Gut und Günstig: t.bone DC 4000 Mikroset

  • Zitat

    Original von dimmun
    Sind die Shure Nachbauten den wirklich schlechter als das Original? Wenn ja, warum? Wenn dieselbe Bauteile verbaut sind.


    Dieselben Bauteile sind das mit Sicherheit nicht. Auch wenn Teile gleich aussehen, das muss nichts heißen. Ich habe zwar überhaupt keine Ahnung wie es nun konkret ist, aber Aussehen ist nicht alles.



    Zitat

    Original von dimmun
    Es gibt ja auhc viele Leute, die weigern sich den joghurt ebi Aldi zu kaufen, obwohl er aus der gleichen Fabrik kommt, wie Marken Joghurt.


    Bei Shure gibt's z.B. auch die PG-Serie. Kommt auch von Shure, wird aber anders hergestellt als die SM- oder Beta-Serie. Zwar kommt der Joghurt aus derselben Fabrik, aber er kann trotzdem unterschiedlich sein. Und das sind die meisten solcher Produkte (ob besser oder schlechter, darüber hab ich gar nix gesagt).

    Ich hätte auch so gern ein Hobby...

  • Es mag Fälle geben, in denen die Bauteile ähnlich sind, aber wenns dann um die Konstruktion geht, gibts meistens schon Unterschiede. Einfach nachbauen geht nicht immer, weils dann ein Plagiat wäre. Und selbst wenn das geht, kann es durchaus darauf ankommen, wie gut die Arbeit durch Mensch oder Maschine ausgeführt wird. Letztlich spielt eben auch die durchschnittlich hohe Qualität eine Rolle - was meinst du warum z. B. SM57/58 so populäre Miks sind?


    Man zahlt natürlich auch immer die Marke mit (womit auch bestimmte Qualitäten, z.B. die erwähnte Konstanz mit verbunden ist), aber imho ist das meistens auch gerechtfertigt. Sicher wird dann nach ganz "oben" das Preis-Leistungsverhältnis immer schlechter und Top-Equipment ist sicher nicht für den Homerecorder sinnvoll, aber ganz sicher haben auch mehrere 1000€-Miks ihre Berechtigung.


    Letztlich heißt das nicht, dass preiswerte Miks schlecht wären oder keine Berechtigung hätten (oftmals sind die sogar gleichwertig oder besser als die Billigserien der großen Markenhersteller), aber meine Erfahrung war bisher "You get what you pay for".


    Übrigens ist es mit den Aldi- bzw. Discountersachen das Gleiche: Manchmal ists tatsächlich exakt das Gleiche, aber in den meisten Fällen ists eine andere Zusammensetzung bzw. sind die Zutaten minderwertiger. Kam zuletzt erst in Spiegel-TV...


    Grüße, Philip

  • Zitat

    Original von dimmun
    http://www.gitarren-forum.de/forum/thread.php?threadid=11418


    Das hört man fast keinen Unterschied. Also würde ich immer das mb75 bevorzugen, da es nur 1/3 kostet.


    Und jetzt müsste man halt noch ein paar andere Tests machen, z.B. ob die Umgebungsschall auch ähnlich einfangen. Da sind manchmal massive Unterschiede zwischen veschiedenen Mikros. Und mit anderen Instrumenten, so ein Gitarrenamp gibt über 6 KHz meist nicht mehr viel ab.


    Oder auch die Mechanik testen, welches geht bei einem Sturz schneller kaputt uns so...

    Ich hätte auch so gern ein Hobby...

  • Zunächst mal was prinzipielles zum Thema Marketing:


    Shure (als hier oft genanntes Beispiel) gilt wohl in der breiten Masse als etablierte Marke. Um sich überhaupt als Marke etablieren zu können, muss man ständige Präsenz in Medien (bsp. Printmedien ala Drums & Percussion) und Präsenz auf der Bühne zeigen (Endorsement von prof. Musikern). Das alles kostet schlicht und einfach Geld. Das Geld wird letztlich einfach auf den Produktpreis angerechnet. Die Mikros werden bekannter und bekommen ein Image aber werden teurer.


    Allein durch geschicktes Marketing ließe sich also prinzipiell kurz- und mittelfristig jeder Schrott als hochwertiges professionelles Equipment verkaufen (was nicht heißt, dass Shure minderwertige Mikros herstellt).


    Ich möchte einfach nur behaupten, dass wenn Thomann nun InExtremo (shure endorser) und weitere Künstler mit Mikros auf die Bühne schicken würde, auf denen T.Bone (zur Not siehe WM 2006; Spielerbusse von Mercedes aber Hyundai Aufschrift) steht, innerhalb kürzester Zeit auch hier im Forum T.Bone Mikros empfohlen würden. Das sind einfache Marketing-Gesetze, denen wir täglich begegnen (MediaMarkt ist hier auch ein gutes Beispiel).


    So viel zum Marketing und dem Einfluss auf unsere Voreingenommenheit (von denen ich mich keinesfalls freispreche!).



    Die nächste Frage, die sich mir stellt, ist: Wie gut ist der Support? Bei Shure gehe ich davon aus, dass die Produkte bei Erhalt einwandfrei sind. Ich erwarte, dass sie robust sind und ich erwarte, dass sie im Falle eines Defekts schnell und unkompliziert ersetzt werden. Ich habe bisher keinen Kontakt mit dem Shure-Support gehabt - aber Fakt ist, dass auch ein guter Support Geld kostet. Auch dieses Geld wird in den Kaufpreis eingerechnet. Daher möchte ich weiterhin behaupten, dass man bei günstigen Mikros prinzipiell (Thomann-Support kann ich allerdings empfehlen) unter Umständen mit einem etwas schwierigerem Support rechnen muss (ganz allgemein gesprochen - Erfahrungen mit Medion <-> Panasonic).



    Soviel als einfachste Theorie (Produktion, Produktionsort, angesprochene Kontrollen samt Ausschuss, Stagg oder Basix als Beispiele für Ausnahmen ohne geführtes Marketing, etc.)!!!





    Nun zu meiner Meinung zum Thema als unprofessioneller Amateur:


    Brauche ich wirklich so viele Mikros? Genügen mir nicht 2 namenhafte Overheads und ein Bassdrum-Mikro zum selben Preis, die sich bei Bedarf ergänzen lassen? Habe ich überhaupt ein gutes Mischpult mit so vielen Eingängen, dass ich neben meinen Bandkollegen alle meine Mikros anschließen kann?


    Wir gehen einfach mal davon aus, dass ich aus irgendwelchen Gründen alles einzeln abnehmen möchte:


    Wenn ich also wirklich mein komplettes Set abnehmen will, dann würde ich durchaus einen solchen Koffer zumindest in Betracht ziehen. Schließlich habe ich die Möglichkeit das Set ausgiebig zu testen (genügt es meinen Bedürfnissen? Bin ich mit der Qualität zufrieden?) und innerhalb der Frist zurückzusenden. Zudem gibt Thomann eine Gewährleistung von 3 Jahren (was zumindest eine kleine Sicherheit gibt) und gilt meiner Meinung nach als sehr kulant.


    Man sollte sich also hier und generell die Frage stellen: Was brauche ich? Will ich es zum Homerecording oder auch nur für Demo-Aufnahmen nutzen (d.h. wie tragisch ist es, wenn plötzlich mal ein Mikro tot ist?)? Da ist es imho übertrieben, wenn ich mein Export, mein Mars oder mein Rockstar mit Mikros für 2500€ abnehme (Verhältnismäßigkeit prüfen). Oder soll es wie ein Uhrwerk funktionieren? Habe ich regelmäßige Auftritte, bei denen ich selbst die Mikros stellen muss? Will ich professionell eine CD im Heimstudio aufnehmen um sie zu veröffentlichen? Dann würde nicht am falschen Ende sparen, wenn ich mein DW Collectors abnehmen möchte.


    Letztlich bleibt es also jedem selbst überlassen, wofür er sich entscheidet und was zu ihm passt. Da finde ich einen solchen Thread gut, wo einem jemand sagt: "Die günstigen Mikros sind durchaus zu gebrauchen - ist kein absoluter Schrott! Schau es dir einfach selbst an.".


  • Das Hast du schön gesagt :)

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