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lechuza

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Sonntag, 9. Dezember 2007, 00:53

Lehrerwechsel?

Hallo erstmal! (Bin neu hier, aber schon länger am Mitlesen). Ich spiel jetzt ein knappes Jahr Schlagzeug und hab schon den zweiten Lehrer. Mein erster Lehrer war sehr, wie soll ich sagen, "Technik-orientiert" und hat sehr viel Wert darauf gelegt, dass ich alles extrem genau spiele, richtige Stockhaltung usw. Ich halte das auch für essentiell, gerade als Anfänger braucht man wen, der einem genau sagt wies funktioniert (zumindest bei mir ist das so). Ich hatte das Gefühl, er weiß genau, wo das "Ziel" ist (bei jeder einzelnen Stunde, und auch in Summe). Und ich hatte das Gefühl, nach jeder Stunde wieder was gelernt zu haben, und genug zum Üben bis zur nächsten Stunde. So. Dann hat er leider aufgehört zu Unterrichten.

Mein neuer Lehrer hat eine ganz andere Methode zu unterrichten (das ist eh klar, jeder macht das anders). Aber irgendwie komm ich mit dieser Methode nicht so gut klar. Ich lerne in der Stunde meistens ein paar neue Grooves/Fills o.ä., aber so richtig Technik ist nie dabei. Beim Üben zuhause bin ich dann in kürzester Zeit "durch" damit (was nicht heißt dass ich alles extremst perfekt kann, aber ich fühl mich dabei kaum herausgefordert. Dann übe ich andere Sachen, die nichts mit dem Unterricht zu tun haben).

Ich seh da nicht so richtig wohin das führen soll, hab das Gefühl nicht wirklich voranzukommen und bin ziemlich verunsichert. Ich seh mich definitiv noch als Anfängerin, und brauch irgendwie mehr Anleitung in Richtung neue Techniken dazulernen und Spieltechnik verbessern. Und ich will auch ausgebessert werden, wenn ich was schlecht mache, wenns immer nur heißt "du spielst das sehr gut" hilft mir das leider überhaupt nicht weiter. Ich hab das auch bei ihm schon mal zur Sprache gebracht, aber viel geändert hat sich nicht. Er ist sicher ein guter Schlagzeuger und auch sehr nett. Aber irgendwie passts einfach nicht so richtig. Hm.

Vielleicht bin ich auch einfach in einer Phase wo nichts weitergeht? Oder ich muss mich erst an den neuen Unterrichtsstil gewöhnen und dann wirds eh wieder aufwärts gehen? Ich wüßte jetzt auch noch keinen anderen Lehrer. Es gibt ja viele, die Unterricht anbieten, vielleicht sollte ich einfach ausprobieren, ob ein anderer geeigneter ist für mich? Oder nochmal mit ihm reden (das könnte schwierig werden, falls er das dann als negative Kritik an seinen Unterrichtsmethoden auffasst).

Ich hoffe, das ist kein allzu langer und wirrer Text geworden, aber das beschäftigt mich schon länger...ich will einfach vorankommen mit meinem Können, bin ungeduldig und zur Zeit etwas ratlos. Vielleicht hat hier jemand einen Rat für mich? Abwarten oder gleich neuen Lehrer suchen?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »lechuza« (9. Dezember 2007, 00:58)


arrowfreak

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Sonntag, 9. Dezember 2007, 00:54

Bau da doch bitte ein paar Absätze ein, das kann doch niemand lesen... Zumindest nicht um 1 Uhr abends...

Xian01

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Sonntag, 9. Dezember 2007, 01:33

Zuerst einmal finde ich sehr gut wie Du Dir gedanken um Dein fortkommen machst! Wow! Da gibts nicht viele die nach einem Jahr so denken!

Eigentlich beantwortest DU Dir deine Frage schon selber!

Probiere andere Leute aus!

Dein jetziger Lehrer kann Dir vielleicht Dinge geben die jenseits von Technik und Dich-Korrigieren liegen!

Aber wenn Dir das nicht reicht bzw. nicht deine Fragen beantwortet:
Teste andere Leute!

Edit: Und wenn Du dein Profil ausfüllst, haben bestimmt ein paar Leute noch Tipps und Adressen für dich!!!!!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Xian01« (9. Dezember 2007, 01:34)


lechuza

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Sonntag, 9. Dezember 2007, 02:17

@ Xian01: Danke für die Antwort!

Zitat

Original von Xian01
Dein jetziger Lehrer kann Dir vielleicht Dinge geben die jenseits von Technik und Dich-Korrigieren liegen!


Ja, eben. Ich halte ihn für einen super Musiker, er spielt sehr "groovig", auch mit anderen Musikern zusammen macht er gute Sachen. Und da kann er mir sicher ne Menge beibringen. Deshalb bin ich mir ja so unsicher, ob ich wirklich wechseln soll.

Gerade am Anfang kann man sicher von fast jedem besseren Drummer was lernen. Leider hängen aber musikalisches Spielen und halbwegs gute Technik doch zusammen. Und dafür wäre für mich wahrscheinlich ein anderer Lehrer geeigneter. Am liebsten hätte ich zusätzlich einen Technik-Lehrer. Aber gleichzeitig bei 2 Lehreren Unterricht zu nehmen, ist sicher auch nicht das Wahre. ;)Ich bräuchte einfach wen, der mir beides beibringen kann.

Xian01

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Sonntag, 9. Dezember 2007, 02:32

Zitat

Original von lechuza
Aber gleichzeitig bei 2 Lehreren Unterricht zu nehmen, ist sicher auch nicht das Wahre. ;)Ich bräuchte einfach wen, der mir beides beibringen kann.


Also wenn Du es SO genau wissen willst, dann ist Unterricht bei mehreren Lehrern völlig ok! Es ist sogar sehr wichtig verschiedene Sichtweisen kennen zu lernen!
Deine Sichtweise finde ich für ein Jahr schon sehr fortgeschritten....

Aber erzähl doch mal wo du herkommst... was Du musikalisch so machen möchtest, wie alt Du bist usw.

Ich bin sicher hier können Dir einige weiterhelfen!

Hier gibt es (neben mir) noch viele weitere Leute die auch unterrichten und viel Erfahrung haben!

Wenn Du Denkanstöße brauchst und einiges erträgst kann ich Dir diesen Thread ans Herz legen:

http://www.drummerforum.de/forum/thread.…htuser=0&page=1

Teilweise heftig zu lesen, aber man kann viel über Lehrer und Unterricht erfahren!

arrowfreak

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Sonntag, 9. Dezember 2007, 02:46

Ach, mehere Lehrer ist sogar sehr gut! Ich hab einen mit dem ich nur Technik mach, und 1,5 andere für Groove, etc. Die sind halt spezialisiert wenn man so will und können einem dann auch ihr "Fachgebiet" einfach am besten und sinnvollsten rüberbringen.

drum-maniac

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Sonntag, 9. Dezember 2007, 07:19

Ich hatte /habe ( es gibt immer was zu lernen) auch verschiedene Lehrer gehabt, was meiner Meinung nach auch besser ist als 1nen Lehrer über viele Jahre zu haben. Ich hatte 1nen, mit dem ich nur Jazz-Swing sachen gemacht habe, der nächste war ein begandeter Techniker, usw...

maxPhil

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Sonntag, 9. Dezember 2007, 09:40

Sprich doch ruhig auch mal mit dem Lehrer über das Thema, dann kommt der bestimmt auf dich zu.

shardik

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Sonntag, 9. Dezember 2007, 09:52

ich hatte früher auch ziemlich das selbe problem. hatte erst nen lehrer der technik mit mir gemacht hat und noten (stickcontrol) etc, wo ich eigentlich viele grundlagen gelernt habe. nachdem der dann verstorben ist bin ich zu einem jüngeren gekommen, der mir nur grooves zeigen wollte und nach dem prinzip gearbeitet hat "ich spiel nen beat und du spielst es nach".

das hat mich zwar auch sehr weiter gebracht, weil ich trotzdem viel gefühl gelernt habe, aber ich hab mich immer so gefühlt als ob mir noch grundlagen fehlen.

deswegen hab ich dann zu nem dritten lehrer gewechselt, der mit mir erstmal die grundlagen an der kleinen trommel beendet hat und dann auf andere sachen eingegangen is..

ich für mich empfand das als entscheidung.

wes aber net ob dir das jetz weiter hilft :D

Tommler

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10

Sonntag, 9. Dezember 2007, 10:54

RE: Lehrerwechsel?

Hast Du den Lehrer denn mal darauf angesprochen?

[ ] Nein - warum nicht?

[ ] Ja - was hat er gesagt?
Verkaufe das Buch :"Advanced Techniques for the Modern Drummer by Jim Chapin Vol. II"
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Sonntag, 9. Dezember 2007, 11:27

hey lechuza,

Genau so war es bei mir auch.Ich habe ein halbes Jahr bei einem Lehrer in der musikschule Dietzenbach gespielt und war total unzufrieden mit ihm.Ich habe nach Noten bei Ihm auf dem Pad gespielt und er hat Null auf meine Technik geachtet.

Seit 4 Mnaten spiel ich nun am Konservatorium in Frankfurt,und der Lehrer ist einfach nur sau gut.Er achtet auf meine Technick,erklärt gut und Kritisiert mich auch(mein alter Lehrer hat immer nur "gut Marlo" gesagt,obwohl ich jetzt merke dass ich damals nur schrott gemacht habe).

An deiner Stelle würde ich mich auf jeden Fall nach einem neuen Lehrer umsehen.

lg,
Marlo

Luddie

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Sonntag, 9. Dezember 2007, 11:32

Ich denke auch, dass es wichtig ist, ihn darauf anzusprechen. Gerade wenn du ihn gerade erst neu hast, kann es sein, dass auch er erst versucht, sich auf dich einzustellen und herauszufinden, wo du stehst, um richtig auf dich eingehen zu können.

Es klingt zwar etwas blöd, aber ich seh das ganz einfach: ein Lehrer ist ein Dienstleister, der dir was beibringen soll. Da jeder Schüler anders ist, muss man sich als (guter) Lehrer eben auch umstellen.

Und meine eigene Erfahrung hat mir noch etwas gezeigt: gerade Mädels halten häufig lange mit ihren Ansprüchen hinterm Berg und vertrauen darauf, dass der Lehrer erkennt, was und wie sie lernen wollen. Im Gegensatz zu den Jungs packen sie auch nicht gleich alle technischen Finessen aus, die sie so drauf haben, sondern halten sich oft eher bedeckt. Das kann dazu führen, dass der Lehrer ein Weilchen braucht, um zu erkennen, wie weit die Dame wirklich ist.

Ich ermuntere meine Schüler, zu sagen, was sie wollen. Da kann es natürlich auch vorkommen, dass ich von Sachen abrate und Alternativvorschläge mache. Letztens hat mich einer gerfragt, ob ich ihn nicht strenger behandeln könnte, er bräuchte das...ich hab natürlich gesagt: kein Problem ;)

Fazit: möglicherweise erleichterst du deinem Lehrer die Entscheidung, wie er dich unterrichten soll, wenn du ihm freundlich sagst, was du lernen möchtest. Wird er jedoch komisch und du hast das Gefühl, er fühlt sich in seiner Kompetenz beschränkt, wird dies vermutlich einen Bruch bedeuten, denn das gegenseitige Vertrauen geht dann mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit flöten. Dann solltest du direkt wechseln.

lieber Gruß
max

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Luddie« (9. Dezember 2007, 11:36)


lechuza

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Sonntag, 9. Dezember 2007, 12:37

Danke für die vielen Antworten, da war viel Hilfreiches dabei! Ich werd nochmal über die ganz Sache nachdenken.

Zitat

Original von shardik: das hat mich zwar auch sehr weiter gebracht, weil ich trotzdem viel gefühl gelernt habe, aber ich hab mich immer so gefühlt als ob mir noch grundlagen fehlen.
----genau so ists bei mir eben auch, leider.

@Drummer Marlo: ich hab eben auch das Gefühl, dass mich ein anderer Lehrer weiter bringen könnte.

Zitat

Original von Luddie: möglicherweise erleichterst du deinem Lehrer die Entscheidung, wie er dich unterrichten soll, wenn du ihm freundlich sagst, was du lernen möchtest.
Das hab ich schon mal gemacht. Er hat zwar freundlich reagiert, aber auf den Unterricht hatte es nicht den gewünschten Effekt. Ich kann auch nicht sagen „so, jetzt will ich diese und diese neue Technik lernen“ - ich weiß sicher gar nicht, was es alles gibt bzw ob ich schon soweit bin, da bin ich halt schon auf den Lehrer angewiesen. Ich kann ihm nur sagen was ich „erreichen“ will, aber wie ich dahin komm sollte er mir zeigen können.

Zitat

Original von Luddie ...Im Gegensatz zu den Jungs packen sie auch nicht gleich alle technischen Finessen aus, die sie so drauf haben, sondern halten sich oft eher bedeckt. Das kann dazu führen, dass der Lehrer ein Weilchen braucht, um zu erkennen, wie weit die Dame wirklich ist.
Irgendwie fühl ich mich jetzt ertappt 8o


Fazit: Ich werd nochmal mit ihm reden. Tendiere aber mehr dazu, mich doch nach einem neuen Lehrer umzusehen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »lechuza« (9. Dezember 2007, 12:39)