Ich benutz für solche kurzen und neutral klingenden Delays (z.B. Haas Delays) immer noch ReaDelay. Das ist neben ReaGate übrigens das einzige Reaper Plugin, das ich noch regelmäßig benutze. Für "normale" Slap Delays benutz ich ein anderes Plugin.
Die Reaper Plugins lassen sich kostenlos in jeder DAW installieren: https://www.reaper.fm/reaplugs/
Oder einfach gleich zu Reaper wechseln 
Ich bin z.Z. auch wieder bzw. immer noch am Optimieren meiner eigenen Drums Aufnahmen. Ich benutz dafür aber auch ohne Stützmikros an den Toms (für Arbeitsaufnahmen mit der Band) keinen Recorderman Aufbau. Mittlerweile bin ich mit AB, 50cm Basis, mittig über dem Set (nicht direkt über den Becken!) zufrieden. Und sogar nur noch mit 5 weiteren Mikros: Kick, Snare Top, Snare Bottom (längere Geschichte ...), 2x Toms. Den 8. Kanal brauch ich gar nicht mehr, Raum Mikrofone lohnen sich in meinem aktuellen 20m² Raum sowieso nicht, außerdem keine geeigneten Mikros dafür da. Ein 2. Bassdrum Mikro bringt auch nichts mehr, seitdem ich die "perfekte" Position für das Shure Beta52 gefunden habe. Das richtige Maß an Tiefbass und Wumms unter 100Hz und einen angenehm klingenden Präsenzanteil (Kick). Weiter innen klingts dünner und klackiger, weiter draußen auf Höhe des Lochs wummerts zu arg. Und das obere Snare Mikrofon ersetzt ein Stützmikros an der Hi-Hat -> Übersprechen ist dein Freund, ohne Gates und Samples klingts eben am natürlichsten.
Lange Rede, kurzer Sinn: Erst mal ist immer wichtig, dass die Mikros für sich genommen gut klingen. Es lohnt sich da wirklich, genauer zu experimentieren. Erst gestern konnte ich meine Spezial Snare Bottom Mikrofonierung zur Perfektion bringen - die übliche Teppich Mikrofonierung mit bestimmten Mikros klingt wirklich schrecklich, aber ich bin meinen eigenen Weg gegangen. Bleibt aber geheim
Ein Teppich Mikro macht sich, entgegen meiner bisherigen Einstellung, hier und da doch ganz gut. Vor allem eben wenn Ghostnotes eine wichtige Rolle spielen. Ein Bottom Mikro ist auch weitgehen frei von (insbesondere Hi-Hat-) Übersprechungen im Vergleich zum Top Mikro.
Nun zum eigentlichen Thema:
Obwohl ich mich bisher so gegen Aligning gesträubt hatte und das für weitgehend unnötig hielt, wenn man gute Aufnahmen und einen vernünftigen Mix hat, habe ich das kürzlich auch für mich wieder entdeckt. Es kann dabei allerdings hauptsächlich um die Snare gehen, alles andere ist nur begrenzt sinnvoll.
Auf meinem aktuellen Overhead Aufbau ist die Snare nicht genau mittig. Die Laufzeitdifferenz beträgt da allerdings nur 0,3 bis 0,4ms. Will ich die Snare genau mittig, leidet das Gesamtbild und die Ausgewogenheit des gesamten Sets, vor allem aber auch hinsichtlich Becken. Wenn man sich "traut", seine Stützmikros sinnvoll zu benutzen und insgesamt sinnvoll zu EQen und zu Komprimieren, fällt eine auf den Overheads leicht seitliche Snare nicht mehr auf, sondern klingt einfach etwas räumlicher.
Ich habe bei meinen Tests mit dem Aligning auch mal die 0,3-0,4ms Differenz der Snare auf den Overheads ausgeglichen und das als schlechter klingend empfunden. Besser klingt es, wenn ich die einfach "grob" an die Snare angleiche, sodass eins eben 0,1-0,2ms "vor" dem Snare Mikro und das andere entsprechend "danach" ist. Solche minimalen Unterschiede machen dann nicht mehr viel aus. Das ist wesentlich weniger als z.B. die Laufzeitdifferenz eines oberen und unteren Snare Mikros, wenn das Bottom Mikro auch am Rand aufgestellt wird.
In der BD hat die Snare nichts zu suchen, deswegen auch hier keine Probleme.
Im Regelfall ist auf dem BD Mikro auch nicht viel Snare drauf, aber ganz weg kriegt man die da natürlich nur mit nem Gate. Aber ein Gate färbt natürlich auch den Sound und verschluckt u.U. auch mal leise Anschläge bei hoch angesetztem Threshold (der eben Öffnen bei z.B. Snare Übersprechungen verhindern soll ...).
Zitat
In den OH hat die BD nichts zu suchen, deswegen hier ebenfalls keine Probleme.
Auf den Overheads ist allerdings immer ein bisschen BD drauf und ich bin mittlerweile so weit, dass ich den Low-Cut auf den OHs fast weglasse oder so bei 50Hz oder drunter ansetze. Vor allem weil große und tief gestimmte Toms nennenswerte Anteile unter 100Hz haben.
Wenn mir zu viel Bässe und Tiefmitten da sind, senke ich die sehr breit mit einem Shelf ab. Aber das führt trotzdem nicht dazu, dass die BD auf den Overheads komplett weg ist und Tests mit einer alignten BD brachten auch bei einer beherzten Bass- und Tiefmittenabsenkung einen kleinen Unterschied zu Tage. Das geht dann aber schon ein bisschen in Richtung "Flöhe Husten Hören", klar ...
Der springende Punkt ist für mich bei der ganzen Sache allerdings folgendes:
Man kann nur alles zu 100% in Phase bringen, wenn man ein Mono Overhead nutzt oder es irgendwie hinkriegt, dasss alles mittig auf "spaced" (also nicht XY) Stereo Overheads ist. Letzteres ist, abgesehen von der Snare (und auch das ist nicht unbedingt nötig), aber über Snare und Bassdrum hinaus nicht nur unmöglich, sondern auch nicht der Sinn der Sache. Man will mit Laufzeitverfahren ja ein räumlicheres und breiteres Stereobild erzeugen, wo die Hi-Hat auf der einen Seite und das Floortom auf der anderen Seite ist.
Also aller spätestens wenn man Stützmikros an die Toms stellt und kein Mono-Overhead oder XY nutzt, ist ein Aligning der Spuren nur teilweise möglich.