Bonham (nicht) live am 17.12.07 - mit Foreigner (wegen Maddin) und viel mehr olle Kapellen für Ü40

  • Zitat

    Die Frage die sich stellt ist immer, wieviel eine Band von damahls heute noch "wert" ist oder von dem "Feeling" transportiert, wenn gerade mal 1 Originalmitglied dabei ist, wei bei Sweet, Foreigner oder Heep, oder ?


    Das ist absolut richtig, man muss aber differenzieren.


    SWEET ist eine Schande - nur ein Herr Scott, der die Klampfe vor seinem dicken Bauch seit Ende der 80 er kaum noch halten kann. Für Soli nimmt er einen Gastgitarristen, einzig sein Falsett stimmt meist - das hat mit SWEET nichts mehr zu tun. Noch viel schlimmer war aber das, was die Leute rund um den verstorbenen Sänger Brian Connolly ablieferten


    FOREIGNER war ja nie so eine Truppe mit "Teenie-Stars", sondern ein Sound. Der Macher Jones ist immer noch dabei, ein guter Drummer wurde durch einen anderen guten Drummer ersetzt, der neue Sänger hat die "Voice".


    URIAH HEEP (soviel Zeit muss sein) hat nicht nur das Original-Member und "Mit"-Macher Mick Box immer dabei gehabt, sondern es ist auch schwer die UR-Truppe zu personifizieren. Die Gründer waren nicht erfolgreich und auch nicht so doll. Nach der größten Weltmarkt-Erfolgszeit (71-75) mit den lange verstorbenen Byron und Thain, gab es immer wieder Umbesetzungen.
    In Deutschland war die Zeit mit dem Les Humphries-Sound (Ende 70-Anfang 80) am erfolgreichsten. Danch wurde noch zweimal der Sänger gewechselt, am Bass hat sich mal was getan und an den Keyboards.
    Aber bis auf den ganz aktuellen Drummer-Wechsel bestand die Band jetzt über 20 Jahre in dieser Besetzung. Sie bringt immer noch Live und auch manchmal im Studio einen Super-Sound und viel Spaß. Ich habe David Byron (obwohl selbst noch live erlebt) nie vermisst. Und Trevor Boulder am Bass zu sehen, ist alleine schon das Eintrittsgeld wert.


    NAZARETH, die ich überhaupt nicht mag, ist wieder eine andere Sache. Der Sound ist die beschissene Reibeisen-Stimme und die ist immer noch da. Das der Ur-Gitarrist Manuel Charlton schon lange nicht mehr dudelt, merkt doch keiner.


    Bei UFO dachte ich immer, die stehen und fallen mit Michael Schenker. Im Studio war das auch so, nix besonderes. Aber Vinnie Moore machte MS unnötig. Gitarren-Sound stimmte und Moggs merkwürdige Art zu singen, ist unverkennbar.


    Manfred Mann im Gegensatz dazu, ist musikalisch immer noch absolut Top, auch wieder mit dem Gitarristen aus der Ursprungszeit. Andererseits fehlt hier eindeutig die Stimme von Chris Tompson und mal neue Songs im alten Sound. Ich habe die viermal live gesehen, zuletzt mit dem schwarzen Sänger und dsas war dann auch das letzte Mal.


    DIO ist wieder ganz anders. Hier geht es eigentlich ja nur um den Gesangesgott und die heutigen Konzerte (ohne ablenkende Spielzeugdrachen, u.s.w) sind viel überzeugender als damals. Aber passende Mitmusiker braucht er schon. Anfang 90 hatte er mal 3 "Death-Metaller" dabei und ich hatte schon schwere Probleme im Saal zu bleiben - das war nicht DIO. Ein Jahr später wenigstens Graig Goldie dabei nund es war wieder was. Dennoch gehört Vinnie Appice eigentlich zu seinem Sound.


    Könnte noch etliche listen (Styx, KISS, Saxon, ...)


    Also so leid es mit tut, es gibt manche Bands, die haben mit dem Original nix mehr zu tun, aber es gibt auch einige, die mit nur 20% der Ur-Member alles bringen, damit es ein gutes Konzert mit vielen tollen Wieder- Erinnerungen wird.


    Ich hoffe, ich habe nicht gelangweilt.


    Zitat

    Uriah Heep war die absolute Überraschung - Hammerkonzert. Nach dem Abgang von Lee Kerslake, nun mit Russel Gilbrook - das ist ne andere Welt. Der Typ ist der Hammer.
    Also rein schlagzeugtechnisch gesehen, würde ich Dir zu Uriah Heep raten, da passiert mehr.

    Danke für den aktuellen Hinweis. Dies wird wohl die Entscheidung sein, denn ich hatte ja auch in einem Juli-Thread bemerkt, dass ich beim nächsten (ich glaube jetzt 10. Mal) dabei bin.

  • Danke für ie schöne Auflistung.


    Ich hatte bei Deep Purple z.B. auch Bedenken als Blackmore weg war.
    Aber im Jahr zuvor sah ich DP noch mit Blackmore. Die Zugabe Smoke on the Water allerdings ohne ihn, weil er wohl keine Lust mehr hatte - richtig gefehlt hat er da nicht - war eine coole Nummer der "Restband". Im Publikum wartete jeder drauf dass RB noch kommt -tat er aber nicht - ha was !


    Mit Satriani war´s dann auch recht nett weil er die tollen Solopassagen von Blackmore im Grund erhielt.
    Steve Morse hat nun wiederum wieder einen eigenen Stil, trotzdem aber viele der Originalpassagen zumindest annähernd beibehalten....schade nur dass manchmal Nummern wie Lazy etwas zu schnell ablaufen und dann der alte Charkter fehlt. Manchmal hab ich auch das Gefühl dass er ein bisschen overplay betreibt - allerdings bei Sometimes I feel like screaming gehts auch anders...


    Den Weggang von Jon Lord konnte ich Live noch nicht beurteilen. Ich hatte letztes Jahr irgendwie keine Lust auf DP mit Alice Cooper. aber die kommen ja wieder.....die brauchen alle das Adrenalin oder Ihre Altersversorgung !


    Und Paicey`s Groove ist das Geld eigentlich immer wert!

  • Hey Steve, du kennst "Living Loud"?


    Die DVD finde ich herrlich, vor allem kann man die grandiosen Songs der ersten beiden Ozzy Soloscheiben endlich mal mit Gesang erleben! :D


    Lee Kerslake fand ich klasse, ich kenne keinen 200 kg Drummer, der sich dermassen schnell hinter einem Schlagzeug bewegen kann!
    Ausserdem ist er der Shuffle King, "easy living" ist nicht grade easy drumming. ;)


    Warum hat Heep den Dicken gekickt?


    Manche Re-Union sind sogar besser als das Original:


    Was Dio, Geezer Butler, Vinnie Appicce und Tony Iommi unter dem "heaven and hell" Pseudonym veranstalten, finde ich phänomenal.


    Die spielen dermassen abgefuckt cool. Dio ist in der Form seines Lebens, kein Vergleich z.B. mit Ian Gillan von Purple, dessen Stimme im Alter doch stark nachgelassen hat. Für mich der ist der Typ stimmlich der Allergrößte.

  • Zu Lee Kerslake empfehle ich auch die DVD "Jon Lord with the Hoochie Coochie Men - Live at the Basement".

  • "Gekickt" haben sie ihn nicht. Er hat aus gesundheitlichen Gründen aufgehört, was aufgrund seines Gewichts ja nicht überraschend kommt.
    Er ist ja ein netter Kerl, aber sein Drumming finde ich persönlich langweilig, aber das ist ja Geschmackssache.
    Jedenfalls gewinnen Heep mit Russel Gilbrook eine ganz neue Dimension.
    An Öko-Obi:
    stimmt, Trevor Boulder ist dermaßen cool am Bass. Und was der da spielt ist auch nicht ohne.

  • Zitat

    Original von Guido Reichert
    Zu Lee Kerslake empfehle ich auch die DVD "Jon Lord with the Hoochie Coochie Men - Live at the Basement".



    Absolut, meine Lieblingsdvd!



    stiegl

    Denk mal nach!


    Und, heute schon geübt? =)





    Meins

  • Na dann hör Dir mal die Snare von Larrie Londin - auch so um die 200kg an - richtig geiler Sound.


    Nur dass er wohl zu schnell abhemen wollte und das leider nicht überlebte !


    Aber ansonsten muss er ein lieber Bär gewesen sein - mit MÖRDER GROOVE und SOUND.
    (Tipp. Steve Perry - Street Talk...She`s mine oder Journey Raised on Radio )

  • Zitat

    Hootchie Coochie: Nur dass das m.w. NICHT Lee Kerslake ist, sondern Bob Grosser...


    Ooops, ich hätte schwören können, dass das gleiche Drummer war wir bei Living Loud. In der gleichen Gewichtsklasse spielt er auf jeden Fall... :D


    Na ja egal, geil ist es trotzdem. Ich mag alle diese alten Knaben.

  • So, mal die alte Kiste rausholen.


    Also ich war bei Heep - Maddin warst Du bei Foreigner? wenn ja - erzähl mal...


    Der Laden war ordentlich gefüllt, aber aufgrund der Werbung eher mit Leuten die noch nie oder schon sehr lange nicht bei Konzerten waren. Um mich herum so eine Gruppe von Endvierzigern (also viel älter als ich:D ) und die hatten voll genervt. Mindestens 5 x sind alle Frauen Bierholen gegangen und dann auf`s Klo. Immer rein, raus, rechts links. Als der Gig losging,und sie mal einen Song erkannt hatten - rumgezappelt wie Hippies in Wododstock, Bier umgeschmissen, u.s.w. Glücklicherweise war es schon ein -NO SMOKING-Gig, somit konnten die mich nicht in Brand stecken.


    Denn Anfang machte eine, in Österreich bekannte, Combo mit Sängerin im Minirock und riesiger Halbakustik-Klampfe vorm Bauch. War irgendwie nix für mich. Das es bei einer Vorgruppe mit 35 min. Zeit auch noch ein Drumsolo geben musste, war mehr als seltsam.


    Dann Heep und ein Rambo an den Drums. Genauso kurz, aber muskelbepackt. Optisch, soundmäßig und in der Spielweise völlig anders als das "Original". Becken und Felle taten mir leid. Hier kann man vielleicht etwas davon erahnen: Live aus dem Colossaal


    Man spiele viele neue Songs oder andere "Hits", die es schon lange nicht mehr gab. Durch den neuen Drummer wurde manches aufgepeppt, andererseits nervte mich mit der Zeit, dass er selbst typische, einfachste Betonungen, die einfach seit zig Jahren zu einem Song gehörten, ignorierte und drüber kloppte. Ein Solo ersparte er mir. Die Stimmung war gut, aber alles Unbekannte wurde doch eher zurückhaltend beklatscht. Dennoch war es schön und in 2 - 3 Jahren schau ich mir`s wieder an.

  • Thanx für die Kritik.


    Der neue Trommler auf den Youtube Videos ist ja total der Langweiler,
    den steckt der dicke Lee 3 x in die Tasche.


    Weihnachten und Ostern für Oldschool Metal Fans fällt dieses in Balingen auf ein Wochenende, da scheinen einige Untote und Mumien wieder reaktiviert worden zu sein...



    Das Billing des diesjährigen Bang Your Head Festivals:
    Judas Priest mit Rob Halford
    Queensryche performen die kompletten 2 Operationen
    Saxon
    Great White
    White Lion
    Der seit Jahrzehnten abgetauchte Flitzefinger Yngwie Malmsteem
    und andere


    "Back to the eighties" scheint hier das Motto zu sein.

  • Juup, ich war auf dem Konzert.


    Halle war "nur" zu 2/3 gefüllt, Klang seht gut, von der Urbesetzung ist halt nur noch der Gitarrist/Keyborder übrig.


    Der neue Sänger ist der HAMMER!!! Eine 1 zu 1 Kopie von Lou Gramm zu seinen besten Zeiten. Das lohnt sich wirklich, die Buben mal zu hören. Allerdings war da nicht Bonham an den Drums, der Typ hieß anders. Habe den Namen nicht verstanden und bin zu faul, rauszusuchen, wer es war. Mich interessieren Drummer halt nur am Rande :rolleyes:


    Die Band hat Spiellaune gezeigt, die Chorgesänge standen der Fülle und Finesse der Studioaufnahmen in nichts nach! Es sangen auch alle außer dem Drummer. Was ich gut fand, es wurden viele Sachen aus den Anfangszeiten gespielt, die Pop-Zeit der Kapelle wurde nur am Rande gestreift. Spieldauer war ohne Pausen fast 2 1/2 Stunden, sehr ordentlich.


    Ein klasse Rock-Konzert, dass sich für mich gelohnt hat.

    Grüße,


    De' Maddin Set
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    Dängdäng-Dängdäng-Dängdäng
    Bababababaaa-baba - Brack........Meet you all the way....dadadab...usw.

  • Also habe ich doch gesucht und ja: Es war Brian Tichy


    Thx @ arrow


    @ obi: Gute Idee. Kann das mal einer der mods bitte erledigen :D

    Grüße,


    De' Maddin Set
    ________________________________


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