Beiträge von Seelanne

    Alle Summen täuschen ohnehin über den realen Verdienst: selbst wenn ich einmal von einer Gage von 4000 € für einen durchschnittlichen Gig ausgehe, bleibt bei einer 5köpfigen Band bei ebenfalls durchschnittlichen Kosten im Regelfall schnell mal lediglich ein Nettoverdienst von rund 40 € pro Stunde pro Musiker übrig, wenn ich alle Kosten inklusive Steuern und Sozialabgaben mit einrechne.


    Da die Anzahl der Gigs pro Jahr nunmal begrenzt sind, steht damit fest, dass ein Musiker hiervon nicht leben kann. Das ist ein alter Hut. Auch die Möglichkeiten, sein Salär entsprechend mit Schwarzgeld aufzubessern, haben stark nachgelassen: während dies früher noch gangundgäbe war, sind heute die Veranstalter sehr zurückhaltend geworden, da die Kontrollen zu stark und die Geldströme zu kontrollierbar geworden sind.


    Im übrigen muss ich bei allen vergleichen Gegenwart/Vergangenheit im übrigen immer auch noch den Kaufkraftschwund drauf rechnen: wenn ich in den 90iger Jahren 500 DM pro Gig verdient habe, ist das relativ viel gewesen. Wenn ich heute 250 € dafür stattdessen bekomme, sieht die Sache schon anders aus.


    Im übrigen muss man auch immer wieder betonen, dass Musik heutzutage schlichtweg eine andere gesellschaftliche Bedeutung hat, als in den Wohlstandsjahrzehnten. Musik, wie wir sie kennen, also als Kunst – und Ausdrucksform des Künstlers, ist ein Symptom unserer Überfluss-Gesellschaft, die sich derzeit ebenfalls rapide ändert und mit ihr viele Grundparameter, so auch im Bereich Kunst im Allgemeinen Musik im speziellen.

    Die 70iger waren bunt. Und "The Tubes" waren fast die Buntesten, die mit ihrer Art der exotisch-burlesken Bühnenshow völlig aus der Reihe tanzten, aber gleichzeitig den Grundstein legten für ein ganzes Genre namens "Rocktheater" (und im übrigen mit "White Punks on Dope" Nina Hagen und Spliff die Vorlage für ihren ersten Hit gaben.).


    Die aufsehenerregende Shows liessen dabei teilweise in die Hintergrund treten, dass hier verdammt gute Musiker am Werk waren, die messerscharfe Arrangements perfekt darbieten konnten.


    Bestes Beispiel hierfür: Ihre Antwort auf die grosse Frage des Lebens in Form ihrer bissig-bösen TV-Konsum-Show-Satire "What do you want from Life" mit einem beängstigend präzise aufspielenden "Prairie" Prince an den Drums.


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    Selbstkomponierende Bands im Auftritts-Modus sind im Regelfall eine Geißel der Menschheit, es sei denn, der Auftritt ist ausdrücklich so angekündigt, der Auftrittsort ist dafür bekannt und man geht dann mit der vollen Absicht hin, um neue Musik zu hören.


    Ansonsten verderben einem selbsternannte Künstler in der Regel den Abend, was - im Gegensatz zu früher - meist aber nicht an fehlenden Instrumentalkenntnissen liegt: Aber entweder wollen mir schwachbrüstig-näselnde Leptosom-Spackos mit tiefgründiger Oberstufen-Lyrik erklären, wie verkommen unsere Gesellschaft ist, ich muss tätowierten Kajal-Mäusen bei ihrer feministischen Nabelschau zusehen oder mit ansehen, wie düster-garstig dreinschauende 15jährige Rapper schimpfend auf der Bühne um einen Laptop rumtanzen. Ich habs halt gerne kommod statt darüber nachsinnieren zu müssen, ob die Musiker nach dem Gig Geiseln nehmen. Frei nach dem Woody-Allen Motto: "Magst du keine Songs über Außerirdische ?" "Nicht, wenn sie von Außerirdischen gesungen werden".


    Wie gesagt, es sei denn, es ist von Anfang klar, dass "Künstler" ihr So-Sein zelebrieren wollen, dann ists okay, weil vorgewarnt.

    Die Problematik ist hinlänglich bekannt: deswegen ist seinerzeit auch in den USA die Musiker Gewerkschaft AFM gegründet worden. Aber auch diese gewerkschaftliche Bündelung hat wieder ihre Nachteile gezeigt, so dass nach und nach deren Einfluss - natürlich auch wegen anderer Faktoren - auch wieder zurückgegangen ist.

    Ne Perle aus 1989:

    Stanley Clarke, Michel Petrucciani, Lenny White, Wayne Shorter etc. als Manhattan Project spielen Mingus' Goodbye Park Pie Hat.

    Soli: W. Shooter, Petrucciani und St. Clarke

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    (Für das Drum-Finish von L. White (zu sehen ab 5:55) könnte ich übrigens töten)


    Das Solo von Petrucciani ist das coolste badass-Solo ever:


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    Die Becken, die schon weg sind, sind gestrichen (Remixs und Mini Chinas)


    Leider auch das Will Calhoun: Ich hab's gestern von meinem innerfamiliären Entleiher zurückerhalten, dort war es zwischenzeitlich im Keller aufbewahrt worden ( ;( )und dort ist eine derartige Flüssigkeit drüber gelaufen, keine Ahnung was das ist, die ich aber jedenfalls nicht mehr weg bekomme. Der Familienkrach war ordentlich. So kann ich es aber nicht verkaufen || .

    Löse Teile meines Becken-Fuhrparks bzw dessen Ersatzbank auf. Auf einen neuen Verein freuen sich:


    I. Paiste   :!:

    13' Medium Heavy Sound Formula - 120 €

    12' Flanger Splash Paiste Exotic Percussion - 50 €

    08' Paiste Twenty Mini China - 65 €

    10' Paiste Twenty Mini China - 65 €

    12/14/14 Triple Raw Smash - 150 €


    II. Zildjian   :!:

    12' Zildjian REMIX Crash - 50 €

    14' Zildjian REMIX Crash - 50 €

    12' EFX Piggyback China - 115 €


    III. Sabian   :!:

    21' Will Calhoun Ambient Ride - 125 €

    12' Splash Evelyn Glennie Garbage - 50 €

    8' ' Chopper - 50 €

    10' Chopper - 50 €


    IV. Meinl   :!:

    7" Custom Bell Champagne - 25 €

    10' Generation X Filter China - 70 €

    10' Byzance Dual Splash - 85 €


    IV. Sonstiges :!:

    10' Stagg Ocean Splash - 25 €

    10' Splash UFIP Brilliant Series Earcreated Cymbals - 35 €


    (*) Alle Becken sind ohne Risse, Dellen oder Brüche und in klanglich einwandfreiem und optisch ordentlichem bis sehr gutem Zustand, einige wie neu.

    Lediglich die beiden Sabian Chopper haben an einigen Stellen etwas Grünspan angesetzt. Konkrete Zustandsbeschreibung auf Anfrage.








    Ich löse meinen Becken-Fuhrpark im Hinblick auf die nicht mehr verwendeten Becken auf, hier 3 Ride Becken von Paiste:


    I. 22er Full Ride Paiste Twenty Custom

    Verkauft !!!


    II. 20" Flat Ride Paiste Signature

    Verkauft !!!!!!!


    III. 20' Full Ride Paiste Sound Formula


    Ein Full-Ride aus der direkten Vorgänger-Serie der Signature-Serie bei gleicher Legierung (Paiste Alloy). Es stammt aus der zweiten SF-Serie (1994 - 1999) mit "Frankenstein"-Logo und ist "Made in Switzerland").


    Dieses Full Ride zeichnet sich aus durch ein lebendiges, helles und angenehmes Ping mit einem mittelfrequenten Wash, rauchige Untertöne sind weniger vorhanden, der Gesamteindruck ist klar und frisch, halt typisch SoundFormula.


    Es ist flexibel bespielbar und zeigt bei Verwendung aller Stickgrössen von 7a bis 2b ein ausgewogenes Klangbild in allen Lautstärken. (Bei Verwendung von 2B Sticks neigt es aufgrund seiner 20er Größe aber schon zum aufschaukeln.)


    Stilistisch ist es ein "Allrounder", lediglich für reinen Trio-Bar-Jazz oder für Heavy- oder Trash-Metal würde ich es nicht als Main-Ride nutzen: für Ersteres ist es klanglich wohl etwas zu hell, für Letzteres nicht laut genug.


    Preisvorstellung: 195,- €


    IV. Sonstiges


    Der Zustand ist altersgemäß gut: keine Risse, keine Dellen und auch kein Grünspan. Patina und übliche Gebrauchsspuren sind altersbedingt natürlich gegeben.

    Das/Die Becken kann versendet, aber auch abgeholt werden. Standort ist Hagen

    Proberaum in Hagen zur Mitnutzung frei:

    Die Mitmieter-Band des von mir angemieteten Proberaums hat sich aufgelöst. Ich suche nun Untermieter/Mitnutzer, im günstigsten Fall auch Drummer, aber auch Band oder andere Einzelmusiker.

    Der Raum ist rund 30 qm groß, hell und trocken. Nutzung 24/7, also in Abstimmung untereinander, ich bin selber max. 2 x die Woche drin und flexibel, ansonsten auch keine tageszeitliche Beschränkung (also Tag und Nacht). Weiteres per PN. Kosten absolut (!) im Rahmen.

    See

    Das mit dem meditativen Zustand stimmt: Cale schafft Atmosphäre, irgendwann versinkt man drin. Und selbst seine mäßigen Sachen kann man durchaus hören, ohne dass sie nerven. Der Rest ist wie immer Geschmacksache. Irgendwie hat er sich aber sowohl in seiner Musik als auch insbesondere als Typ wohl immer der Messbarkeit und Verobjektivierung ohnehin entzogen, Cale ist Cale und so der Prototyp des Authentischen und Integren, ohne damit hausieren gegangen zu sein, man kann sich vorstellen, er hätte sein Musik exakt so gemacht, auch wenn ein Musikbusiness niemals existiert hätte.


    Das mit dem Covern, liegt wohl auch am speziellen Cale-Sound: Die Cale Nummern vertragen schlecht unausgegorene Soundverhältnisse. Eric Clapton berichtete einst in einem Interview, dass er es mehrfach erlebt habe, wo - sowohl bei JJ's eigenen Sachen als auch bei Sachen, wo er als Produzent tätig war - eigentlich das eingespielte Studiomaterial für sich irgendwie Scheisse klang, JJ dann aber alle rausgeschmissen hat und für sich den Mix gemacht hat und anschließend klang alles wunderbar. Ich meine mich zu erinnern, dass EC es JJ "magische Souce" nannte, die er "über das Mischpult gießt".

    Ach, J.J. Hats einem nie leicht gemacht, eigentlich waren auf jeder Platte ein, zwei Stücke für die Ewigkeit und dann auch wiederum viel Durchschnitt.


    Was man in jedem Fall gehört haben muss, ist "Mama don't" von der "Shades" mit einem mitreissenden Four on the Floor – Drum-Track mit einem der geilsten-groovigsten Breaks/Fillls ever, an dem man schön demonstrieren kann, dass es nicht immer die Superchops sind, die den Vogel abschiessen.


    Von der gleichen Platte ein Muss ist auch "CloudyDay" mit einem wunderbaren Sax-Solo von Dennis Solee.


    Ansonsten wäre auch noch 77 zu empfehlen mit dem super-cremigen "Sensitive Kind", was später vom John Mayall genial in Blus-Manier gecovert wurde mit einem herrlichen Solo von Coco Montoya.


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    burned_destroyer: Rechts ist eine Acoutin-Snare mit nem Onyx-Fell. Die ist aber als Ablage und zum Wechseln, wenns knallen soll. Die ist am Reso-Fell auf 425hz(Lugs) gestimmt.

    @ Das rechte (hochhängende) China ist tatsächlich mein 505 China aus dem Jahre 1983. Das linke hoch hängende China ist das Master Swish. Die beiden kleinen Chinas zwischen dem 12er und 14er Tom sind ein 16er Masterworks China und ein 12er Meinl Filter China on top. Die passen tonal exakt zueinander.

    Two: ja, das ead10 ist Monitor und Play-Back-Station.

    burned_destroyer:

    - der Eindruck in Sachen Stacks täuscht etwas: eigentlich sind es nur zwei echte Stacks: das Flangerstack

    rechts neben der HH und das Mini-China-Stack auf der linken Seite, das ist meine persönliche Clap-Stack-Kreation. Alle anderen doppelten Becken haben so viel Zwischenraum, dass sie getrennt angespielt werden können.

    -Auch das mit dem Slave Pedal täuscht etwas: beide Fußpedale sind fast parallel, nur das Yamaha HH Pedal ist näher zu mir, das hat aber ein ziemlich langes footboard und wirkt durch den großen Fersen Teil noch zusätzlich länger. Wenn ich das HH im übrigen weiter weg habe, komme ich mit rechts nicht mehr so hin, dass ich bequem spielen kann. Ich sitze im übrigen auch mittlerweile relativ hoch und habe daher häufig ohnehin auf dem HH den Fussballen. Aber wie immer beim Aufbauing ein Kompromiss, einen Tod stirbt man immer.

    Schattinho: jedes Becken zu seiner Zeit 🙂

    die_happy 😀

    TripHops: kann ich 90 % von exakt so unterschreiben. Erstaunliche Erkenntnis dadurch: ich spiele Schlagzeug tatsächlich nur um des Schlagzeugspielens willen, keinerlei andere Motivation vorhanden, weder Anerkennung, noch Applaus, noch Kommunikation, noch Geld oder sonst irgendetwas. (Eine Form von) Glück sind Zeit, Sticks und ein Pad, Steigerungsform Zeit, Sticks und mein Set. Ich übe mittlerweile jeden Tag mindestens 1/2 Stunde am Pad und oftmals 1 Tag in der Woche für 5-7 Stunden am Stück.

    Die Aufnahmen lassen erahnen, welche fantastische Projektion die Trommeln haben. Wunderbares Set.


    Der Eindruck wird aber leider geschmälert durch das Tuning: die Trommeln klingen - jedenfalls in meinen Ohren - sowohl in sich als auch als Set indifferent und unrund sowie drucklos. Ist schade bei dem schönen Set.

    Kann ich gut nachvollziehen, ich hasse es auch, wenn Dinge am Set anders sind als gewohnt, bin ich extrem picky.


    Halte das aber auch für okay: ich meine, man sagt ja auch nicht zum Pianisten: "sorry, aber wir haben dir das C jetzt mal 5 cm nach rechts verschoben und das F 3 cm nach links". Und der Gitarrist muss auch nicht damit klarkommen, dass seine e Seite mal 4 cm weiter unten angeschraubt wurde.


    Und es gibts wohl nichts nervigeres als beim Rimshot wegen falsche Snarehöhe oder -Winkel sich entweder auf die Oberschenkel zu dengeln oder pausenlos am Rim zu scheitern und sich die Vibrationen Comic-artig-federnd in den Ellbogen zu beamen.


    Zur Muscle memory gehört jedenfalls für mich auch eine immer gleiche Hardware-Position (das man gelegentlich auch mal Alternativen austestet, hindert das ja nicht).

    Also ich empfehle bei schweren Snares den Yamaha 950, das ist die schwerste Ausführung bei Yamaha, da gibt's sogar noch Dornen für die Füße, damit der Ständer nicht weghoppeln kann , aber insbesondere eben sitzt das stufenlos einstellbare Kugelgelenk genau im Zentrum des Ständers, was bei der Ausrichtung insbesondere bei schweren Snares günstiger ist, als nicht zentrierte Gelenke. Das sitzt dann in der Regel bombenfest.


    Gleichwohl: die hier von Vorrednern verlinkenkten Pearl und Gibraltar sind davon abgesehen ebenfalls sehr gut. Nachteilig bei einigen Pearl Modellen sind allerdings die wuchtig ausfallenden Gummihalterungen, die – je nachdem wie man sitzt oder wie man die Snare eingestellt hat - durchaus zu Problemen führen können.


    Mit Tama hatte ich seltsamer Weise bislang immer nur Schwierigkeiten, trotz Tonnenschwerer Ausführung hab ich mit den Dingern immer Stress gehabt. Irgendwas war da immer.


    Allerdings muss man auf eins achten: fast alle stufenlos einstellbaren Ständer mit Kugelkopf Gelenk lassen sich eigentlich exakt ausrichten. Dass es trotzdem immer mal wieder zu Problemen kommt, insbesondere für Hochsitzende Drummer, ist, dass die Flügelschrauben so tief sind, dass man automatisch beim Einstellen des Korbs am Ende irgendeine Bewegung macht, die die gerade Ausrichtung dann doch wieder im letzten Moment des zudrehens der Schraube hinfällig werden lässt. Insbesondere bei Tiefen Snares ist es manchmal echt eine Kunst.


    (Tip: jedes Handy, jedenfalls alle iPhones, haben die Wasserwaage als App gleich eingebaut. Die kann man gut nutzen, um den Winkel immer gleich einstellen zu können (so auch bei den Toms). Denn je nachdem, wie das Set aufgebaut ist, ergeben sich optisch oftmals viele Fluchtlinie, die manchmal sie Snare fälschlicherweise schräg oder gerade aussehen lässt, obwohl sie vom tatsächlichen Winkel richtig eingestellt ist. So eine App kann die Sache dann schon etwas objektivieren.).



    Yamaha SS950
    Yamaha SS950 Snare Ständer, neues exclusives Korb Klemm System lässt die Snare in jedem Winkel positionieren, schweres stabiles Untergestell, doppelstrebige…
    www.thomann.de