Beiträge von Seelanne

    😀 klar, unentwegt:


    Mein Frühstücksmeeting war ausgefallen, da dachte ich mir - angeregt durch Texte und das letzte Video - ich pinsel mal was. Gefällt mir, macht Spass. Ist noch nicht ausgereift, hat dafür aber auch nicht so lange gedauert. Ich denke aber, den Heidegger'schen Gedanken-Ansatz in Sachen Zeit und die Geschwindigkeits-Erwägungen von Paul Virilio ganz gut untergebracht zu haben.


    Wenn ich die zwischenzeitlich Posts richtig verstehe, ists ja auch so viel besser für die "community" als diese ständige kritische Nörgelei und "Anti-Haltung", von der keiner was hat.


    Aber ich seh schon: auch wieder nicht richtig ?

    Dann bitte: "sachliche Kritik an Begriffen oder Thesen - persönliche Abwertungen ("Langeweile", "trinken") dagegen nicht. 😀(Wahlweise: keine Kritik, man muss sein Recht auf Meinungsäußerung ja auch nicht immer ausüben.)


    In diesem Sinne:

    Schluckauf ..... äh Glück Auf !

    Two: Dann wird dir mein Versuch sicher gefallen 😀:



    Ontologie in 11/4tel


    Zeit fließt und nur das Vergangene schwindet; was aber gewesen ist, bleibt nicht zurück: es bleibt vielmehr als das, was die Gegenwart braucht, um das Dasein zum Sosein zu entwerfen, um eben gegenwärtig zu sein.


    Zeit sodenn als Gefäss und Form, nicht als blosse Abfolge der Dinge nebst ihrer Sekundanten, der Uhr und dem Takt als bloße Zählung von Abständen:


    Der Takt teilt und zählt, wo es für das sich selbst in Raum und Zeit erfahrende, geschichtlich-biographische Ich nichts zu zählen gibt. Gezählt wird nämlich nur die Wiederkehr als solche in ihrer immanenten Logik der Abfolge.


    Rhythmus vielmehr ist Ordnung der Bewegung dieser Abfolge — beharrlich, kreisend, hypnotisch — entstehend im Schlag.


    Im Geschlagenen Schlag des Rhythmus und dem ausgelassenen Nicht-Schlag berühren sich dabei Gewesenheit und Zukunft und Gegenwart als Durchgang im Modus der Bewegung.

    Jeder Schlag trägt den vergangenen als Erinnerung, den kommenden als Erwartung in sich; Bindung und Brücke zwischen eben-noch, schon-jetzt, gleich und demnächst:


    Der Schlag fällt in den Puls, treibt den nächsten vor sich her, die Gegenwart blitzt dabei kurz flackernd auf und entgleitet zugleich; kaum ist sie da, zieht sie schon weiter. Und der nächste Schlag und auch dieser schon wieder im Verschwinden. Nichts kommt unverändert zurück. Und immer wieder dieses "Dazwischen" — dieses kaum hörbare Weiter.


    Nicht der einzelne Schlag bleibt; nur, dass einer dem anderen folgt: der Rhythmus. In jedem Schlag liegt der vorige, in jedem kommenden der gegenwärtige, und keiner ist, was er ist, ohne der andere gewesen zu sein. So organisiert sich der Fluss des Rhythmus' zum Entwurf.


    Das Entwerfen der Zukunft schon in der Gegenwart des Gewesenen, welches das Vergangene in sich trägt und das Kommende in seiner Vorahnung bereits modelliert, selbst dann, wenn dieses ausbleibt.


    Das Entwerfen des Noch-Nicht im Lichte des bereits Gewesenen, das Jetzt als hörbar-sinnlich erfahrbares Scharnier zwischen Gewesenem und Möglichkeit. Jeder Schlag trägt den vergangenen als Erinnerung in sich und eröffnet ihn als Traum hin zum Kommenden.


    Bewegung wird dabei Struktur. Struktur nicht als Gefüge, nicht starr, sondern als spürbare Spur der Bewegung, nachdem die Bewegung selbst vorüber ist.


    Geschwindigkeit dabei als Verdichtung des "Dazwischen“, welches schrumpft. Der taktgegebene Abstand verliert seine Ausdehnung und gewinnt dadurch an Intensität. Die Entfernung zwischen den Schlägen als Gradmesser der Intensität. Die Spur wird tiefer.


    Das Nacheinander gerät in Gleichzeitigkeit und wird zur Trance und Wiederkehr, die sich immer wieder in der Zeitlichkeit neu definiert.


    Zeit sodann als Bewusstheit einer Wiederholung, die niemals dieselbe war und ist. Und eben Rhythmus als ihr Modus der Bewegung, in der die Zeit zu sich selbst kommt. Nicht die Zeit macht den Rhythmus möglich: Im Rhythmus wird Zeit als Bewegung überhaupt erst erfahrbar.


    Rhythmus ist Bewegung zwischen dem, was gewesen ist, und dem, was niemals gegenwärtig werden wird, weil bereits vergangen im Moment der Gewahrwerdung. Rhythmus als der Augenblick, in dem dieser Widerspruch hörbar wird, als Ordnung der Zeit, als eine Ordnung, in der Zeit sich verliert und trotzdem gerade darin erscheint.


    Das Dasein insgesamt somit als Unmöglichkeit des Bleibens: Sosein ohne Ort, Gewesenheit als Gegenwart ohne Anwesenheit, Zukunft ohne endgültige Ankunft. Und zwischen ihnen die Zeit in ihrer Bewegung, dem Rhythmus: Sosein im Entwurf.


    Und unser Bewußtsein als brechendes Prisma, das unser Leben in ein Nacheinander zerlegt; und der Traum - und der Tanz - als Linse, die es wieder in sein Urganzes sammelt.

    Also alles sieht danach aus, als wenn am 4. September Yamaha tatsächlich irgendwas mit EAD rausbringt:


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    Im übrigen ist auf diesem Photo rechts oben in der Ecke offensichtlich ein weißer Streifen zu sehen, den hat das 50er nicht, wohl aber das EAD 10. Die grauen Druckschalter sind aber wiederum die des EAD 50. Und im Video ist zwischenzeitlich eine andere Benutzeroberfläche zu sehen. Es bleibt spannend.



    Inhaler Live im Studio: Hypnotisch

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    Fit: danke für Claudio B., bei dem dann aber sein – für mich – schönstes nicht fehlen darf: Wieder mit Gavin Harrison, der seinerzeit ja lange Jahre für CB und in Italien insgesamt gespielt hatte. Er greift ab circa 4:45 ins Geschehen ein mit seinem unnachahmlichen Atomzeit-Mikrotiming, die Snare-Ghosts sind Kunst, sein Songo und seine Fills ein Gedicht und die beiden Schluss-Breaks flashy as hell.


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    @Threadstarterin:


    Sieh es mir nach und sei mir nicht böse, aber ich halte das Geschreibsel hier für einigermaßen unsinniges Geschwurbel. Es hört sich ein wenig so an, als wenn jemand, der von der Schlagzeug – Materie und mit allem, was damit zusammenhängt, eigentlich relativ wenig Wissen bzw Ahnung hat, versucht, irgendwas in Dinge reinzugeheimsen, die dort nicht sind. Da sind bereits die Begrifflichkeiten nicht klar und werden munter durcheinander und doppelt verwendet. Das ist alles total wolkig, blumig und esoterisch ohne jegliche sprachliche Präzision, was immer ein Zeichen dafür ist, dass der präzise Gedanke dahinter bereits fehlt. Dann wird versucht, mit nebligen Wort-Gebilden etwas zu umreißen, was gedanklich nicht erfasst wurde.


    Wenn ich bei ChatGPT die KI zu Jackie Liebezeit befrage, bekomme ich im übrigen ähnliche Texte.


    Ich schliesse mit einem Zitat von Max Frisch, der diese Situation wie folgt auf den Punkt brachte:


    "Manchmal ging er mir auf die Nerven wie alle Künstler, die sich für höhere oder tiefere Wesen halten, bloß weil sie nicht wissen, was Elektrizität ist". (HomoFaber)


    In diesem Sinne: Nichts für ungut .....

    Insbesondere verstehe ich nicht, warum sich Patrick Steward hier als "der" Bryan-Adams-Drummer vorstellt: es war damals lediglich mehr oder weniger ein Zufall, dass er die Nummer eingespielt hat, schon damals war der Stammdrummer vo Adams Mickey Curry. Das blieb dieser auch bis ungefähr ins Jahr 2021, als dieser dann nicht mehr touren wollte. Erst dann ist Patrick Stewart wieder auf den Schlagzeugsessel hinter Bryan Adams zurückgekehrt.

    Aus gegebenem Anlass (Diskussion im Vinnie-Fred) einer der absoluten Höhepunkte meines musikalischen Lebens als Hörer:


    Quartet no. 2 in der Original Chick Corea Acoustic - Band - Besetzung mit J.Patitucci und D. Weckl aus 1991 ( damals wurde sowas im übrigen noch im ÖRR gezeigt).


    Es beginnt mit einem abstrakt-eleganten Piano, fast schon wie ein Gemälde von Picasso oder deChirici und dann gibts das Beste Acoustic-Bass-Solo aller Zeiten, fast schon mystisch, und dann "geschieht" ein Drum-Solo, es passiert wie ein Naturereignis, ich würde sagen, eins von Weckls 3 besten Solo ever. Selten jemanden gehört, der technisch so gut ist, dass er sich von der Technik befreit und nur noch reines Mittel zum Zweck ist.


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    Endlich sagst mal jemand, ders sagt: der Hit des Videos ist das Basssolo.


    Das Drummen von Vinnie finde ich dagegen im übrigen zu "ballerig", völlig drüber, das ist exakt das Drummen, was mich bei Vinnie immer kalt lässt und liess.


    Ganz anders die Originalbesetzung mit Weckl. Das gleiche Stück, aber ein völlig anderes Erlebnis: ich hab das Video mal im Anderen Fred verlinkt

    Hm, okay, aber binär und ternär ist für mich keine Stilfrage, sondern einfach ne völlig andere Welt, man kann mit den beiden Welten ja spielen und auch kontrastreich hin und her springen, insbesondere aber konsequent die vorgegebene Stilistik zu verneinen, mag ja vielleicht künstlerisch anspruchsvoll sein, das Problem ist aber – und das höre ich – es groovt nicht. Just my 5 cent.


    Ps: Mister Portnoy groovt im übrigen hier auch nicht, auch wenn ich mit ihm natürlich d'accord gehe, dass man bei einem solch monotonen Stück wenig fantasievolles beisteuern kann.

    Also, ich hatte letztens ein ähnliches Problem mit zwei Remo White Suede Fellen: die hatte ich mir vor circa sechs Jahren mal geholt, um sie zu testen, hatte mich dann aber doch für andere Fälle entschieden. Als ich jetzt auf White food umsteigen wollte, ich gedacht, ich könnte diese verwenden, ging aber nicht: beim Stimmen stellte sich raus, dass sie jeweils an einer Stelle zwischen Fellkragen und Fellreifen regelrecht zerbröselt waren.

    Ja klar


    Hier z.Bsp. die isolierte basslinie (mit drums). Eindeutig ternär.

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    Ich kann mich erinnern, dass mein Schlagzeuglehrer mal ganz beeindruckt vom Klaus Lage Schlagzeuger war (muss so 1985 gewesen sein). Was der alles mit seiner Bassdrum anstellte etc. Ich habe ihm dann eine DoFuMa aus dem Drummers Drum Katalog gezeigt. Das kannte er noch nicht (kam vom Dorf). Egal, er hat sich dann direkt auch eine gekauft und war ganz begeistert von den Möglichkeiten, musste aber auch bei seiner Tanzband noch selbst aufbauen. Da ist eine BD mit DoFuMa ein echter Vorteil.

    Das muss Wolf Simon gewesen sein, der seinerzeit bei K. Lage Standard-Drummer und so ziemlich der beste deutsche Drummer in Deutschland überhaupt war. Absoluter Killer-Groove, Pocket bis zum Abwinken und zugleich technisch ein absolutes As. Und das grade mal mit rund 20 Jahren. Der war damals überall anzutreffen. Ich hab mir wegen dem seinerzeit sogar mehrere Purple-Schultz-Gigs angesehen (der allerdings live zu meiner Überraschung wirklich gut war). Sind wenige Videos von ihm zu finden, war stilistisch nah bei Enzo Tedesco. Ist dann leider etwas von der Bildfläche verschwunden (als Live Drummer). Hat wohl auch erhebliche Tinnitus-Probleme bekommen und damals sich sehr für Gehörschutz und In-Ears stark gemacht, was seinerzeit noch lang nicht so verbreitet und eher noch in den Kinderschuhen steckte. (ich meine mich zu erinnern, das er sogar welche mitentwickelt hat).

    Vielleicht ist das seine Herangehensweise!?

    Naja, als Jazztrommler sollten ihm Shuffles ja nicht ganz fremd sein. Die sollte man im Beat hören können, selbst wenn sie nicht oder kaum gespielt werden. Und nicht zu grade auf der Time hängen bei der Nummer, das wäre schon ein Fortschritt.

    Tatsächlich bekommt mann sogar den Eindruck, dass Owens nicht hört, dass es ein "Swag"-Shuffle ist: genau betrachtet spielt er ja an keiner einzigen Stelle irgendwas angeshuffelt-ternäres. Dies wäre dann auch höchst wahrscheinlich der Grund, weswegen der Track so lahm und einschläfernd daherkommt: Es fehlt schlicht das "nervöse", die Spannung. Manu spielt ja auch nur an einigen wenigen Stellen was ternäres, aber es reicht mit der (eindeutig ternären) BassLinie zusammen, um der ganzen Sache den drive zu geben. (In manchem Refrain betont er auch zusätzlich etwas die HH im OffBeat). So bremsen die Drums die Bassline und die ganzen Groove geradezu aus. Dann noch etwas hinterm Beat gespielt (so empfinde ich es) und die musikalische Sedierung des Stücks ist perfekt.


    PS: Erstaunlich bei einem Drummer seines Formates: Naja, vielleicht war er auch einfach zu gelangweilt von dem Stück. Egal, hätte er bei ner Audition diesen Track gespielt, hätte er den Job wohl nicht bekommen. Auch die Jungs bei Drumeo reagieren etwas zu professionell-kühl.

    Reduziert ? Ich finds ehrlich gesagt schlicht langweilig, und uninspiriert. Ein Drum-Track, der dem Song in keiner Weise hilft, ihn an keiner Stelle unterstützt und im Gegenteil sogar die Luft rauslässt. Eher schläfrig als cool: Boring as hell.


    Eigentlich ein gutes Beispiel dafür, wie man auch mit einem reduzierten Schlagzeug ein Stück zerstören kann, obwohl man – notentechnisch und timingmäßig – nichts so richtig verkehrt macht. Weniger ist halt nicht immer mehr.


    Zur Ehrenrettung von Owens, der ansonsten ein Killer-Jazz-Drummer ist:

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    Etwas 15/16tel, etwas 4/4 und 2/4, auf die 12, aber sehr cremig:

    Rock-Hymne aus Schottland:


    "You are the mountain, your are the sea ........"


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    Wobei anzumerken bliebe: Till Brönner mag nicht 100-prozentig richtig gerechnet haben, aber er liegt mit seiner general-Einschätzung noch dreimal genauer auf dem Punkt und der Realität als die Leute, die es eigentlich exakt ausrechnen müssten und die dafür auch noch fürstlich bezahlt werden.

    Alle Summen täuschen ohnehin über den realen Verdienst: selbst wenn ich einmal von einer Gage von 4000 € für einen durchschnittlichen Gig ausgehe, bleibt bei einer 5köpfigen Band bei ebenfalls durchschnittlichen Kosten im Regelfall schnell mal lediglich ein Nettoverdienst von rund 40 € pro Stunde pro Musiker übrig, wenn ich alle Kosten inklusive Steuern und Sozialabgaben mit einrechne.


    Da die Anzahl der Gigs pro Jahr nunmal begrenzt sind, steht damit fest, dass ein Musiker hiervon nicht leben kann. Das ist ein alter Hut. Auch die Möglichkeiten, sein Salär entsprechend mit Schwarzgeld aufzubessern, haben stark nachgelassen: während dies früher noch gangundgäbe war, sind heute die Veranstalter sehr zurückhaltend geworden, da die Kontrollen zu stark und die Geldströme zu kontrollierbar geworden sind.


    Im übrigen muss ich bei allen vergleichen Gegenwart/Vergangenheit im übrigen immer auch noch den Kaufkraftschwund drauf rechnen: wenn ich in den 90iger Jahren 500 DM pro Gig verdient habe, ist das relativ viel gewesen. Wenn ich heute 250 € dafür stattdessen bekomme, sieht die Sache schon anders aus.


    Im übrigen muss man auch immer wieder betonen, dass Musik heutzutage schlichtweg eine andere gesellschaftliche Bedeutung hat, als in den Wohlstandsjahrzehnten. Musik, wie wir sie kennen, also als Kunst – und Ausdrucksform des Künstlers, ist ein Symptom unserer Überfluss-Gesellschaft, die sich derzeit ebenfalls rapide ändert und mit ihr viele Grundparameter, so auch im Bereich Kunst im Allgemeinen Musik im speziellen.

    Die 70iger waren bunt. Und "The Tubes" waren fast die Buntesten, die mit ihrer Art der exotisch-burlesken Bühnenshow völlig aus der Reihe tanzten, aber gleichzeitig den Grundstein legten für ein ganzes Genre namens "Rocktheater" (und im übrigen mit "White Punks on Dope" Nina Hagen und Spliff die Vorlage für ihren ersten Hit gaben.).


    Die aufsehenerregende Shows liessen dabei teilweise in die Hintergrund treten, dass hier verdammt gute Musiker am Werk waren, die messerscharfe Arrangements perfekt darbieten konnten.


    Bestes Beispiel hierfür: Ihre Antwort auf die grosse Frage des Lebens in Form ihrer bissig-bösen TV-Konsum-Show-Satire "What do you want from Life" mit einem beängstigend präzise aufspielenden "Prairie" Prince an den Drums.


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    Selbstkomponierende Bands im Auftritts-Modus sind im Regelfall eine Geißel der Menschheit, es sei denn, der Auftritt ist ausdrücklich so angekündigt, der Auftrittsort ist dafür bekannt und man geht dann mit der vollen Absicht hin, um neue Musik zu hören.


    Ansonsten verderben einem selbsternannte Künstler in der Regel den Abend, was - im Gegensatz zu früher - meist aber nicht an fehlenden Instrumentalkenntnissen liegt: Aber entweder wollen mir schwachbrüstig-näselnde Leptosom-Spackos mit tiefgründiger Oberstufen-Lyrik erklären, wie verkommen unsere Gesellschaft ist, ich muss tätowierten Kajal-Mäusen bei ihrer feministischen Nabelschau zusehen oder mit ansehen, wie düster-garstig dreinschauende 15jährige Rapper schimpfend auf der Bühne um einen Laptop rumtanzen. Ich habs halt gerne kommod statt darüber nachsinnieren zu müssen, ob die Musiker nach dem Gig Geiseln nehmen. Frei nach dem Woody-Allen Motto: "Magst du keine Songs über Außerirdische ?" "Nicht, wenn sie von Außerirdischen gesungen werden".


    Wie gesagt, es sei denn, es ist von Anfang klar, dass "Künstler" ihr So-Sein zelebrieren wollen, dann ists okay, weil vorgewarnt.