Beiträge von Seelanne

    Vielleicht zur Erklärung, da amerikanisches Handels – und Steuerrecht sich vom Deutschen unterscheidet:


    Remo und d'addario sind beides nicht-börsennotierte Unternehmen, also Privatunternehmen, in den USA heißt das dann "private companies". Als solche sind sie nicht verpflichtet, ihre Bilanzen zu veröffentlichen (selbstverständlich müssen sie Bilanzen erstellen und im Rahmen der Steuererklärungen die gegenüber den dortigen Finanzämtern angeben und offenlegen). Das US – Handelsrecht ist hier unterschiedlich zum deutschen Handels – Recht, wo bilanzpflichtige Unternehmen in jedem Fall ihre Abschlüsse im entsprechenden Registern zugänglich machen müssen.


    Der Unterschied von Remo zu d'addario ist wohl lediglich, dass offensichtlich d'addario wohl tatsächlich als reines Familienunternehmen besteht, d.h. die Inhaber alle zur Familie gehören, dagegen die Inhaber bei Remo auch noch andere private Teilhaber hat, die nicht aus der Familie stammen.


    Das ändert aber nichts daran, dass beide eben nicht verpflichtet sind, ihre Bilanzen in öffentlichen Registern zugänglich zu machen.

    Mach einfach mal Pause.


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    Dass ein Stick gehalten und nicht "fest"gehalten werden soll, ist ja die erste Grundregel der Griptechnik, da mit jeder Art des Schliessens der Hand bzw der Finger - und erst recht beim richtigen Festhalten - , die Sehnen angespannt und dadurch die Bewegungsfreiheit des Handgelenks beeinträchtigt wird.

    Deswegen formulierte Dom Formularo einst: "Tension ist the Enemy of Speed". (Und deswegen führt dieser klassische "Pinzettengriff" mit Daumen und Zeigefinger auch häufig so auf Abwege).


    Hier geht es aber auch weniger um die Art und Weise, den Vogel zu halten, sondern die Frage, wie groß und schwer der Vogel denn sein soll:


    Und hier gilt: Je kleiner der Vogel, desto mehr muss ich die Hand schließen, damit er nicht wegfliegen kann, beziehungsweise ich Kontrolle über den Stick habe. Ein zu dünner Stick hat daher – völlig unbemerkt – ähnliche Wirkungen, wie das tatsächliche festhalten, wenn ich die Hand nämlich schließen muss, um Kontrolle zu erlangen und dabei dann die Sehnen im Handgelenk anspannen muss, sodass die Handbewegung steifer bzw unbeweglicher wird.


    Deswegen macht es bei großen Händen (insbesondere bei grossen Handrücken) definitiv Sinn, auch entsprechend dicke Sticks zu nutzen, weil ich viel weniger die Hand schließen muss um den Stick zu kontrollieren und daher alles freier und beweglicher bleibt.


    Dicke Sticks sind ja auch nur deshalb etwas im Hintertreffen, weil im Regelfall die Sticks als Hickory Holz angeboten werden, und bei diesem verhältnismäßig schweren Holz die Fliehkräfte fürs Handgelenk schnell ziemlich taff werden. Wenn alles in Maple angeboten würde, würden viele, die heuer 5A spielen, 5B oder 2B spielen.


    Man sollte daher sich nicht allzu schnell auf einen Stick-Typ festlegen, sondern tatsächlich einmal durch die Bank die verschiedenen Größen eine Zeit lang testen, da sind Überraschungen definitiv vorprogrammiert.


    (Allerdings macht es auch definitiv Sinn, beim Spiel mit dicken Sticks ab und an mit dünnen Sticks zu üben - genauso wie umgekehrt –, man erreicht so einfach Bewegungsabläufe und Muskelgruppen, die man ansonsten nicht aktivieren würde.)

    fwdrums:


    Frankieboy, da ich bin bei Dir:


    Mich hat es vor ca 20 Jahren bei einem Konzert von Karizma inkl. Vinnie C. erwischt: Statt Begeisterung erfasste mich spontan ein seltsamer entfremdelnder Kältestrom, der mich zur Pause sogar gehen liess.


    Seither ist mir klar, dass es - für mich - zwei Arten von Musik gibt: Eine, die dem Zuhörer etwas mitteilt, sich an ihn wendet, ihm Fragen stellt, kurz: kommunizieren will, wenn auch nur fiktiv.

    Und eine andere, die zufrieden ist mit sich selbst, eine, die sich selbst genügt; Musik, die dem Zuhörer bei jeder Note klarmacht: "Ich brauch dich nicht, hör zu oder nicht, ist mir egal, ich bin hier und ich bin verdammt gut".

    Musik gewissermassen als Selbstgespräch, ein Witz, den sich die Musiker selber erzählen, um dann verschroben in sich reinzukichern wie ein betrunkener Clochard unter einer Brücke.


    Mag diese Musik auch noch so virtuos sein: sie will nichts mitteilen, sie will nicht helfen, sie will nicht trösten, sie will keinen aufrütteln, mitreissen, will niemanden beleidigen, ja, sie will noch einmal begeistern: Denn die Musiker würden den Kram sogar spielen, wenn ihn sich kein Mensch jemals anhören würde. Vielleicht schwingt schon irgendwo ein wenig Wunsch nach Bewunderung mit (denn wieso sollte man sonst auf die Bühne gehen), aber das wars auch schon, ansonsten gilt: "Wenn Du's nicht checkst, verzieh dich!".


    Fast notwendige Folge dieses rüden Affronts: es stellt sich noch nicht einmal das Gefühl ein, Zeuge von etwas Ausserordentlichem zu sein, bei dem man glücklich ist, zumindest dabei gewesen zu sein - auch wenn man es nicht verstanden hat.


    Dabei sei die absolute und einmalige Virtuosität der Musiker natürlich in keiner Weise geleugnet. Und es auch nicht so, das Virtuosität schlechthin abschreckt: die eines Gavin Harrison beispielweise hat mich immer erreicht, bei ihm erscheint mir die Virtuosität stets nur als Vehikel, als Mittel zum Zweck und eben nicht als Selbstzweck. Und auch Vinnie C. hat mich - in anderem Kontext - schon dergestalt "erreicht".


    Alles in allem jedenfalls eine seltsamer Vorgang, nicht ganz zu erklären und zu durchschauen.


    Aber auch ich bin sicher: es liegt an mir. Und wenn einer dieser Virtuosen unser Geschreibsel sehen würde, würde er wohl ohnehin das sagen, was ein berühmter Drummer (dessen Name mir entfallen ist) einst erklärte: " Hey, no mystery: don't overthink it: its just the music i love to play."

    Ich denke, die Thematik ist letztlich abhängig davon, wo man selber die Prioritäten setzt, und führt einen schlussendlich vielleicht sogar zu der Frage, weshalb man überhaupt Schlagzeug spielt.


    Die Hauptpunkte der Prioritäten sind dabei – ich meine, wir hatten schon mal ein Thread darüber – A. Spaß haben und B. Geld verdienen, wobei Ersteres ( A.) sich wiederum splittet in die Bereiche 1) Schlagzeug spielen 2) Musik machen mit anderen und 3) Musik machen vor Publikum. Und je nachdem, wo ich meine Schwerpunkte setze und wo meine Motivation ihre Heimat findet, entscheidet sich die Frage, wo ich unter welchen Umständen für wieviel Geld spielen will.


    Menschen sind verschieden, und so fällt die Beantwortung bei jedem natürlich anders aus. Ich z.bsp. hab für mich rausgefunden, dass die Lust und Motivation einzig und allein im Schlagzeugspielen selbst besteht. Ich brauch nix: Keine Mitmusiker, keine Band, keine Zuhörer und keine Zuschauer. Schön ist es natürlich, wenn alles zusammenkommt, aber es gehört nicht zu den wesentlichen Dingen, ein nice to have, kein MustHave. (Im Gegenteil: häufig führt alles sogar von dem wesentlichen weg und man stellt sich die Frage, warum man das eigentlich alles macht.)


    Es ist vielleicht auch eine Frage des Alters,dabei aber weniger eine Frage des damit verbundenen Hanges zur Bequemlichkeit: denn einmal aus allen Bands und Verpflichtungen ausgestiegen, habe ich festgestellt, dass ich seither mehr und intensiver spiele und übe - und mehr Spaß habe - als jemals zuvor.


    Solange jedenfalls ein Auftritt purer Spaß wäre, würde es mich nicht interessieren, ob ich damit Geld verdiene, ich verdiene es ja ohnehin anders, warum sollte ich dann da unbedingt drauf achten.


    Ablehnen würde ich allerdings, wenn ich merken würde, dass jemand sich auf mein "Spaß haben" etwas ausrechnet und mich zum Gegenstand seines wirtschaftlichen Kalküls macht. Dann kann er von mir aus zum Teufel gehen - allein schon deshalb, um Musikern, die tatsächlich davon leben, nicht den Markt kaputtzumachen.

    Seelanne man kann Bänder nicht stärken.

    Muskeln/Sehnen kann man kräftigen, aber anders wärs besser.


    Das mit dem neuromuskulären Zusammenspiel ist schon richtiger.

    Ich frag mich nur, ob 30 min Üben mit fetten/langen Sticks, gegenüber 30 min Üben mit meinen Standardsticks, einen messbaren Unterschied macht, oder sich dann im Kontrast dazu einfach nur „besser“ anfühlt.

    1. Was "wäre anders besser" ? Fragt Herr Kannitverstan.


    2. Ich hatte ja schon angedeutet, dass die Wirkung vom Üben mit dickeren Sticks in der allg. Ausprägung durchaus auch etwas Mythen-Bildung ist, dies zumal diejenigen, die tatsächlich mit dicken Sticks definitiv üben müssen, schließlich auch mit Ihnen dann spielen (Corpsmaster).


    Ob ein 30-minütiges Üben mit dickeren Sticks für Drumset -Spielerüberhaupt einen messbaren Unterschied macht, als 30 Minuten mit einem Standard Stick, dürfte daher ohnehin danach zu entscheiden sein, wie oft man diese 30 Minuten übt:


    Wenn man eh nur zweimal in der Woche 30 Minuten lang Technik übt, dürfte der Unterschied 0 sein. Wenn man dagegen jeden Tag 30 Minuten Technik übt, dürfte es aber wohl einen Unterschied machen.


    Aber auch hier wäre dann natürlich die Frage: warum spiel ich denn anschließend nicht ebenfalls mit den dicken Sticks am Set ?


    3. Aber "Grau, teurer Freund, ist alle Theorie, nur Grün ist des Lebens goldener Baum" wusste schon Mephisto zu berichten:


    Wie auch sonst im Leben, so auch gerade beim Drummen, gilt "machen ist besser als Reden" und "Ausprobieren ist besser als Sinnieren". Also einfach mal testen, sich an was neues wagen, dümmer wird man dabei sicher nicht. Auch auf manche Grip- und Technik-Details kommt man manchmal erst dann, wenn man mal nicht die ausgetretenen Pfade begeht, sondern das macht, was man noch nie gemacht hat.


    Und selbst wenn nicht, wie Steve Gadd schon sagte: "Ziele sind toll, aber ob man sie wirklich erreicht, immer relativ ungewiss. Entscheidend ist die Reise dorthin, die muss Spaß machen".

    Was mir aufgefallen ist, ist dass ich immer wieder Youtuber sehe, die am Pad irrsinnig große und vermutlich schwere Sticks verwenden.


    Warum macht man das? Training der Finger? Ist es nicht besser, mit den Sticks zu üben, mit denen ich dann auch spiele?

    Um das Thema ranken sich viele Mythen und viele Vorstellungen bis hin zu der Annahme, dass es sinnvoll wäre, mit Gewichten an den Handgelenken zu üben, damit man ein besserer Drummer wird, daher an dieser Stelle vielleicht mal etwas ausführlicher:


    I. Der Gedanke, mit schwereren Sticks zu üben, um dann am Set mit leichteren Sticks schneller und ausdauernder spielen zu können, ist zwar naheliegend, aber zu kurz gedacht:


    1. Sicherlich kann man mit dicken Sticks Kraft und Ausdauer und Elastizität der Muskeln, Sehnen und Bänder stärken.


    Das Ganze funktioniert aber sinnvollerweise nur dann, wenn ich dann auch tatsächlich das gleiche Trainingsprogramm absolviere, wie mit anderen Sticks.


    Beispiel: wenn ich mit normalen Sticks eine bestimmte Übung 30 Minuten mache, mit den dicken Sticks, allerdings – weil sie ja so schwer sind – nur 15 Minuten hinbekomme, ist der Trainingseffekt physiologisch gewissermaßen aufgehoben. Ich hab schlichtweg keinen nennenswerten Zugewinn.


    Das gleiche gilt für GeschwindigkeitsÜbungen: wenn ich die Geschwindigkeit von Paradiddles üben will, muss ich halt diese Geschwindigkeit auch üben. Es macht es wenig Sinn, das Geschwindigkeits-Level deshalb drosseln zu müssen, weil es ja schließlich dicke Sticks sind.


    2. Drummen ist in erster Linie nicht eine Frage von Kraft und Ausdauer, sondern ein komplexes Bewegungsmuster. Hier spielen neuronale Verknüpfungen und sogenanntes muscle memory eine größere Rolle als die reine Muskelkraft.


    A. Dicke und schwere Sticks haben nun ein anderes "Verhaltensmuster", als dünne und leichte Sticks, bsp. ist der Rebound anders.


    Dies liegt - neben dem absoluten Gewicht an sich - an der oftmals unterschiedlichen Taper-Form: Die Kopflastigigkeit entscheidet stark über das Rebound-Verhalten und die Anforderungen an den Spielstil.


    Dabei geht es nicht um besser oder schlechter. Der eine spielt halt lieber in die Trommel hinein, der andere spielt lieber auf der Trommel beziehungsweise aus ihr heraus.


    Es macht nun keinen Sinn, mit einem schweren Stick ein Bewegungverhalten einzuüben, was dem Bewegungsmuster mit einem dünneren Stick vollkommen widerspricht.


    (Dabei kommt es hier eben noch nicht einmal auf die Schwere des Sticks an: Genauso wenig Sinn würde es machen, ständig mit einem Kopflastigen Stick zu üben, um dann am Set mit einem Stick mit langem Taper zu spielen: die Bewegungsmuster sind halt unterschiedlich, weil das Verhalten des Sticks unterschiedlich ist)


    B. Auch bin ich gezwungen, bei dicken Sticks in der Regel mehr mit der Hand beziehungsweise dem Handgelenk zu arbeiten, als bei dünnen, bei denen vieles mit FingerArbeit erledigt werden kann.


    C. Im übrigen sind schwerere Sticks meistens auch deutlich länger als deutlich dünnere Sticks. Die Länge des Sticks ändert aber sein Bewegungverhalten ebenfalls extrem.


    Fazit: Ich übe insgesamt konkret einen Bewegungsablauf ein, den ich so mit dünnen Sticks gar nicht benötige und den, den ich benötige, übe ich nicht. Das macht wenig Sinn.


    3. Diese Problematik - und die nur eingeschränkte Übertragbarkeit vom üben mit dicken Sticks auf das Drum Set - wird meistens nicht gesehen, weil das Spielen mit dicken Sticks ursprünglich ja aus der CorpsMasters Szene in den USA stammt.


    Diese Leute spielen nun aus unterschiedlichen Gründen sehr dicke Sticks, teils aus Lautstärkegründen, teils auch aus optischen Gründen. Sie können sich diese Sticks ja aber auch leisten, weil ihre Trommeln mit ihren starken Kevlarfellen Rebound-technisch hochgestimmt sind, bis der Arzt kommt, und sie im Regelfall die Trommeln direkt immer in der Position Null haben. Das lässt sich auf das DrumsSet alles nur begrenzt übertragen.


    Man achte nur auf die Hand-Technik der Drum-Corps- Spieler: während bei DrumSet-Spielern häufig empfohlen wird, zwischen Zeigefinger und Daumen ein "Gap" zu lassen beziehungsweise das als Symptom zu nehmen, ob der Stick auch locker sitzt (was auch so nicht richtig ist) haben die DrumCorpsSpieler zumeist den Stick ganz flach in der Hand und arbeiten extrem viel mit Rebound in Verbindung mit Mikrobewegungen der Finger und der Hand (ähnlich wie der Italiener Merlini mit seiner – ich nenne das mal – "Zitter Technik"), was man sich bei den Trommeln eben halt auch entsprechend leisten kann, was aber eben für das allgemeine DrumSet nicht funktioniert.


    Auch hier zeigt sich ja im Übrigen deutlich: auch diese DrumCorpsSpieler üben mit den Sticks, die sie dann auch an ihren Trommeln verwenden: Warum sollte die gleiche Technik bei Drum Set Spielern nicht auch angewandt werden?


    4. Im übrigen ist das üben mit dicken Sticks am Practice Pad ohnehin ja schon nur eingeschränkt nutzbar für das Spiel am ganzen Set:


    Am Practice Pad/Snare befinden wir uns gewissermaßen in der Pole Position, in der idealen Position. Sobald ich auf Toms, HH oder Ride gehe, ändert sich aber meine Position und damit auch die Anforderungen an meine Technik. Das will geübt sein, weshalb ja gerade bei Anfängern häufig das Symptom zu beobachten ist, dass Dinge, die auf dem Practice Pad oder Snare durch klappen, nicht auf das Set verteilt werden können, weil der Bewegungsablauf dort gewissermaßen "einfriert".


    Hinsichtlich dieses Phänomens ist üben mit dicken Sticks dann eher kontraproduktiv: denn auch wenn ich mit dicken Sticks am Practice Pad gerade noch so hinkomme, kann es durchaus sein, dass diese Sticks für das Spiel am Set dann einfach zu schwer sind, weil bsp. allein schon die Fliehkräfte auf das Handgelenk bei Bewegungen über das gesamte Set (beispielsweise bei schnellen Wechsel zwischen Toms) einfach zu stark sind.


    II. Ähnliches wird man im übrigen zu anderen ÜbungsMethoden sagen müssen, beispielsweise bei dem oftmals empfohlenen Üben auf Kissen beziehungsweise Pads ohne nennenswerten Rebound:


    Ja, ich kann so meine Muskeln, Bänder und sehnen trainieren: insbesondere, was Single Strokes angeht, sind diese Übung Methoden wirkliche Powereinheiten. Und wenn ich dann ans Set gehe, ist der erste Moment verblüffend, weil alles so leicht erscheint. Der Eindruck täuscht aber:


    Der Rebound eines Pads, Snare, Toms oder Ride ist nun mal eine physikalische Tatsache, die es in den Bewegungsablauf einzubinden ist. Ich muss lernen, den Rebound zu kontrollieren.


    Der Rebound ist ja für sich betrachtet weder gut noch schlecht:


    Einerseits bringt er den Stick vom Fell weg und gib mir die Möglichkeit, einen zweiten Schlag zu machen, ohne den Stick vorher anheben zu müssen - was gut ist, zumal die Aufwärtsbewegung des Sticks mittels Rebound in jedem Fall immer schneller ist, als das aktive Heben mit Arm oder Hand.

    Auf der anderen Seite ist es halt eine Bewegung vom Fell weg und ich will den Stick ja möglichst schnell wieder auf das Fell zurück bringen.


    Mit anderen Worten: Rebound ist nur dann gut, wenn ich ihn kontrollieren kann und - gewissermaßen wie beim Judo – wieder in die entgegengesetzte Richtung lenken kann. Wenn ich nicht lerne und übe, den Rebound in meinen Bewegungsablauf einzubauen, weil der Untergrund, auf dem ich übe, überhaupt keinen Rebound hat, werde ich letztlich mit dieser Übungs-Praxis am Set scheitern.


    III. Letztlich wird man daher zusammenfassend, 'm folgendes festhalten können:


    Mit dicken Sticks zu üben, kann in Sachen Kraft und Ausdauer Definitiv Sinn machen: Der Nutzen ist aber begrenzt, da Schlagzeugspielen in erster Linie ein komplexer Bewegungsablauf ist und sich nicht auf das Bewegen von Gewichten beschränkt.


    Wenn man aber die Bewegungsablauf gar nicht mehr groß üben muss, weil man den aus dem Effeff beherrscht, kann man natürlich beständig mit dickeren Sticks üben (Toni Royster Jr. beispielsweise übt ständig mit dicken Corpsmaster-Sticks, während sein Signature Stick, den er am Set nutzt, letztlich ein 5AB ist (ist übrigens ein grandios Stick).)


    Sinn macht es daher sowieso nur, wenn man die gleichen Trainingseinheiten auch tatsächlich absolvieren kann, wie mit anderen Sticks. Das gilt sowohl für die zeitliche Länge der Übungen als auch für deren Qualität (insbesondere Geschwindigkeit). Wenn ich da Abstriche machen muss, nutzt mir das Üben mit dicken Sticks wenig bis nichts.


    In jedem Fall sollte man drauf achten, dass die dickeren Sticks ungefähr dem gleichen Typus entsprechen, die man normalerweise am Set spielt. Es ist daher definitiv sinnvoller, sich zum üben einen Stick auszusuchen, der von der Konzeption ungefähr gleich ist als einfach nur beliebig einen dickeewn Stick zu nehmen.


    Im übrigen gilt das, was mal ein Schlagzeuglehrer zu mir gesagt hat auf die Frage, welcher Stick am besten ist.


    Er hatte geantwortet: "der Stick, mit dem du die letzten 2 Stunden gespielt hast".


    In diesem Sinne kommt es nämlich dann auch häufig vor, das Drummer, die ständig mit dickeren Sticks üben, irgendwann auf den Gedanken kommen, auch mit den dickeren Sticks am Set zu spielen. Insbesondere dann, wenn Ausdauer und Kraft nicht mehr das Thema sind, sondern Finesse, ist es besser, hier auch wirklich mit dem Stick zu arbeiten, mit dem man dann am Ende auch spielen will.


    In diesem Sinne .....

    orinocco: es ist vollkommen ausgeschlossen, dass ein 7A Stick mit 400 mm Länge und 13,0 Breite 91 g wiegen soll. Aus was soll der denn sein ? Aus Holz jedenfalls nicht, das ist physikalisch nicht möglich. Selbst bei dem härtesten Holz und selbst als Vollzylinder würde man bei den Maßen nicht über 70 g kommen.Das Ding ist ein absolutes Leichtgewicht, nicht umsonst gibt Rohema das Ding ja sodenn auch als "Light" an. Es ist, wie Hochi sagte, Thomann hat einfach ausnahmsweise das Paar- Gewicht angegeben.

    ????? Verstehe ich nicht. Der Stick hat ein - für nen 2 b - relativ normales Gewicht, bei Thomann ist er mit 61 angegeben, die, die ich hier hab, sind teilweise leicht schwerer.


    Auf welche Sticks beziehungsweise "Zahnstocher" rekkurierst du denn, wenn du jetzt 30 g schwerere ins Spiel bringst:

    Welcher Stick/"Zahnstocher" wiegt denn 90 g ? Außer DrumCorps-Sticks fällt mir da nichts ein, und das sind zudem keine Zahnstocher.

    Hm, stimmt, auf deren HP sind die Sticks ja sogar grundsätzlich nur mit Lack angegeben, strange thing: Überall sonst werden sie mit "Natur" ausgewiesen.

    Anyway: Meine 5 Paar, die ich hier habe, sind sämtlichst nicht lackiert, eine Lackversion ist auch - soweit ich das sehe -nirgends erhältlich. Wenn du was findest, sag Bescheid, der Stick mit Lack ...... und alles wäre im Lack. 😀

    @LangerDrummer: Teste den mal:


    Der Matt Halpern ist ein normaler 2b Promark aber mit kürzerem Taper. Dadurch ist der Stick für mein Empfinden wunderbar ausbalanciert und man hat einfach mehr Druck und impact. Dadurch dass der Stick aber relativ kurz ist, ist er zugleich nicht zu kopflastig. Einziger Wermutstropfen: den gibt es nur rauh in Natur ohne Lackierung. Der gute Matt scheint schwitzige Hände zu haben. Manche Versionen fühlen sich dabei schon recht spröde an.


    Das Gegenstück ist der 2B Rebound von ProMark, da ist der Taper länger und der Stick ist damit leichter und weniger Kopflastig. Außerdem ist er einwenig dünner (15.9 statt 16.0). Gibt's aber auch nur in Natur oder mit Active Grip. Letzteres ist aber für mich okay.


    Mein Ideal wäre wohl der Matt Halpern mit RegalTip-Lack. Aber man kann ja schlecht bei Vic Firth nachfragen, ob sie den Klarlack, den sie bei Calato "geklaut" haben, einem auf einen ProMark machen. 😀


    Schade in dem Zusammenhang noch mal, dass Regel Tip den Geist aufgegeben hat. (Siehe auch anderer Thread dazu): die hatten irgendeine bestimmte Taper – Formel, dass ich tatsächlich fast jedes Modell von RT gut fand, egal, ob 5A, 5B, 2B, 9B oder die Signaturmodelle, alle waren wunderbar ausbalanciert . Und dieser Lack war einfach ein Traum.

    Ich mach mittlerweile sticktechnisch den Hamlet: "2b or not to 2b":


    # Am Pad:

    - Thomas Lang Signature Vic Firth

    (16,5 x 410) - schwere Variante

    - SRHJR Ralphie Jr. Corpsmaster

    (16,1 x 419)


    # Am Set (je nach Tagesforn)


    - Matt Halpern Signature Promark

    (16,1 x 406): 2b mit kurzem Taper und damit Kopflastiger als der normale 2b von PMark


    - Thomas Lang Sig. VF - leichte Version


    - Promark 2b Rebound Activ Grip

    (15,9 x 406): 2b mit längerem Taper


    -Gavin Harrison Signature Vic Firth

    (16 x 428): 2b mit Überlänge


    Ganz selten greif ich noch auf meine alten Omar Hakim Signature Sticks und Regal Tip 5a und 5 b zurück. Wenn man jahrelang mit 2 b übt, machts irgendwann keinen Sinn mehr, am Set auf dünnere zu wechseln. Alles andere fühlt sich dann tatsächlich an wie Hochi es jüngst anmerkte: wie ein kaputter Kugelschreiber.

    Twimc:


    Aktuelles Interview mit VC (geführt von Drummer Trevor Lawrence Jr):

    Einig ist man sich, dass mit KI die Zeit der Studios und der Studiodrummer endgültig vorbei ist: "The party is over"

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    Zur Abrundung vielleicht folgendes:


    I. Preise in Relation

    Hier war ja die Rede von vierstelligen Beträgen, an denen Anfang weder die null, die eins oder die zwei steht und wohl offensichtlich auch nicht die drei.


    Hier nun mal ein paar Vergleichszahlen:


    Der renommierte - und wie ich finde phantastische - Patrick Metzger nimmt pro Einzelstunde 70 Euronen - also persönlich vor Ort, nicht online. Eine Zeit lang hatte er sogar angeboten, bei einem im Proberaum vorbeizukommen, wenn er es räumlich und zeitlich in seinen Terminplan passt (natürlich gegen kleinen Aufpreis, ob er das heute noch macht, weiß ich nicht).


    Dave Weckl nimmt für 1 Online Stunde rund 220 €, Chad Wackermann ist über Drum Channel buchbar, die Rede war in einem US-Forum mal von umgerechnet 150 €.


    Das Drummer Institute Krefeld (ehemals Düsseldorf), wo unter anderem Ulf Stricker und Andre Gillmann tätig sind, nimmt für ein einjähriges Vollstudium (!) 7.900 € und für einen 6-wöchigen Intensiv- Kurs "nur" 1.850 €.


    Das Music-College Regensburg, wo unter anderem Ralf Gustke als Dozent tätig ist, nimmt 3.600 per anno (nach bestandener Aufnahmeprüfung).


    Die Relationen mag jeder für sich selber austarieren. Ich komme da eigentlich zu einem recht eindeutigen Ergebnis.


    II. Wer sich über Herrn R.s Coaching – Künste informieren mag, kann sich ja mal seinen kostenlosen Einführungskurs in Sachen Hand Technik ansehen.

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    www.drummasters.de

    Leute, ich sehe das auch alles sehr, sehr kritisch, aber könnten wir eventuell alle darin übereinstimmen, den Mods/Verantwortlichen hier nicht allzu viel Ärger zu machen und sich in entsprechenden Äußerungen im Hinblick auf Herrn R. etwas zügeln ? Das geht hier teilweise wirklich in den Justitiablen Bereich hinein. Leidtragender ist am Ende das Forum.


    Von daher: es ist keiner gestorben und keiner krank, wir reden hier "nur" über ein Geschäftsmodell, was man sehr kritisch sehen kann/muss und insbesondere kann man sich auch über die Qualität der Veröffentlichungen hinreichend auslassen. Ich bin selber ein großer Fan der teilweisen scharfen Klinge, aber lasst uns die Kirche im Dorf lassen.

    Hi Marcel,


    Bin beim Stöbern über deinen schon etwas älteren Post gestolpert: soweit das Problem noch nicht gelöst wurde, helfen vielleicht folgende Gedanken, wobei der zweite Tipp vielleicht etwas ungewöhnlich ist, aber mir in ähnlicher Situation schon einmal geholfen hat:


    1. Zunächst eine allgemeine Beobachtung: In deinem Video ist zu sehen, dass du bis auf Snare und Floortom alle anderen Toms, als auch das Hihat, so hoch eingestellt hast, dass der Aufschlag der Stickspitze auf den jeweiligen Gegenständen oberhalb deines Ellbogengelenks liegt (es sei denn, der Optikwinkel der Kamera täuscht vollständig).

    Mit anderen Worten: du spielst – die Snare ausgenommen – beständig "nach oben".

    Da du zusätzlich ein grosses Set und entsprechend großen Aufbau hast, ist dieses stundenlange "nach oben spielen" natürlich deutlich anstrengender: du musst beständig den gesamten Unterarm anheben und mit der rechten Hand auch noch zusätzlich oft das Handgelenk.

    Das ermüdet einfach schneller, als wenn man horizontal in die Ebene beziehungsweise nach unten spielt.

    Hinzukommt, dass du – jedenfalls für ein traditional Player – einen relativ kleinen Winkel bei den Toms hast. Gerade dein linker Arm muss daher für einen traditional Player unheimlich weite Wege gehen.

    Ich würde daher vielleicht einmal überlegen, hier einen anderen Setaufbau zu testen beziehungsweise zu präferieren.


    2. Mein zweiter Tipp ist etwas unüblich, hat mir allerdings in einer ähnlichen Situation sehr geholfen:


    Ich hatte seinerzeit auch in der Zeit von extrem langen Gigs, wo mehrere Sets gespielt wurden und die Spielzeit 5 Stunden betrug oder ich 7 Stunden am Stück im Proberaum gespielt habe und tatsächlich nach einer gewissen Zeit Probleme bekam - nicht mit der Kondition oder mit dem Rücken - sondern tatsächlich mit Armen und Beinen, gerade auch Schwierigkeiten mit Rimshots, die mir durch den Arm fuhren.


    Ich war seinerzeit beim Physiotherapeuten in Behandlung wegen eines Lendenwirbelproblems und berichtete eines Tages bei einer Behandlung scherzhaft von meinem Problemen im Arm, so dass ich schon die Befürchtung hätte, demnächst auch deshalb bei ihm in Behandlung gehen zu müssen.


    Dieser Physiotherapeut gab mir einen zunächst etwas seltsam scheinenden Hinweis, der allerdings tatsächlich zur Lösung des Problems dann beigetragen hat:


    Es ist eine bekannte Tatsache, dass jeder Mensch im Laufe des Tages kleiner wird. Das liegt an den Bandscheiben, die über den Tag Flüssigkeit verlieren und zusätzlich durch die ständige Arbeit sich zusammenziehen beziehungsweise zusammengedrückt werden. Mit anderen Worten: man ist am Ende eines Tages definitiv etwas kleiner als am Morgen.

    Was ich nicht wusste: je nach Veranlagung kann das durchaus nicht nur Millimeter, sondern sogar Zentimeter ausmachen und gerade bei schweißtreibenden Tätigkeiten wie Schlagzeug spielen verliert man natürlich noch zusätzlich Flüssigkeit über die übliche Menge hinaus.


    So ist es durchaus möglich, dass ein Schlagzeuger, insbesondere in den Abendstunden, nach mehrstündigem Spiel so viel kleiner geworden ist, dass der Anschlagwinkel insbesondere bei der Snare beispielsweise nicht mehr stimmt. Die Folge sind erhebliche Verspannungen, da der Körper unbewusst natürlich diese veränderte Situation ausgleichen will und unglückliche Anschlagwinkel insbesondere bei Rim Shots einnimmt.


    Ich musste bei dem Hinweis zunächst lachen, mir fiel dann allerdings sofort ein, dass ich nach stundenlangem Spiel tatsächlich oftmals subjektiv den Eindruck hatte, dass mein Set in die Höhe "gewachsen" ist, beziehungsweise ich tiefer sitzen würde.


    Der Physiotherapeut gab mir daher den Tipp, wenn ich das feststellen würde, ich es mal damit versuchen solle, den Sitz nach einer gewissen Zeit etwas höher zu machen bzw. – damit man nicht ständig den Sitz verstellen muss – einfach eine Decke (nach einer gewissen Spielzeit von 2 Stunden) über den Sitz zu legen, um dieses natürliche "schrumpfen" auszugleichen.


    Ich hab den Tipp beherzigt und hab seitdem nie wieder Probleme gehabt. Soweit du das Problem also noch nicht selber gelöst hast, Versuch einmal den Tip, vielleicht hilft's auch Dir.


    See

    Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: Klassisch ist ungleich Vintage.


    Klassisch ist wohl das, was ins kollektive Gedächtnis einer Kultur oder eines Teils der Gesellschaft aufgenommen und dann weitergegeben wird und so seine Zeit zumindest etwas überdauert.

    Vintage dagegen ist alter Kram, welcher mehr oder weniger Symbolhaft die gute alte Zeit vermitteln soll und daher in der Regel einfach eher wehmütige Nostalgie ist.

    Klassisch ist zwar aus der Vergangenheit, aber immer noch aktuell. Vintage ist der - zumeist - untaugliche Wiederbelebungsversuch der Vergangenheit. Klassiker bestehen den Test der Zeit, Vintage nicht.


    Ob bsp. Dire Straits und hier im speziellen das Drum Intro von Terry Williams in diesem Sinne klassisch sind ?


    Das Problem ist, dass Klassiker in diesem Sinne heutzutage ohnehin so gut wie verschwunden sind. Nicht nur dreht sich mittlerweile alles so schnell, dass die Möglichkeit, sich als Essenz in einer Kultur abzulagern, fast ausgeschlossen ist:


    Es fehlt auch bereits spätestens seit dem Internet das verbindende Medium, welches das Entstehen eines Kultur-Kanons ermöglicht: früher war's das Radio, dann das Fernsehen, um das sich herum die Gesellschaft wie an einem Lagerfeuer versammelte und sich seine überdauernden Geschichten erzählte. Dieses gemeinsame mediale Lagerfeuer gibt es heute nicht mehr, es wurde abgelöst durch Millionen digitale Lagerfeuer im www, welche paradoxer Weise gleichermaßen verbinden und doch vereinsamen.


    Dire Straits scheinen den Weg in den immer mehr verwelkenden Klassik-Olymp aber definitiv wohl noch knapp geschafft zu haben - jedenfalls Mastermind Mark Knopfler - : Seine bezaubernden Zeilen aus "Tunnel of Love", in dem er seine Jugend in der "Spanish City", einem Ausflugsort in seiner Heimatstadt Newcastle, beschwört, haben die dortigen Städteplaner veranlasst, die Zeilen dort in Stein zu meisseln und die Titelmelodie von Knopflers Filmmusik "Local Hero" ist mittlerweile Vereinshymne von Newcastle United.


    Und Terry Williams Intro ? Hm, ich weiss nicht. Man kann nun nicht grade behaupten, dass durch ihn Drum-Intros in der Musik populärer geworden wären. Seine stilistische Wirkung ist daher wohl eher begrenzt.


    Und sein Schlagzeugspiel insgesamt hat wohl seinerzeit auch eher Nicht-Drummer mehr begeistert als Schlagzeuger, da sein Drumming gegenüber dem luftig-grazilen Thai-Chi-artigen Stil eines Pick Withers doch eher als wüste Kneipenschlägerei daherkam (mit Ausnahme der Alchemy-Live-Aufnahme von Telegraph Road: das fliessende "Rubato"-Timing der einzelnen Teile ist einfach famos).

    Das Intro ist daher wohl eher ein singuläres One-of-a-kind-Ereignis, und im Ergebnis wohl eher Fußnote der Musik-Geschichte, denn Klassik.


    (Es wurde entgegen landläufigen Gerüchten allerdings auch nicht zufällig aufgenommen, sondern war tatsächlich seinerzeit geplant, als Williams noch die ursprünglichen Takes eingespielt hatte. Man hat das Intro dann auch Omar Hakim vorgespielt, als dieser engagiert wurde. Und der meinte, dass es perfekt sei und nicht geändert werden solle: "its dope".).