Beiträge von trommla

    Was allerdings gar nicht so unrealistisch ist, ist, dass ich vielleicht wieder gar keine sooo großen Unterschiede zum alten (Billig-)Set höre

    Ich vermute, du wirst durchaus einen Unterschied hören, alleine aufgrund der Qualität der Werksfelle, sofern du nicht dein Smart Force mal neu bespannt hast. Lass allerdings mal einen routinierten Stimmer dran, der auf alle Trommeln identische Felle macht, dann muss man schon sehr geschulte Ohren haben.


    Auch wenn billige Snares meist klanglich schnell an ihre Grenzen kommen, wundere ich mich immer wieder, wie gut selbst billige Bass Drums und Toms bei guter Stimmung klingen können. Aber es geht ja schließlich nicht nur um den Sound, sondern um die Qualitätsanmutung als ganzes, die den Kauf eines guten Sets so schön macht ;)


    Ach ja, ich hatte wohl überlesen, dass du mit einer Vintage Series geliebäugelt hattest. Ich liebe ja mein Vintage schon sehr, aber vermutlich ist das eine Serie, bei der man recht genau wissen sollte, was man damit machen möchte. Für Punkrock wäre es definitiv nicht meine erste Wahl, und auch für Hardrock-Cover denke ich nicht zuerst an dieses Set. Zum Glück habe ich ja die Wahl :D

    warum entscheiden? Die optimale Anzahl Becken ist bekanntermaßen die Zahl der vorhandenen Becken plus 1. Ohne Not was hergeben macht kein Mensch ;)


    Ich finde ehrlich gesagt auch die Zultans schöner und glaube nicht, dass man von den Großen Vier unbedingt besserer Qualität erwarten sollte. Möglicherweise ist die Serienstreuung geringer aufgrund automatisierter Prozesse und besserer Endkontrolle. Viel fließt aber einfach nur ins Marketing und verteuert die Produkte ohne Nutzen für den Anwender, die Top-Endorser mal aussen vor gelassen.

    Hm. Muss ein Männerproblem sein, das Ding mit den Größen

    Mag sein, aber es gibt tatsächlich für mich gute Gründe. Auf einem 16er kannst nicht viel machen, als einmal draufzuhauen, und gut. Durchkräschen ist nicht wirklich überzeugend möglich, eine Ridefigur klingt auf nem 16er auch eher nach Micky Maus. Und da wären wir dann fast schon wieder beim Splash, sogar beim 16er :D

    so ein gscheites 14er klingt schon mehr nach Crash als nach Splash

    Vom Fahrersitz aus hast du Recht, aber im Bandzusammenhang bleibt aus etwas Distanz dann doch oft nicht mehr als ein Splash.

    Ich hatte mal ein gutes 14er ge-, es aufgrund dieser Erkenntnis aber auch bald wieder verkauft. Selbst ein 16er ist für mich niemals das Hauptcrash am Set, allenfalls ne zusätzliche Klangfarbe. Wundert mich eh, dass die in jedem Beckenset seit gefühlten Jahrhunderten fester Bestandteil sind.

    denn immer, wenn dieses fragwürdige "Geräusch" ertönt, kann ich keinen anderen Basston hören.

    Dann hör noch mal genau hin ;)

    Der Bass hat eine ganz eigene Line und spielt auch an den fraglichen Stellen Grundtöne bzw. die Quinten dazu. Wenn Bass, dann geht das nur mit Overubs. Ich weiß nicht, ob man 1956 schon so gearbeitet hätte mit den damals sehr begrenzten Spuren. Meines Wissens begann man erst in den 60ern mit solchen exzessiven Aufnahmesessions und Soundtüfteleien.

    Die Frage ist, ob es dann noch als dieses rudiment gilt, wenn ich quasi nur das sticking beibehalte, aber die Notenwerte ändere

    Das ist doch eigentlich der Zweck solcher Rudiments, oder? Stur wie im Lehrbuch gespielt braucht das Zeug ja kein Mensch ^^


    Bsp. Six Stroke Roll ist ternär gespielt häufig im Jazz, Blues oder anderen Shuffles zu finden, bleibt aber ein Six Stroke Roll.


    Mein Lieblings-Rudiment ist übrigens ein Hybrid Rudiment, der Double Kitchen Sink-a-Diddle.

    Hören kann man ihn bei Larry Finn, k.A. ob den sonst irgendwer spielt.

    Bin ehrlich gesagt auch bei Conga, die Talking Drum halte ich hingegen für komplett unwahrscheinlich, da mir nicht bekannt wäre, dass in den USA der 50er Jahre schon irgendjemand traditionelle afrikanische Instrumente ins Schlagwerk einbezogen hätte. Diese Offenheit gegenüber afrikanischer Kultur bestand in den 50ern einfach noch nicht, schließlich galt noch weitgehend Rassentrennung.

    Abgesehen davon fehlt mir das Anschlagsgeräusch einer Talking Drum, das von sanft (Finger) bis hart (Beater) reichen kann, was auch eher für Moose Call spricht.

    Glaube nicht, dass man das über einen Kamm scheren kann. Ich kenne das durchaus auch von Profis, dass sie solche "Lustkäufe" tätigen. Vielleicht nicht zur Zeit, weil man daheim hockt und hofft, dass die Pandemie vorbei geht. Aber solange man keine Familie zu ernähren hat, kann man ja auch immer mal zwischenrein von Toastbrot und Mettwurst leben, wenn die Kohle knapp wird :D

    Hab mal gerade ein Pleck zur Probe geworfen. Ins Auge möcht ich es aber auch nicht bekommen. Ein Kratzer in der Hornhaut wird zwar wieder, schränkt aber das Wohlbefinden durchaus ne Weile ein ;)

    ...wenn jemand einen Stick ins Gesicht/gegen den Kopf bekommt und dann z.B ne Platzwunde, eine Gehirnerschütterung usw hat, sprich verletzt wird?

    Für Platzwunden oder gar Gehirnerschütterungen reicht der Impuls eines Drumsticks glücklicherweise nicht aus, sind ja nur ein paar Gramm je Stick. Am ehesten sorge ich mich um die Augen, die sind vergleichsweise schutzlos, wenn uns nicht unsere Reflexe in dem Moment zu Hilfe kommen. In diesem - wahrscheinlich unwahrscheinlichen - Fall würde ich insbesondere bei bleibenden Schäden mit einer Klage wegen fahrlässiger Körperverletzung rechnen. Wüsste jedenfalls keinen Grund, weshalb das nicht juristische Konsequenzen haben sollte.


    Weiß allerdings auch nicht, weshalb ich unter die Stöckchenwerfer gehen sollte. Wenn das irgendwelche Superstars machen, hat das für Devotionaliensammler vielleicht einen gewissen Wert, aber wer hebt sich meinen abgenudelten Stick auf? Wenn ich schon eine professionelle Attitüde brauche, dann versuch ich zu spielen wie ein Profi, also fehlerfrei und solide, ohne Experimente ;)

    Hallo, das ist eine Tama Iron Cobra der ersten Generation. Das Modell wurde von 1992 bis 1998 gebaut, danach veränderte sich bei gleichem Namen die Bauform recht deutlich. Dein Modell trägt den Zusatz Rolling Glide wegen des runden Kettenblattes, es gibt auch die Version Power Glide und Flexi Glide. Dürfte damals die Toplinie von Tama gewesen sein, da fehlt mir aber der genaue Marktüberblick.

    Krass ist das ja schon. Auch wenn ich mir vorstellen kann, dass die Härte des Spiels einen gewissen Einfluss auf Verschleiß haben kann, halte ich diese Schäden, insbesondere jetzt im Wiederholungsfall, weiterhin am ehesten für einen Anwenderfehler. Nur hab ich nach deinen Schilderungen noch keine Idee, an welcher Stelle der stattfindet und wie man Abhilfe schaffen könnte.

    Vielleicht kaufst du einfach noch 3 weitere Snares. Wenn du die regelmäßig durchwechselst, halten die Verschleißteile viermal so lange ;)

    Klasse, Dany, das war mal wieder ein Rätsel mit Aha-Effekt. Und wie so oft neigen wir dazu, zu hören, was wir erwarten zu hören. Nach deinem Vergleich wird mir das wohl als XS20-Phänomen in Erinnerung bleiben :D


    Ansonsten habe ich mich gefragt, warum man so viele so ähnliche Hats besitzt und ob es nicht sinnvoller ist, einen Großteil zu veräußern und mal etwas ganz schlurfiges zu holen

    Genau das hätte ich gerade auch schreiben wollen, bin zum Glück noch mal zum Lesen nach oben gesprungen. Ich habe mir als G.A.S. Therapie schon lange erfolgreich verordnet, nur Instrumente zu kaufen, die mein Spektrum wenigstens deutlich erweitern, wenn ich sie schon nicht unbedingt konkret benötige. Mit dem Verkaufen lange ungenutzter Teile tu ich mich allerdings weiterhin schwer.


    Leider war ich zum Mitraten wieder mal zu spät dran, weil ich erst nur die Handyquäken zum anhören hatte, und da ist das eher sinn- und chancenlos. Was mir aber - ganz unabhängig von Hihats - bei deinen Aufnahmen aufgefallen ist, ist die ziemlich hohe Teppichspannung deiner Snare. Die Ghosts klingen für mein Gefühl schon nicht mehr schön, weil der Teppich kaum noch anspricht. Ist das die Angst vorm Mitrascheln, oder findst du das besser so?

    Ich transportiere die meisten meiner Trommeln in Millenium TourBags mit verstärktem Deckel und Boden (Fiberglaseinlage), in den letzten Jahren meist zwischen 15 und 30 Konzerte plus Proben, und die Dinger halten seit Jahren. Klar, optische Mängel bleiben nicht aus, und ein paar vereinzelte kleine Löcher gibt es inzwischen im Material. Aber dafür, dass ich einige von den Bags seit ca. 10 Jahren nutze, kann ich echt nicht meckern. Die Reißverschlüsse flutschen, und einmal ist mir sogar ein Stapel von 6 oder 7 verpackten Trommeln umgefallen, ohne dass irgendwas beschädigt worden wäre. Na ja, meine Nerven vielleicht ein wenig ;)