Verdienst "Profimusiker"

  • Bidddee was ???? 😀


    Also, vielleicht noch mal um das babylonische Sprachgewirr hierzu entwirren:


    Die Allensbach Studie, die von dir zitiert wurde, kommt zu einem Ergebnis von 2660 € Netto von Musikern. Ich finde die Studie interessant und teile auch deine Ansichten, ich halte nur die Zahl von 2660 € netto für äußerst zweifelhaft:


    Wie schon gesagt: die Datenerhebung ist zweifelhaft und insbesondere die überprüfbarkeit und Vagheit der Verwendung des Begriffes brutto/netto bei allen Befragten. Demgegenüber gibt es nämlich andere Studien, beispielsweise von der KSK, die deutlich geringere Verdienste ausweisen.


    Das kann natürlich jetzt auch bereits daran liegen, dass in der Allensbach Studie gar nicht danach unterschieden wird, ob die Einkünfte der Musiker nur aus musikalischen Tätigkeiten, sondern beispielsweise auch nach darüber hinaus aus Nebenjobs etc stammen. Das gehört ja zur zweifelhaftigkeit dieser Studie.


    Wenn ich aber von dem Einkommen von 2660 € netto ausgehe, kann ich nicht – wie sonorfan sagt – davon ausgehen, dass keiner von denen Einkommensteuer zahlen muss. Gerade dann müssten sie ja Einkommensteuer zahlen, beziehungsweise haben Sie es schon längst gezahlt, denn das, was übrig bleibt – sprich netto – ist ja nach Abzug der Steuern.


    Wie gesagt: genaueres weiß man nicht, weil man kein Mensch Ahnung hat, wie die Befragten rechnen und wie die Begrifflichkeiten verwendet werden.


    Solche Studien sind also in im Hinblick auf diese Aussagen vollkommen wertlos. Ich halte da die Studien beziehungsweise Statistiken der KSK für definitiv aussagekräftiger.


    Beim Rest sind wir ja d'accord.

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  • Seelanne

    Die erste Studie hatte ich eingebracht, nicht der Kollege Sonorfan. Natürlich weiß aber auch ich nicht, wie exakt diese Zahlen zustande kamen. Es ging mir nicht um eine wissenschaftliche Auseinandersetzung, sondern um eine Darstellung der Dimensionen, wenn man hier "Profimusiker=Dave Weckl" gelten lässt.


    Insofern lag mein Fokus mehr auf der grundsätzlichen Glaubwürdigkeit der Quelle, bezogen auf die Erfassung der deutschen Musiklandschaft. Die bislang genannten Zahlen spiegeln durchaus wider, was ich in den letzten Jahrzehnten in der Musikbranche so kennen gelernt habe. Die extrem heterogenen Bedingungen lassen sich eh nicht so richtig abbilden, und mittlerweile muss man auch noch Einkünfte durch Social Media berücksichtigen. Wo ist denn der "Musik-Influencer" mit hoher Reichweite beispielsweise einzuordnen? Sind das überhaupt noch Einkünfte aus Musikbetrieb?

    Zum Thema Social Media einkünftige kann ich sagen: Ja, das zählt mit dazu und muss ganz regulär versteuert werden. Ist allerdings selbst bei so Größen wie Benny Greb oder Anika immer noch ein zu vernachlässigender Betrag ;)

  • Seelanne

    Die erste Studie hatte ich eingebracht, nicht der Kollege Sonorfan. Natürlich weiß aber auch ich nicht, wie exakt diese Zahlen zustande kamen. Es ging mir nicht um eine wissenschaftliche Auseinandersetzung, sondern um eine Darstellung der Dimensionen, wenn man hier "Profimusiker=Dave Weckl" gelten lässt.


    Insofern lag mein Fokus mehr auf der grundsätzlichen Glaubwürdigkeit der Quelle, bezogen auf die Erfassung der deutschen Musiklandschaft. Die bislang genannten Zahlen spiegeln durchaus wider, was ich in den letzten Jahrzehnten in der Musikbranche so kennen gelernt habe. Die extrem heterogenen Bedingungen lassen sich eh nicht so richtig abbilden, und mittlerweile muss man auch noch Einkünfte durch Social Media berücksichtigen. Wo ist denn der "Musik-Influencer" mit hoher Reichweite beispielsweise einzuordnen? Sind das überhaupt noch Einkünfte aus Musikbetrieb?

    Zum Thema Social Media einkünftige kann ich sagen: Ja, das zählt mit dazu und muss ganz regulär versteuert werden. Ist allerdings selbst bei so Größen wie Benny Greb oder Anika immer noch ein zu vernachlässigender Betrag ;)

    ..und egal wie Du's würfelst: Es bleibt was für Enthusiasten und Leidensfähige....selbst wenn Du bei Pink mit auf der Bühne stehst...

    "If you don't have ability you wind up playing in a rock band" (Buddy Rich)

  • Bidddee was ???? 😀


    Also, vielleicht noch mal um das babylonische Sprachgewirr hierzu entwirren

    Ich glaube tatsächlich, dass wir einfach aneinander vorbeischreiben. Ich lese die Quintessenz der Allensbach-Studie folgendermaßen:

    Wieviel Geld haben Menschen, die sich selbst als Berufsmusiker bezeichnen, durchschnittlich monatlich zur Verfügung, und womit werden diese Einnahmen generiert?


    Die KSK verstehe ich dagegen so:

    Welche Einkünfte erzielen freiberufliche Musiker aus ihrer originären künstlerisch-kreativen Tätigkeit?


    Das Delta zwischen beiden Betrachtungen entspricht möglicherweise in Teilen dem, was Musiker sich hinzuverdienen müssen, um mit (oder trotz) ihrer Kunst überleben zu können ;)


    Der Kollege hat meine Intention perfekt auf den Punkt gebracht:

    ..und egal wie Du's würfelst: Es bleibt was für Enthusiasten und Leidensfähige....selbst wenn Du bei Pink mit auf der Bühne stehst...

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