Vorgehensweisen in einer Band

  • da hat der Seppel leider recht, ist schon bei 2 befreundeten Bands so passiert. Als Gegenmittel empfehle ich jedes Wochenende ordentlich einen Trinken zu gehen, den gleichen Humor zu haben und ne Band mit möglichst guten Freunden aufzumachen... dann isses auch bums wann man den ersten Gig hat, ich könnte z.b. nicht mehr sagen nach wie viel monaten das bei mir war ?(

    i was told by an irishman who also explained (from "personal experience") that if you ever blow up a bridge using a car filled with fertilizer, make sure you're on the side of the river where your house is.

  • Ein ganz wichtiger Punkt IMHO ist es das die Bandprobe in geregelten Bahnen verläuft... es kann nicht sein das wenn jemand etwas erklärt oder etwas (z.B. ein Riff oder Fill) zeigen will das alle anderen unkontrolliert am rumlärmen sind.
    Jeder sollte ausserdem seine "Hausaufgaben" machen. D.h. wenn Songs auf Grund mangelden techn. Fähigkeiten nicht stehen müssen eben Feinheiten durch Üben in den eigenen vier Wänden glattgebügelt werden.


    Da wir zum grössten Teil nur eigene Songs haben und auch regelmäßig an neuen Songs gearbeitet wird, nutzen wir die Software GuitarPro. Damit kann man die einzelen Riffs aufzeichnen (eintippen als Noten und Tabs) und ausserdem auch anhören und arrangieren.
    Wenn der Gittarist z.B. auch mal daheim beim jammen nen Einfall hat tabed er den Song und schickt ihn mir zu, so kann ich daheim am Practice Set mir schon mein Getrommels für die nächste Probe ausarbeiten.


    Wir Proben 2x die Woche, einmal unter der Woche und einmal am WE jeweils immer 3-4 Stunden (was bei Metal recht anstrengend werden kann)
    Typische Probe läuft bei uns so ab :


    - Wenn alle da sind Begrüßungsbierchen und Kippchen für die Raucher.
    - 2-3 Songs die sehr gut stehen zum einballern.
    - Wenn Gigs anstehen die ganze Setlist + 1-2 Cover mehrmals.
    - Kippen und Bier Pause (Drummer merkt an das es mal wieder warm ist)
    - Arrangieren und ausprobieren von neuen Ideen.
    - Kippenpause und über Mucke fachsimpeln (Drummer schwitzt)
    - Danach neu arrangierte Songs spielen
    - Einzelene Teile von Songs in langsamen Tempis durchgehen bis sie stehen
    - Zum Schluss ausgedehnte Kippen und Bierpause mit musikalischer
    Untermahlung (aus der Dose) evtl. Pizza bestellen (Drummer wechselt
    das T-Shirt und fährt heim)... die Studenten in der Band versacken im Proberaum.

  • Band 1:
    setlist durchspielen
    raucherpause
    am neuen lied
    arbeiten vorbei


    wenn bei einzelnen songs was nicht funktioniert, wird die stelle nochmal gespielt bis sie sitzt und das lied nochmal von vorne angefangen.
    Das kann vielleicht bei neueren songs in der setlist vorkommen aber geht hauptsächlich um neue songs,.. immer eigene stücke


    Band 2:


    selbstfindungsphase


    alles viel lockerer.. demnach kommen wir auch langsamer vorran, aber das is ok weil wir eh alle noch andere bands projekte etc haben.


    treffen, eintrudeln, einbierchen trinken über gott und die welt sprechen und dann
    jammen proben oder so,... einfach ausprobieren


    hierbei wird alles mitgeschnitten, und so dauert die nächste pause auch ne ganze weile... hören alte sachen hören,...
    erschrecken freuen belustigen
    überlegen was wir wollen,... vom thema abkommen und wieder weiter spielen...
    das erstreckt sich dann schonmal über 6 stunden und ist mehr freizeitbeschäftigung als konzentriertes arbeiten.
    Vielleicht nimmt sich unser "bandleader"/Proberaumbesitzer mal die zeit und schneidet aus all unseren sachen die schönsten songs heraus und wir proben sie dann ein wie wir sie gejammt haben,... aber erstmal läuft´s locker,...
    Band 3:
    im moment proben wir nicht...
    wenn irgendein gig ansteht treffen wir uns vorher, der Klavierspieler bringt ein paar stücke mit die kurz gespielt werden oder ein paar themen die dann imrovisiert werden. So ist live wieder alles anders,...

    wenn du nichts nettes weißt was du jemandem sagen kannst, dann sag am besten garnichts

  • Wir hatten vor kurzem das Glück einen "Aushilfsgitarristen" für einen wichtigen Gig zu benötigen, der sehr professionell an die Sachen ran ging. Er bekam CDs mit allen Songs hatte 2 Wochen und 2 Proben Zeit und machte einen Mörder-Job!!!
    Er hatte ein Zoom H4 Aufnahmegerät womit er die beiden Proben die wir vor dem Gig hatten mitgeschnitten hat.
    Zum Spass, um mich auf meine Fehler aufmerksam zu machen (?) - schickte er mir einen Link wo ich die Aufnahme von seinem Rechner downloaden konnte (ca. 1,3 GB!)
    Das war grandios. (Nein nicht mein getrommel....)
    Die Aufnahme ist kein veröffentlichbares Produkt, aber ein gigantisches Kontrollmedium!!!
    Man glaubt das sei so ok gewesen und reingehört merkt man dass man zu viele Breaks machte der Grundrhythmus z.B. nicht rollt sondern humperlt oder was auch immer...


    Leute, heute im Zeitalter von Internet & Co ist es kein Problem mehr, dass einer der selbst oder woanders Serveplatz hat (siehe auch http://www.apple.de wo man einen Serverplatz buchen kann und fast idiotensicher draufladen kann .mac für 99 € p.a. !) die Sachen für die anderen zum Download zur Verfügung stellt.


    So kann jeder - ich geh mal davon aus dass jeder einen Rechner und Internetzugang zuhause hat - die Probe kontrollieren.



    Außerdem ist die Aufnahme ein tolles Medium um z.B. plötzliche einnmalige Ideen nicht zu vergessen sondern wieder reproduzierbar zu machen - und zu guter letzt gibt´s ja manchmal Leute die nie falsch spielen und keine Fehler machen - das klärt sich auch meist mit einer Aufnahme.....



    Viel Spass

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