternehmen oder der Politik.

    Hmm - zumindest überall da wo sie Macht ausüben und viel Geld verdienen können, sicher: https://www.zeit.de/karriere/b…-psychologe-jens-hoffmann


    Aber im Kulturbetrieb? Glaube ich weniger.


    Dem aktuellen US-Präsidenten bescheinigen Experten eher eine narzisstische Persönlichkeitsstörung, keine Psychopathie. Psychopathen machen selten so ein Affentheater, glaube ich.

    Hier nun das Tutorial-Video. Mir war es ein Bedürfnis, mal was über dieses Thema zu erzählen.


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    Ist mein erstes Video, das es auf über 10 Minuten Länge geschafft hat. Habe aber auch keine Notwendigkeit gesehen, das weiter zu kürzen. Ist ja auch ein komplexes Thema. Und spiegelt natürlich auch nur meine eigene Herangehensweise und Meinung wider.


    Hier auch gleich noch die deutsche Textversion. :)


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    Einleitung

    Hi, in diesem Video zeige ich eine einfache, flexible und gut klingende Methode für die Positionierung und den Mixdown von Overheads in Kombination mit nah aufgestellten Mikrofonen. Es geht mir hierbei speziell um Aufnahmen, NICHT live / FOH. Ich habe über Jahre viel experimentiert und favorisiere diese Vorgehensweise nun seit mehreren Jahren. Alle Performances in den Kapitel-Einleitungen wurden mit meinem beschriebenen Ansatz aufgenommen und gemixt.


    1. Vorteile von AB-Aufstellung der Overheads

    Richtet man Nierenmikrofone als Overheads vertikal nach unten aus erhält man am meisten Direktsignal vom Schlagzeug und am wenigsten Raumanteil. In kleinen Räumen mit niedrigen Decken möchte und braucht man den Raumanteil im Regelfall sowieso nicht. In großen (gut klingenden) Räumen lohnt es sich dagegen, zusätzlich Raummikrofone zu benutzen. Das macht den Raumanteil auf den Overheads zweitrangig.

    Schlagzeug-Overheads verlangen und brauchen keine klassischen Stereofonie-Verfahren wie z.B. XY, ORTF, NOS, EBS oder klein-AB mit Druckmikrofonen. Mit einer AB-Aufstellung mit Nierencharakteristik hat man immer volle Flexibilität, weil jeder Schlagzeugaufbau individuell ist.


    2. 100% L/R Panning ist eine gute Basis

    Jede übliche Stereofonie setzt 100% Panning im Mix voraus. Die Mikrofonbasis (Abstand der Mikrofonkapseln zueinander) ist entscheidend für die Breite des Stereobilds bei AB. Mit 100% Panning ist eine Mikrofonbasis von z.B. 50-100cm und eine Höhe von z.B. 150-200cm gut geeignet - je nach Größe des Sets, der Raumhöhe und der gewünschten Breite des Stereobilds. Sehr breite Aufstellungen führen zu einem "Loch in der Mitte" des Stereobilds und sollten mit 100% Panning vermieden werden.

    Ein guter Startpunkt ist z.B., die Mikrofone über dem Floortom und über der Snare zu positionieren. Davon ausgehend die Mikrofonbasis z.B. etwas zur Bassdrum hin verschieben und je nach Geschmack verbreitern. Es lohnt sich immer, Testaufnahmen zu machen und die Ohren entscheiden zu lassen!


    3. Weitere Aspekte bei der Overhead-Aufstellung

    Bei Aufnahmen bilden die Overheads das Grundgerüst des Schlagzeugsounds und sind auch bei laut gemischten nahen Mikros an den Trommeln wichtig für "Glue" und Natürlichkeit. Becken klingen auf Overheads auch meistens natürlicher und unaufdringlicher als auf nah aufgestellten Mikros.

    Richtmikrofone haben On-Axis im Normalfall die ausgeprägtesten Höhen und beste Transiententreue. Kondensator-Mikrofone bilden die Transienten und den erweiterten Höhenbereich genauer und neutraler als dynamische Mikrofone ab, wobei Großmembraner etwas "langsamer" als Kleinmembraner sind und daher etwas zurückhaltender klingen. Becken klingen am Rand für gewöhnlich "weicher", in der Nähe der Kuppe dagegen schärfer. Ich lasse die Overheads nach Möglichkeit nicht auf die Kuppen von den Crashbecken (welche i.d.R. am höchsten und nächsten zu den Overheads positioniert sind) zeigen und richte Stützmikrofone von Becken eher auf den Rand aus.


    4. Mittige Snare auf Overheads notwendig?

    Die meisten Schlagzeug-Aufbauten sind nicht symmetrisch und die Snare ist normalerweise nicht mittig. Wird auf Close Mics an der Snare verzichtet, ist eine mittige Snare auf den Overheads wünschenswert. Dafür gibts spezielle Overhead-Aufstellungen wie z.B. "Recorderman" oder die Glyn Johns-Aufstellung.

    Mit Close Mics an der Snare oder an allen Trommeln ist eine mittige Snare auf den Overheads allerdings nicht mehr so wichtig. Zusammen mit Close Mics wird die Snare sogar räumlicher und breiter, wenn sie auf den Overheads nicht ganz mittig ist.

    Leider funktioniert das nicht mit Aligning, denn mit Aligning an die Close Mics beeinflussen die Overheads die wahrgenommene Position im Stereofeld mehr. Ich werde das später noch genauer erklären.

    Mit Aligning muss die Snare also mittig auf den Overheads sein, ansonsten hat man Schwierigkeiten die Snare mittig im Mix zu platzieren.

    Um die Snare mittig zu kriegen brauchen die Overheads einen gleichen Abstand zur Snare. Dafür kann man entweder die Mikrofonbasis (üblicherweise Richtung Hi-Hat) verschieben oder man hängt die Mikrofone in unterschiedliche Höhe. Beides hat zur Folge, dass das Stereobild des Schlagzeugs unnatürlich verzerrt wird, wenn die Snare im Set nicht mittig angeordnet ist.

    Ich hatte auch lang mit einer mittigen Snare auf den Overheads experimentiert und war nie zufrieden mit dem klanglichen Ergebnis, bin davon also weg.

    Wichtig bleibt, dass die Overheads alle nicht einzeln mikrofonierten Becken und das gesamte Schlagzeug ausgewogen aufnehmen.


    5. Die Phasenproblematik -> Aligning als Lösung?

    Stellt man mehr als ein Mikrofon in unterschiedlichem Abstand zur Schallquelle auf, hat man Laufzeitdifferenzen. Alle Stereofonie-Verfahren außer XY nutzen Laufzeitdifferenzen für ein räumlicheres und breiteres Klangbild. Beim Schlagzeug kommt dabei noch hinzu, dass üblicherweise eine Kombination aus Overheads und nah aufgestellten Mikrofonen genutzt wird. Ein Meter Abstand entspricht dabei etwa 2,9 Millisekunden Laufzeit. Laufzeitdifferenzen können zu Kammfilter-Effekten und Phasenauslöschungen führen. Ein einfaches Beispiel ist eine oben und unten mikrofonierte Snare (oder auch jede andere Trommel). Da ist weniger die Laufzeitdifferenz das Problem und mehr, dass sich die Felle immer 180° gegenüberstehen. Schwingt das Schlagfell "in" die Trommel, schwingt das Resonanzfell "raus" aus der Trommel. Ohne die Phase bei einem der beiden Snare-Mikros zu drehen geht viel Druck und Bass verloren.

    Ein Aligning geht noch einen Schritt weiter und nutzt die Möglichkeiten der digitalen Nachbearbeitung in DAWs. Man gleicht dabei z.B. die Laufzeitdifferenz der Overheads zur Snare aus, schiebt die Overheads also z.B. ein paar Millisekunden nach vorn.


    6. Auch ein Aligning ist Kompromiss-behaftet

    Möchte man ein Aligning machen, ist zumindest eine mittige Snare auf den Overheads von Vorteil, weil sie neben der Bassdrum die wichtigste Trommel ist.

    Auch mit einem Aligning sollte die natürliche Laufzeitdifferenz der Overheads zueinander (welche der Mikrofonbasis entspricht) beibehalten werden, weil sonst das natürliche Stereobild zerstört wird.

    Das menschliche Gehör ortet Schallquellen aus der Richtung, aus der der erste Direktschall zu hören ist. Alignt man Overheads mit einer nicht mittigen Snare an mittig gepannte Snare-Mikrofone, wird die Snare im Gesamtmix auch nicht mittig klingen. Lässt man die Laufzeitdifferenz hingegen bestehen und benutzt lediglich Phasendreher, wird das Panning der nah aufgestellten Mikrofone darüber entscheiden, aus welcher Richtung die Snare zu hören ist.

    Und man stößt dabei mit allen weiteren Mikrofonen schnell an Grenzen, weil man bspw. weit außen befindliche Toms niemals exakt an beide Overheads alignen kann (außer bei XY).

    Gegenüber Schlagzeugaufnahmen, deren Laufzeitdifferenzen natürlich belassen werden und problematischen Phasenbeziehungen stattdessen mit Phasendrehern begegnet wird, sehe ich keinen Vorteil. (Ehrlich gesagt, nach vielen Experimenten und Vergleichen ...) Im Gegenteil - ich denke, dass es die Dinge unnötig kompliziert macht. Ich denke sogar, dass es eigenartig und unnatürlich klingt und ich mag den dadurch entstehenden Klang nicht.

    Dass es auch ohne Aligning geht, zeigt sämtliche Musik, die noch auf Tonband aufgenommen und analog abgemischt wurde.


    Eigene Herangehensweise

    Ich positioniere die Overheads in AB z.Z. mit 65cm Mikrofonbasis in 175cm Höhe, sodass sie ein balanciertes Bild des Sets einfangen. Die Snare befindet sich leicht abseits der Mitte im Stereobild. Sie fangen das Set ausgewogen ein, wobei die Becken weich und rund klingen. Im Mix panne ich die Overheads 100% L/R und drehe nur die Phasen der Overheads und die der unteren Snare-Mikrofone, verzichte also auf ein Aligning. Die Toms klingen für mich so auch besser als wenn ich stattdessen nur die Phase des oberen Snare-Mikros drehe.


    Natürlich sind das nur meine Gedanken zu diesem Thema. Also lasst mich in den Kommentaren gern wissen, was ihr darüber denkt. Und wenn dir dieses Video gefällt, drücke bitte den Like-Button und abonniere den Kanal. Bis dann!

    Ich denke, dass Extreme und die (besonders hohe) "Leistung" eines Menschen nicht zwingend mit asozialem Verhalten einhergehen. Nach meiner Einschätzung gibts unter Künstlern und Musikern genau so viele unterschiedliche Typen wie überall sonst auch. Es gibt so viele Beispiele von großen Persönlichkeiten unter den Schlagzeugern, die nette und coole Typen sind. Da braucht man sich nur Interviews anzuschauen.


    Ich wäre auch vorsichtig mit Begriffen wie "Psychopathie". Das ist eine schwere antisoziale Persönlichkeitsstörung und geht weit über cholerisches und narzisstisches Verhalten hinaus.


    Klar - es geht auch in der Musikszene mitunter ziemlich rau zu. Aber "Whiplash" hat das definitiv überzeichnet. Körperliche Gewalt und blutig geübte Hände entsprechen definitv (zum Glück!) nicht der Realität.

    :thumbup: ^^


    Ist natürlich subtil und das Fuß-Pattern mit dem Hi-Hat Splash spiel ich gern bei allem möglichen rein, hat sich also eher zufällig ergeben. Ist eigentlich nur in 2/4, aber sowohl mit 5/4 als auch 15/4 eben gegenläufig.


    Das erste ist mit dem Mix aus Achteltriolen und Sechzehnteln ja polyrhythmisch, das zweite dagegen polymetrisch. Und für letzteres konnte ich irgendwie keine englische Übersetzung finden. :/

    Hab die beiden letzten Videos mal umbenannt, weil der erste Groove über zwei Takte geht und der zweite über drei Takte. Deswegen ist das 10/4 Fuß-Pattern im 2. auch polymetrisch.

    Und weiter geht's. :)


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    Viel Spaß auf alle Fälle mit dem neuen Zeug und bin ja schon gespannt wie dann alles aussieht.

    Wird aber noch ein bisschen dauern, will ich erst im Sommer besorgen.


    Bin mir jetzt auch schon wieder unschlüssig bzgl. des Racks und der ungebohrten Bassdrum. :D

    Vielleicht doch lieber 'ne Bassdrum mit Halterung, mir das Rack ersparen und das 14er Standtom halt extra dazu bestellen. :/

    Na ja - wenigstens bin ich mir schon mal mit dem Starclassic Performer sicher. :D


    Racks scheinen hier und da auch wieder aus der Mode gekommen zu sein. Simon Phillips z.B. ist schon vor längerer Zeit von einem Rack zu Doppeltomhaltern auf seinen Bassdrums und ansonsten halt Dreibein-Stativen gewechselt.

    Spannend wie unterschiedlich die Geschmäcker da immer sind. :D Du kommst ja wunderbar damit klar, aber wenn ich die Toms so verschoben sehe schreit mein innerer Monk einfach. Bei 10, 12 ist die Hihat ja minimal weiter links wenn die Toms symmetrisch vor der Snare sind. Aber gut ich würde bei einem Crash direkt vor meiner Nase auch Schreikrämpfe bekommen. ^^

    Ja, ist spannend wie unterschiedlich das ist. :D


    Aber hängt auch einfach davon ab wie man die Prioritäten setzt, denke ich. Mich interessiert z.B. nicht, wie der Aufbau aussieht. Mich interessiert nur, ob ich gut drauf spielen kann oder nicht. Und so wie abgebildet kann ich eben sehr gut spielen. Bei mir kommt ja noch meine Eigenart hinzu, dass ich die Sticks beim Spielen von Hi-Hat + Snare nicht tatsächlich kreuze. Und das erlaubt halt keine sehr breiten Aufbauten.

    Bzgl Vibrationen hat Jürgen natürlich Recht, es spricht alles was dort montiert ist ein wenig mehr über. Beim Aufnehmen sollte man das aber mit Gates ganz gut in den Griff bekommen.

    Wirklich? Das ist natürlich doof. Gates sind auch nicht die Lösung für alles. Ich benutze so wenig Gates wie möglich. Klingt einfach besser, außer man möchte das Gate den Sound gezielt mit formen lassen.

    Der Hergang meines speziellen Aufbaus ist übrigens, dass ich immer nur mit einem Rack-Tom gespielt habe (abgesehen von meiner ersten Spielphase als Kind). Bin es also gewöhnt, dass das Ride in der Nähe / mittiger und nicht zu hoch (ungefähr auf Höhe der Hi-Hat) hängt und bevorzuge auch einen relativ schmalen Aufbau. Zwei (von zwei) Hängetoms auf der Bassdrum fand ich schon immer schrecklich. Das hat sich nach meinem Verständnis nur so entwickelt, weil sich die Bassdrum als Halterung anbietet.

    Und mit beiden Hängetoms auf einem Doppeltomständer zwischen Hi-Hat und Bassdrum wird mir der Aufbau hinsichtlich Hi-Hat und BD zu breit. Das Ride höher zu hängen finde ich auch doof.


    Momentan komme ich so gut zurecht und will das deswegen so beibehalten. Seit ich wieder zwei Hängetoms nutze habe ich die immer so aufgebaut wie beschrieben. Und das 12er ist dadurch eher nur zufällig genau mittig über der Bassdrum.



    Lexikon75

    Das U-förmige Gibraltar-Rack ist eigentlich vergleichsweise günstig. Für das Tama-Rack z.B. muss man noch 200€ drauflegen.

    Ich habe auch keinen Bedarf, die Bassdrum im Nachhinein zu verschieben. Die wird einmal an die richtige Position gestellt und der Rest drum rum gebaut. Ich fang beim Aufbau immer mit der Bassdrum an.


    Ein Kollege aus Erfurt (spielt bei Keimzeit) nutzt das Gibraltar Rack, das ein Snare-Stativ und einen Tom-Arm kombiniert.

    Jetzt sind von den initial gesetzten Leitplanken wohl die meisten schon wieder abgeräumt, scheint mir.

    Immerhin die Kesselmaße sind noch geblieben, aber ne 24" Bassdrum wäre bestimmt auch cool 8o

    Dir scheint nicht aufgefallen zu sein, dass ich exakt diesen Kesselsatz als mögliche Option direkt im Startbeitrag verlinkt hatte. Den hab ich schon länger in Erwägung gezogen.


    Das Gegenteil ist also der Fall und der Thread hat nur meine Zweifel daran ausgeräumt.