Beiträge von m_tree

    Wenn ich deinem Raster folge, sind beim 19/8 die 1en nicht betont...

    (ich habe übrigens in der 44,1 Version ohne Klick drei 4/4 Takte Vorzähler. Ist das so richtig?)

    Doch, die 1en sind betont. Es passt alles genau. Es beginnt mit der 1-Betonung am Anfang und läuft dann bis zum 4/4 auch richtig durch. Hab's gerade noch mal gecheckt.


    Und ja, am Anfang habe ich einen 4/4 Takt Stille eingebaut. Damit nach dem Drücken von Play/Record noch ein Zeitfenster bis zum Einzähler ist.


    Zieh den Track doch mal auf ein 120 bpm Achtel-Grid auf 19/8 in die DAW und setz die erste Note vom Playalong auf eine 1. Dann wirst du sehen, dass es passt.


    Oder soll ich hier noch Screenshots als Beweis posten?


    Ich weiß übrigens, was ihr meint. Ich finde den Track auch deswegen so anspruchsvoll, weil die 1en "synkopisch" gesetzt sind. Und ich geh davon aus, dass Jack das auch so beabsichtigt hat.


    Wenn ein 20/8 drin wäre, hätte Jack ja schon selbst einen Fehler drin.

    Leider gibt es einen kleinen "Fehler" in der Beschreibung, was mir direkt beim ersten Spielen aufgefallen ist. Wenn es in den 4/4-Takt wechselt, ist der Takt davor kein 19/8 sondern 20/8! Böse Stolperfalle...

    Das kann nicht sein. In meinem DAW-Projekt ist es genau aufgegangen. Ich habe den Track aufs Raster synchronisiert und die drei Taktarten ins Grid einprogrammiert. Die 1en sind ja immer betont. Der Klick kommt von der DAW, wobei ich die Sounds selbst arrangiert habe.

    Fühlt sich für mich schon wie 19/8 an, nur eben deutlich schneller als der hier - etwa auf 200 bpm. Auf die Achtel bezogen sind das dann sogar 400 bpm.


    Dann doch lieber gleich das Playalong hier in Moises geladen und langsamer abgespielt. ;)

    Liegt’s an meinen Schnupfenohren, oder ist da wirklich nur eine verzerrte Gitarre und sonst nix?

    Ich tät mir ja echt viel leichter mit playalongs mit Gesang, glaub ich

    Ich höre da drei Gitarren (zwei gedoppelte Rhythmusgitarren, eine Leadgitarre), natürlich einen E-Bass und auch Keyboards / Synths.

    Mit Gesang wird es sicher deutlich schwieriger, Material zu finden und Kürzungen für die Challenges werden sicher auch schwieriger umsetzbar (zumindest so, dass es noch nach was klingt bzw. Sinn ergibt).

    Finde es ohne Gesang eigentlich ganz gut, weil man so das Schlagzeug besser raushören kann (wobei ich das für die Challenges sowieso etwas lauter als "normal" mixe) und auch mehr Raum für "Spielereien" bleibt.


    Und jetzt geh ich mal auf YouTube und Google „wie spielt man 19/8 am Schlagzeug“ 😵‍💫

    Dafür wirst du wohl leider keine allgemeinen Ansätze finden, weil 19/8 selten ist und sehr verschiedene Formen haben kann.


    Mit Zählen von 1 bis 19 kommt man da (besonders in dem Tempo) nicht weiter. Mal von langsamem Üben abgesehen ist es hilfreich, den Takt zu zerlegen. Für mich fühlt sich dieser 19/8 so an:


    5x3 + 2x2


    D.h. man könnte das mit 5 "Dreiergruppen" und anschließend einem 4er zählen. Triolen sind es natürlich nicht, weil die die binären Zählzeiten ja weiter unterteilen würden.


    Und dann geht's darum, sich das gefühlsmäßig draufzuschaffen. Das Gespielte würde ich hier auch eher nach Gefühl ausarbeiten, mit theoretischen Vorüberlegungen komme zumindest ich hier nicht all zu weit.

    Cool! Ich hatte schon befürchtet, dass (fast) keiner mitmacht. Um meinen Klicktrack zu testen und zu verbessern hatte ich da vor 2-3 Wochen schon mal drüber gespielt und auch was aufgenommen. Werde aber trotzdem noch mal bei Null anfangen (ich mach natürlich auch wieder mit).


    Ich finde den Track nicht nur wegen den krummen Taktarten und Taktwechseln schwierig, sondern auch weil SEHR viel Spielraum für die Gestaltung der Performance vorhanden ist. Das geht schon damit los, dass nicht mal im 4/4 ein klarer Puls für den Backbeat erkennbar ist.

    Auf der anderen Seite sind die Parts für sich genommen aber auch relativ eintönig, was theoretisch Platz für Variationen oder sogar Soli lässt.


    Also da bin ich echt gespannt. 8)


    Die anonymen Namen werden ab dieser Challenge keine Rückschlüsse mehr aufs Abgabedatum zulassen und im Voting werde ich die Teilnehmer-Stimmen für den eigenen Beitrag zum Schluss rausrechnen.


    Noch eine Info zu den Samplingraten:

    Falls jemand in 88,2 oder 96 kHz aufnimmt, nehme ich das natürlich auch so entgegen. Dann gehe ich davon aus, dass der jenige mit dem Resampling der Playalong-Spuren zurechtkommt.

    Ich stelle ab dieser Challenge je zwei Versionen bereit, weil es in der Vergangenheit schon mal Probleme gab ("schneller" eingespielter Track wegen missglücktem Resampling oder Verwirrung zu den Samplingraten) und weil bisher immer beide Samplingraten zu ähnlichen Teilen vertreten waren.

    Mit REAPER und dem starken Resampling-Algorithmus "r8brain" sind verschiedene Samplingraten im Stem-Mastering aber kein Problem für mich.:thumbup:

    Die Voting-Phase ist nun beendet und die Ergebnisse sind da. :)
    Insgsamt haben 23 User abgestimmt, darunter alle Teilnehmer der Challenge. Danke an alle für ihr Engagement und das Ermöglichen dieser Veranstaltung! :thumbup:

    Und natürlich danke an Niop, der sich um das Voting gekümmert hat.


    1. Platz Mattmatt mit Beitrag E (Ø 8,14) >> AUDIO <<

    2. Platz m_tree mit Beitrag J (Ø 7,91) >> AUDIO <<

    3. Platz Niop mit Beitrag B (Ø 7,64) >> AUDIO <<


    Die Tabelle als PDF: 3. DF Challenge 2025 - Auswertung.pdf




    VOTING

    Abstimmen dürfen alle User des Forums einschließlich der Teilnehmer!
    Das Voting muss hier im Forum verifiziert werden. Das geht ganz einfach mit einem Beitrag hier im Thread oder mit einer PN an Niop, der sich um das Voting kümmert.


    Bitte melde dich an, um diesen Inhalt zu sehen.


    Das Voting läuft bis zum 29.10.2025 23:59 Uhr (UTC+1).


    Es kann im Thread gern ausführliche Kritik zu den einzelnen Beiträgen geschrieben werden. Ich bitte allerdings darum, damit bis nach der Voting-Phase zu warten. Es soll sich jeder erst sein eigenes Urteil bilden und nicht im Vorhinein beeinflusst werden.



    Playalong und Performance


    Zum Abschluss für dieses Jahr gibt's mal einen schwierigen und abstrakten Track. Es handelt sich wieder um einen drumless Track von Jack Curtis:


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    Ich habe eine lossless Audiodatei des Tracks hier gekauft und für die Challenge gekürzt. Jack hat mir ausdrücklich erlaubt, sein Material für die Challenges hier zu benutzen.


    Es besteht künstlerische Freiheit ohne Vorgaben! Bitte einen einzigen Take ohne Timing-Korrekturen abgeben.


    120 bpm: 2 Takte Einzähler (4/4) -> 12 Takte 19/8 -> 24 Takte 4/4 -> 32 Takte 5/8


    Informationen zum Klicktrack:

    • Der Einzähler ist in 4/4 mit Viertelklick.
    • Im Playalong läuft ein Achtelklick mit betonter 1.
    • Vor jedem Taktwechsel und dem Schluss habe ich einen anderen Klicksound als Hinweis eingebaut. Am Ende des 19/8 einen Takt und am Ende des 4/4 und 5/8 jeweils zwei Takte.
    Bitte melde dich an, um diesen Inhalt zu sehen.


    Um technische Probleme zu vermeiden bitte ich die DAW-User darum, die für ihr Setup passende Version zu benutzen und mir ihre Aufnahme in der originalen Samplingrate ihrer Aufnahme zu schicken.



    Recording

    • Von Mehrfachmikrofonierung wie im Studio (auch mit Nachbearbeitung) über Handy-Recorder bis hin zum Smartphone ist alles erlaubt. Bitte auf genug Headroom / Übersteuerungsfreiheit achten. Bei E-Drums die entsprechenden Ausgänge nutzen.
    • Die Aufnahme "drums only" OHNE das Playalong abgeben!
    • DAW-User sollten ein Raster nutzen und ihren Track mit dem exakt selben Startpunkt des Playalongs schicken.
    • Alle anderen geben bitte einen Hinweis, auf welcher Zählzeit von welchem Takt ihre Performance beginnt. So kann ich das schneller synchronisieren.
    • Vorzugsweise in Stereo und verlustfrei als *.WAV, *.AIF oder *.FLAC in 44,1 kHz oder 48 kHz und 24 bit.
    • Datei mit Username und Abgabedatum benennen.


    Mixdown


    Diesen Thread habe ich extra für die Challenges hier erstellt:



    Weiterer Ablauf


    Bitte schickt mir eure Aufnahme per PN mit Username und Abgabedatum im Dateiname z.B. via dropbox, wetransfer, onedrive, ...


    Einsendeschluss ist der 21.10.2025 23:59 Uhr (UTC+2).


    Die abgegebenen Schlagzeug-Stereomischungen bringe ich dann erstmal auf gleiche durchschnittliche Lautheit (-23 LUFS nach EBU R128 / psychoakustisch wahrgenommene Lautstärke) und mische sie anschließend mit dem Playalong (ohne Klick und ohne Vorlauf) zusammen. Meine Mastering-Kette halte ich dabei subtil mit etwas Kompression, sachtem EQing und einer Tonband-Simulation.

    Dann rendere ich die Masters mit jeweils passendem Startpunkt (falls jemand einen Auftakt spielt) als WAVE mit Ziel -14 LUFS Durchschnitt +/- 0,2 dB und 0,5 dBTP Headroom (Peaks bei max. -0,5 dB). Anschließend ziehe ich diese WAVEs in ein neues Projekt, normalisiere noch mal alle auf genau -14 LUFS und konvertiere dann in 320 kbps MP3. Anpassungen auf einzelnen Schlagzeugspuren mach ich nur noch im Notfall, falls etwas komplett aus dem Ruder läuft. Z.B. bei sehr lauten Transienten, sehr lauten Becken oder einer sehr verzerrten Frequenzverteilung. Im Regelfall lass ich aber alles so, wie es ist. Falls ich so eine Anpassung mache, korrigiere ich anschließend noch mal die Lautstärke der Schlagzeugspur auf -23 LUFS.


    Diese MP3s stelle ich dann anonymisiert in einer ZIP-Datei fürs Voting bereit. Abstimmen dürfen alle User des Forums einschließlich der Teilnehmer. Das Voting wird eine Woche laufen.


    --------------------------------------


    Der Thread kann gerne für Austausch und offene Fragen genutzt werden.


    Viel Spaß! :)

    "Standard-Pop-Beat" mit der Kick auf alle Viertel und der Snare auf 1+a, 2+, 3+a und 4+.

    Reggaeton

    Danke für den Hinweis. Allerdings hat der Gebrauch dieses Rhythmus' oft gar nichts mehr mit den Ursprüngen zu tun. Anderes Beispiel, dieses mal deutschsprachig, 6 Jahre alt ... dass sowas mit deutschem Text über 200 Mio. Klicks kriegt ist mir nicht nur schleierhaft, sondern lässt mich am Gesamtzustand der Gesellschaft zweifeln. Aber egal - gehört hier nicht her. Hab's mal absichtlich nur verlinkt, ohne Einbettung: https://youtu.be/Fo3DAhiNKQo?si=2TrcCMlWY24ZqlAW

    Und wenn es four on the floor zu Joe Bonamassa oder Sepultura oder Shakira ist.

    Fun fact zu Shakira:

    Da ist tatsächliches vieles four-on-the-floor. Die bedient sich auch sehr häufig dem derzeit (nach meinem Eindruck) inflationär benutzten "Standard-Pop-Beat" mit der Kick auf alle Viertel und der Snare auf 1+a, 2+, 3+a und 4+. Beispiel (hatte ich letztes Jahr oft mit einer bestimmten Band gespielt):


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    Bei mir ist es tatsächlich so, dass ich häufig einfach zu faul bin jedes einzelne Detail zu lernen ^^

    Aber man kann sich ja trotzdem Mühe geben und sich zumindest Gedanken drüber machen, was man nachspielt und was nicht.

    Das gezielt zu machen ist ja auch schon künstlerisch. Zumindest sollte man wissen, was für die Band und das Publikum eher unwichtig ist und was eben nicht.


    Definitiv merkt man oft, ob sich jemand Mühe gibt oder nicht. Qualität macht Arbeit.

    Klar spielen die Künstler live selbst auch selten zu 100% ihre eigene Studio-Aufnahme nach. Wobei das auch sehr auf die Band ankommt.

    Es gibt ja auch bekannte Coverversionen von bekannten Liedern, die ganz anders als das Original sind. Dabei geht's dann genau darum, dass die Band eine eigene Version gemacht hat und nicht wie das Original klingt.


    Wenn es dabei um bewusste "künstlerische" Entscheidungen geht, ist das auch absolut im Sinn der Sache. Oder sogar nicht mal unbedingt zu 100% bewusst. Wenn man den Song verstanden hat, das Original nachspielen kann und weiß, welches Feeling man damit wie transportiert, kann man auch freier im Nachspielen werden.

    Dieses Level ist anzustreben, meiner Meinung nach.


    Es gibt aber eben auch das Gegenteil, wo einfach wegen Schlamperei und mangelnder Skills Sachen anders bzw. vereinfacht gespielt und irgendwie hingerotzt werden. Und das kann man sich dann mit dem Stichwort "künstlerischer Freiheit" auch noch schön zurechtbiegen. Siehe hier:


    Wenn man dann was "ändert" sind es sind meiner Meinung nach auch zwei grundsätzlich verschiedene Dinge, ob man es mangels spielerischer Fähigkeiten vereinfacht oder eben wirklich bewusst "künstlerisch" anders spielt. Da sollte man schon differenzieren und sich selbst reflektieren, finde ich.

    Genau das. Habe oft erlebt, dass jemand etwas nicht hinbekommt, meist unbewusst. Kritisiert man das oder bietet Hilfe an, dann heißt es "ach, das ist jetzt halt unsere Version". Es geht oft gar nicht um das spielerische Können - nichts gegen ein bewusst und musikalisch vereinfachtes Solo! Meistens sind es sogar relativ einfach Dinge wie der Songablauf: den einen Takt nach dem Refrain ausklingen lassen, bevor es weiter geht, Songstrukturen (wann kommt die Bridge). Aber oft auch rhythmische Sachen wie vorgezogene 1en usw.

    Es ist eben ein Unterschied, ob ich weiß, dass ich etwas nicht kann oder nicht. Wer bewusst anders oder einfach spielt, darf natürlich "seine Version" machen, wie er/sie möchte.


    Kunst kommt eben doch von Können. Blöder Satz, aber leider wahr.

    Moe Jorello

    Dem stimme ich voll und ganz zu! Und auch wenn man damit Geld verdient sollte es noch Spaß machen.


    Ich persönlich habe beim Covern auch sehr verschiedene Ansätze. Z.B. ist es für mich was völlig anderes, ob ich auf Youtube was Kompliziertes von einem meiner "Helden" nachspiele oder halt auf einem Gig abliefere.


    Ein Youtube-Cover macht mir meistens nur dann Spaß, wenn ich mir selbst die Herausforderung stelle und meinen Perfektionismus auslebe. Da versuche ich wirklich alles genau nachzuspielen und das fängt schon beim Raushören an. Hat natürlich auch den faden Beigeschmack von Selbstdarstellung, kann für andere aber auch hilfreich sein - "aha, so wird das also gespielt".


    Das ist für mich was völlig anderes als mit Bands, die ja auch oft selber schon nicht 1:1 nachspielen ... Arrangement, Feel, Sound, ...


    Jazz ist dann auch noch mal eine ganz andere Baustelle. Stichwort Improvisation.

    Beim Covern gibt's meiner Meinung nach schon sehr viele Abstufungen und Formen. Je nach Kontext bzw. worum es geht.


    Genaues Nachspielen halte ich für sehr sinnvoll, um sich weiterzuentwickeln. Erstmal zu verstehen, wie und auch "warum" der Künstler das so gespielt hat. Und dann eben üben, um da ran zu kommen und sich weiterzuentwickeln.


    Wenn man dann was "ändert" sind es sind meiner Meinung nach auch zwei grundsätzlich verschiedene Dinge, ob man es mangels spielerischer Fähigkeiten vereinfacht oder eben wirklich bewusst "künstlerisch" anders spielt. Da sollte man schon differenzieren und sich selbst reflektieren, finde ich.


    In meinem Unterricht nehme ich das sehr genau. Weil mir wichtig ist, dass meine Schüler verstehen, was da genau passiert und wie man es spielen kann. Wo die Grenze dann zwischen Üben und Dazulernen und ggf. Vereinfachen oder sogar bewusst anders spielen verläuft, ist sehr individuell. Es soll ja auch Spaß machen und in einem Flow bleiben.


    Ein passendes Maß halte ich da immer für angebracht. Und die "Unbekümmertheit" sollte man auch nie ganz verlieren.

    Bela B von den Ärzten hat mal gesungen "du bist immer dann am besten wenn's dir eigentlich egal ist". Und da ist schon was dran, find ich. Aber da muss man trotzdem erstmal hinkommen und eben mehr oder weniger diszipliniert dafür Üben.

    Melde mich mal wieder mit einem Tutorial zurück. Eigentlich mehr ein Vergleich und ein detailierter Blick auf dieses Thema.

    Ich weise am Ende auch darauf hin, dass das ein kontroverses Thema zu sein scheint. Also lasst mich gern wissen was ihr darüber denkt. ;)


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    Ich sehe das mit KI schon auch kritisch und ich frage mich, wo das Ganze überhaupt hinführt?

    Ich denke, das weiß momentan keiner so ganz genau.

    KI sehe ich auch nicht problematisch, wenn ein "vernünftiges" Maß eingehalten wird. Aber wie so oft wird eben auch einfach das gemacht, was geht und was man machen kann. Gibt genug Leute, für die der Zweck die Mittel heiligt.


    Ich nutze ja selber "Moises" für meinen Unterricht und meine Covers auf Youtube. Da steckt auch eine KI dahinter.

    Das ist meiner Meinung nach noch vertretbar. Oder dass man z.B. ChatGPT allerlei Sachen fragen kann. Aber auch das kann ja schon "gefährlich" für z.B. Schulkinder werden, die damit ihre Hausaufgaben machen.


    Aber KI-Musik? Das geht zu weit, finde ich. Die Musikindustrie ist momentan sowieso auf einem absteigenden Ast, so in kreativer und substanzieller Hinsicht.

    Danke für den Vorschlag!

    Ich persönlich will mich nicht um Songwriting kümmern. Und ich halte auch nichts von KI-Musik. Das unterstütze ich grundsätzlich weniger als echte kreative Arbeiten.


    Aber du kannst natürlich gern Tracks erstellen und sie hier zur Verfügung stellen.


    Ansonsten steht uns mit Jacks allgemeiner Erlaubnis für sein riesiges Reportoire erstmal genug Material zur Verfügung.

    Hab vorhin einen Aushilfsgig gespielt. Da wurden die Bandmitglieder am Schluss nur während eines Songs vorgestellt, ohne dass jemand dabei was anderes als den Song weiter gespielt hat. Völlig unspektakulär.


    Das geht im Zweifelsfall immer.

    An deiner Stelle würde ich mich auch einfach aufs Wesentliche konzentrieren. ;)


    Und kommt auch einfach auf die Band an. Wenn ein Schlagzeugsolo fester Bestandteil ist, wie bei der weiter vorn von mir erwähnten Blues-Band, sieht das natürlich anders aus.

    Falls es wen interessiert, wieviel Künstler von welchem Streaming Portal bekommen, hab ich da eine haaaalbwegs aktuelle Tabelle. YouTube zahlt am schlechtesten, tidal am meisten.

    Krass. Und als sei das nicht schon übel genug, profitieren nur bestimmte Leute überhaupt davon.

    Nämlich die, die kurze und oberflächliche Mainstream-Lieder produzieren, die die Kids und die breite Masse gut in Dauerschleife hören können.


    Die jenigen, die ehrlich was mit Substanz und Tiefgang produzieren, werden also quasi dafür bestraft. "Schlau" ist heutzutage, wer billig und schnell belangloses Zeug produziert, das zum einen Ohr rein und zum anderen wieder rausgeht, ohne was zu hinterlassen. Und am besten noch mit KI und automatischem Mastering - das erspart das eigene Denken!

    Spotify hatte ich auch nur kurzzeitig genutzt. Das liegt auch daran, dass ich sehr zögerlich auf den "Streaming-Zug" aufgesprungen bin. Danach bin ich zu Deezer, zwischendurch hatte ich dann auch mal gar kein Streaming-Abo.


    Von Deezer weiß ich, dass die den Künstlern mehr auszahlen als Spotify. Genaue Zahlen habe ich dazu aber nicht im Kopf.


    Deezer streamt schon lange auch lossless in CD-Qualität, seit ein paar Jahren sogar ohne Aufpreis im normalen Abo. Das ist ein großes Argument für mich persönlich.

    Lustig ist z.B. auch, dass man sich direkt Songtexte anzeigen lassen kann.


    Vielleicht wende ich mich auch wieder vom Streaming ab. Aber es ist schon eigentlich eine coole und praktische Sache. Nur das Bezahlsystem und die interne Abrechnung sind bekloppt.

    Gibt es da (Eure) "one trick pony show"?

    Nein, überhaupt nicht. Das kommt sehr auf die Band an. Das kann von gar keiner namentlichen Erwähnung, über eine reine namentliche Erwähnung, bis zu einer sehr kurzen Einlage oder einem "echten" Solo gehen, das ich komplett allein gespielt habe.


    Ich hatte vor ein paar Jahren mal mit einer Bluesband gespielt, die gut eingespielt war. Der Basser war auch sehr fit.

    Bei denen ging's auch ums "Spielen an sich", nicht nur um die Bespaßung der Leute, mit Zappa-Nummern u.a.

    Und während ich den Basser bei seinem Solo noch begleitete, war ich bei meinem Solo immer komplett allein.

    Das kam in dem Kontext bei entsprechendem Publikum auch gut an. Und ich hatte da zwar schon so meinen grundsätzlichen Ablauf, der auch einen "dramaturgischen" Aufbau hatte, aber es war trotzdem jedes Mal anders. Manchmal hatte ich es geschafft, eine Art non-verbale Kommunikation zum Publikum aufzubauen und nicht nur die Leute anzuheizen, sondern auch mich selbst von den Leuten triggern zu lassen.


    Das war echt eine Ausnahme. Ansonsten bewegte sich alles - wenn überhaupt - eher innerhalb von Songs. Bei einer Top40 Band durfte das z.B. nicht mal als Solo erkennbar werden und nur ein längeres Fill sein.


    Meine Empfehlung an dich lautet also auch ganz klar: lass das mit dem Solo bleiben. Lass dich bei deiner Vorstellung auf jeden Fall im Song weiter begleiten (wenn auch nur auf z.B. die 1 von jedem oder jedem zweiten Takt), bleib grundsätzlich im Groove und spiel in dem Teil stattdessen z.B. auf den Toms weiter. Ein kurzes Fill würde wahrscheinlich auch schon reichen.


    Da gibts keine Regeln. Außer vielleicht, dass es für ein Solo keine Regeln gibt oder geben sollte, weil das eigentlich was sehr persönliches ist.

    Das wichtigste dabei ist nämlich Authentizität und das merken die Leute auch. Und "weniger ist mehr".

    Er hatte da vor einiger Zeit Mal einen üblen Durchhänger wo er sich dauernd nur ausgekotzt hat über modernen Pop und den aktuellen Zustand der gesamten Musikindustrie und die mangelnde Kompositionsqualität im Top40 Bereich usw......das war mir etwas zu negativ auf Dauer. Da kam er schon zuweilen als Grumpy Old (white) Man rüber.

    Aber ich glaub er hat das auch als Kritik zu hören gekriegt und hat wieder einen Schwenk zu mehr von diesen wirklich sehr guten Interviews unternommen, und das ist großartig!

    Das hatte ich mitgekriegt. Schaue mir auch nicht alles von ihm an, war aber nach den beiden von mir im Startbeitrag erwähnten Interviews wieder mal beeindruckt.

    Zumal ich auf das Andy Wallace - Interview gefühlt 10 Jahre gewartet habe (ok, bissl übertrieben). Highlights waren für mich auch Tori Amos, Maynard und Danny von TOOL u.a. ... allein solche wahrscheinlich eher introvertierten Leute, die selten bis nie Interviews geben, zu solchen ausführlichen Interviews vor die Kamera zu kriegen, ist ja schon 'ne Leistung. Und als studierter Musiker und Produzent hat er ja nicht nur fachlich das nötige Wissen, sondern hat auch ein Feeling und kann mit den Leuten umgehen. Ist schon 'ne Seltenheit geworden, dass man Interviews mit z.T. über 2 Std. Länge sehen kann, wo der / die Interviewte weit über 90% Redezeit hat.

    Und der ist auch nicht der Typ dafür, der sein Ego damit schmücken muss, dass er diese ganzen "dicken Fische" an die Angel kriegt. Sondern ich kauf ihm tatsächlich ab, dass er damit was Sinnvolles tun will.


    Und dass er mal auf den aktuellen Zustand der Musikindustrie aufmerksam gemacht hat ... ja, definitiv gut, dass er da wieder die Kurve gekriegt hat. Aber fand ich sogar ganz gut, dass da mal einer drauf aufmerksam gemacht hat, weil heutzutage vergleichsweise eben wirklich viel Bullshit produziert wird.

    Außerdem hat UMG ihn ja fortwährend "bedroht", wo ein Rechtsanwalt ihn auch erfolgreich rausgeboxt hat. Den Labels scheint's durch das ausbeuterische Streamg-Modell wohl noch nicht wieder gut genug zu gehen.


    Auch der Rundgang mit Shane im Drumcenter Portsmouth hat was.

    Grad das fand ich ein wenig ... strange.
    Zwei alte Männer laufen durch eine Ausstellung von lauter Schlagzeugen, erzählen Anekdoten, und dann und wann klopft mal einer mit einem Stick auf ne Trommel und sagt, "wundervoll"....

    Aber OK. Ist schon in Ordnung so.

    Grüße

    Da sieht man, wie unterschiedlich die Interessen sind. Das hatte ich mir nicht angeguckt. Interessiert mich einfach nicht so.

    hab's rausgenommen...wollte kein Drama initiieren, oder am Ende hier jemand die Kontrolle verliert....

    Alles gut. War nur ein Hinweis.

    Ich hab den Thread erstellt weil die Interviews wirklich einzigartig sind. Das findet man in dem Umfang sonst nirgendwo.


    Edit

    Mich hat einfach irritiert, dass du hier gleich ein Dutzend Links zu anderen Kanälen gepostet hast. Daher der Hinweis.

    Dass das dann so interpretiert wird, dass ich hier die Kontrolle behalten oder ein Drama vom Zaun brechen will, ist schon interessant.