HeelDown2HeelUp - Umstellung machbar und lohnt sich

  • Hallo,
    hier mal ein Beitrag um allen frustrierten HeelDownern Mut zu machen, die sich bisher nicht trauten den Umstieg anzugehen.


    Ich habe schon immer HeelDown gespielt. Warum? Hatte sich so ergeben, war einfacher zu lernen und zu beherrschen.
    Seit knapp 2 Jahren spiele ich nun wieder intensiv in einer Band (Punkrock/Garage/Independent) und stieß an die Grenzen dieser Technik. Zu wenig Druck und/oder zu langsam.


    Also entschloß ich mich (trotz meines Alters ;) ) die Fußtechnik zu wechseln und begann, zunächst nur daheim auf dem Übungsset, HeelUp zu trainieren. Meine Befürchtung war, wieder bei Null anzufangen und ewig und drei Tage zu benötigen um wieder einigermaßen sauber spielen zu können.
    Es kam anders!
    Das ist nun nur knapp 3 Monate her - und - ich spiele jetzt nur noch Heel up! Ich bin schneller, wesentlich druckvoller, mein Bein verkrampft nicht mehr, ich spiele lockerer.
    Da ich jogge und ohnehin kräftige Beinmuskeln habe kann ich durch die HeelUp-Technik dieses Potential voll ausnutzen.
    Den Umstieg Kann ich jedem HeelDowner nur empfehlen.
    Achso - Wichtig! Unbedingt die Federspannung der Fußmaschine erhöhen - sonst wid das nix.


    Jetz machts Drummen noch mehr Spaß - ein richtiger Kick ist das mit der Kick ;)
    Gruß
    Thomas

  • Moin,


    bin selber bekennender Heel- Upper ( ;) ), und verfechte trotzdem die Ansicht, das ein guter Schlagzeuger beides können sollte, auch wenn er eine Präferenz für eines entwickelt.


    Achso - Wichtig! Unbedingt die Federspannung der Fußmaschine erhöhen - sonst wid das nix.


    Das allerdings sehe ich völlig anders! Meine Feder ist relativ locker und das hat meinem 27jährigen Heel- Up- Spiel noch keinen Abbruch getan- eher im Gegenteil. Eine Feder, die zu stramm ist, behindert imho das Bassdrumspiel.


    Aber jeder, wie er es mag.


    LG

  • Ich denke auch, dass ein guter Drummer beides können sollte.
    Bei Jazz z.B. spiele ich fast immer Heel-Down, da die Bassdrum sonst zu laut wird.
    Außerdem lässt sich damit auch sehr gut zwischen abgehacktem Schlag und resonantem Schlag variieren.
    Ansonsten spiele ich aber auch vorwiegend Heel-Up.


    Zur Federspannung lässt sich sagen, dass es meiner Meinung nach einfach Geschmackssache bzw. Gewohnheit ist wie stark die Feder angeknallt wird. Für meinen Teil hat sich bewährt die Feder vollständig anzuziehen - das kann aber auch an der vielleicht etwas lasch dimensionierten Feder meines Yamaha-Pedals liegen.

  • Hallo,
    ich stimme euch allen zu. Heeldown ist für leise Passagen und gefühlvolles Spiel natürlich bestens geeignet (kommt bei mir nicht vor - Genre Punkrock "DischDischDisch BumTrackBumBum BumDischDisch...)). Bin bisher ja auch gut gefahren mit HeelDown, aber die Geschwindigkeit und der Druck sind für Punkrock eben irgendwann nicht mehr ausreichend - meine ich.
    Ich will hier niemandem etwas vorschreiben (wie käm ich dazu) wollte nur mitteilen, daß die Umstellung bei mir weniger Zeit brauchte als ich befürchtete und angehenden Umstellern Mut machen, den Schritt zu wagen.


    Ich hab auch ne Yamaha Fussmaschine - meine Feder ist fast am Anschlag (vielleicht ausgenudelt oder Yamaha-soft).
    Ne Neue ist bestellt.
    Ist natürlich ebenfalls wie im richtigen Leben Geschmacksache ob man straff oder soft bevorzugt :whistling:
    Gruß
    Thomas

  • Ich habe (als Autodidakt) mit Heel Up angefangen, und habe dann mal ein halbes Jahr Heel Down geübt. Das sind für mich zwei völlig unterschiedliche Sachen, die unterschiedlich klingen und sich auch sehr unterschiedlich anfühlen.


    Z.B. mit ich Heel Down schneller. Und obwohl die Schläge wahrscheinlich gar nicht so viel leiser sind, fühlt es sich für mich trotzdem wesentlich kraftloser an und kommt damit für (fast alle, s. U.) Backbeat-Musik nicht in Frage.


    Heel Down mache ich hingegen lieber bei leichtem Funk, Jazz, Samba, oder wenn es mal ganz leise sein muss..



    Lange Rede kurzer Sinn: Beides zu können ist super!

  • ich hab mir irgendwie angwewöhnt immer heel up zu spielen… jetzt ärgert es mich irgendwie, denn in der tat fühlt sich heel down zu spielen komplett anders an. ich denke manchmal, das gefühl, heeldown is im allgemeinen lascher, bezieht sich wirklich vorwiegend auf das spielgefühl, das bei heel up einfach intensiever scheint, als auf das, was im endeffekt an power aus der bude kommt… irgendwie spielen ja auch noch sachen wie felle, mikrofonierung, abmischung… eine rolle.


    nein was mich aber eigentlich ärgert ist, das ich heel up den beater meist ziemlich ins fell reindrücke, und ein offener sound nich möglich ist. wie macht ihr das? spielt ihr heelup auch irgendwie offen?


    lg, jone.

  • habe auch vor jahren noch auf meine alten Tage hin von Down zu Up gewechselt und es hat sich wirklich gelohnt. Was schwierig für mich war, war weniger die Umstellung an sich oder die Technik, sondern eine geeignete Sitzhöhezu finden, in der beide Techniken machbar sind und sich insebsondere bei HeelUp komfortabel anfühlt (HeelDown nutze ich nach wie vor für aus Gewohnheit für lansame ruhige Sachen, auch wenn dies auch mir Up durchaus gut machbar ist). Bei der neu gefundenen Sitzhöhe musste so ziemlich alles etwas neu justiert werden , da die Balance am Set doch ne ganz andere ist.


    See

    "Pommes/currywurst hat einfach seine eigenen Gesetze."
    (c) by frint / 2008


    "Es macht so viel Spaß, ein Mann zu sein, das können sich Frauen gar nicht
    vorstellen!" (c) by Lippe / 2006

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