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Kohlekocher

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  • »Kohlekocher« ist männlich
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Registrierungsdatum: 2. September 2002

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1

Mittwoch, 11. September 2002, 14:25

Ausrichten der Toms

Hi,

wie richtet ihr eure TomTom´s aus? Eher senkrecht nach unten, oder schon etwas zu euch geneigt? Und auf welcher Höhe?
Findet ihr dass das Geschmackssache ist oder gibts da auch bestimmte Gründe?

Würde mich mal interresieren!

Gruss
Kohle ;)

Kai aus der Kiste

Nachtschicht

  • »Kai aus der Kiste« ist männlich

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2

Mittwoch, 11. September 2002, 15:17

So weit unten wie's nur geht (bin ziemlich klein), und etwa 30° (geschätzt) zu mir geneigt.

Ich mache das, weil ich aufgrund meiner Körpergrösse so am besten spielen kann. Ich denke, da hat jeder so seine eigene Philosophie. Jedenfalls kam es des öfteren schon zu "Spannungen", wenn ich auf einem fremden Set spielen sollte, und dann die Toms "tieferlegen" wollte.

Mein Lehrer meinte letztens, man solle die Toms so aufhängen, daß man sie nicht in allzu spitzem Winkel trifft, sonst spielt man sich Beulen in's Fell.

So long!
Fell- & Beckenriss wünscht

Kai aus der Kiste

SUCHE: Sonor Designer Thin Maple 10x08 Tom, möglichst durchgehende Böckchen und möglichst in Azur

3

Mittwoch, 11. September 2002, 15:27

sieh mal in meinem profil nach...

da ich "nur" eine 20er bassdrum spiele, kann ich einen recht flachen aufbau (mit sehr geringer neigung der toms) realisieren. außerdem sind die toms zueinander recht kompakt (etwa zwei bis drei zentimeter abstand) aufgehangen; das kommt auf den schlechten bildern leider nicht 'rüber...

die "wege" sind dadurch recht kurz; die mitte der felle treffe ich trotzdem nicht immer ;-)

und grüß' mir den brikettbräter, lieber kohlekocher...
m.

DF

Kompetenz: Drums, Cymbals

  • »DF« ist männlich

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4

Mittwoch, 11. September 2002, 15:42

Ob man die Toms nahezu waagerecht spielt oder sie stark oder schwach abkippt hat viele Gründe:

(1) Aussehen: Manche finden einfach, dass die eine oder andere Variante cooler oder uncooler aussieht. Genau wie bei der Gitarre, die im Rockbereich oft aus Coolnessgründen sehr tief hängt.

(2) Körpergröße, Sitzposition, Körperhaltung: Wer groß ist, den Hocker recht hoch eingestellt hat und/oder aufrecht sitzt, kann es sich tendenziell eher leisten, die Toms nur wenig zu kippen.

(3) Größe der Toms und der Bassdrum: Bei ner großen Bassdrum mit großen und tiefen Toms drauf werden die meisten Leute mehr kippen müssen, als bei ner kleinen Bassdrum mit flachen Toms.

(4) Bewegungsablauf: Wer die Ellenbogen beim Schlag nach außen rausschwingt (z.B. Taylor Hawkins) kann eher auf kippen verzichten, als jemand, der aus dem Trizeps (wie beim Hämmern) auf die Trommlen schlägt. Wer die Handgelenke kurz vor dem Treffen des Fells etwas kippt auch. Es verlangt also meist einen speziellen und sehr runden Bewegungsablauf eine kaum gekippt Trommel sauber zu treffen.

(5) Stockhaltung: Wer die Sticks im traditional Grip hält kippt weniger und anders (seitlich), als jemand der mached Grip spielt.

(6) Art des musikalischen Ausdrucks: Wer jazzig spielt und jede Trommel und jedes Becken als Allroundklangkörper mit allen Facetten ausreizen will, kippt oft ebenfalls weniger. So kann man auch die Toms wie eine Snare spielen mit Rimshots und Ring, vorausgesetzt man stimmt sie auch etwas höher und offener, als im Rock/Pop üblich. Das Standtom ist dann auch schon mal Besenablage oder wird mit der Hand abgedämpft, wie eine Surdo etc.

(7) Wer über sein Set hinweggucken will und nicht dahinter verschwinden will, wird alles auch flacher aufbauen.

(8) Starkes Kippen macht die wege auf Horizontalen (vorne, hinten, links, rechts) kürzer. Man kann die Toms so z.B. näher an die Snare ranstellen. Dafür muss man dann die Becken höher hängen und ebenfalls mehr kippen, d.h. die Wege auf der Vertikalen (oben, unten) werden länger.

(9) Wer Standtoms mag, die man ja nicht so stark kippen kann, weil sie dann umfallen, kippt oft auch alles andere nicht so stark, wie Leute lieber die Sets mit großen Hängetoms spielen.

Insgesamt neigen Metaller tendenziell eher zum stärkeren ankippen, genauso wie Fusionjazzer. Mag daran liegen, dass denen Power und Virtuosität sehr wichtig sind. Akustikjazzer und Indirocker kippen dagegen meist weniger. Weil es dort um eine andere Grundathmosphäre geht und dazu gehört auch der Setaufbau. Meist geht das Kippen von Toms ja einher mit dem von Becken. Wer seine Becken (auch das Ride) also auch crashen will, muss es relativ waagerecht montieren, oft wird in diesem Fall alles relativ waagerecht montiert. Ich finde, dass das alles auch durchaus Sinn macht und nicht nur Image ist, weil die verschiedenen Arten des Aufbaus auch bestimmte Spielarten fördern oder erschweren. Genauso wie man auf einer Gitarre unter den Axelhöhlen zwar gut und technisch sauber schnelle Läufe spielen kann. Es erschwert aber auf der anderen Seite ein schwungvolles, anschlagdynamisches Spiel und das Abdämpfen mit der Griffhand.

Gibt natürlich für alles auch immer Ausnahmen. Mike Bordin (Faith No More) kippt gar nicht und ist ein Powertyp (aber auch ein Hüne), Al Foster kippt sehr stark und ist aber eher der klassiche Akustikjazzer mit traditionall grip.

Wie bei allem wählen die meisten Leute aus genannten Gründen eine Art Mittelstellung. Ich selbst würde meinen Aufbau als mittelstark gekippt mit Tendenz in Richtung waagerecht beschreiben.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DF« (11. September 2002, 15:47)


die_happy

Freizeitmod

  • »die_happy« ist männlich

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5

Mittwoch, 30. Oktober 2002, 11:05

@ Groovemaster

Sag mal hast du Schlagzeug studiert? Ist ja wahnsinn was du hier alles geschreiben und analysiert hast!!!

P.S. Das ist jetzt positiv gemeint!!!

MG

Hundehasser

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6

Donnerstag, 31. Oktober 2002, 15:32

@die_happy:

Jaja, hehe, man könnte fast auf den Gedanken kommen, der gute Groove würde selbst Schlagzeug spielen, eh?! ;-)
Irgendeiner wartet immer.

ranzig

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7

Donnerstag, 31. Oktober 2002, 15:40

Ausrichtung der Toms

MOIN!

Dank meiner kleinen Bassdrum hab ich meine Toms auf selbe Höhe und nur a bissl mehr zu mir geneigt wie die Snare. So kann man relativ anstrengungsfrei spielen und Schnelligkeit ist kein Aufbauding mehr :D

XERS
DIERK

PS: Ab in den Chat
WLÄ

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ranzig« (31. Oktober 2002, 15:41)


DF

Kompetenz: Drums, Cymbals

  • »DF« ist männlich

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8

Samstag, 2. November 2002, 20:10

@ranzig: Tom und Snare auf einer Höhe finde ich immer recht unpraktisch, weil das Tom so erstens recht weit weg ist (ein etwas höheres und geneigtes Tom kann man näher ranziehen, quasi ein bisschen über die Snare) und weil man zweitens mit den Fingern leicht auf die Snare haut, wenn man das Tom spielt, zumindest, wenn man richtig zu langt und das Fell flach anspielt, um keine Beulen reinzuhauen.

ranzig

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  • »ranzig« ist männlich

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9

Sonntag, 3. November 2002, 00:54

MOIN!

Ne, nix :D Die sind wunderbar erreichbar und logischerweise ist nun auch der Auftrittswinkel des Sticks viel kleiner, heisst Soundverbesserung, Rolls sind möglich. Die kleine Neigung die die Toms der Snare voraus sind reicht schon um Beulen vorzubeugen

Im allgemeinen gilt ja die Toms rel. waagerecht, aufgrund des Aufschlagwinkels und möglichst tief (natürlich immer überhalb der snare), soweit die Bd das hergibt.

XERS
DIERK
WLÄ