Eine gute Band sollte zusammen bzw. miteinander spielen. Natürlich hält ein guter Drummer die Band mit rhythmischem Feingefühl auch zusammen. Aber das ist dennoch interaktiv und sollte nur "diktatorisch" sein, wenn der Drummer als einziger einen Klick hat.
Dann die nächste Diskussion, die ich mit einem der Gitarristen hatte, war dass ich als Drummer mich nicht nach dem Gesang oder den anderen Instrumenten orientieren darf! Ja, aber bitte wonach dann? Ich glaube, das machen doch recht viele.
Sein Argument war, dass der Drummer alles vorgibt... ja, tut er auch, aber auch als Schlagzeuger braucht man doch eine Orientierung. Klar, manchmal kommt man ja ums zählen nicht drumherum, aber man zählt doch nicht komplette Songs stupide durch? Oder bin ich auf dem Holzweg?
Was dein Gitarrist da erzählt ist Käse. Es gibt ja bspw. auch Songs, die mit Gitarre und/oder anderen Instrumenten und Gesang anfangen - der Drummer also später einsteigt.
Und da ich schon öfter als Aushilfsdrummer in mehr oder weniger gut eingespielten Formationen, meist mit Bandleadern, gespielt habe, kann ich das sogar noch ein gutes Stück weiter entkräften. Da ist man, auch wenn man gut vorbereitet ist, besonders ohne voran gegangene Probe, dazu gezwungen, auf die Ansagen bspw. des Frontmanns zu hören und zu schauen. Besonders wenn es keine festen Abläufe gibt, Soli mal länger und kürzer gespielt werden und so weiter.
Letzteres kann m.E. auch zu extreme Züge annehmen. Ein Mittelmaß ist m.E. sinnvoll und es kommt letztendlich immer auf den individuellen Fall an. Einseitig ist es im Allgemeinen jedenfalls ganz sicher nicht.
Und dass der Drummer eine Band rhythmisch zusammenhält heißt noch lange nicht, dass er die Abläufe vorgibt.
Eine Anmerkung noch meinerseits:
Dein Gitarrist scheint eine der typischen Gitarristen-Macken zu haben -> die Neigung, sich als Diva auf der Rhythmusgruppe auszuruhen.
Wirklich gute Frontmänner machen das nicht - da ist das ein Geben und Nehmen.